Anfängerfragen Bandaufnahmen - Hard- und Software

merin
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Hallo,

ich habe mich hier schon durch verschiedene Bereiche gelesen und auch die Weiten des Netzes durchforstet, aber irgendwie sehe ich nicht recht Sonne. Daher nun meine direkten Fragen, in der Hoffnung auf etwas Licht im Dunkel.
Ziel: Ich möchte gern mich selbst und meine Band aufnehmen, das wäre Gesang, Gitarren (Acoustik mit Verstärker und e-Gitarren), Ukulele. Für einzelne Songs kommen noch andere Instrumente dazu: Flöte, Klavier, Mundharmonika, Cajon - aber die sind nicht zentral.
Die Aufnahmen würde ich in unserem Probenraum machen. Ich denke, dass ich zunächst eine Leitspur erzeugen würde und dann die einzelnen Instrumente bzw. Stimmen nacheinander einspielen und später zusammenmischen.

Die Frage ist: Was brauche ich an Technik? So wie ich das bislang verstanden habe, benötige ich ein USB-Interface. Das Focusrite Scarlett 4i4 3rd Gen sah da für mich ganz gut aus, aber ich bin nicht in der Lage, einzuschätzen, ob das wirklich eine gute Wahl wäre.
Die Gitarren kann ich über die Klinkenkabel direkt einstecken und aufnehmen. Gesang bräuchte ein Mikrofon (ginge da mein klassisches Sure SM58 oder brauche ich ein anderes?). Was brauchen die anderen Instrumente für Mikrofone?
Und nicht zuletzt, welche Software sollte ich mir besorgen und mit welchem PC bearbeite ich schließlich die Dateien? Bei Software bin ich auf Cakewalk gestoßen, das scheint kostenlos und sieht für mich als Laiin gut aus. Aber auch da kann ich es wieder nicht einschätzen, vor allem frage ich mich, wie ich lerne, damit dann auch Aufnahmen gut abzumischen. Gibt es empfehlenswerte Tutorials (auf deutsch oder englisch). Mein PC hier scheint auch geeignet, ist aber nicht transportabel (da bin ich altmodisch, die Kiste steht an Ort und Stelle und fertig) - ich brauche also irgendwas, um die Dateien aufzunehmen und nach Hause zu transportieren. Reicht da theoretisch ein Smartphone (dann müsste das Interface an diesem laufen) oder ist das eine Schnapsidee? Wenn es ein Laptop sein muss, welche Voraussetzungen muss der erfüllen?
Der PC hier zu Hause hat gute Kopfhörer angeschlossen, die Soundkarte ist aber nichts Besonderes. Muss ich da auf irgendwas achten?

Vielen Dank und viele Grüße
merin
 
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Hallo, Merin,

...schon mal grundsätzlich richtig gedacht - Du brauchst ein Interface und Software. Das Focusrite ist auf jeden Fall qualitativ anständig, Du hast bis zu vier Eingänge verfügbar, davon zwei als Mikrofon-/Line-Kombibuchsen. Wenn Du mit der Zahl der Kanäle hinkommst, ist das eine vernünftige Wahl. Zur Frage mit Deinem nicht mobilen PC später mehr...
Was Cakewalk anbelangt, damit wirst Du mit Sicherheit auskommen, das war früher eine kostenpflichtige (und teure...) Software, die kann garantiert alles, was Du brauchst. Gegebenenfalls müßtest Du mal nach Tutorial-Videos gucken (einfach mal "Cakewalk tutorial deutsch" als Schlagwort bei youtube eingeben), da Cakewalk etwas weniger verbreitet ist ;) als die "Platzhirsche" im Bereich Audiosoftware.

