User-Thread: Häussel Pickups

  • Ersteller diazepam
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Tadaaa ich habe etwas Neues von Häussel ausprobiert.

Kürzlich habe ich mir eine Fernandes Tele zum Schnäppchenpreis geschossen. Stammt von 1984 und musste ziemlich restauriert werden. Nachdem zwischenzeitlich ein 50s Set von Hermanns guitars zum Sportkurs von 75 € Neupreis drin war, war ich ganz schön angetan. Die Hermanns Pick-ups sind eine Hammerempfehlung im Niedrigpreis Segment. Klingen sehr holzig und Vintage mäßig. Ist aber natürlich mit Häussel nicht vergleichbar.

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Also konnte ich es nicht lassen und musste auch mal das Häussel Broad Set probieren. Die Teile sind der absolute Hammer. Extrem funky und spanky. Einen so klaren knackigen Anschlag mit holzigem rotzigem dreckigen Ton, fett und trotzdem immer glasklar. Das macht einfach nur Spaß. Klare Kaufempfehlung. Bin restlos begeistert. Die Dinger klingen echt richtig feurig.
 
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Moin,
hat jemand den BigMag Bridge Tele-PU ? Bin gerade am Saiten-Abstand am rumtüfteln, hab so 3 mm bei gedrückter E-Saite am letzen Bund. Die berühmte '"Stratitis" kann ich für mich irgendwie nicht hörbar machen bzw weiss nicht, wann man da was hört. Also weiss ich nicht wie "nah" man gehen kann, bzw was da Sinn macht.
 
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Ich hab mal noch ein wenig geschraubt, glaube der PU ist doch sehr nah an den Saiten, aber ich muss es heute abend mal mit der Band testen und hören. Clean eiert nix, verzerrt ab Bund 12 klang es zu hause schon ein wenig schräg.
 
Hallo in die Runde!
Ich möchte mal die Schwarmintelligenz in Anspruch nehmen bzw. mir Tipps abholen ;)

Ich stelle mir gerade meine erste Tele aus Parts zusammen und bin etwas ratlos in der Pickup-Frage.
Es handelt sich um einen Rockinger Erle Body in Vintage-Shape (ca. 2,2kg) und einen einteiligen Ahorn Hals (MIJ). Brücke wird eine ABM Custom Shop TB-1HR (Messing).
Klanglich soll man sich am Ende zwischen Jazz und dreckigem Blues bewegen können, also gerne etwas fetter und auf Wunsch rotziger aber natürlich kein Metal-Brett ;)
Ich lege keinen besonderen Wert auf Twang oder ultra-schneidige Höhen.

Meine erste Idee war ein Häussel TE BigMag Set. Habe keinerlei Erfahrungswerte, aber einige Demo-Videos und generell die P90-Soundrichtung gefallen mir gut.
Nun hatte ich schon einen 4-Way-Switch für die Option der seriellen Schaltung liegen - habe aber Bedenken, dass die BigMags dafür zu Output-stark sind.

Habe bei Häussel angefragt und Acy hat mir geantwortet. Vom 4-Way-Switch hat er generell eher abgeraten und als Pickup-Auswahl z.B. Broad am Steg und ST am Hals vorgeschlagen.

Der Switch ist kein Must-have für mich. Noch kann ich ihn gegen 'nen normalen umtauschen.
Was meint ihr - Wären die BigMags für meine Hölzer und mein Ziel das Richtige oder sollte ich Acy's Vorschlag eine Chance geben?

Bin für jeden Tipp sehr dankbar! :)
 
Ein BigMag lässt so ziemlich jeden P90 alt aussehen. der hat wirklich sehr viel output. vertrau da mal lieber auf ACY
 
Ein BigMag lässt so ziemlich jeden P90 alt aussehen. der hat wirklich sehr viel output. vertrau da mal lieber auf ACY

..ich muss dazu sagen - ich hätte generell nichts gegen den höheren Output der BigMags. Aber wenn ich die nehmen sollte, dann würde ich auf den 4-Way-Switch verzichten, weil die serielle Option wohl wenig Sinn macht. Vermutlich zuviel des Guten.
 
