Limiter Problem beim Mastering

Genau. Jedoch beim Mastern ganz auf den Limiter verzichten würde ich nicht. Es ist bestimmt sehr wichtig bereits im Mix die Spitzen unter Kontrolle zu bringen, aber wenn die einzelnen Spuren summiert werden, entstehen wieder neue Spitzen. Daher bleibt der Limiter trotzdem beim Mastern ein unverzichtbares Tool.
Ich stell den Limiter beim Mastern meistens so ein, dass er einfach Stellenweise paar mal eingreift, aber normalerweise gar nichts macht. Wenn mir das zu leise ist, dann lieber nochmal im Mix die einzelnen Spuren lauter prügeln.
 
Ok, aber du nutzt dennoch ein Tool um die LUFS zu messen !? Zu sehen und dann zu entscheiden, ok -13 LUFS ja ist in ordnung , obwohl da noch was weg geht, bzw. ja mix mit sanftem Limiter ist gut so und ich komme annähernd an die -14 LUFS.
 
Naja, die LUFS Messung ist eh bisschen relativ.. Wird ja über längeren Zeitraum gemessen. Ob der Track von A-Z analisiert wird oder einfach nur eine Minute davon, habe ich keine Ahnung.
Von da her geh ich einfach mal ungefähr auf -14LUFS. ZB bei Youtube kann man nach dem Hochladen ein Rechtsklick auf das Video machen, und auf "untersuchen" klicken. Da wird dann genaustens angezeigt, wie Youtube effektiv eingreift, bzw wie gut man Lautstärke und Dynamik ausnutzt. Anhand von diesen Daten mach ich eine zweite Datei, und weiss jetzt genau was ich noch korrigieren muss. Dann seh ich ja genaustens wo ich stehe, unabhängig von meiner eigenen LUFS Messung.

Andere Plattformen haben bestimmt ähnliche Analysetools...
 
Gibts keine Hörprobe? Da über LUFS zu fantasieren ist oft wenig zielführend...
 
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Und wie viel Gain Reduction kannst du am Ende „nach Lust und Laune“ noch rauskitzeln, ohne dass es anfängt den Sound deutlich negativ zu beeinflussen?

Gain Reduction brauche ich ja nicht, wenn ich am Eingang des Mixbus -16 dBVU habe. Zusätzlich sind in meinem Standard Template verschiedene Parallel Wege implementiert, die alle auf den Mixbus gehen. Will ich es dichter und mit mehr Zack., drehe ich die was hoch und schon ist es lauter.

Abgesehen davon, LUFS ist eigentlich Scheisse. Kein Mensch weiss genau, wozu das dienen soll. Grundsätzlich wird LUFS immer über den ganzen Song gemessen. Das steht so in den Specs. Über die Dynamik des gemessenen Audio Files sagt das überhaupt nichts aus. Ich kann auch einen Sinuston 1 kHz auf -14LUFS rechnen lassen. Oder Rosa Rauschen. Dynamik = 0.

Wer es nicht glaubt, kann es gerne ausprobieren. Es gibt genügend Tools, die das machen. Um LUFS richtig zu messen, so wie es die Analyse Tools der Steamer machen, muss man immer am Anfang des Songs starten. Reset des Meters nicht vergessen. Und dann durchspielen bis zum Schluss. Oder das Teil kann Offline Analyse. Dann geht das auch schneller.

Also Vorschlag, nicht alles wild durcheinander werfen, sonst weiss hinterher niemand mehr, wo es langgeht.

Die Streamer hatten sich irgendwann mal geeinigt, dass kein Eingriff in den Klang der hochgeladenen Dateien erfolgen soll. Da Limited oder andere Dynamik bearbeitenden Tools immer Einfluss haben auf den Klang, gab es dann eben eine Übereinkunft, dass keine Limiter verwende werden oder andere Tools, sondern die Anpassung lediglich durch Absenkung oder Anhebung des Pegel, mit Orientierungsmarke Max Peak realisiert werden soll.

Einfluss auf die Dynamik hat das überhaupt nicht. Zumindest nicht, wenn man unter Dynamik den Abstand vom lautesten zum leisesten Ton versteht. Ziehe ich den Gesamtpegel 2 dB runter, wird ja auch der leiseste Ton 2 dB weniger. Der Abstand ist immer noch der gleiche.