Mikrofon(e): Du könntest für den Gesang natürlich durchaus auch das vorhandene SM58 verwenden, das würde ich aber erstmal nur für den Anfang empfehlen. Es ist halt ein Live-Mikrofon - mit einem ausgewiesenen Studio-Mikrofon wirst Du beim Spur-für-Spur-Aufnehmen im heimischen Probenraum bessere Ergebnisse erzielen. Absolut empfehlenswert zum Einstieg: Das Audio Technica AT2035:


Hier im Bundle mit Zubehör, es gibt das Mic natürlich auch einzeln zu kaufen. Du kannst es nicht nur für den Gesang verwenden, sondern auch vor die akustische Gitarre oder den Gitarrenamp stellen, da macht es auch eine gute Figur. Auch für die anderen genannten möglichen Instrumente paßt es - mit Abstrichen am Klavier, da sollte man schon eher zwei Mikrofone haben, auch wenn's mit einem mit etwas Sorgfalt einigermaßen klappen kann. Das wird dann aber auch eine Frage des Budgets, was Du ausgeben möchtest - da wäre eine Angabe von Dir hilfreich ;)

So, jetzt noch der Rechner... das ist natürlich problematisch, wenn der Desktop zuhause steht und nicht im Probenraum. Grundsätzlich reicht für das, was Du bislang vorhast, jeder heute existierende Rechner aus. Beispiel aus eigener Erfahrung: Mein alter Recording-Laptop von 2008 schaufelt problemlos 23 Spuren simultan in den Rechner... und was der noch für einen Prozessor hat, das willst Du gar nicht wissen :D
Ob Du Dir nun eigens für die Aufnehmerei einen Laptop zulegen möchtest, mußt Du natürlich selbst entscheiden, es wäre eine Möglichkeit, hier tut es auch ein guter "Gebrauchter" von entsprechenden Anbietern wie etwa greenpanda oder vergleichbaren Firmen. Zusätzlicher Rechner, das wäre eine Möglichkeit.
Inwiefern das Smartphone mit entsprechendem Interface (bzw. Interface-Anschlußkit) sich zur Aufnahme im Probenraum mit anschließendem Transport der Daten zum heimischen PC geeignet ist, dafür bin ich leider kein Spezialist, da melden sich hoffentlich andere User, die da mehr Wissen haben.

Ein ganz anderer Ansatz wäre, statt Interface und Rechner zum Aufnehmen ein Kombiprodukt wie den Zoom LiveTrak L12 zu verwenden:


Der ist nebst Mischpult eben AUCH Recorder für bis zu 12 Spuren auf Speicherkarte, und als Interface kann er sogar auch noch eingesetzt werden. Das wäre jetzt eine grundsätzliche System-Frage... ;)

Des weiteren wirst Du zum Aufnehmen einen Kopfhörer benötigen, um die Guide-Spur bzw. das vorliegende bisher Aufgenommene abzuhören, wenn Du eine neue Spur einspielst oder -singst. Wenn Du bereits einen guten Kopfhörer hast, idealerweise in geschlossener Bauweise, kannst Du diesen dafür verwenden. Auch zum Mischen geht es zunächst mit Kopfhörer, wobei kleine Monitorboxen (bitte keine PC-Böxchen!) idealer wären, da man über einen Kopfhörer auch etwas anders hört als über Boxen. Beim reinen Abhören geht übrigens auch sicherlich der verbaute Soundchip oder die Soundkarte des Rechners, die taugen nur nichts für die Aufnahme selbst. Im Idealfall wäre natürlich ein Interface am Rechner, und daran hingen Kopfhörer und Monitorboxen... und damit käme die Interface-Funktionalität des genannten Zoom L12 ins Spiel, damit nähmest Du im Probenraum auf, würdest die Dateien zuhause von der Speicherkarte in den PC übertragen und das Zoom dann auch als Interface zum Anschluß der Boxen bzw. Kopfhörer nutzen können...

Viele Grüße
Klaus
 
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Lieber Klaus,

vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort. Budget ... mhm. Momentan überlege ich noch, ob ich das mit den verfügbaren Mitteln überhaupt machen kann. Weil ja nicht gesetzt ist, dass ich Ergebnisse erziele, die für mich überzeugen. Aber für den Einstieg dachte ich, dass ich gern unter 400€ läge - mit Aufstockungsmöglichkeit, wenn ich dabei bleibe. Ich würde mir lieber erstmal nur einen Teil kaufen und den Rest leihen, als etwas zu kaufen, was ich dann bald ersetzen muss. Ein Kondensatormikro könnte ich beispielsweise sicher erstmal leihen und mir dann eines kaufen, wenn die Ergebnisse mich und die anderen Bandmitglieder überzeugen. Geschlossene Kopfhörer habe ich. Und auch einen uralt Laptop mit Win97, auf dem aber nichts Neueres mehr läuft. Den nutze ich auf der Arbeit als Schreibmaschine, dafür tut er auch. Aber ob er zum Datentransport und zur Aufnahme taugt? Ich müsste mal schauen, wie neu da der USB-Anschluss ist, das könnte schon ein Problem sein.