Ist zwar nur bedingt hilfreich, da in einer Strat, aber ich hatte mal neben Hals und Middle Strat PUs von Häussel (Blues) einen BigMag in der Bridge. Wollte auch was fetteres, rockigeres haben, als den vergleichsweise doch spitzen und dünneren Standard Blues-SC in der Bridge. War leider an meinem JTM45 am Ende SEHR nasal, bin dann nach einem halben Jahr wieder auf den normeln SC umgestiegen und seitdem happy. Will keine verallgemeinerte Darstellung für die BigMags abgeben, klingt im Set sicher nochmal anders. Meinem Geschmack entsprach er aber leider überhaupt nicht und auch P90 sah ich darin nicht so gut abgebildet.

PS: Acy hatte die Kombi seinerzeit auf mein Nachfragen als durchaus empfehlenswert empfunden, war also kein reiner Alleingang.
 
Danke für Euer Feedback schon mal!

@Janmann2007 Nasal im Sinne von zu mittig?

...vielleicht findet sich hier ja zufällig jemand, der BigMags in ner Erle Tele hat. Oder die andere Kombi (Broad Bridge/ ST Neck). Wäre sehr interessant!
 
Hatte selbst mal einen Big Mag am Steg meiner Erle Strat. Hat mir nicht gefallen, irgendwie gar nicht richtig Single Coil, aber auch nicht P90. Fett ist er schon.

Der Broad ist der Hammer. Hab ich in meiner Tele. +1 für Acys Empfehlung.
 
@Janmann2007 Nasal im Sinne von zu mittig?

So in etwa. Der klang beileibe nicht dünn, aber pushte schon ziemlich penetrant in der Mitte durch. Zumindest an meinem Marshall. Ein bisschen so, als hätte der Tubescreamer noch etwas stärkere Mitten und wäre dauernd an.
 
Hallo Leute,

Ich hoffe ihr könnt mir helfen bzw eine kleine Kaufempfehlung für mich aussprechen. Es soll vorrangig um die Bridge PU gehen.

Ich liebäugel jetzt schon seit einiger Zeit mit einem Tozz XL in der Bridge für meine ESP FR II Horizon im Austausch für den standardmäßig verbauten Sh-4. Ggf. ich könnte mir ebenfalls vorstellen, den Halspickup auszutauschen, da ich mit beiden Pickups nicht wirklich zufrieden bin. Habt ihr eine Empfehlung für den Halstonabnehmer? (Mir wurde da ein Häussel 1959n oder ein Dimarzio p103n empfohlen für einen warmen clean bzw schönen lead Sound)

Kurz noch zu mir: Ich spiele droptunings und gerne Metalcore/Melodic Death Metal. Der Sh-4 könnte in meinen Augen noch ein bisschen differenzierter sein und im vgl zum sh5 Custom meiner ESP M-II scheint dieser weniger Output zu haben bzw ich werde insgesamt einfach nicht warm damit.

Mir wurde nun empfohlen, aufgrund der vielen Mitten - bedingt durch die Konstruktion der Horizon, u.a. ahorndecke - der Gitarre, für meinen Verwendungszweck einen dunkleren Humbucker einzubauen.
Nach einigen Hin- und Her wurde mir dann insbesondere der Häussel Vin+ empfohlen oder evtl ein Dimarzio Evo.
Gefragt habe ich mich jetzt nun, ob der Häussel vin+ als allrounder auch gut dienlich für ein hartes und differenziertes Metalbrett ist und ob nicht ein Häussel Tozz(XL) nicht die bessere Investition wäre. Aufgrund der Homepage Beschreibung des Tozz, dass dieser sehr mittenlastig sei, schrecke ich nun aber vor einem Kauf zurück und frage mich was die richtige Entscheidung für meine Horizon sein könnte? Was ist eure Meinung?

LG
Timo
 
Hi,

Ich persönlich finde die Duncans nicht so gut geeignet für drop Tuning, weil ich sie als etwas weich und undifferenziert empfinde. Prinzipiell bekommt man mit Pick-ups, die weniger Output haben, ein klareres Klangbild hin als mit Output Monstern.

Ich kenne sowohl den Tozz XL als auch den Vin+ sehr gut, hatte beide bereits in meiner dropgetunten Metal Gitarre drin.

Der Vin+ Ist sehr sehr klar und absolut klangneutral. Er gibt quasi genau das wieder, was von der Konstruktion der Gitarre kommt, ohne wesentliche Elemente dazu zu fügen. Da er im mittleren Output Bereich liegt, hat er genug Kraft, um Metal spielen zu können, bleibt aber selbst bei heftigster Verzerrung sehr sehr klar mit viel Saiten Trennung. Wie gesagt fügt er nichts hinzu und nimmt nichts weg. Wenn dir also der Grundcharakter deiner Gitarre sehr gut gefällt ohne Einschränkung, dann ist das mit Sicherheit eine sehr gute Wahl, die ich bedenkenlos empfehlen kann.

