Musikalische Orientierung finden

Nun selbst wenn ich bis zu diesem Kapitel alles aus dem FF könnte, fehlt glaube ich irgendwie noch etwas um selbst etwas zu komponieren, wobei mir glaube ich auch einfach die Kreativität für sowass fehlt.
Ich glaube, dass man Kreativität bis zu einem gewissen Grad fokussieren kann. Jeder hat ein gewisses kreatives Potential, auch du natürlich. Die Herausforderung ist nur, den Zugang dazu zu finden. Es gibt Katalysatoren, die ein gewisser Input sind und bei dir Prozesse im Gehirn auslösen, die durch bloßes darauf warten nicht in Gang kämen. Ein paar Beispiele:
  • Offen für Einflüsse sein
  • Mit Leuten musizieren, die dich inspirieren (Suchstrategien danach wären einen eigenen Thread wert ;)). Du spielst eine Idee oder Übung, jemand spielt dazu und das Ding findet ganz neue Wege.
  • Eine Kleinigkeit aufschnappen und versuchen, sie in gleicher oder abgewandelter Form in etwas Bekanntes zu übertragen oder etwas Neues zu entwickeln
  • Sich selbst Herausforderungen auferlegen, die dich dazu bringen, bekannte Pfade zu verlassen. Z.B. abgegriffene/klischeelastige Akkordfolgen/Melodien vermeiden. Eine Akkordfolge loopen, eine Melodie darüber spielen, dann die Akkorde reharmonisieren, dann darüber improvisieren. Nur ein Beispiel. Oder rhythmisch anspruchsvollste Dinge mit Gefühl und Genuss auf den Punkt spielen, im Solo oder als Begleitung.
  • Ein anspruchsvolles Stück, dass du beherrschst, variieren und anspruchsvoller machen. Wie viele Möglichkeiten gibt es, in einen Ton zu rutschen? Wie kann man ihn klingen lassen? welche Möglichkeiten gibt es, ihn enden zu lassen?
  • Viel verschiedene Musik hören
 
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Merkt man mir mein Alter wirklich so stark an? Um genau zu sein ich bin 19... Das ist glaube ich aber auch der Punkt, am lernfägsten ist man bis 30.

Total .. ich hätte nenn Hunni gewettet das du Max so 20-22 Jahre alt bist. Was die Motorik angeht funzt das unter 30 besser, wenn man denn Höchstleistungen anstrebt.
Über Musikmachen an sich hab ich über 30 deutlich mehr gelernt. Aber das ist bei jedem etwas anders .....
 
Zuletzt bearbeitet:
Merkt man mir mein Alter wirklich so stark an? Um genau zu sein ich bin 19...
Man sieht es auch deinem Profil an, wenn man draufklickt ;).
Bei vielen ist es wirklich so, dass in der Jugend und den frühen Zwanzigern eine Sturm- und Drangphase ist und beim Musizieren “sportliche“ Aspekte zentralen Raum einnehmen. Passt ja auch gut, denn man lernt auch am schnellsten in dieser Phase. Später (wenn die Basis gelegt ist) werden viele ruhiger oder widmen anderen Aspekten des Musizierens mehr Aufmerksamkeit.
Der Tipp mit der Selbstreflexion ist gut, völlig wertungsfrei. Wenn du deinen Stand und Mindset kennst, fällt es leichter, die Orientierung für mögliche Weiterentwicklungen zu finden.
 
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@Dr Dulle Nun dann passt das doch ganz gut, bis 30 motorische Höchstleistungen und ab 30 das gelernte in Musik umsetzen.

@micharockz Ja doch merke ich, naja immerhin scheint sich das ja produktiv zu äußern... Von der typischen Feierlaune usw. merke ich zumindest nichts. Übrigens denke ich ist Selbstreflexion immer und überall wichtig. Werde mir bei Zeit zu diesem Zweck ein Programm und ein dementsprechendes Kabel besorgen, um meine Übungen ab und an Mal aufzunehmen und abzuspielen. Das erleichtert die ganze Sache.
 
