AT2035 die nächste

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Hallo zusammen,

Eigentlich stand schon länger auf meinem Plan, mit ein AT2035 zu holen.
Einsatzbereich:
- Ideen (hauptsächlich Gesang) festzuhalten
- Für Band-Demos Backing-Vocals einsingen

Als Interface habe ich ein Cakewalk UA25-EX, wird allerdings bald gegen ein Behringer UMC404HD getauscht.

So weit so gut.

Zudem nehme ich allerdings gerade Gitarre für einige Demos auf, hier habe ich ein Beta 57.
Bei cleanen und ruhigeren Parts gefällt mir das Beta 57 allerdings nicht sonderlich gut.
Ich habe viel mit der Micro-Position probiert, kam allerdings nicht zu gewünschtem Ergebnis, mir fehlt eine gewisse Wärme in den Bässen und Mitten.

Meine ursprüngliche Überlegung war, mit hierfür ein zweites Mic nur für die Gitarre zuzulegen.

Jetzt kam mir aber die Überlegung auf, ob sich ein AT2035 nicht auch gut vor dem Verstärker machen würde.
Was ist eure Einschätzung dazu, kann das funktionieren?

Viele Grüße
 
Eigenschaft
 
Ja, klar, das geht. Je nach dem, was Du Dir so vorstellst, wird das sehr gut funktionieren.
 
Vorstellung:
Ein Mic haben, welches in ruhigeren Parts etwas mehr Wärme hinzufügt.
Für rockige Sachen gefällt mir das Beta 57 gut, aber es ist mir zu schrill für cleane oder ruhigere Sachen.

In Sachen Schalldruck solte ich mit einem AT2035 je keine Probleme haben, oder?
 
Das AT2035 vor dem Gitarrenverstärker klingt eher "realistisch". Es wird nicht unbedingt die von dir gewünschte Wärme bringen, da es keine eigene Klangfärbung vornimmt.
Es nimmt den Amp eben so auf, wie er es ausgibt und wird seine eventuell vorhandene "Schrillheit" ebenfalls abnehmen.
Du kannst aber die Höhen anschließend mit einem Equalizer eindämpfen, dann wird es wärmer klingen.
Vom Pegel her hat das AT2035 keine Probleme mit einem Verstärker.
Du kannst es einfach ausprobieren wenn du es hast.
Es färbt auf jeden Fall deutlich weniger als ein Beta57.
 
Dann werde ich mir einfach mal das AT2035 bestellen und schauen, wie es tut, bevor ich nach was anderem schauen.

Dankeschön für eure Meinungen. :)
 
Wenn du lustig bist, dann kannst du dir auch den Vorgänger, und zwar das AT3035, mal anschauen. Das ist dem AT2035 in meinen Augen (Ohren) qualitativ überlegen, zeichnet sich vor allem durch eine seine natürliche Wiedergabe aus (extrem linearer Frequenzgang). Ich kenne kaum ein Mikro dieser Klasse, welches out of the box so elegante Höhen zeichnet. Das Mic findest du auf dem Gebrauchtmarkt gelegentlich für unter 100 Euro, da es kaum gefragt und geschätzt wird.
 
Am Samstag ist das AT2035 bei mir angekommen, nachdem ich es für 110€ inkl. Popschutz in Kleinanzeigen gefunden habe.
Am Wochenende habe ich schon Aufnahmen mit Beta 57 und AT2035 gemacht, das Ergebnis geht auf jeden Fall in die gewünschte Richtung.
Beta 57 hatte ich recht nah am Speaker positioniert, das AT2035 schon einige Zentimeter weiter hinten.

Ich behalte das AT3035 im Kopf, vielleicht teste ich es ja mal. ;)

Momentan bin ich aber gerade noch auf der Interface-Suche.
 
Vielleicht solltest Du Dir aber die Sache mit dem UMC noch mal überlegen - nur mal so ein Gedanke.
 
Vielleicht solltest Du Dir aber die Sache mit dem UMC noch mal überlegen - nur mal so ein Gedanke.

Darum ja auch das "bin noch auf der Suche". ;)
Ich habe mit das UMC bestellt, sollte heute ankommen. Dann werde ich es gegen mein UA-25EX testen.
Klanglich ist das UA-25EX voll in Ordnung, allerdings gibt es ein paar Punkte, die mich stören.
Sollte das UMC schlechter klingen, werde ich mich wohl weiter auf die Suche machen müssen.