Der Tozz XL ist ein wahres Output Monster und strotzt nur so vor Kraft. Das ist immer toll, wenn man offene lange bestehende Akkorde spielt. Sobald man aber akzentuiert und sehr dynamisch über den Anschlag den Output steuern möchte, dann wird es bei diesem PU etwas schwieriger. Nach meiner Wahrnehmung ist er in den Mitten leicht gescioped, Nimmt also ein wenig von den Mitten weg.

Was wichtig ist zu wissen, ist, dass beide Pick-ups im Vergleich zu fast allen anderen Herstellern sehr klare und sehr präsente Höhen haben. Ich empfinde diese Höhen nie als lästig, ganz im Gegenteil sie bringen sehr viel Klarheit ins Klangbild, es gibt allerdings viele, denen das zu viel Höhen sind. In meiner Metal Gitarre, einer Iceman, habe ich dann nach langer Zeit, in der ich sowohl den Vin+ als auch den Tozz XL drin hatte, schließlich den Bareknuckle Crawler verbaut, weil die Gitarre von sich aus schon sehr viele Höhen dafür aber etwas wenig Mitteln hat. Das gleicht der Crawler sehr schön aus.

So wie du es beschreibst, würde ich persönlich mich für den Vin+ entscheiden, denn er kombiniert Kraft mit Differenzierbarkeit, Transparenz und Anschlagsdynamik.
 
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Hallo Meikii,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Deine Beschreibung der beiden Pick-ups hat mir sehr weitergeholfen.

Da ich die ESP Horizon (leider) nur mit dem SH-4 kenne und diese sich hinsichtlich der verbauten Hölzer und der Bauweise von meinen anderen Gitarren unterscheidet, fällt es mir zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas schwer zu beurteilen, wie sich verschiedene Pick-ups auf den Sound der Gitarre auswirken könnten.

Da du jedoch schreibst, dass der Tozz XL tendenziell die Mitten leicht rausnimmt, würde das i.S.d. Empfehlung eines Verkäufers stehen, einen "dunkleren" Pick-up in die Gitarre einzubauen. Ich bin mir aber noch unsicher, ob das zu einem wirklich besseren Sound in meinen Ohren führen würde. Aber da mir insbesondere ein transparenter und differenzierter Sound wichtig ist, spricht für mich - insbesondere nach deiner Beschreibung - viel für den Vin+.

Ich bin jetzt schon sehr geneigt dazu, den Vin+ mal ausprobieren zu wollen, wobei ich mich nichts desto trotz noch etwas informieren werde, welche Pus und welche Erfahrungsberichte es außerdem noch gibt.

Vielen Dank!
 
Moin Moin @Swordsong. Ich bin gerade leider nur mobil unterwegs. Du hast die Wahl ja zwischen dem Vin+ und dem Tozz XL gestellt. Aber schau doch mal nach dem normalen tozz. Den hatte ich selber lange in meiner gitte und andere Kunden waren von ihm auch äußerst angetan. Nicht so viel Output wie der Xl und meiner Meinung nach sind die mitten nicht so stark wie bei dem xl. Ich möchte nicht sagen das der Vin+ nicht gut ist. Davon habe ich schon einige verlötet aber wenn’s härter sein soll den tozz.

Grüße Sven
 
Ich würde mal beim Harry nach einem Hot Special fragen.
Ist nicht auf der Homepage gelistet, klingt wie ein Vin+ mit etwas mehr Mitten.
Meiner Meinung nach besser als ein Tozz oder Tozz XL.
Hängt aber sicherlich auch immer von der jeweiligen individuellen Gitarre ab, was da am besten passt.
 
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Also beide PUs sind wie fast alle Häussels deutlich,,, sehr deutlich „heller“ als der SH4. Hot Special mit einem Poti mit etwas niedrigerem Wert / so um die 460kohm wäre in der Tat noch eine sehr gute Option mit viel eigenem Charakter und viel Power. Da kann ich myxin nur zustimmen, sehr guter Tipp.

Ich persönlich empfinde den Tozz ohne XL als für mich persönlich zu hart und zu kalt.