Wie auch immer, hat der Song, den man gemischt hat -17 LUFS und -0.3 dB Peak, ja und? Kann man so hochladen. Schlimmstenfalls machen das dann Nasen wie die von Spotify um 1.3 dB weniger. Der Klang bleibt der gleiche, die Dynamik auch. Es ändert sich also nichts am Mix. Das gleiche gilt für Songs, die weniger als -14 LUFS haben.

Andere Steamer haben andere Max Pegel Ziele. -0.3 zum Beispiel.

Wie auch immer, da kocht jeder sein eigenes Süppchen. Weshalb dann auch die Verwirrung maximiert wird. Wie man ja hier sieht..... (;

Tatsache ist, ein guter Mix wird nicht zerstört, wenn er auf eine Streaming Plattform hochgeladen wird. Und wer der Meinung ist, dass es zu leise ist, der kann ja immer noch zu den antiken Mitteln greifen. Lautstärke Regler zum Beispiel...... :evil:

Wer betreutes Hören vorzieht, der muss dann eben damit leben, was ihm Spotify und Co vorsetzen.
 
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Hallo zusammen,

ich melde mich noch mal zurück, nachdem ich zwei Tage rum montiert habe.
(Ohrenbluten inbegriffen )

Ich habe den Mix noch mal von grund neu aufgebaut.
Ich kam ohne Limiter auf einen Wert von ca -16 LUFS.
(Youlean Loudness Meter). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich auf einigen Spuren einen EQ Inkl Masterbus und bei den Vocals wenige Kompressoren.
Ich war sehr zufrieden mit dem Mix und habe dann auf den Masterbus einen Limiter gesetzt. Dieser hatte dann nicht wirklich was zu tun, bzw hat noch etwas mehr Dynamik raus gekizelt, wenn man das so sagen kann.

Ich kam dann auf einen LUFS Wert von -14,3 bei einem Wert Max PEAKS von -1,1.

An manchen Stellen lebt der Song von plötzlichem Druck, der sich im Bass und den Drums bemerkbar macht.
Das war mir ein bisschen zu wenig.

Also habe ich nach dem Limiter noch ein Stereo Gain Tool eingebaut ( Logic), siehe da...... Druck kam besser durch und ( anscheinend ist das der Grund, ausprobiert ohne wirklich zu wissen warum )

Die LUFS Werte haben sich nicht verändert, aber der Song ist im Rahmen des gesetzen Limiter kraftvoller und mit mehr BUMS raus gekommen.
Mein Verlag hat den Song schon und er ist in meinem Tool auf Freigegeben gestellt. Heisst, alle Parameter für die Online Plattformen wurden erfüllt. ( WAVE DATEI 16 BIT )


Vielen Dank für Eure Hilfe in den letzten Tagen und bis bald.
 
Ich kam dann auf einen LUFS Wert von -14,3 bei einem Wert Max PEAKS von -1,1.
Perfekt:)

Also wenns dir jetzt gefällt, und von der Plattform so akzeptiert wurde, dann ist gut, aber:

Also habe ich nach dem Limiter noch ein Stereo Gain Tool eingebaut ( Logic), siehe da......
Der Limiter sollte (bis auf Dithering) das letzte Tool in der Kette sein, sonst verändert sich die Limitierung wieder. Das Gainplugin macht nur lauter, sonst nichts.
Die Frage ist jetzt, hast du die LUFS-Messung vor oder nach dem Gain-Plugin gemacht?
Da das Gainplugin nur lauter macht, verschiebt sich auch die Limitierung nach oben, was die vorherige Messung zu Nichte macht.
Druck kam besser durch und ( anscheinend ist das der Grund, ausprobiert ohne wirklich zu wissen warum )
Klar, lauter klingt subjektiv immer besser, aber Unterschied ist keiner da, bis auf die Lautstärke.
Die LUFS Werte haben sich nicht verändert,
Hast du auch sicher nach dem Gainplugin gemessen?
 
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Hi, @Zelo01,


hab mich da eben falsch ausgedrückt.
Ich habe den Gain vor den limiter geschaltet. Es kann Einbildung sein, allerdings habe ich den Eindruck, dass der Song ( nach dem Limiter ) bei gleicher LUFS Zahl ( mit und ohne Gain ) dennoch kraftvoller geworden ist.

Ich frage mich, ob meine eigene Erklärung dafür sinnvoll ist, denn ich denke, dass der Limiter den Song ja ( mit mehr Gain ) zwangsläufig mehr komprimiert ( ohne ihn kaputt zu machen .
Dadurch wirken die gewünschten Passagen ( Bass / Drums) anscheinend kraftvoller.


