Wie E-Gitarre "ganz leise" verstärken (bitte keine Software-Lösung!)?

  • Ersteller fretless bassist
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@fretless bassist: die fehlenden XLR-Outputs sollten nun wirklich kein Argument contra OX sein. Es gibt stattdessen schließlich die beiden TRS Klinkenbuchsen für ein balanced Stereo Out Signal.
Die habe ich bis zum Gewinn des Apollo Twin (beim Weihnachtsgewinnspiel hier im Board) und den damit verbundenen Umstieg auf den optischen Ausgang des OX genutzt. Mit Studiokopfhörern ist zwischen beiden Signalen kaum ein Unterschied festzustellen.

Die USB-Buchsen des OX werden (derzeit) nicht für die Audioausgabe genutzt. Ob da noch etwas geplant ist, vermag ich nicht zu sagen. Würde mich allerdings wundern, wenn da nach über zwei Jahren im Markt noch ein diesbezügliches Update/Upgrade käme...

Wirf doch mal einen Blick ins frei verfügbare Benutzerhandbuch zum OX. Das ist durchaus hilfreich und beschreibt die Features des OX auf sehr gut verständliche Weise.

P.S.: Sollte es nicht klar geworden sein: in Punkto Soundqualität ist das OX meines Erachtens sämtlichen TwoNotes-Geräten deutlich überlegen. Dasselbe gilt für die Benutzerfreundlichkeit und die schnelle Erreichbarkeit überzeugender Sounds.

Der einzige häufiger gehörte Kritikpunkt betrifft den nur stufenweise verstellbaren Attenuator. In dieser Disziplin scheint der Waza Tube Amp Expander die Nase vorne zu haben. Dort scheint allerdings die Nutzerfreundlichkeit (insbesondere der App) nicht mit dem OX mithalten zu können.
Beim Sound scheiden sich die Geister, aber auch da scheinen studiotaugliche Sounds mit dem OX schneller einstellbar zu sein.

Das OX mag durch seine gerätespezifischen IRs zunächst weniger flexibel erscheinen. Dafür spart man sich das nerven- und zeitaufwendige Durchforsten tausender IRs im Netz, da die im OX enthaltenen in der höchsten Liga spielen. Zudem sind diese durch die Auswahl- und Positionierungs-Möglichkeiten (Direkt- und/oder Raumabnahme) hinreichend flexibel und lassen keine Wünsche offen.
 
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Natürlich ist es günstiger, einen Multi-Effekt zu benutzen. Die Verstärker liegen nun mal bei mir rum und es wäre schade, die nicht zu nutzen, zumal sie den Sound liefern, den ich haben möchte...
Naja hochwertige Multieffektgeräte + brauchbare Studiomonitore kosten leider genausoviel wie ein guter Röhrenamp mit Box. Hast du schon mal ein Kemper, AxeFX oder Helix über gute Studiomonitore gehört?
Du könntest auch ein Kemper kaufen und deine Amps damit profilen.
 
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Der Two Notes Capture macht einen guten Eindruck. Ein- und Ausgänge sind genau das, was ich brauche. Der UA OX hat keine XLR Ausgänge, für den Preis finde ich das ziemlich naja, und mit dem USB Ausgang kann ich nichts anfangen, weil ich dann wieder einen riesigen Aufwand betreiben müsste, um ein vernünftiges monitoring zu bekommen, das mein Soundmodul bereits perfekt liefert.

Bleibt nur noch die klangliche Entscheidung zwischen beiden Geräten. Und da gibt es in diesem thread keine einheitliche Aussage(?).

In dem Punkt muss ich sagen, dass auch mich das UA OX beim (ausgiebigen) Antesten über Kopfhörer total von den Socken gehauen hat. Ich spiele selber ja schon gutes Zeug, u.a. ein Axe-FX II XL+ und diverse Röhrenpreamps der Klasse Groove Tubes, Egnater und Brunetti, aber wie der alte Marshall über dieses Ding geklungen und welches Spielgefühl das Teil vermittelt hat, hat wirklich alles in die Tasche gesteckt. Und ja, auch das Torpedo.

So etwas wie die Fatbox ist grundsätzlich auch eine gute Lösung für die leise Abnahme, aber es bleibt halt ein Close Miking. Ich weiß nicht, wie UA das macht, aber dem Gefühl, trotz Kopfhörer vor einem richtigen Amp zu sitzen, kam nichts anders so nahe.