Werde mir bei Zeit zu diesem Zweck ein Programm und ein dementsprechendes Kabel besorgen, um meine Übungen ab und an Mal aufzunehmen und abzuspielen. Das erleichtert die ganze Sache.
Das ist immer gut. Ein Looper, falls du noch keinen hast, offenbart übrigens auch gnadenlos Schwächen und macht trotzdem jede Menge Spaß. Damit ist man halt noch spontaner.

Ich drücke dir die Daumen, dass du Mitmusiker findest, die auch so ambitioniert sind wie du und wo es passt! Es gibt fast nichts schöneres :)
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Ja doch merke ich, naja immerhin scheint sich das ja produktiv zu äußern...
Die bahnbrechenden Musiker, die Musikstile auf den Kopf gestellt haben, haben das meist mit unter 30 getan.
 
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Eben daran bemerkt man dein Alter !!
Bis 30 will ich Vollgas geben danach lass ich es ruhiger angehen und bau mir was auf ......

Wenn du bis 30 wartest Musik zu machen und kreativ zu werden könnte das ein ganz schön langer Weg werden ..... :rolleyes:
 
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Eben daran bemerkt man dein Alter !!
Bis 30 will ich Vollgas geben danach lass ich es ruhiger angehen und bau mir was auf ......

Wenn du bis 30 wartest Musik zu machen und kreativ zu werden könnte das ein ganz schön langer Weg werden ..... :rolleyes:

War ja nicht ganz ernst gemeint, ich teile schon auch am Musikalischen. Was bringt mir ein Lied, was nicht gut klingt? Rythmik usw. muss schon stimmen, ich arbeite an vielen Nuancen wenn ich Songs lerne. Was Harmonielehre betrifft, muss ich mir nach meiner Prüfung Mal in den Arsch treten und es nochmal versuchen besser zu erfassen, bzw. es häufiger anzuwenden.
 
Was bringt ein Lied, das keine Emotionen rüberbringt .....?
Naja das ist nochmal eine andere Sache. Willst du mit einem fremden Stück Emotionen rüberbringen, solltest du auch wissen, unter was für Umständen das Lied entstanden ist, bzw. es typischerweise gespielt wurde. Ich führe mal als Beispiel Sarabande an, eigentlich Tanzmusik aus dem Barock. Nun wenn man sich das Lied so anhört, finde ich es schwer große Emotionen zu entnehmen. Ich finde der Klang ist weder glücklich, er hat sogar einen Hauch Drama wie ich finde, noch ist er so richtig traurig. Vielleicht fällt es mir auch schwer die Melodie zu interpretieren, aber wenn ich spiele akzentuieren ich hauptsächlich um eine gewisse Spannungskurve zu bekommen. Wenn es monoton und sauber gespielt wird, klingt es einfach langweilig. In diesem Fall sehe ich es bei anderen Gitarristen auch nicht anders.
 
Oh ja super, mit 19 schon mal diskutieren, was man bis 30 noch lernen muss, weil danach ja alles unglaublich schwer wird...

Kann das sein, dass du dich momentan auch sehr im Leistungsdenken anstachelst und mehr willst, als eigentlich sinnvoll und nötig?

So wie ich das sehe, kannst du minimal entspannter rangehen. Nicht weniger Üben oder so, aber einfach von der Denkeinstellung. Die Welt geht morgen noch nicht unter. Und wenn du keine Berufsausbildung anstrebst, musst du erst mal gar nichts. Und falls du was bestimmtes anstrebst (Studium, bestimmte Auftrittsmöglichkeiten, etc.) sollte ja eigentlich relativ klar umrissen sein, was du brauchst. Aber so lese ich das bisher nicht raus.

Also kannst du etwas entspannter rangehen. Nimm dir Zeit, rauszufinden, worauf du wirklich Bock hast. Fühl dich frei. Das geht nicht über Nacht. Da muss man mal in die eine Richtung spielen, dann mal wieder was anderes, Leute kennenlernen, die einen inspirieren.
 