Ich habe gestern Abend mit einem Freund darüber gesprochen. Der meinte, dass er so vorgeht und auch schon Songs hoch geladen hat, die am Ende -11 LUFS hatten. Es scheint so zu sein,m dass ein entscheidener Faktor auch die Pegelspietzen sind, denn die LUFS Anzahl wird ja über den gesamten Song gemessen werden.

Gut komprimiert und auf die Peaks achten, kann dazu führen, dass der Song ( selbst nach Normalisierung durch Anbieter auf -14 LUFS ) dann dennoch lauter wirkt.

Das ist aber ein Punk, wo ich absolut keine Ahnung von habe und bei meinem Musikstil auch keine Rolle spielt. Kraftvoll ja, aber auch nicht ein Rap Song, bei dem mir die Boxen aus dem Auto fallen werden.

Im Prinzip scheint es so zu sein, dass es aktuell fast unmöglich ist, dass ein Song verzerrt, denn Spotify und Co haben da Tools, die das dann zur Not halt herunter regeln.
Sicher ist aber auch, dass wenn man das tiotal vernachlässigt beim Mastern, der Song dann halt "scheiße" klingt und die Dynamik flöten geht.


Egal wie, ich habe wieder sehr viel dazu gelernt und bin gespannt, wie es dann sein wird, wenn der Song erscheint.
 
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Ich habe den Gain vor den limiter geschaltet

Was denn jetzt? Geschrieben hast Du was anderes:

Also habe ich nach dem Limiter noch ein Stereo Gain Tool eingebaut

?

Schön wäre auch, den Zweck zu erwähnen, welchen Du erreichen willst. Und was denn dann das Ergebnis war. Also nicht nur LUFS sondern auch Max Pegel zum Beispiel. Ansonsten bleibt das immer alles im Nebulösen.

dass ein entscheidener Faktor auch die Pegelspietzen sind

Kommt drauf an. Wenn man das auf dem Master Bus macht und da kommt hi und da mal ein Peak an, den man dann etwas mehr abschneidet, dann ändert das sicher nichts an der LUFS Messung über den ganzen Song.

Hat man dagegen einen Song, Heavy Metal, oder andere Kandidaten, die mit LU drei an Dynamic daherkommen, da Wirt sich jedes dB, das ich mehr Limitiere auf den LUFS Wert aus.

Jeder Song ist nun mal anders. Und sollte dementsprechend behandelt werden. Das ist ja auch einer der Gründe, warum ich feste LUFS Werte bei Streamern nutzlos bis schädlich finde. Die Routinen, welche die verwenden sind dumm und machen das stur wie ein Esel.
 
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Den Pegel vor dem Limitieren anheben leuchtet mir ein warum, nur, ein Gainregler gibts auch direkt im Limiterplugin. :D

Jeder Song ist nun mal anders. Und sollte dementsprechend behandelt werden. Das ist ja auch einer der Gründe, warum ich feste LUFS Werte bei Streamern nutzlos bis schädlich finde. Die Routinen, welche die verwenden sind dumm und machen das stur wie ein Esel.
hmmm ich finde es gibt Vor- und Nachteile.
Wenn man weiss was man macht, finde ich feste LUFS Werte von Vorteil. Man kann ja auch mit festen LUFS Werten auf jeden Song einzeln eingehen, sodass der Algorithmus nichts verändert. Nachteil ist bestimmt dass man sich da mehr einstudieren muss.

Den Vorteil seh ich im Loudnesswar. Es bringt nichts mehr, den Mix auf Teufel komm raus, laut zu prügeln. Ein Beispiel: Dire Straits, On every Street, benutze ich gern als Referenz. Die Dynamik des Albums ist Hammer, kann aber in der Lautstärke nicht mit anderen Alben mithalten. In einer Playlist mit anderen Songs geht das komplett unter im Lärm. Schade. Bei -14LUFS könnte das Album mithalten, ohne Dynamikeinbusse.