Alternative wäre noch von Bareknuckle der Nailbomb, sehr dicht und trotzdem transparent und klar mit richtig viel Charme gerade in Powerstrats. Hab ich in meiner Charvel Strat. Der klingt clean, drop, classic, eigentlich immer in Strats.
 
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Moin, wer nie clean - nur mit Gain und mächtig viel Gain - spielt kann diesen Beitrag auslassen.

Ich habe mir Anfang 2018 eine PRS 2007er CE24 gekauft, einfach weil ich es konnte und sie mir vom Handling gefallen hat.
Allerdings verging fast das ganze Jahr, bis ich sie mal mit in den Proberaum nahm und in der Band spielte.
Dazu sollte man wissen, dass ich nur clean spiele, unsere Musikrichtung lässt sich vereinfacht mit Kaffeehaus-Jazz beschreiben.
Dazu passte die PRS mit ihrer Original-Bestückung (Vintage Bass und HFS) gar nicht. Viel zu aggressiv und grell.

Ich war leicht verzweifelt, zurückgeben nach der Zeit geht ja auch schlecht, davon abgesehen ist das Handling halt schon klasse und das Tremolo-System mit eines der Besten.
Nach einiger Suche fragte ich bei Häussel über die Kontakt-Seite nach einer zu empfehlenden PU-Kombination für mich und bekam prompt Antwort von Acy.
Er empfahl mir:
(Zitat)
...Eine sanftere Paarung wären unsere 1959er Modelle, die ich hier mit Alnico 3 empfehlen würde. Alnico 3 ist noch etwas wärmer und milder, hat aber bei Bedarf immer noch auch Biss in den Höhen, aber nicht wirklich böse oder aggressiv klingend.
Den Vin N A2 würde ich hier nicht nehmen, hier müßte es schon noch milder sein, da die PRS gerne etwas knackig klingen, und der Vin N A2 das noch fördern würde. ...
(Zitat-Ende)

Ca. 10 Tage nach Überweisung des Rechnungsbetrags kamen die PUs an.

Inzwischen sind die PUs verbaut, die Elektrik ist meine Eigenentwicklung, basierend auf einer Jazzbass-Schaltung (Bin hauptsächlich Basser) mit Balance-Regler für die beiden PUs.
Volume mit Push-Pull Hals-PU auf SC
Tone mit Push-Pull Steg-PU auf SC
Balance-Regler: 0 = Nur Hals - 10 = Nur Steg.

Klingt gerne und macht gut - ich bin endlich happy mit der Kleinen.

Die PU-Rahmen sind übrigens nun aus Holz (Ahorn, gibts auch bei Häussel), musste ich nur noch auf die gewünschte Höhe runterschleifen.

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Fazit: Gerne wieder!
 
Hey Leute,

danke nochmal für eure Ratschläge. :great:

Ich habe jetzt definitiv den Hot Special und den Tozz noch neben dem Vin+ auf dem Radar. Mal schauen was ich dazu noch im www finden kann, die Wahl fällt mir nicht gerade leicht.

Die PUs von Bareknuckle hatte ich bislang noch gar nicht auf dem Schirm, habe aber auch bislang noch nie einen hören/spielen dürfen. Ich schau mal was ich zum Nailbomb so finde.

Aktuell zieht es mich aber immernoch etwas zum Vin+, da ich beim Hot Special nicht sicher bin, wie viel Bedarf an mehr mitten ich noch in meiner ESP Horizon habe, da es der Gitarre an mitten eigentlich nicht fehlt.. der Klang würde mich im Vergleich dennoch interessieren. :D
 
Wenn es der Vin+ werden sollte, würde ich wohl die Variante mit Keramik nehmen, mit Alnico 5 ist er vielleicht etwas zu zahm für die gewünschten Sounds.
 
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Wenn es der Vin+ werden sollte, würde ich wohl die Variante mit Keramik nehmen, mit Alnico 5 ist er vielleicht etwas zu zahm für die gewünschten Sounds.

Habe einen Vin+ mit a5 gebraucht gefunden, den ich gern mal ausprobiert hätte.
Was wäre denn da soundtechnisch der größte Unterschied? Hr. Häussel schreibt auf seiner Website ja was vom Ansprechverhalten (wäre schneller und bissiger?)... würde sich also deines Erachtens das warten auf einen Keramin vin+ lohnen, oder?
 

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