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...und nach dem Lesen dieser Seite kulminiert es sich auf einen Rat, den ich vorher schon angesprochen habe:
Such' dir eine Band. Das wird dich - in jeder Hinsicht - wirklich weiter bringen.
 
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Naja das ist nochmal eine andere Sache. Willst du mit einem fremden Stück Emotionen rüberbringen, solltest du auch wissen, unter was für Umständen das Lied entstanden ist, bzw. es typischerweise gespielt wurde.

Das ist der Kern (Emotionen rüberbringen) vorum es beim Musik machen geht. Man muss nicht immer die kompletten Umstände kennen um das zu interpretieren.
Entweder es sind Emotionen enthalten die dich ansprechen oder eben nicht. Und im 1.Fall macht man was daraus, verändert auch das ein oder andere.
Und da ist nicht wichtig ob das Stück 5 Noten enthält oder 5000. Wenn Sarabande nicht zu dir "spricht" ist es u.U. nicht das richtige für dich ....?
Ich konnte z.B. mit Blues Songs nix anfangen bevor ich ca 25 war, einfach weil mir das vom Feeling her nicht nachvollziehbar war.
Insofern gehen besser werden auf dem Instrument und erwachsener werden einfach oft Hand in Hand.

Insofern ist der Rat "such dir ne Band", einen Duopartner, einen Sänger den du begleitest etc etc nie verkehrt.
 
Man muss nicht immer die kompletten Umstände kennen um das zu interpretieren.
Entweder es sind Emotionen enthalten die dich ansprechen oder eben nicht.
Man kann auch versuchen, ein Stück mit verschiedenen Emotionen zu interpretieren. Iron Maiden mal als Polka, Country oder Bossa. Alle meine Entchen in Moll. Leicht federnd, schwebend, überschwänglich oder aggressiv.
Bei sehr technischen Stücken wird das natürlich schwieriger. Wer die Herausforderung sucht, wird sie finden.
 
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.. was mir hier bisher unter den vernünftigen Ratschlägen glaube ich noch fehlte:
Stilrichtungen sind im Kern akademische und vermarktungstechnische "Erfindungen". Die Epoche, in der sich jemand fragt, "welchen Stil will ich" ist noch gar nicht so alt und zäumt das Pferd eigentlich von der falschen Seite auf. Es geht zwar vermutlich (oder sogar offenbar :D ) nicht allen Musikern darum, selbst kreativ zu werden im Sinne von Erschaffen eigener Musik. Soll es aber in diese Richtung gehen, halte ich für sinnvoll, einfach "stilfrei" seinen Ideen den Lauf zu lassen. Selbst dann ist es ja noch schwierig genug, einer Einschätzung von außen zu entgehen, die eine bestimmte Schublade parat hält.
 
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Oh ja super, mit 19 schon mal diskutieren, was man bis 30 noch lernen muss, weil danach ja alles unglaublich schwer wird...

Kann das sein, dass du dich momentan auch sehr im Leistungsdenken anstachelst und mehr willst, als eigentlich sinnvoll und nötig?

So wie ich das sehe, kannst du minimal entspannter rangehen. Nicht weniger Üben oder so, aber einfach von der Denkeinstellung. Die Welt geht morgen noch nicht unter. Und wenn du keine Berufsausbildung anstrebst, musst du erst mal gar nichts. Und falls du was bestimmtes anstrebst (Studium, bestimmte Auftrittsmöglichkeiten, etc.) sollte ja eigentlich relativ klar umrissen sein, was du brauchst. Aber so lese ich das bisher nicht raus.

Also kannst du etwas entspannter rangehen. Nimm dir Zeit, rauszufinden, worauf du wirklich Bock hast. Fühl dich frei. Das geht nicht über Nacht. Da muss man mal in die eine Richtung spielen, dann mal wieder was anderes, Leute kennenlernen, die einen inspirieren.

