Greenback Heritage 30W ausreichend für JTM45?

drul
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Hallöchen,

momentan beschäftige ich mich mal wieder mit unterschiedlichen Speakern für meinen TAD JTM45 (KT66).

Aktuell Cream AlNiCo, 50W, 100dB.
demnächst bekomme ich einen gebrauchten Creamback 65, 97 dB. auf den bin ich schon sehr gespannt.
Hinterhand-Kandidat wäre ein Scumback M75 65W; ideaerweise PVC, mal sehen.

Nun bin ich auf den
Celestion Heritage G12H-75

gestoßen. Der kommt ja überall recht gut weg. aber 30W - für einen Röhrenamp der nominell "ca. 30W" leistet ... gut ich spiele auf Sicht nur zu Hause; mit Attenuator. Da sollte das gehen. aber manchmal lass ich auch jucken ... besser nicht - oder was meint die Gemeinde?

Danke!
 
Eigenschaft
 
Nimm den Scumback!!!
 
Naja mein Gedanke ging in die Richtung wie viel ein Speaker der mit 30 Watt angegeben ist an Leistung wirklich verträgt. Die Spitzenbelastbarkeit liegt ja ohnehin höher; aber vermutlich nur für Impulse Millisekundenbereich.

Ich gebe zu, dass meine Frage stark von Wunschdenken geprägt war ...
 
Hallo Drul!

Ich habe eine ähnliche Frage vor einiger Zeit mal direkt an Celestion (Dr. Decibel) gestellt - bezogen auf einen G12M25 in einem Blues Deluxe.

Er sagte das sei sicher kein Problem, man sollte nur darauf achten ob der Speaker "happy" ist - d.h. ob der Magnet zu heiss wird, oder ob der Speaker komische Sounds macht...

Praktisch gesehen würde ich mir da keine Sorgen machen.

Ein JTM45 macht ca. 30 Watt und der G12H30 ist ein stabiler und LAUTER Speaker.
Ich denke da würden deine Ohren aussteigen bevor es der Speaker tut ;)

cheers - 68.
 
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Ein gut im Futter stehender JTM wird seinem Namen gerecht und bläst schon so mit 45W raus, allerdings dann deutlich im Clipping. Nominell liegen ca 27-30W an was der G12-H75 zu knabbern hat wenn man so richtig mit Dampf live spielt. Insofern würde der Scumback da eher eien Empfehlung sein wenn man nicht das (Um Gnade) Winseln eines Creambacks auf Vollast mit in seinen Sound einbeziehen will (welches durchaus seinen Reiz hat, ich sag nur Clapton Woman Tone)...insofern bleibt die Risikoabwägung bei Dir ;)
 
Siehe da - lag ich doch nocht ganz falsch damit, dass das vielleicht icht ganz unmöglich, sondern eher eine Grenzbereich-Thematik sein wird... wie gesagt ich werde ihn wohl kaum länger und öfters ohne Attenuator voll ausfahren.

Übrigens hatte ich die gleiche Frage an Tone King gestellt bezüglich des Ironman Mini (nominell 30W). Das war so im September, und ich habe bis heute keine Antwort erhalten :-(
 
Was darf man denn unter "manchmal lass ich's richtig jucken"verstehen? Ich kann mir gerade nicht vorstellen das du den JTM ausreizt....oder etwa doch? Das muss dann doch schon arg laut sein.
Ich hab ein 65W (WGS ET65) Speaker an meinem 100W Top. Läuft seit 2 Jahren. Spiele auch NUR daheim und wenn es ging auch mal über Zimmerlautstärke....wobei das ja immer so eine Definitionssache ist.
 
Doch, das tue ich schon, und ja - das ist sehr laut. Zumal mit einem 100dB Speaker (aber halt auch nur einem).

Wie Danish Pete mal in einem Demovideo gesagt hat: laut, aber nicht unangenehm laut ("my ears are not bleeding ") :D

Nein im Ernst - das ist vielleicht mal für einen Test über ein paar wenige Takte, zB um die Relation zu der über den Attenuator einzustellenden Dämpfung zu haben. Trotzdem hört dann das ganze Dorf mit.
 
Ich täte es nicht, denn ich gehe mal davon aus, dass die Geschichte bekannt ist:
Jim Marshall rüstete die ersten 4x12er Cabinets mit vier 25-Watt-Speakern aus.
Müsste ja passen, Amp 100 Watt, Speaker insgesamt 100 Watt, und wer wird das Besteck schon voll aufreissen?.

Wurde aber voll aufgerissen, klang wohl auch geil.
Nur leider bliesen die Gitarreros die Speaker häufiger durch (ich sage mal Range Master Treble Booster).
Und das dann als Garantiefall zu behandeln wäre teuer und zudem rufschädigend gewesen.
Der weitere Verlauf ist bekannt.
Heute kann so ein 4x12-Schrank im Minimum 120 Watt ab, meist aber weit über 200 Watt.