Gut komprimiert und auf die Peaks achten, kann dazu führen, dass der Song ( selbst nach Normalisierung durch Anbieter auf -14 LUFS ) dann dennoch lauter wirkt.
Jup, das ist gut möglich. Subjektives empfinden ist ein anderes paar Schuhe als eine Messung. Wenn du lauter empfinden willst, versuch vor dem Limiter mal eine dezente Bandsättigung.
Oder gerne auch sehr heftige Bandsättigung bis sogar Verzerrer auf einem separaten Bus. Aber dann nur subtil paralell zum Hauptsignal hinzumischen. Dabei musst du dir wenig Gedanken machen, dass die Transienten "kaputt" gehen, denn im Hauptsignal bleiben sie ja unverändert. Egal wenn sie im hinzugemischten Signal kaputtgeprügelt sind, denn das ergänzt sich gegenseitig.
 
Wenn man weiss was man macht, finde ich feste LUFS Werte von Vorteil. Man kann ja auch mit festen LUFS Werten auf jeden Song einzeln eingehen, sodass der Algorithmus nichts verändert. Nachteil ist bestimmt dass man sich da mehr einstudieren muss.

Das ist sicher richtig. Und ja, man sollte sich damit auseinandersetzen. Das ist nun mal so und damit sollte man umgehen können. Klar ist unterdessen, Target LUFS wird immer über den ganzen Song gemessen. Klar ist auch, Streaming Services verwenden keine Limiter und auch keine anderen Klang- oder Dynamic verändernden Mittel.

Im Prinzip ist es auch egal, was man anliefert, es wird entweder im Level runtergezogen, damit es dem Target LUFS entspricht, oder hochgezogen.

Wobei hier beachtet werden muss, dass ein Song der unter dem Target Level liegt, nur soweit hochgezogen wird, dass er das max Peak Target erreicht. Hat der schon max Peak, also - 1 dBFS oder was auch immer der Streamer verlangt, passier gar nichts. Die Dynamic bleibt, wie sie ist und es wird nichts geändert.

Die offene Frage ist, sollte man auf den bei fast allen Streamern üblichen LUFS Level von -14 LUFS mischen?

Ich finde nein. Und bin damit nicht alleine. Hier ein Artikel von Ian Shepherd, einem meiner Lieblings Mesnerin Engineer. Der erklärt das dann so, dass man es auch versteht. Zitat:

There are no ideal loudness values – just guidelines you can follow

Und:

Integrated loudness isn’t the best way make loudness choices

Warum das so ist, erklärt er denn in dem Artikel.

Seine Empfehlung,

But from what’s written above you’ll have gathered by now that I’m not going to be recommending any of the LUFS numbers suggested above – or any integrated loudness.

Instead, my recommendation uses short-term loudness values instead, and it's this:


Fabrice Dupont zeigt hier wie es geht:




der macht da übrigens einen Track, der weit unterhalb des Target Level ist lauter. Und das ohne Probleme. Nur so am Rande bemerkt.

Im Prinzip ist short-term loudness nicht viel anders als RMS. Oder eben auch VU. Einer der Gründe, warum ich in meinem Mixbus ein VU Meter habe. Ich kann das gut interpretieren. Das gab es schon zu Anfang meines Ton Schaffens.

Das ist beim Erstkontakt auf -16 VU eingestellt. Damit mache ich das Basic Leveling. Danach kommen die Komponenten im MixBus dazu. Da ist eine Fairchild 650. Der macht nichts, ausser da drin zu sein. Dann ein EQ. Fabfilter. Der mach Lowcut. Ich will nichts haben unterhalb von 35 HZ. Der macht auch Mono bis 100 Hz. Und der hat einen High Cut bei 12.5 kHz. Und dann ein Limiter auf -1 dBFS eingestellt. Ein MixDown Approach.

Das VU Mater hat einen eingebauten Gain Regler. Kommt zuviel an im MixBus dann wird das angepasst.

Dynamische Song, Singer Songwriter, Baladen und Co werden auf -16 bis -12 VU geregelt. Rock auf -12 bis -9VU. Krasse Sachen dann schon mal auf -8 VU.

Und dann mische ich. Das kommt dann immer in einem LUFS Level raus der passt. Mal was mehr, dann wird es eben leiser gemacht auf dem Streamer, oder auch weniger, was mich auch nicht kümmern muss, da die Dynamic unangetastet bleibt.

Wie auch immer, wenn man sich das mal sortiert hat, kann man LUFS wieder vergessen und sich damit beschäftigen, schöne Songs und Mischungen zu machen..... (;
 
Hab den Thread nochmal überflogen. Mir fällt auf, dass wir eigentlich hauptsächlich von Pegelspitzen gesprochen haben.