Mal blöd gefragt: Kann ich unter Windows zwei Interface gleichzeitig betreiben?
Unter Mac geht das ja, soweit ich weiß.

(Sollte das hier fehl am Platz sein, mach ich gerne nochmal ein Interface-Thread auf)
 
Ich vermute, der Sound wird nicht das Problem werden.
Berichte doch mal, wie es läuft.

Ich werde heute mal unbedarft rangehen und dann berichten.
Danach darfst du mir gerne sagen, worauf du hinaus möchtest. ;)

Warum ich überhaupt ein anderes Interface möchte:
1. Würde gerne zusätzlich eine "rohe" Gitarrenspur aufnehmen, nur für den Fall der Fälle. Dazu fehlt mit ein Kanal.
2. Ich kann bei meinem Interface die Lautstärke von Kopfhörern und Monitoren nicht getrennt regeln.
 
Interfaces kannst du unter Windows parallel nur über Umwege nutzen. Zum Beispiel über zwei virtuelle Audiokabel (VB Cable) und das Programm Voicemeeter Banana. Hat allerdings den entscheidenden Nachteil, dass es über Microsofts WDM läuft. Heißt: deutlich erhöhte Latenz und Koordinationsschwierigkeiten beim Buffering. Zum Vergleichen reicht es, so lange man nur ein wenig Recorden und nicht in Echtzeit abhören möchte. Mehr dann aber auch nicht.

Die Behringer-Interfaces sind von der verbauten Technik her eigentlich gar nicht mal so schlecht. Gibt einige technisch fundierte Reviews, die der U-Phoria Serie durchaus sehr anständige Messwerte attestieren. Schwierig wird es eher wenn es in Richtung Software geht. Die günstigsten Interfaces von denen (UM2 / UMC22) haben gar keine ASIO-Treiber und laufen daher vollständig übers WDM. Die anderen Geräte kommen zwar mit dedizierten ASIO-Treibern, haben hier und da aber schon mal ihre Kinderkrankheiten.
Fairerweise sollte man jedoch anmerken, dass man im unteren Preisgefilde eigentlich bei keinem einzigen Hersteller makellose Treiber bekommt. Auch bei den etablierten Standardempfehlungen von Steinberg und Focusrite tauchen in den Foren immer wieder Nutzer auf, die von streikender Hard- und Software berichten. Von daher ist es immer schwer, verbindliche Empfehlungen zu geben. Hängt alles stark von der individuellen Systemkonfiguration ab. Gewissheit bekommst du leider erst im gehobenen Preisbereich, Beispiel RME.
 
Hat allerdings den entscheidenden Nachteil, dass es über Microsofts WDM läuft. Heißt: deutlich erhöhte Latenz und Koordinationsschwierigkeiten beim Buffering. Zum Vergleichen reicht es, so lange man nur ein wenig Recorden und nicht in Echtzeit abhören möchte. Mehr dann aber auch nicht.

Vor allem ist es dann wichtig, dass man tunlichst darauf achtet, dass keine Soundverschlimmbesserung seitens Windows aktiv ist.
 
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Erstmal vielen Dank für die Hilfe!

Interfaces kannst du unter Windows parallel nur über Umwege nutzen. Zum Beispiel über zwei virtuelle Audiokabel (VB Cable) und das Programm Voicemeeter Banana. Hat allerdings den entscheidenden Nachteil, dass es über Microsofts WDM läuft. Heißt: deutlich erhöhte Latenz und Koordinationsschwierigkeiten beim Buffering. Zum Vergleichen reicht es, so lange man nur ein wenig Recorden und nicht in Echtzeit abhören möchte. Mehr dann aber auch nicht.

Dann streich ich die Idee. Sollte schon Praxistauglich sein.

Die günstigsten Interfaces von denen (UM2 / UMC22) haben gar keine ASIO-Treiber und laufen daher vollständig übers WDM

Zu den Treibern hatte ich schon einiges gelesen.
Hier wurde aber auch angemerkt, dass diese seit Marktstart merklich verbessert wurden.
Mal schauen, wie es bei mir aussieht.

ASIO-Treiber kann ich mir doch selbst dazu installieren, wie ich gelesen haben.
Könnte es dennoch Probleme geben, weil diese nicht auf das Interface angepasst sind?

Gewissheit bekommst du leider erst im gehobenen Preisbereich, Beispiel RME.

