Autobiographie Keith Richards

lolwut? Wann isn Richards in ein Regal mit Goebbels und Manson gerutscht? :D
 
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lolwut? Wann isn Richards in ein Regal mit Goebbels und Manson gerutscht? :D
In dem Moment, in dem negative Eigenschaften relativiert und von der Person distanziert wurde.

In der Regel fangen solche Sätze immer mit.."..jaa, aber er hat es ja zugegeben, oder "das ist ja schon 40 Jahre her"

Der geneigte Leser findet den Zusammenhang aber durchaus im Kontext....
 
In dem Moment, in dem negative Eigenschaften relativiert und von der Person distanziert wurde.

In der Regel fangen solche Sätze immer mit.."..jaa, aber er hat es ja zugegeben, oder "das ist ja schon 40 Jahre her"

Der geneigte Leser findet den Zusammenhang aber durchaus im Kontext....

Du willst doch nicht ernsthaft einen Drogenabhängigen Rockmusiker und diese beiden Massenmörder auf eine Stufe stellen ?
 
Du willst doch nicht ernsthaft einen Drogenabhängigen Rockmusiker und diese beiden Massenmörder auf eine Stufe stellen ?
Du kannst mir anscheinend nicht folgen.
Hast Du die letzten Beiträge gelesen....und auch vom Inhalt verstanden?
 
Du kannst mir anscheinend nicht folgen.
Hast Du die letzten Beiträge gelesen....und auch vom Inhalt verstanden?

I did. Du nennst es "den Menschen ganzheitlich betrachten". Ich nenne es "haltloses, statisches Vorurteil".
Nach deiner Logik dürfte ich deine negative, verallgemeinernde und verurteilende Art dich auszudrücken nicht relativieren und müsste dich für einen untalentierten Gitarristen, ja erziehungsunfähigen Menschen halten.
Nach meiner Logik gilt jedoch kein Todesurteil nach einem Fehltritt.

Es ist nur schwer zu übersehen, dass dich dieses Thema stark berührt und du hohen Gesprächsbedarf hast. Ich möchte aber bezweifeln, dass dies der richtige Rahmen oder die richtigen Gesprächspartner sind.

Mit Richards hat das hier aber offensichtlich nichts zu tun.
 
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Ich möchte aber bezweifeln, dass dies der richtige Rahmen oder die richtigen Gesprächspartner sind.

Mit diesem Zitat bitte ich darum, diese Vergleiche und Nebenschauplätze auf PN Kommunikation auszulagern.
 
Günter47
  • Gelöscht von klaatu
  • Grund: Langsam wird es arg OT
Eine Erzàhlung jeglicher Art, zum Beispiel eine Biografie, ist eine subjektive und damit beschnittene und veefärbte Darstellung einer Geschichte oder eines Ereignisses.
Sie bietet einem direkt oder indirekt, bewusst oder unterbewusst, eine gezielte Darstellung im Sinne des Erzählers.
Wenn Keith jetzt von Drogenexzessen erzählt, tut er das bewusst. Warum weiß ich nicht, was er sagen will weiß ich nicht - hab das Buch nicht gelesen - aber er wählt, es zu erzählen. Das ist so, danach kann man ihn beurteilen wenn man möchte, ich wähle, einen Menschen danach zu beurteilen, wie er mit seiner Vergangenheit umgeht.

Unabhängig davon was er schreibt über die Zeit, er hat heute nicht mehr diese extremen Drogenexzesse. Unabhängig jeglicher subjektiver Darstellung seines früheren Lebensstils lasse ich das für ihn sprechen in meiner Beurteilung, denn diese ist nicht subjektiv. Er hat definitiv aufgehört, also muss es einen Grund geben, warum es nicht mehr gut ist, Drogen zu nehmen.

Auch wenn viele das Rock'n'Roll Image nie ganz ablegen wollen, meistens ist dann doch die Erkenntnis, dass die Drogen für Körper und Psyche doch nicht so geil waren.


Eine Biografie begleitet solche "Fakten" eben mit einer persönlichen Darstellung und Randgeschichte.
Was bewegt diesen Menschen? Wo hat er sich entwickelt?
Das ist doch eben das Interessante, wie urteilt dieser Mensch darüber?

Drogen sind doof, klar. Das macht den Menschen aber nicht pauschal zu einem schlechten Menschen/Vater/Musiker, das entscheiden andere Faktoren. Er hat eine mordsmäßige Gefolgschaft, die werden nicht alle schlechten Musikgeschmack haben höhstens anderen. Und er hat Kinder. Bevor wir aus fast unzusammenhängenden Faktoren seine Qualität als Vater/Familienmitglied bewerten, warum lassen wir das nicht einfach nur seine direkten Verwandten tun? Wir könnens nicht beurteilen, jegliche Bewertung nach paar Stichpunkten können völlig falsch laufen.


Ich mag ihn nicht, ich find seine Musik nicht aufregend, aber ich würde ihm nie sein (extrem erfolgreiches) Lebenswerk oder andere Qualitäten absprechen, ohne ihn nicht kennengelernt zu haben.
 