Also aktuell mache ich eine Ausbildung bzw. bin so gut wie fertig. Danach kommt noch ein Techniker, aber ich nehme mir die Zeit für den Ausgleich. Ich arbeite um zu leben und nicht anders herum. Wollte ich die Gitarre studieren, bräuchte es bei dem was mir zu Ohren gekommen ist doch deutlich mehr Technik. Wobei es mir schwer fällt, mir ein Stück vorzustellen was nochmal deutlich schwerer als Asturias ist. Außer so Exoten wie ocean von Jon Butler oder the Song of the Golden Dragon von Estas Tone. Nun das ich ein gewisses Leistungsdenken habe, liegt in meinem Charakter. Hoher Selbstanspruch und dennoch häufig etwas Träge. Dementsprechend Versuche ich immer effizient zu sein. Die Frage die sich aus deiner Antwort ergibt ist ja, wie soll ich herausfinden worauf ich "wirklich" Bock habe? Mag anders rüber kommen, aber Gitarre spielen macht mir Spaß. Alles was ich spiele mag ich auch vom hören her. Das einzige was ich eben nicht so mag sind isolierte trocken Übungen. Alles hat eben vor-und Nachteile. Es gibt eben Lieder, wo man um sowass nicht Rum kommt. Zum Thema Leute kennenlernen... Das ist nicht so mein Ding... Also nicht fehlender Wille, sondern einfach Schwierigkeiten in Gespräche zu kommen....
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Das ist der Kern (Emotionen rüberbringen) vorum es beim Musik machen geht. Man muss nicht immer die kompletten Umstände kennen um das zu interpretieren.
Entweder es sind Emotionen enthalten die dich ansprechen oder eben nicht. Und im 1.Fall macht man was daraus, verändert auch das ein oder andere.
Und da ist nicht wichtig ob das Stück 5 Noten enthält oder 5000. Wenn Sarabande nicht zu dir "spricht" ist es u.U. nicht das richtige für dich ....?
Ich konnte z.B. mit Blues Songs nix anfangen bevor ich ca 25 war, einfach weil mir das vom Feeling her nicht nachvollziehbar war.
Insofern gehen besser werden auf dem Instrument und erwachsener werden einfach oft Hand in Hand.

Insofern ist der Rat "such dir ne Band", einen Duopartner, einen Sänger den du begleitest etc etc nie verkehrt.

Ich mag das Lied ja sehr gerne, aber es sind keine eindeutigen Emotionen für mich erkennbar. Leidenschaft, Hingebung usw. zähle ich übrigens nicht. Das sind so Sachen, die bringt die Akzentuierung schon mit sich. Zum Thema Band, ja vielleicht mache ich ja Mal nen Thread auf, wie ich denn eine finde.
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Man kann auch versuchen, ein Stück mit verschiedenen Emotionen zu interpretieren. Iron Maiden mal als Polka, Country oder Bossa. Alle meine Entchen in Moll. Leicht federnd, schwebend, überschwänglich oder aggressiv.
Bei sehr technischen Stücken wird das natürlich schwieriger. Wer die Herausforderung sucht, wird sie finden.

Ich denke bis ich soweit bin, ein Lied komplett neu zu interpretieren und je nachdem sogar in ganz andere Tonarten zu Transferieren... Das braucht noch Zeit... Ich bin der Meinung, dass wenn ich ein Lied neu interpretiere, ich den Grundcharakter wahren muss. Das ist aber sehr subjektiv. Da verweise ich Mal auf John Butler, einmal die ältere Live Version und dann später im Studio... Ich werde nie verstehen, warum er das mit dem Song gemacht hat. Stellt sich halt auch die Frage, was als Technisch anspruchsvoll gilt. Sollte ich Mal so weit sein, fange ich wohl mit Lady in Black an, kann ich mir gut als Fingerstyle vorstellen... Wobei ich das vorher erstmal lernen müsste xD Noch nie Fingerstyle probiert.
 