Andere Geschichte:
Das Manual meines 4001 (Marshall Studio 15, 2 x 6V6) gibt in den Spezifikationen Folgendes an:
"...
Power Output
Typically 15 watts R.M.S. into 8 ohms at 1% THD
Typically 20 watts R.M.S. into 8 ohms at 10% THD
Typically 29,5 watts R.M.S. into 8 ohms at 40% THD (maximum amplifier saturation)
..."
Marshall hat da den G12 Vintage eingebaut, der 60 Watt verträgt, obwohl der Amp die Zahl "15" im Namen trägt.

Klar klingt es am besten, wenn nict nur die Endstufe, sondern auch der Speaker richtig arbeiten muss.
Darum klingen viele Boxen und Amps ja erst ab einer gewssen Lautstärke richtig gut.
Ud die meisten Stacks in praxistauglichen Lautstärken eher nüchtern, weil die Speaker sich langweilen.

Aber einen Speaker mit 30 Watt nominell an einem JTM halte ich für zu riskant, wenn der Amp wirklich ernsthaft aufgedreht wird.
Wenn dann womöglich noch Pedale ins Spiel kommen, die -weil's ja so geil klingt- den Pegel noch vor den Preamp ein paar Dezibel boosten, wird's m.E. abenteuerlich.

Was den Rat von Celestion angeht:
... Ich habe eine ähnliche Frage vor einiger Zeit mal direkt an Celestion (Dr. Decibel) gestellt - bezogen auf einen G12M25 in einem Blues Deluxe.

Er sagte das sei sicher kein Problem, man sollte nur darauf achten ob der Speaker "happy" ist - d.h. ob der Magnet zu heiss wird, oder ob der Speaker komische Sounds macht...

Und wie soll das praktisch aussehen - Temperaturfühler am Magneten, gekoppelt mit automatischer Abschaltvorrichtung?
Ab wieviel Grad wird so ein Speaker denn "unhappy"?
Was durchbrennt, ist zudem die Spule, und über deren aktuelle Temperatur liefert der Magnet nur recht vage Auskünfte.

Was sind "komische" Geräusche und wie soll man die bitte in Sekundenschnelle aus dem herausfiltern, was da sonst noch so an Nutzlärm aus dem Amp kommt?
Und wie dann noch angemessen schnell reagieren?

Klingt mir eher so, als möchte Dr. Decibel gern ein paar mehr Speaker verkaufen.

Aber hey, wenn es Dich kickt und Du nur zu Hause spielst, also keinen Gig oder Studiotermin abbrechen musst, weil Dein Speaker durchgebrannt ist oder womöglich per Kurzschluss noch den OT oder die Endstufenröhren mitgenommen hat, dann probier's.
 
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Hi!

...Aber hey, wenn es Dich kickt und Du nur zu Hause spielst, also keinen Gig oder Studiotermin abbrechen musst, weil Dein Speaker durchgebrannt ist oder womöglich per Kurzschluss noch den OT oder die Endstufenröhren mitgenommen hat, dann probier's.

Tatsächlich spiel ich schon ganz schön lange (Proben, Studio, Live...), und ich hab´noch nie einen Speaker - geschweige denn einen AÜ - "geschrottet"...

Und - wie der gute Doctor D. schon sagte - ich hatte auch keine Probleme mit dem G12M25 in meinem Blues Deluxe ;)


Einfach nach dem Spielen (bei gewohnter/gewünschter Lautstärke) mal fühlen ob der Speaker ungewöhnlich heiss geworden ist, oder ob er zwischendurch komische Geräusche gemacht hat - dann sollte das i.d.R. klappen.

Aber klar - manchmal gehen Sachen eben auch kaputt...


cheers - 68.
 
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Gesundes Neues Jahr!

@drul , ich nehme an, Du sprichst von Deinem JTM45-Combo. Und wenn Du Dir ein Zusatscabinet baust / zulegst und dann die Leistung auf zwei Speaker verteilst?
 
Hi @Stratspieler!
Eine zweite 1 x 12 mit dem Heritage wäre vermutlich die Ideale Combo mit meinem AlNiCo.

Ausser:
- Platz: ein Mini-Stack im Wohnzimmer ginge in die Kategorie Scheidungsgrund :) leider teilt meine Holde mein liebstes Hobby so gar nicht mit mir - da beneide ich andere wie zB Sebastian...
- Ich käme nicht mehr bei 8 Ohm Gesamtimpedanz raus und damit wäre mein Iron Man raus ...
 
Hi!



Tatsächlich spiel ich schon ganz schön lange (Proben, Studio, Live...), und ich hab´noch nie einen Speaker - geschweige denn einen AÜ - "geschrottet"...

Und - wie der gute Doctor D. schon sagte - ich hatte auch keine Probleme mit dem G12M25 in meinem Blues Deluxe ;)


Einfach nach dem Spielen (bei gewohnter/gewünschter Lautstärke) mal fühlen ob der Speaker ungewöhnlich heiss geworden ist, oder ob er zwischendurch komische Geräusche gemacht hat - dann sollte das i.d.R. klappen.