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Ja..Sorry...mir ist das Thema etwas entglitten.
 
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Hoffe man kriegt dieses Zeitdokument in Deutschland auch zu sehen - ab 06:40 im Bezug auf die letzte Diskussion hier sehenswert:

 
Thema etwas entglitten.

Auch wenn das Thema "Autobiographie Keith Richards" heisst und in dieser logischerweise Begebenheiten/Fakten jenseits der E-Gitarre vorkommen, haben wir dem Thread im E-Git-Biergarten eine Chance gegeben in der Hoffnung, dass sich befürchtete Ausflüge in vertretbaren Grenzen halten. Auf gar keinen Fall sollte es in dieser Diskussion zu überengagierten (Re-)Aktionen oder gar persönlich werdenden Auseinandersetzungen bei Tellerrandthemen kommen........dann könnten wir ja auch gleich das Subforum OT/PolGes. wieder aufmachen ;).

Im Sinne von "Nix wird so heiss gegessen, wie's gekocht wird" interpretiere ich jetzt einfach mal die möglicherweise hier und da etwas übermotiviert gefallene Formulierung auf der letzten Seite und bitte wieder um einvernehmlichen und E-Git-Sub kompatiblen Austausch :).

LG Lenny (für die Moderation)
 
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Keith Richards ist sicher kein schlechter Mensch, nur weil er Drogen genommen hat. Im Gegenteil, er wollte nie jemandem was böses und war extrem schockiert von der Brutalität der Hells Angels in Altamont. Und er hat eigentlich immer auf seine Familie geschaut. Halt auf seine Weise, die sicher nicht der eines typischen Familienvaters entspricht.
Musikalisch finde ich einiges interessant in seiner Autobiographie. Zum einen, wie ich bereits erwähnt habe, mit wieviel Liebe er eigentlich von diversen Musikern spricht, die regelmässig mit den Stones getourt sind und auf den Platten zu hören sind. Wie er sich für Bobby Keys eingesetzt hat, als Mick Jagger ihn eigentlich nicht mehr auf Tour mitnehmen wollte. Und dass Keith Richards eigentlich immer darauf aus war von anderen zu lernen. Er hat dabei Grenzen überschritten, als er in den Südstaaten der USA in Clubs der Schwarzen gegangen ist, die sonst kein Weißer betreten hat. Oder in Jamaika, wo er an Orte gegangen ist, die selbst den Einheimischen zu gefährlich waren und wo er nur reingekommen (und lebendig wieder rausgekommen) ist, weil er Fürsprecher hatte.
Diese musikalische Neugier und das überschreiten von Grenzen macht ihn für mich zu einer faszinierenden Person. Die Drogengeschichten sind eher Beiwerk, haben ihn auch ordentlich gekostet und genervt. Dass er das positiver darstellt, als es wahrscheinlich in der Situation war, sei ihm verziehen - es ist eine Autobiographie und da will er sich natürlich gut darstellen.

Ich kann das Buch ja nur empfehlen, vor allem sollte man es ohne Vorurteile lesen.
 
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Nach dem ganzen Drogen-Thema vielleicht mal wieder zurück zur Musik. Meiner Meinung nach wird KR musikalisch von vielen unterschätzt, mittelmäßiger Gitarrist u.s.w. mag daran liegen das die Stones entgegen dem damaligen Zeitgeist nie was mit großen Soli oder minutenlangen Improvisationen am Hut hatten sondern eher auf kurze knackige Riffs, Licks und kurze Läufe zur Verzierung gesetzt haben, der Groove war wichtig.
Dadurch das er aber immer äußere Einflüsse wie ein Schwamm aufgesogen hat und diese in den Sound der Band hat einfließen hat er auch in nicht unerheblichen Maße zum typischen Stones-Sound beigetragen, seien es die 1 Finger Akkorde im Open G oder auch die Country-Einflüße. Songs wie Honky Tonk Woman, Dead Flowers oder Wild Horses wären sonst wohl nie entstanden.
 
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Er hat ja auch immer von seinen Mitgitarristen profitiert. Vor allem Mick Taylor war glaub ich schon eine ziemliche Inspiration für Richards, auch wenn die Zusammenarbeit auf Dauer nicht geklappt hat. Mit Ron Wood kommt er da besser aus - der passt mit seinem Alkoholismus auch besser zur Band. ;)
 
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@bluesbreakers : Laut Aussage von Keith liegt das entscheidend mit am Drummer.... er lobt in der Autobiographie immer wieder Charlie als den Besten Jazz - Drummer der Welt der hauptverantwortlich für den Groove der Band ist.
Interessant fand ich in diesem Zusammenhang auch eine Passage, in der es darum geht, dass bei immer größeren Bühnen eine Zeitverzögerung der Funkmikrofone einsetzt (wenn Mick mal wieder Kilometer um Kilometer abspult), die Charlie gekonnt ausgleicht und es trotzdem immer noch so weiter groovt...
 