Ja, die Pegelspitzen sind am Ende massgebend, aber man kann das auch umgekehrt angehen, anstatt Peaks zu "killen" leise Stellen anheben.

Ein Beispiel: Ein Limiter "komprimiert" ja eigentlich in einer Ratio, von nahezu 1:unendlich. Also alles was über dem Tresholdwert liegt, wird gnadenlos abgeschnitten. Treshold muss hoch angesetzt werden, damit wirklich nur die Spitzen betroffen sind. Das fällt sehr schnell auf.

Möglichkeit 1:
Wenn man anstelle eines Limiters ein Kompressor nimmt, mit zB Ratio von nur 1:1,4, wirds absolut nicht gnadenlos abgeschnitten, macht wenig Unterschiede, wenn der Treshold nur auf die Spitzen abzielt. Dadurch kann man den Treshold wesentlich tiefer ansetzen, sodass der Kompressor bereits an leisen Stellen beginnt zu komprimieren. Die Spitzen kommen genauso runter, aber es fällt viel weniger auf.

Möglichkeit 2:
Parallel komprimieren, sättigen oder verzerren. --> Originalsignal bleibt erhalten, und mit einem total flachgeprügelten Signal gemischt. Klingt wesentlich lauter, ohne dass die Peaks betroffen sind.

Möglichkeit 3:
Ein Aufwärtskompressor wie zB MV2 von Waves. Der funktioniert umgekehrt als die meisten Kompressoren. Die Peaks bleiben unangetastet, aber alles was eine gewisse Lautstärke unterscheitet, wird lauter.
 
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Hallo Zusammen,


hab vor ner Weile dazu mal geschrieben und es passt aber nun wieder:


Hier die Ausgangssituation:

Track aufgenommen und entsprechend gemischt. ( Midi Tools mit Keyboard eingespielt, Vocals etc. )

Mix war soweit fertig, klang satt und so wie gewünscht.
ab zum mastern.

Der Track wurde gemastert und klang sehr gut. Im Prinzip so wie wir den haben wollten.


Upload bei Spotify / Apple etc.

Klangualität 1 a , im Vergleich zu ähnlichen Songs aber einfach zu leise.

Jetzt das Kuriose. Ich habe das Master durch mehrere Toools um LUFS zu messen gejagt.
Alle ergaben Werte zwischen -13 / -14 LUFS auf den Song gemessen ( Spotify empfiehlt das sogar genau so )

Wie kann das bitte sein?!

Zur Verteidigung des Mastermenschen. Er befindet sich noch in der Ausbildung, allerdings, die Daten sind ja klar und das Master habe ich dann durch den Loudness Messer gejagt.


also NACH dem Mastern.


Was kann das sein!? Wer weiß was... Was ist die Lösung !?

Einfach nicht auf -14 LUFS Mastern !?


Angeblich regelt Spotify alles auf max - 14LUFS runter.


Beste Grüße an Euch !


Andreas
 
Angeblich macht auch YouTube sowas und alle Songs werden gleichlaut abgespielt. Ist aber nicht so.
Angeblich gilt auch eine Norm für Radiosender und alle Sender spielen ihr Programm gleichlaut ab. Ist aber nicht so.

:unsure:
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Einfach nicht auf -14 LUFS Mastern !?

LUFS ist nur eine Skala, entscheidend ist das für die Messung herangezogene Zeitfenster.
 
Hallo Zusammen,

ich brauche bitte noch einmal die Enschätzung von Fachleuten.

Ein neuer Song ist fertig und das Mastering läuft gerade.

Hier die Ausgangssituation.

Mix isst stabil und vernünftig. Auf allen Geräten, die ich zum abhören benuzt habe, bin ich sehr zufrieden ( Handy, einfache I Phone Kopfhörer, Auto Anlage von Bose, Stereo Anlage zu Hause , Studio- Monitore. Beyerdynamic Kopf Hörer Studio etc. )

Einziges Problem.... auf -13,9 DB Lufs eingestellt _
Master Kette:

-EQ
-Kompressor ( leicht )
-Limiter (+ 2,5 DB Input / -1,0 Output für die Pegelspitzen)
Loudness Meter zum Schluss Wert -13,9 DB gemessen auf den ganzen Song.