Den Amp selbst einzubremsen und über die (nun mal für größere Lautstärken gebaute) Box zu spielen, wird einen bei Zimmerlautstärke immer enttäuschen.

Gruß, bagotrix
 
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1. Röhrenamps sind denkbar ungeeignet zum leise spielen
2. ich habe jahrelang mit einem Trademark60 Combo von Tech21 zuhause geübt. Der Amp hat einen Loudness Schalter, d.h. auch etwas mehr Druck bei geringen Lautstärken
 
Vom UA OX hört man ja wirklich fast immer nur gutes. Allerdings würde es mich persönlich ein bisschen fuchsen, wenn ich meine Catharsis-IRs nicht mehr benutzen könnte :ugly:. Mich wundert das sowieso, dass in 10 Jahren und unzähligen Geräten es noch kein Hersteller geschafft hat, mich mit den aufwendigsten IRs mehr zu überzeugen als eine über 10 Jahre alte popelige Gratis-IR :rofl:.
 
Hi,

die Lösung die Mr. Coleslaw vorschlägt funzt gut: Tech 21 Amps in klein. Die basieren auf die alte Sansamp Schaltung...mit ner kleinen Endstufe und zB. nem "weichdünnen" Jensen 10er Lautsprecher, der auch bei "Fliegenlautstärke" schon schwingt.
Was ich dazu benutze ist eigentlich die Kopie-Behringer Vintager GM110-hat ne Sansamp-Kopie mit Bass/Hähen Regelung in der Vorstufe, 30 Watt, 10er Jensen...die ekelhaft-protzigen Behringer Logos gehen einfach abzubauen-dann sieht das Teil sogar richtig gut aus.

Der kann sehr leise und klingt dann erstaunlich satt!

Noch ne Alternative: Rath Amp-gehen alle sehr leise, wenn die Speaker schon gut durchgeschüttelt sind umso besser-mein Vintage Amp 30er Combo (quasi auch ein Rath Amp) mit durchgeknetetem Speaker klingt auch schon bei unterster Zimmerlautstärke sehr gut und macht Spaß.
Sorry, aber dagegen klingt diese Yamaha Digitalblechkiste so wie sie aussieht: ne Mischung aus Toaster und Brotkiste...:D

Ach ja-den Behringer Vintager gibt`s richtig billig gebraucht...;)
Sein Problem: er kann nicht sooo toll clean (geht aber auch), dafür erstaunlich light Crunch bis Heavy Overdrive.

Wer unbedingt viel Geld für Röhre ausgeben will dem würde ich nen Engl Ironball mit ner 1/12er Box mit nem gebrauchten weichgeklopften Eminence Classic/Guitar Legend empfehlen.
Wenn man so nen Speaker sucht: quasi jeder H&K by Eminence/Fame by Eminence (hatte ich lange einen) ….nochmalwasfurz by Eminence ist n Classic oder Guitar Legend der für nen anderen Hersteller umgelabelt wurde...gibt`s ab 20Euro genug im Netz.
Weichgespielte Eminence Classics oder auch Guitar Legends klingen laut nur noch lasch und undefiniert, leise dafür umso besser-satt und warm!

Wäre zB. auch möglich zum leise Spielen so einen Speaker in dem von Mr. Coleslaw vorgeschlagenen Tech Trademark 60 Combo zu verbauen-sollte großartig funktionieren und macht dann Röhren überflüssig!

Gruß,
Bernie
 
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Natürlich ist es günstiger, einen Multi-Effekt zu benutzen. Die Verstärker liegen nun mal bei mir rum und es wäre schade, die nicht zu nutzen, zumal sie den Sound liefern, den ich haben möchte.

Der Two Notes Capture macht einen guten Eindruck. Ein- und Ausgänge sind genau das, was ich brauche. Der UA OX hat keine XLR Ausgänge, für den Preis finde ich das ziemlich naja, und mit dem USB Ausgang kann ich nichts anfangen, weil ich dann wieder einen riesigen Aufwand betreiben müsste, um ein vernünftiges monitoring zu bekommen, das mein Soundmodul bereits perfekt liefert.

Bleibt nur noch die klangliche Entscheidung zwischen beiden Geräten. Und da gibt es in diesem thread keine einheitliche Aussage(?). Bleibt wohl nur das Antesten. Danke, Gruß

Hallo! kein XLR Ausgang, aber zwei mal balanced Stereo Klinke für links und rechts. Mit entsprechendem Adapter auf XLR ist alles paletti danach.