Er hat ja auch immer von seinen Mitgitarristen profitiert. Vor allem Mick Taylor war glaub ich schon eine ziemliche Inspiration für Richards, auch wenn die Zusammenarbeit auf Dauer nicht geklappt hat. Mit Ron Wood kommt er da besser aus - der passt mit seinem Alkoholismus auch besser zur Band
Ja, wobei sich die Aufteilung Rhythmus - Lead immer mal wieder geändert hat, mit Taylor war die Aufteilung klar, mit Wood wechselt das wohl immer mal wieder, die spielen sich eher gegenseitig zu

Laut Aussage von Keith liegt das entscheidend mit am Drummer.... er lobt in der Autobiographie immer wieder Charlie als den Besten Jazz - Drummer der Welt der hauptverantwortlich für den Groove der Band ist.
Interessant fand ich in diesem Zusammenhang auch eine Passage, in der es darum geht, dass bei immer größeren Bühnen eine Zeitverzögerung der Funkmikrofone einsetzt (wenn Mick mal wieder Kilometer um Kilometer abspult), die Charlie gekonnt ausgleicht und es trotzdem immer noch so weiter groovt...
Da hast Du recht. Drums und Bass sind halt wichtig als "Rhythmisches Gerüst" sowohl Charlie als auch Bill Wyman sind aber auch solide "Arbeiter" im Hintergrund gewesen und haben den Alpha-Tieren die Große Show überlassen :)
 
haben den Alpha-Tieren
Ist Charlie Watts nicht der eigentliche "heimliche" Boss der Stones? Meine das mal gelesen zu haben. Würde auch passen, den von Watts stammt doch der Spruch bei all den Reibereien die es immer wieder in all den Jahren zu Jagger gab: "I'm not your drummer, you're my fucking singer!". Er managt doch auch im Hintergrund vieles für die Stones, oder bin ich da falsch?
 
I'm not your drummer, you're my fucking singer!
Laut KR Biografie hat Jagger Charlie wohl mitten in der Nacht angerufen und gesagt "Wo bleibt mein Drummer" und darauf hin hat sich Charlie seinen besten Zwirn angezogen ist zu Jagger aufs Zimmer und als der die Tür öffnet gabs was aufs Maul, und daher der Satz
 
Er managt doch auch im Hintergrund vieles für die Stones, oder bin ich da falsch?
Na zumindest hat er. Von Grafikdesign für Album-Covers über Bühnendesign und so weiter. War ja auch - abgesehen von einer schlechten Phase in den 1980ern - weitgehend suchtfrei und mit stabilem Familienleben. Aber: Die Songs schreibt er eben nicht. Trotzdem gilt er nicht zu Unrecht als einer der besten Rock Drummer, und meiner Meinung nach ist die Kombination aus Uhrwerk Watts und "Sloppy" Richards das Fundament für den modernen Stones-Sound. Die anderen Ex-Mitglieder (tot oder lebendig) werden halt gerne vergessen, weil auch seit ~40 Jahren nicht mehr dabei, aber man sollte bei vielen der ganz klassischen "alten" Aufnahmen eben auch mal reinschauen wer da gespielt hat... Mick Taylor, Brian Jones, Bill Wyman waren eben auch lange dabei und durchaus einflussreich, gerade eben bei den legendären frühen Aufnahmen.

Wenn man sich hier aber mal die "Timeline" ansieht, dann sieht man auch, wer aber langfristig die "Konstanten" sind:
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Rolling_Stones#Band_members
 
Die anderen Ex-Mitglieder (tot oder lebendig) werden halt gerne vergessen, weil auch seit ~40 Jahren nicht mehr dabei, aber man sollte bei vielen der ganz klassischen "alten" Aufnahmen eben auch mal reinschauen wer da gespielt hat... Mick Taylor, Brian Jones, Bill Wyman waren eben auch lange dabei und durchaus einflussreich, gerade eben bei den legendären frühen Aufnahmen.
Finde das eigentlich auch etwas Schade das die Rolle "Der Anderen Ex-Mitglieder" auch von den Stones selbst nicht entsprechend gewürdigt wird, wenn ich mich recht entsinne hat z.B. auch Mick Taylor im Buch keine große Rolle gespielt, dessen Abschied aus der Band war ihm (KR) glaube grade mal zwei Zeilen wert. Warum er letztendlich gegangen ist ist ja wohl auch nicht so ganz klar, mal heißt es er hat sich mit KR nicht verstanden, dann wieder weil sein musikalischer Beitrag nicht gewürdigt wurde und neulich habe ich irgendwo gelesen der hatte einfach nur Schiss auch im Drogensumpf zu versinken.
 
Wenn man sich hier aber mal die "Timeline" ansieht, dann sieht man auch, wer aber langfristig die "Konstanten" sind:
Wenn ich mir die Timeline anschau, dann ist das langfristige Überleben von Keith noch verwunderlicher. Man könnte eine Bandgeschichte auch schreiben unter dem Motto: Leichen pflastern ihren Weg. Gerade bei den Tourmusikern sind ja einige schon verstorben.
 

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