Hätte nichts gegen ein Fireface. Nur was gegen den Preis. :D
Mein Ziel ist es ja, vernünftige Gitarren-Aufnahmen für unsere Demos zu machen.
Ich will keine professionelle Studioproduktion zu Hause machen, sondern meine Gitarre in vernünftiger Klangqualität aufnehmen ohne mich ständig micht nicht funktionierender Soft-/Hardware rumärgern zu müssen.
 
Mein Ziel ist es ja, vernünftige Gitarren-Aufnahmen für unsere Demos zu machen.
Dem sollte die Software nicht im Wege stehen ;)

Hier wurde aber auch angemerkt, dass diese seit Marktstart merklich verbessert wurden.
Mal schauen, wie es bei mir aussieht.

ASIO-Treiber kann ich mir doch selbst dazu installieren, wie ich gelesen haben.
Könnte es dennoch Probleme geben, weil diese nicht auf das Interface angepasst sind?
Die beiden günstigsten U-Phorias laufen soweit ich weiß komplett ohne ASIO-Treiber, und zwar direkt über die generische WinUSB-Implementierung von Microsoft. Heißt, das Interface wird dann ähnlich wie ein USB-Mikrofon angesprochen und zeigt dementsprechend auch mal Schwierigkeiten beim Einpegeln und Abhören.

Hin und wieder liest man von Workarounds, dass man auch die "richtigen" Treiber der größeren Modelle (ab UMC202HD) installieren kann. Das sind in meinen Augen aber keine ernsthaften Lösungen. Und sie werden aus gutem Grund auch nicht vom Hersteller nahegelegt.

Da Behringer aber schon ab den Modellen für 60 Euro (ab UMC202HD) richtige ASIO-Treiber anbietet, sehe ich hier eigentlich kein Problem.
Denn du hast doch sicherlich nicht vor, für solch ein sensibles Stück Hardware weniger auszugeben, oder? :evil: :engel:
 
Dem sollte die Software nicht im Wege stehen ;)

Darum nutz ich ja auch Reaper. ;)


Da Behringer aber schon ab den Modellen für 60 Euro (ab UMC202HD) richtige ASIO-Treiber anbietet, sehe ich hier eigentlich kein Problem.
Denn du hast doch sicherlich nicht vor, für solch ein sensibles Stück Hardware weniger auszugeben, oder? :evil: :engel:

Habe gerade das UMC404HD ausgepackt. Werde das jetzt mal testen und dann meine Erfahrungen schildern.
Ich möchte so viel ausgeben, dass ich vernünftige Ergebnisse ohne großen Stress/Probleme erzielen kann.
Wenn das 100€ sind, ist das top. Wenn ich 250€ in die Hand nehmen muss, dann ist das halt so.
 
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Hallo,

Die günstigsten Interfaces von denen (UM2 / UMC22) haben gar keine ASIO-Treiber und laufen daher vollständig übers WDM

...ist nicht hundertprozentig korrekt, denn im download-Bereich wird für die "Kleinen" der ASIO4all angeboten. Natürlich kein dezidierter Behringer-Treiber... aber immerhin ASIO.

Viele Grüße
Klaus
 
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...ist nicht hundertprozentig korrekt, denn im download-Bereich wird für die "Kleinen" der ASIO4all angeboten. Natürlich kein dezidierter Behringer-Treiber... aber immerhin ASIO.
Danke für die Korrektur.
Wobei ich ASIO4all persönlich auch eher als Workaround sehe.
Aber stimmt schon. Immer noch besser als gar nichts :D
 
Meine ersten Erfahrungen:
Interface ausgepackt, macht in der Hand einen hochwertigen Eindruck. Von der Haptik her keinesfalls schlechter als mein mehr als doppelt so teures UA-25EX.
Bisheriges Interface abgesteckt, UMC angesteckt, Treiber installiert, 2 Minuten für die Konfiguration in Reaper gebraucht.
Innerhalb von 10 Minuten habe ich Signale in Reaper und aus Reaper bekommen.

Klang war soweit in Ordnung, ich hab leider noch keinen A-B-Vergleich gemacht.
Dieser wird aber noch folgen.

Gefreut hatte ich mich ja auf die Möglichkeit, die Lautstärke von Kopfhörer und Monitoren getrennt zu regeln.
Das ist zwar möglich, allerdings gilt auch für beide der IN/PB-Mix, finde ich nicht optimal.

Edit: Soll ich mal ein neues Thema für meine Interface-Suche aufmachen?
 

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