Wie viele Kanäle ich brauche, ist eine Frage, die ich auch noch nicht ganz durchdrungen habe. Wenn ich alles nacheinander aufnehme, dann reicht doch theoretisch einer, oder? Da aber einer unserer Sänger nur beim Klampfen singen kann, bräuchte es für ihn dann zwei. Oder ist da ein Logikfehler drin?

Viele Grüße
merin
 
Da aber einer unserer Sänger nur beim Klampfen singen kann, bräuchte es für ihn dann zwei.
richtig...
Also als Interface ein 2 Kanal, besser mit 2 Mikro/Line Eingängen...
Dein Laptop ist vermutlich tatsächlich zu alt, zumal er für ein Audio Interface zumindest Windows 7 bräuchte.
Ergo wäre ein gebrauchter Laptop (~200€) und ein 2 Kanal Interface (~150€) auf der Liste

Ein anderer Ansatz wäre ein Mehrspur Digitalrecorder, der auch gleichzeitig (für zu hause) ein USB Audiointerface ist.
Wenn ich das richtig interpretiere, geht es bei dir um max 4 Spuren (3 x Git, 1 x Gesang) plus Leitspur.

Deshalb folgende Idee:
https://www.thomann.de/de/zoom_h6_black.htm
Die eingebauten Mikros taugen durchaus für akustische Instrumente, du kannst aber zusätzlich externe Mikros anschliessen.

oder, ein ähnlicher Ansatz, aber moderner mit APP Bedienung (auch Android).
https://www.thomann.de/de/izotope_spire_studio.htm (nur 2 Spuren gleichzeitige Aufnahme).

Bei beiden kannst du die Spuren später in die DAW bringen, beim Zoom ist sogar eine Cubase LE DAW dabei, die dir von der Ausstattung sicher reicht.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Hier ein schönes Beispiel, wie ein Zoom Recorder (H4) live klingt (mit etwas Bearbeitung).
www.youtube.com/watch?v=RI16dMyPZh4&list=PL160-RgHp5uknA3-h_Kt4b8-_DqMu9lDj&index=29&t=0s
www.youtube.com/watch?v=NoGRUjTNSng&list=PL160-RgHp5uknA3-h_Kt4b8-_DqMu9lDj&index=5&t=0s
 
Hallo, merin,

Ich würde mir lieber erstmal nur einen Teil kaufen und den Rest leihen, als etwas zu kaufen, was ich dann bald ersetzen muss

SEEEEHR vernünftig :great: Wenn Du bitte noch verrätst, was das für ein Betriebssystem auf Deinem Uralt-Laptop ist? "Win 97" jedenfalls nicht... ;) Solltest Du Windows 98 meinen, dann ist das Teil wirklich in dieser Form nicht mehr für Aufnahmen brauchbar, da werden die meisten Interfaces überhaupt nicht mehr laufen, günstigestenfalls gibt's noch Treiber für Windows XP (mein Alt-Laptop läuft auch noch unter XP pro - mit dem vorhandenen Treiber geht das prima, wie gesagt).

Den von @Ralphgue oben genannten Zoom H6 black hatte ich gerade nicht auf dem Schirm, der geht natürlich auch und paßt gut in Dein "Beuteschema", was den Preis angeht. Vier externe Mics bekommst Du da auf jeden Fall schon mal dran, das können auch Kondensator-Mikrofone sein, die Phantomspeisung brauchen. Overdubbing kann er auch, als Interface kann er ebenfalls laufen, und wenn Du tatsächlich mal 6 unabhängige Mikrofone (statt vier plus den normalen X/Y-Mics) zu benötigen, kannst Du einfach einen Aufsatz dazukaufen, der Dir noch zwei Mikrofoneingänge mehr gibt, allerdings ohne Phantomspeisung, also nur für dynamische Mics.