Aber klar - manchmal gehen Sachen eben auch kaputt...

OK, ich mache mit meinen eigenen Sachen ja manchmal auch Sachen, die ich keinem Fremden empfehlen würde.
Wenn's dem Esel zu wohl wird ...
Die Neugier ist der Katze Tod.

Offiziell und öffentlich gebe ich lieber konservativen (sic!) Rat.

Könnte natürlich sein, dass Du diese Amps dann nicht wirklich aufgerissen, geschweige denn mit Boostern gefüttert hast.
Oder das Celestion bei der Angabe der Belastbarkeit sehr konservativ vorgeht.

Letzteres könnte ich mir gut vorstellen, weil es eine Menge Sinn ergäbe.
 
Hi,

jetzt mal ganz im Ernst...was hast du vor?
Ein 30 Watt Speaker ist was er ist und dein Amp genauso. Wenn du aufdrehst wird`s laut. In Situationen wo ein 12er nicht mehr reicht klingt der auch nicht mehr toll und man würde eh nicht noch lauter machen, sondern auf 2/12er oder mehr umsteigen, schon zwecks des Sounds.

In der Praxis gibt`s da keine Probleme, und die Frage ist ähnlich relevant wie die Diskussion über Fahrradreifen die über 60kmh zum "Aufwalken" neigen...

Es gibt im Gitarrenspeaker Bereich nur wenige gutklingende 12er die deutlich mehr Luft bewegen können-die sind dann auch deutlich höher belastbar, weil sie eben als Alternative zumindest zu 2/12ern stehen.


Schraub rein was du willst, zuhause wirst du selbst mit nem 12Watt Speaker klarkommen!

Gruss,
Bernie
 
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Danke für Eure Beiträge!
Was habe ich vor?
- in erster Linie treibt mich Experimentierfreudigkeit und Neugier auf einen guten Ton.
- Nutzung perspektivisch ausschliesslich zu Hause; mit Attenuator am JTM45, ca. -12 bis -15 dB . Oder clean ohne Dämpfung mit Volumes um ca. 9-10 Uhr

Ich habe wie beschrieben andere gute Speaker im Visier, die mit 50W und höher belastbar sind.
Auf den Heritage bin ich wegen der übertragenden Kritiken gekommen die er an jeder Ecke bekommt.
Und meine Überlegung war genau wie oben schon von einigen beschrieben, dass bei der Wattangabe möglicherweise eine gute Portion Toleranz einberechnet sein könnte.
 
Nutzung perspektivisch ausschliesslich zu Hause; mit Attenuator am JTM45, ca. -12 bis -15 dB . Oder clean ohne Dämpfung mit Volumes um ca. 9-10 Uhr
Da reicht der 30er locker aus!
 
- Es wird niemand seine Hand ins Feuer legen und darauf schwören, dass es in jedem Fall klappt
- Ein Risiko ist es jedenfalls *immer*, wenn der Amp den Speaker potenziell zerbröseln kann - das musst du abwägen, ob du damit leben kannst.
- "Sorgenfrei" in (fast) jeder Lebenslage wäre wohl tatsächlich Creamback, Scumback o.ä.

That being said - ich sehe es absolut genauso wie 68goldtop bzw. Dr. Decibel. Für den von dir beschriebenen Einsatzzweck wird der Speaker wohl nichtmal großartig gekitzelt. Wer zB mal einen 5W Amp zu Hause versucht hat auszureizen, weiß wohl, wie sich das auswirkt.

Ein bisschen kritisch sehe ich den Attenuator, weil wenn du den mal aus versehen deaktiviert oder überbrückt hast, könnte der JTM45 natürlich losbrüllen. Aber nachdem das wohl in der Sekunde auffällt, sollte selbst das nichts ausmachen. Die 30W sind/sollten ja RMS sein und nicht peak...

Die Geschichte mit den 4x12ern und den Greenbacks, die immer wieder mal w.o. gegeben haben, stimmt wohl so. Da ging es aber um Bühnenlautstärke "auf 11" ohne PA. Sprich meilenweit entfernt vom Heimspiel.
 
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Hi!

...Die Geschichte mit den 4x12ern und den Greenbacks, die immer wieder mal w.o. gegeben haben, stimmt wohl so. Da ging es aber um Bühnenlautstärke "auf 11" ohne PA...

Ja, genau - und das über Tage und Wochen ;)

cheers - 68.
 
Ähm, vllt ein bisschen spät aber:
Zuhause einen JTM ausreizen? WTF?
Ich konnte nichtmal den JTM 1 richtig aufgedreht länger als 30 Sekunden spielen.
Ohne Attenuator könnte es vllt knapp werden, aber sobald du auch nur eine Stufe runtergehst mit dem Attenuator hält der G12 Heritage das bestimmt aus. Dennoch ... JTM zuhause aufdrehn: Wo wohnst Du? Auf einen einsamen Bauernhof?
;-)
 

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