Mikrofon für Gesang und Percussion (Shaker, Tambourine) für Live-Looping

MacRocker
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Hi in die Runde,

ich nenne seit ein paar Tagen ein BOSS VE-8 mein Eigen und möchte mir da im Live-Betrieb kleine Loops mit Percussion (diverse Shaker, Claves, Schellenkranz, ...) erstellen und dann eben dazu singen und akustische Klampfe zupfen. Soweit, so gut. Timing und das alles klappt sogar schon ganz gut, aber das ist gar nicht mein Problem...

Momentan hängt als Mikrofon ganz klassisch ein SM58 vor meiner Nase. Ich habe nun schon aus allen möglichen Winkeln und Abständen und mit allen möglichen Gain-/Wiedergabeeinstellungen am VE-8 versucht einen brauchbaren Akustik-Sound von meinem Percussion-Geschüttel zu erhalten. Resultat: Ja man hört über den Amp/PA, dass was rasselt - es taugt soweit auch als kleiner rhythmischer Background. Aber richtig schön anhören tut es sich nicht. Der Schellenkranz ist als solches gar nicht zu erkennen, irgendwie habe ich den Eindruck der Frequenzgang ist zu hoch, es ist nur ein kurzes Geräusch - eine Art "Peak" (nein, Signal war nicht übersteuert...) wahrnehmbar...

Spannende Frage daher: Habt ihr Empfehlungen für ein Allround-Mikrofon, das einerseits Gesang gut kann aber auch bei Shakern eine bessere Figur macht als das SM58...?? Könnte theoretisch sogar ein Kondensator-Mic sein (VE-8 kann Phantomspannung stellen) - davon will ich aber absehen wegen Live-Betrieb. Bin bereits am Surfen... Sennheiser e835?? Shure SM 48 LC?? ... oder weitere Ideen? Taugen die überhaupt etwas dafür?? Bin bei Gott nicht auf den "legendären SM58"-Sound vernagelt; das VE-8 hat einen EQ, da lässt sich also gerne was biegen.

Feuer frei und besten Dank! :)
 
Eigenschaft
 
Kein Problem. Selbst in einem aufwändigen Vergleichstest herausgefunden: AudioTechnica AT4120 (vgl. Signatur)
 
Das VE-8 hat vor allem eines: Effekte und Bearbeitung ohne Ende, was teilweise aus der Beschreibung nicht deutlich wird.
Werden auf solche Prozessoren quasi atonale, impulsstarke Signale losgelassen, können sie zu sehr 'eigenartigen' Ergebnissen führen.
Du müsstest die Perkussion mit einem echten 'clean' Preset aufnehmen und dann für den Gesang auf eins mit Effekten umschalten (falls du die benutzen möchtest).
 
Oh, ich sehe gerade, ich habe oben einen Zahlendreher verbrochen. Es muss natürlich heißen: AT4021

(Da war doch was mit "40" drin und ne "1" gehörte auch irgendwie rein...) :confused:
 
Wenn ich Veranstaltungen zu beschallen habe, bei denen ein Mikro mal für Gesang, mal für Instrumentenabnahme genutzt werden könnte, nehme ich dafür gerne die Mehrzweckwaffe Shure Beta 57a - das taugt als Gesangsmikro und verfälscht als Instrumentalmikro das Signal bei weitem nicht so sehr wie die Kollegen SM57/SM58. Ausserdem ist es vergleichsweise günstig.
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Oh, ich sehe gerade, ich habe oben einen Zahlendreher verbrochen. Es muss natürlich heißen: AT4021

(Da war doch was mit "40" drin und ne "1" gehörte auch irgendwie rein...) :confused:

Echt? Auch als Gesangsmikro? Da rasten Kleinmembraner doch gerne mal etwas aus...
 
Guten Morgen Jungs,

merci mal für die ersten Inputs! :)

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen. Auf die Idee, dass im VE-8 ein Limiter oder ähnliches am Werk ist kam ich auch bereits und habe da nun etwas herum gespielt. Es ist tatsächlich so, wenn ich diesen "Voice Enhance"-Regler auf Null regele, dann kommt ein besserer Percussion-Sound durch - nicht gut und nicht mit Kondensator-Mic vergleichbar - aber besser.

Ich hänge später mal eines meiner Klein-Kondensatoren (MXL 603s) in die Leitung und hör mir das an. Ich fürchte aber ganz stark, dass man da im Livebetrieb ganz fix in die Bredouille kommt mit Feedbacks und Co.

Auf das Shure Beta 57a kam ich beim Googeln auch bereits. Wäre mir jedenfalls auch einen Test Wert. Gibt es noch weitere Alternativen oder Empfehlungen aus Euren Reihen??
 