Vielleicht für Deine Bedürfnisse die beste Lösung... die Mikrofoneingänge der aktuellen Zoom-Recorder sind wirklich nicht schlecht.

Viele Grüße
Klaus
 
... ich finde die Variante Zoom H6 für das beschriebene Szenario auch einen guten Einfall!

Gebraucht kommst du an solch ein Gerät schon ab ca. 250 Euro. Aber klar, als jmd, der/ die sich damit noch nicht auskennt vielleicht auch ein Schritt zu weit ;-)


Grüße, Felix!
 
Zoom LiveTrak L-12

...... das ist ja was feines ! .... zumal es auch noch effekte an board hat , ein wenig hall / echo für gesang ist ja immer gut .

und wenn ich das richtig sehe , hat es auch noch 5 unabhängige monitorwege , die man sicherlich auch irgendwann braucht . ...... oder eben zwei aktiv boxen dran und fertig ist die mini pa ...... cool !! :great:
 
na ja, ist gerade vor 1 Woche rausgekommen (Zoom H6) das wird wohl nix...

Wobei ich keinen Unterschied zum alten H6 sehe (was ich hier gerade nochmal zum Vergleich ausgepackt habe), außer dass es sogar noch weniger Zubehör hat.
 
Vielen Dank. Da gibt es eine Menge Dinge, um die ich mir Gedanken machen muss. Ich musste erstmal Phantomspeisung, Overdubbing und DAW nachschlagen ...

Wenn wir uns alle in der Band gleichzeitig aufnehmen wollten, wäre die maximale Menge an Spuren 7: 3 Mal Gitarre, 3 Mal Gesang plus einen evtl.en Gast an einem zusätzlichen Instrument. Wie gesagt halte ich das aber zumindest aktuell nicht für die beste Art, uns aufzunehmen, dafür sind wir einfach nicht gut genug. Wir sind bloß Hobbymusiker*innen, da spielen wir lieber nacheinander zu einer Leitspur, denke ich. Die Chance, dass da fehlerarme Durchläufe bei rumkommen, scheint mit höher als bei gleichzeitiger Aufnahme. Aber da wir mittlerweile auch eigene Songs machen, hätte ich gern Aufnahmen. Ralphs Beispiele klingen super, das sind ja auch sehr ähnliche Besetzungen wie unsere, wenn auch auf wesentlich höherem Niveau.

Basselch du fragst nach dem Betriebssystem. Windows 7, denke ich, auch wenn ich grad nicht auf der Arbeit bin und daher nicht nachschauen kann. Bin mir aber ziemlich sicher, dass es Windows 7 ist.

telecaster das verlinkte Gebrauchtangebot der Zoom H6 klingt wirklich gut. Du wohnst nicht zufällig in Friedrichshain? ;) Meinst du, es taugt vielleicht als Anfängerin nicht, weil mir das Wissen fehlt, einzuschätzen, ob das Ding tut? Das fehlt mir nämlich, denke ich, wirklich. Und ich bräuchte auch irgendwo eine Anleitung, wie ich mit dem Ding dann meine ersten Schritte mache.

Das Zoom LiveTrak L-12 sieht für mein Laienauge super aus, aber es sprengt mein Budget.

Brauche ich denn im Digitalrecorder Effekte? Kann ich Hall usw. nicht auch erst in der DAW dazutun? Oder ist das Murks?