Du kannst dir auch ein einfaches Audiointerface und ein einfaches Aufnahmeprogramm zulegen. Wenn man sich selbst aufnimmt kann mehr sehr gut sehen, wo Schwächen im eigenen Spiel liegen. Zum Metronem zu spielen ist eine Sache...auf die 1 komme ich bei vielen Riffs auch bei hohen Tempi, sodass ich mir schnell einrede, dass ich das kann. Schaut man dann im Aufnahmeprogramm, was innerhalb eines Taktes manchmal für Kraut und Rüben herrscht: da ist auch manchmal bei vermeidlich einfachen Stücken noch einiges rauszuholen (stimmt das Timing, treffen die Bendings den richtigen Ton, die HammerOns/PullOffs gleichmäßig, kann das Abdämpfen verbessert werden?). Wie die anderen schon sagten: In einer Band zu spielen ist ebenfalls sehr lehrreicht und mit etwas Glück auch ein riesen Spaß.
 
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such dir eine Band und spiele nicht nur Stücke nach, sondern mache selber Musik, schreibe selber Songs, Soli, Riffs. Triff dich mit anderen, spiele gemeinsam.

Ich sage von mir selber, dass ich nach jetzt über 10 Jahren Bass/Gitarre eigentlich deutlich besser sein müsste. Ich habe aber auch nie den Anspruch gehabt, mein Instrument perfekt zu beherrschen, sondern mein Anspruch an mich war eben, so gut zu spielen, dass ich das, was ich bzw. wir in den Bands mit unserer Musik ausdrücken wollten, am Bass/an der Gitarre umsetzen konnte. Aber dafür habe ich in stundenlangen jamsessions gelernt, auf andere Musiker einzugehen, zu improvisieren und einfach Song/Banddienliche sachen zu spielen.
Ich bin vielleicht nicht der schnellste, technisch beste Bassist, aber ich würde behaupten, dass ich in den meisten gängigen Stilen in einer Jamsession mitspielen könnte. Auch andere Leute auf der Gitarre beim Singen zu begleiten, fällt mir extrem leicht, da ich eben in den Jahren in denen in in Bands war, gelernt habe, auf andere einzugehen, sei es auf Schwankungen im Tempo, mal ne Zeile vergessen etc. Ich mache eben Musik, weils mir Spaß macht und will an den Instrumenten eben das können, was ich dafür brauche. Der Rest ist für mich zweitrangig.

Was ich damit sagen will ist, dass du dich nicht nur auf Technik fokussieren solltest. Bleib offen für alle Musikrichtungen und lerne vor allem mit anderen gemeinsam zu Musizieren. Was bringt dir das, wenn du ein technisches Ass an der Gitarre bist, aber dann am Lagerfeuer sitzt und keine "simplen" Lagerfeuerklassiker kannst. Oder du kannst noch so gut sein, wenn du aber mit anderen Musikern im Proberaum nicht klar kommst, hast auch kein Spaß bei der Sache.

Ich habe damals aufgehört unterricht zu nehmen, nachdem ich gemerkt habe, dass mein Lehrer unbedingt einfach nur Stücke von mir haben wollte, die ich ihm dann vorspielen musste. Das hat mir keinen Anreiz gegeben...
 
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Die Welt geht morgen noch nicht unter.
...halte ich nicht für gesichert .... ;)
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Zum Thema Leute kennenlernen... Das ist nicht so mein Ding... Also nicht fehlender Wille, sondern einfach Schwierigkeiten in Gespräche zu kommen....
... ein Grund, warum es Musik gibt ist doch wohl, dass Wortsprache durchaus nicht alles ist, was zählt. Und wie bei Musik (und möglicherweise noch anderen menschlichen Tätigkeiten) ist es wichtig, das Gegenüber zu verstehen, nicht vorrangig, sich verständlich zu machen (das ergibt sich entweder von selbst oder es ist eh nicht so wichtig ;) )
Und: labernde Gitarristen gibt es eh genug (ich weiß, wovon ich rede :D )
 
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Zum Thema Leute kennenlernen... Das ist nicht so mein Ding... Also nicht fehlender Wille, sondern einfach Schwierigkeiten in Gespräche zu kommen....