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Die beste Manjeera (kleine indische Schellen) Aufnahme, die ich kenne, wurde mit einem SM57 gemacht... :D
 
(...) Echt? Auch als Gesangsmikro? Da rasten Kleinmembraner doch gerne mal etwas aus...
Nein, ich nutze meines nicht als Gesangsmikro, habe aber auch für meine Stimme einen persönlichen Favoriten (Electro-Voice PL-10), ein dyn. Mikro. Und ansonsten nutze ich für meinen Gesang i.d.R. ein Lewitt LCT 540 (Condenser Großmembran). Das AT4120, verdammt, schon wieder dieser Zahlendreher, also AT4021 nutze ich für eher kritische Signale, die transparent und hochauflösend sein sollen. Ich kann mir absolut nicht denken, dass es als Gesangsmikro in die Knie gehen würde. Freilich klingen Kleinmembraner nicht so "groß" oder wuchtig wie Großmembraner. Das ist aber kein Nachteil, weil ich diese künstliche "Größe" mitunter als unerwünscht empfinde. Ich denke, bei Gesangsmikros sucht man eher nach "Charakter", einer Art Färbung, die der Stimme schmeichelt. Daher liegt bei mir auch das Electro-Voice weit vorne, während das Lewitt eher dezent und neutral klingt. Beim AT4021 wird es ähnlich sein.

Ich habe letztens mit einem Sennheiser e840S einen ganzen (harten Rock-)Song :rock:aufgenommen; es sollte nicht "sauber" klingen (das e840S ist ein "Bühnenmikrofon"), sondern ich wollte den Dreck der Bühne, die Unvollkommenheit in der Aufnahme spüren. Auch hier kam es mir eher auf den Charakter an, obwohl das Sennheiser zweifellos "sauber" im Klang ist.

Es kommt meines Erachtens also immer darauf an, was man in der Stimme hören will. Dann sucht man ein entsprechendes Mic aus. Ich habe ja ungefähr unterschiedliche 10 Mics, also finde ich immer etwas Passendes darunter.
:popcorn2:

 
Zuletzt bearbeitet:
Da es ein Mehrzweckmikro sein soll, probier mal das Audio Technica ATM 710. Moderne Bühnenkondensatoren sind auch feedbackresistent.


 
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Ich teste jetzt mal ein Beta und dann sehen wir weiter... :)
 
Der Vollständigkeit halber: Ich hatte mich nun für das Beta 58 A entschieden, laut Shure (wie SM58/SM57) bis auf den Korb quasi baugleich mit dem 57 A.

Der erste Test ergab, dass es der erhoffte Quantensprung für meine Zwecke war. Sowohl Tambourin als auch Shaker kommen klar und "erkennbar" über meine Konfiguration aus den Lautsprechern. Ja und in Sachen Stimme war ich beinahe von den Socken: Klar, nuanciert, präsenter, so würde ich es attributieren.

Nein, wir brauchen jetzt keine Grundsatzdiskussion über die Sinnhaftigkeit eines SM58 in den heutigen Tagen führen - aber ich kann sagen "ich habe verstanden". :great:

Schönes Wochenende allerseits!
 
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Nein, wir brauchen jetzt keine Grundsatzdiskussion über die Sinnhaftigkeit eines SM58 in den heutigen Tagen führen
He, he. Ganz meiner Meinung. Das SM58 ist und bleibt eine Allzweckwaffe die ihresgleichen sucht. Ich habe viele andere Mikros auch im Köcher, ähh Koffer, aber mindestens ein SM58 und ein SM57 ist immer mit dabei. Und wenn es einfach nur eine Rückversicherung ist.
Auch wenn das immer wieder behauptet wird, dass das SM57 und das SM58 quasi Identisch ist, so kann nich das nicht so bestätigen. Das SM57 ist definitiv direkter und mehr "right into the face" als das SM58, welches für mich deutlich runder klingt. Für diesen Anwendungsfall (Vocals und Percussions) hätte ich aber eher aufs Beta57 gesetzt. Das funktioniert gut mit perkussiven Instrumenten aber auch an der Stimme. So "nebenbei" mag ich es auch sehr gerne an Blechblasinstrumenten. Im Gegensatz zum Beta58 (das ich nicht als bessere Variante des SM58 sehe) ist für mich das Beta57 definitiv das Edel-57er. Nur hin und wieder kann der größere Platzbedarf des Beta57 gegenüber dem SM57 zum Problem werden aber da kommt ja die eingangs erwähnte Rückversicherung zu tragen.
 

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