Und nicht zuletzt frage ich nochmal wegen der Software. Cakewalk klingt gut, aber natürlich frage ich mich, ob das noch weiterentwickelt wird, wenn es nun gratis ist und ob es für mich als Anfängerin nicht zu komplex ist. Möglicherweise ist es schlauer, etwas Geld auszugeben, dafür dann aber auch in 5 Jahren noch ein funktionierendes Produkt zu haben. Ich tu mich nämlich alles andere als leicht damit, mich in neue Programme einzuarbeiten und würde das dann ungern bald wieder wechseln müssen. Und ich brauche was, was mich nicht erschlägt, wenn ich mich dransetze, wo aber dann auch noch Luft nach oben ist. Erfahrungsgemäß kann ich mich mit ausreichend Motivation auch in komplexe Programme einarbeiten, aber ich bin alles andere als schnell dabei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Brauche ich denn im Digitalrekorder Effekte? Kann ich Hall usw. nicht auch erst in der DAW dazutun? Oder ist das Murks?
nein, du brauchst im DIGI keine Effekte, die macht man immer in der DAW dazu, was den Vorteil hat, wenn man sich vertut (gerade als Anfänger z.B. zu viel Hall), ist dies sofort wieder rückgängig zu machen, ist der Hall aber schon auf der Roh-Aufnahme, wars das.
Erklärung: Eine DAW arbeitet non-destruktiv, bedeutet, die Originalspuren (vom Digi) werden niemals verändert, mache ich Hall dazu, wird dieser zum Hören in Echtzeit dazu gerechnet und erst bei der Erstellung der Masterspur in den Master (und nur da) geschrieben.
Merke ich am nächsten Tag mit frischen Ohren, das ich zuviel/zuwenig Hall/EQ usw. benutzt habe, no Problem, auf ein Neues...
Das aber viele Digitalrekorder dies (Effekte etc.) anbieten, ebenso wie das schnelle Mischen auf eine Masterspur, macht Sinn für "Quick & Dirty" Aufnahmen ganz ohne PC.

Interessant finde ich gerade die Preisgestaltung beim H6.
Bei Amazon gibts Ihn aktuell für 306 € neu, da ist ein Gebrauchtkauf zu überlegen.
Im Übrigen ist beim H6 eine Cubase Version (Cubase LE) dabei (jederzeit upgradebar), die m.E. für deine Zwecke vollkommen ausreichend ist (und das ist eindeutig einer der "Platzhirsche" unter den DAWs.
https://new.steinberg.net/de/cubase/compare-editions/
 
Ja ich habe auch grad bei Amazon entdeckt, dass es den da für 306€ neu gibt. Allerdings wohl ohne deutsches oder englisches Benutzerhandbuch.
 
Hallo, Merin,

...wenn Dein alter Laptop wirklich noch Win 7 drauf hat, hast Du auf jeden Fall für den Betrieb mit einem Interface eine Alternative - die laufen alle noch unter Win 7. XP wäre schwieriger... bedeutend.

Bleibst Du beim Digitalrecorder, brauchst Du in diesem eigentlich wirklich keine Effekte etc. pp. Du hast recht, das machst Du nachher in der Software beim Abmischen. Das ist sogar die wesentlich bessere Weise, denn alles, was Du an Effekten mit aufnimmst, kriegst Du nie wieder 'raus, wenn's nicht mehr gefällt oder in der Mischung nicht funktioniert. Das ist wie mit zuviel Milch im Kaffee. Und in einer ordentlichen DAW arbeitest Du ja nicht-destruktiv, d. h. die Originaldateien bleiben in ihrer Urform erhalten, wenn Du da einen Effekt beimischst.

Cakewalk wird auf jeden Fall Deine Bedürfnisse auch noch auf längere Zeit erfüllen, so ist das nicht... ;)
Ich selbst arbeite mit einem steinalten (aber wirklich steinalten!) Nuendo, und das funktioniert immer noch :D
Dein anderer Gedanke, die Komplexität... na ja, Audiosoftware hat halt, soll sie einen guten Funktionsumfang haben, viel zu bieten und man muß sich einarbeiten. Egal, ob das jetzt Cakewalk, Reaper, Cubase, Studio one, Logic oder was auch sein mag.
Reaper kostet für Privatanwender umgerechnet gut 40 €, Cubase gibt es in einer LE-Version wieder im aktuellen Sonderheft der KEYS (14,90 €, wenn ich das recht erinnere... und ist upgradefähig...), Studio one gilt vielen Usern als sehr benutzerfreundlich und ist auch nicht teuer, aber das kann ich jetzt nur ohne Gewähr wiedergeben, denn mit Studio one habe ich noch nicht gearbeitet. Bestimmt wird sich aber hier noch ein Anwender melden und mehr mitteilen können.
Übrigens ist beim Neukauf eines Interfaces, übrigens auch beim verlinkten Recorder Zoom H6 black, bereits eine Aufnahmesoftware in einer light-Version dabei, die zum Start auf jeden Fall ausreicht.