Du bist 19. Nebenbei genau so alt wie mein Sohn. Ich war nicht ganz so alt wie Du als ich mein Studium in einer fremden Stadt angefangen habe. Ich hatte ein Auto aber keine Wohnung. Da ich eine wertvolle Gitarre besaß die ich nicht unbeaufsichtigt im Auto lassen wollte obwohl sie versichert war, bin ich ständig mit einem Gitarrenkoffer rumgelaufen. Nach nur einer Woche war ich an drei verschiedenen Bandprojekten beteiligt. Ich war einfach der der mit `nem Gitarrenkoffer rumlief und wurde ständig darauf angesprochen...

Zum Thema Band, ja vielleicht mache ich ja Mal nen Thread auf, wie ich denn eine finde.

Auch `ne Möglichkeit.

Und wie bei Musik (und möglicherweise noch anderen menschlichen Tätigkeiten) ist es wichtig, das Gegenüber zu verstehen, nicht vorrangig, sich verständlich zu machen (das ergibt sich entweder von selbst oder es ist eh nicht so wichtig ;) )
Und: labernde Gitarristen gibt es eh genug (ich weiß, wovon ich rede :D )

Das kommentiere ich jetzt nicht.

Ich bitte einfach jeden sich das noch mehrfach durchzulesen.

Wenn man es dann verstanden hat sollte man es sich zu Herzen nehmen und verinnerlichen...
 
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Ich hab jetzt nicht jeden Post gelesen, aber kurz meine Eindrücke:

- Du langweilst Dich, wenn das Spiel nicht technisch anspruchsvoll ist. Ist Gitarre Spielen für Dich ein Sport oder Kunst?
Wenn Du einfach "nur" Fingerleistungssport machen möchtest, da findet sich immer jemand, der es krasser kann, und wo man gar nicht genug rumdudeln kann. Die Fusionecke ist mMn. relativ voll damit, Tosin Abasin (Animals As Leaders) wäre ein moderner Stil mit endlosem Rumgeflitze.

- Du fokussiert Dich sehr auf Songs Nachspielen. Wie @DerZauberer schon sagt, Gitarrenunterricht sollte deutlich mehr als das beinhalten.
Songs nachspielen kann gut für viele Sachen sein, aber grade um seinen Stil zu entwickeln, hilft es in der Theorie dahinter rumzuwerkeln, und schauen was es für Feinheiten im Spiel gibt, und wie die genannt werden und was die machen.
Dann merkt man auf einmal, dass manche "nur flitzen", und andere in der Theorie deutlich mehr spielen, auch wenn die Fingerchen dann gar nicht so viel arbeiten müssen.
Vielleicht hilft es Dir aber Musikalisch, wenn Dein Kopf auch mehr arbeiten muss, und die Last nicht nur auf den Fingern liegt.

- Stilfindung und -bildung ist eine schwierige Sache.
Zu Allererst muss Dein Spielstil nichts mit Deinem Hörgeschmack gemein haben, es muss Dir Spaß bringen das zu spielen.
Dein technisches Können öffnet Dir die Tore für bestimmte Stile, Deine gewünschte Mindestauslastung im technischen schließt gewisse Türen hinter Dir.
Um aber Deinen Stil zu finden musst Du aufhören die Musik anderer nachzuspielen, und anfangen, Deine eigenen Verzierungen etc. zu lernen. Dafür ist es manchmal sinnvoll, die Musik anderer nachzuspielen, um zu verstehen was die da machen - aber dafür muss Dich auch jemand sinnvoll an diese Stilbildenden Elemente ranführen.

Mein Tipp wäre auch, Dir einen anderen Lehrer zu suchen, der nicht einfach zum Nachspielen motiviert, sondern Stilbildend wirkt.
Scheue dabei auch nicht Musikstile zu spielen, die Dir eigentlich nicht passen, oder vermeintlich simple Songs mit dem zu spielen. Nicht immer geht es darum es nachspielen zu können, sondern eben zu verstehen was der andere dabei gelernt hat.
 
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