USB-Ausgang funktioniert beim OX noch nicht. Geht alles über WLAN und PC, Mac oder APP
Abhöre über Kopfhörer möglich. Das ist ein professionelles Teil und klingt sowas von authentisch. Falls man keine FRFR-Monitore betreiben oder den Sound nicht über PC oder so laufen lassen möchte .... braucht es auch keine XLR-Ausgänge.
Das OX funktioniert bei mir im Proberaum, für Aufnahmen und auch nur mit Kopfhörer.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Vom UA OX hört man ja wirklich fast immer nur gutes. Allerdings würde es mich persönlich ein bisschen fuchsen, wenn ich meine Catharsis-IRs nicht mehr benutzen könnte :ugly:. Mich wundert das sowieso, dass in 10 Jahren und unzähligen Geräten es noch kein Hersteller geschafft hat, mich mit den aufwendigsten IRs mehr zu überzeugen als eine über 10 Jahre alte popelige Gratis-IR :rofl:.

Wie und wo im Setup werden denn die IRs genutzt?

Grundsätzlich kann man den OX auch so einstellen, dass der AMP statt mit "Mics" auch nur direkt abgenommen wird:D ... ohne Box-IRs sozusagen.
Raumeinstellungen, Hall, Echo EQs und Kompressor des OX können trotzdem genutzt werden.
 
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Muss mich @Mr.Blue anschließen.
Ich erwische mich immer öfter dabei, dass ich meine Amps lieber über die OX Box als Gitarrenbox im Raum spiele. Und dabei kann ich so laut spielen wie ich will.
Warum das?! Weil der Amp, bis er gesättigt ist sodass er fett und geil klingt, mir einfach zu laut ist. Ich nutze dann oft den Attenuator des OX, aber irgendwie ist es über Studio-Monitore oder Kopfhörer doch fast geiler :redface:

Es muss nicht das OX sein, günstige Loadboxen mit IRs durch deine DAW können den Zweck auch erfüllen. Dafür hatte ich hier eine etwas größeres Review geschrieben. Hoffe das hilft :)
 
Es muss nicht das OX sein, günstige Loadboxen mit IRs durch deine DAW können den Zweck auch erfüllen. Dafür hatte ich hier eine etwas größeres Review geschrieben. Hoffe das hilft :)

...wenn er nicht schon eingangs geschrieben hätte, dass er KEINE Software-Lösung sucht... ;)

Also ich handhabe das ganz simpel und bin dennoch sehr zufrieden damit: ich spiele sehr oft und sehr gerne über meine Hughes & Kettner Red Box Classic. Ich habe einen Engl-Preamp und lasse die Endstufe dafür außen vor. Habe ich auch ausprobiert, fand aber das Ergebnis mit der Amp-Simulation in der Red Box besser in meinem Fall. Der Sound ist wie ich finde sehr authentisch. Ich habe dutzende von IRs ausprobiert und sie klingen oftmals wirklich wahnsinnig toll, fett, voluminös usw... Aber irgendwie fühlt sich keine davon authentisch für mich an. Außerdem fehlt einer IR die Dynamik einer Endstufe. Das macht die Red-Box, aber man kann sie auch an den Endstufenausgang anschließen und dann macht sie nur die Speaker-Simulation. Es gibt ja noch viele andere Speaker-Simulatoren auf dem Markt und ich mag an den Teilen, dass man sie eben ohne PC benutzen kann, dass sie in der Regel sehr einfach zu bedienen sind. Daher fummelt man nicht ewig herum, bis man den Sound vielleicht noch etwas anders hingebogen hat. Wie bei einem Mikrofon, was man vor die Box stellt: der Sound ist dann einfach so und so ist es gut. Oder man nimmt ein anderes Mikro oder eben einen anderen Simulator. Eine Load-Box brauchst du, falls du den Sound deiner Endstufe einfangen willst. Falls du es auch mal anders ausprobieren willst, kannst du den Master-Volume-Regler auch einfach weit runter drehen und einen einfachen 8-Ohm-Lastwiderstand dranhängen, der wenige Watt verträgt. Da passiert dann ja nichts.
Ok, Budget ist kein Thema schreibst du, aber auch wenn dem so ist: für mich geht nichts über eine einfache Lösung, die klein und pflegeleicht und dennoch zuverlässig und authentisch klingt. Und symmetrische XLR-Ausgänge haben solche Speaker-Simulatoren auch! :D
 

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