Viele Grüße
Klaus
 
Ich selbst arbeite mit einem steinalten (aber wirklich steinalten!) Nuendo, und das funktioniert immer noch

Da hatte das auch noch einen gescheiten Mixer...... (;

Alternative wäre, irgend ein gebrauchtes Interface kaufen. Möglichst günstig. Und dann erst mal mit der Materie beschäftigen. Wenn man noch nie Kontakt mir Audio Software hatte dauert das eine Weile bis man weiss, wo es langgeht.
 
Ja, das dämmert mir auch so langsam. Wenn ich im Benutzerhandbuch des Zoom H6 rumlese, merke ich, dass mir da eine Grundlage nach der anderen fehlt, was beispielsweise die Pegel und die Ausrichtung der Mikrofone angeht.
Und mir ist tatsächlich auch immer noch nicht klar, ob ein Digitalrekorder oder ein Audiointerface für mich die bessere Wahl ist.
 
Nur zum Verständnis: (Entscheidungshilfe...)
Der Zoom ist ein Audiointerface mit eingebautem Recorder, oder ein Recorder mit Audiointerface...
Vorteil vs reines Audiointerface, zwangsläufig mit Notebook, du wirst deine ersten Aufnahmen schneller im Kasten (H6) haben wie in der PC Variante...
Du musst nur das H6 in den Probraum mitnehmen....
Du kannst ggf. vollkommen unabhängig vom PC arbeiten...
Du wirst schnellere Erfolgserlebnisse haben...
Der Lernaufwand ist nicht wesentlich höher wie bei einem Audiointerface (das man als Hardware auch erstmal einstellen muss)...
 
Hallo,

Um die an mich gestellte Frage noch zu beantworten, nein, ich wohne in einem anderen Bezirk Berlins.
Aber mit dem Angebot auf Amazon besteht evtl. kein Interesse mehr an einem Gebraucht kauf - wobei so ein Angebt natürlich auch einen potenzielles Gebrauchtmarkt Angebot weiter nach unten drücken könnte ...

Ich würde dir auf jeden fall auch die H6 Variante empfehlen. Da du hier Mobil aufnehmen kannst und anschließenden das Gerät selbst als Audio Interface verwenden kannst.

Etwas Einarbeitung ist nötig um erste Ergebnisse zu erzielen.
Das nimmt sicher auch etwas Zeit (ein paar Stunden/Tage) in Anspruch.
Denn: - motivieren würde mich , später ein erstes Ergebnis in der Hand zu halten.
- neues Wissen anzueignen
- mit Hilfe von Foren (wie dieses) oder Youtube habe ich Dinge oft schnell erlernt


Alternativ könntest du dir eine kostenfrei DAW laden. Dann nimm einfach mit dem Smartphone auf. Versuche die Aufnahme in das Program zu bekommen. Probiere unterschiedliche Dinge aus: kürze die Aufnahme (Anfang , Ende) , evtl. Normalisieren, füge Hall hinzu etc ...
Damit kannst du dich schon einige Zeit beschäftigen.

Die grundsätzlichen Arbeitsweisen innerhalb der vielen DAWs sind annähernd ähnlich. Ein späterer Wechsel ist nicht mit soviel zusätzlicher Einarbeitungszeit verbunden.

Ich nutze seit langem Reaper. Das Program wirkt schlicht, ist auch erstmal kostenlos (spätere Lizens ca 55 Euro) - ist aber voll mit vielen Funktionen und ein paar wichtigen Effekten. Kenny Gioia erklärt in unzähligen Videos was du wie in dem Program anstellen kannst. Ein paar English Kenntnisse vorausgesetzt, den Rest verfolgt man auf dem Bildschirm.
Link:
Download: http://reaper.fm/download.php
Videos: http://reaper.fm/videos.php
deutsches (u.a.) Forum: https://forum.cockos.com/forumdisplay.php?s=441995fcb329fb028671fa196aeb9c5b&f=40

Schau dir einfach mal die Videos an, vielleicht ist es ja etwas für dich.

Ansonsten würde ich mir Videos zu anderen Programmen ansehen um zu einer Entscheidung zu kommen.

Viel Glück und Spass dabei!

Grüße, Felix!
 

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