Aus Erfahrung weiß ich ( schon getestet ) das Spotify, tatsächlich bei -13,9 auf -runter schieben würde ( umgekehrt war es bei einem Song so, dass er bei -18 DB LUFS nicht auf -14 LUFS hoch geschoben wird.
Machen maximal auf -16 LUFS und dann ist man halt leiser.


Der Mix ist vorher satt und schön gewesen. Durch den Einsatz vom Kompressor, hat er noch mal an Kraft gewonnen. Also dachte ich mir, dass ich den Limiter nur leicht anhebe, damit ich etwas lauter werde ( vorher ca. -16 LUFS ). Vor allem aber wollte ich, dass die -1 DB für die Pegelspitzen da sind. Allerdings verzerrt er bei den Crash Becken nun dennoch, was ich ja vorher im Mix nicht hatte und auch nicht will.


Habt ihr einen Tip, in welcher Reihenfolge ich den Mix durch das Mastern etwas lauter bekomme um keine Kraft zu verlieren, dennoch nicht den Mix zum verzerren bringe !?
Was mach ich falsch !?
Lieber auf den Limiter verzichten !?
Dann werden mir allerdings teilweise Pegelspitzen bis zu + 3 DB angezeigt, was ja spätestens durch spotify mit einem Limiter runter geregelt werden würde.


Bin da etwas ratlos, da mir jetzt unabhängig von drei vier Leuten der Rohmix als gut und toll gemischt bescheinigt wird.


Kann da wer helfen !?


Liebe Grüße


Andreas
 
Allerdings verzerrt er bei den Crash Becken nun dennoch, was ich ja vorher im Mix nicht hatte und auch nicht will.
Anhand einer Beschreibung kann man ein Mix leider nicht einschätzen. Ist wie Kaffeesatz lesen. Man muss ihn hören um Rückschlüsse ziehen zu können.

Klangualität 1 a , im Vergleich zu ähnlichen Songs aber einfach zu leise.

Jetzt das Kuriose. Ich habe das Master durch mehrere Toools um LUFS zu messen gejagt.
Alle ergaben Werte zwischen -13 / -14 LUFS auf den Song gemessen ( Spotify empfiehlt das sogar genau so )

Wie kann das bitte sein?!
Messen und hören sind zwei paar Schuhe. Ein Beispiel: Ich habe eine Bassgitarre, und eine Gitarre. Beide dominieren um die 200Hz und überlagern sich da. Pegel addieren sich, jedoch werden sich beide Elemente im Mix nicht durchsetzen können. Messung : Laut. Empfinden: nicht laut, aber undefiniert schwammig.

Willst du ein subjektiv lauten Mix, muss alles, was überflüssig im Mix ist, wie zB Mulm, raus. Sonst addiert sich das zum Pegel in der Anzeige, subjektiv klingts jedoch eher leiser, weil wichtige Elemente vom Mulm überlagert, oder im ungünstigsten Fall durch Phasenverschiebungen ausgelöscht werden.

Weiteres zu subjektiv lauterem Mischen hab ich bereits oben geschrieben. Stichwort Paralellkompression, Aufwärskompression, oder Obertöne mittels Sättigung erzeugen.
Dann werden mir allerdings teilweise Pegelspitzen bis zu + 3 DB angezeigt, was ja spätestens durch spotify mit einem Limiter runter geregelt werden würde.
hmm Spotify interessierert glaube ich nur der LUFS Wert. Die Spitzen haben darauf nur untergeordnet Einfluss.
Mit dem "spätestens" hast du allerdings recht. Denn wenn du Spitzen von +3dBFS hast, werden die bereits beim Bouncen in deiner DAW abgeschnitten.
 
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Anhand einer Beschreibung kann man ein Mix leider nicht einschätzen. Ist wie Kaffeesatz lesen. Man muss ihn hören um Rückschlüsse ziehen zu können.


Messen und hören sind zwei paar Schuhe. Ein Beispiel: Ich habe eine Bassgitarre, und eine Gitarre. Beide dominieren um die 200Hz und überlagern sich da. Pegel addieren sich, jedoch werden sich beide Elemente im Mix nicht durchsetzen können. Messung : Laut. Empfinden: nicht laut, aber undefiniert schwammig.

Willst du ein subjektiv lauten Mix, muss alles, was überflüssig im Mix ist, wie zB Mulm, raus. Sonst addiert sich das zum Pegel in der Anzeige, subjektiv klingts jedoch eher leiser, weil wichtige Elemente vom Mulm überlagert werden.

Weiteres zu subjektiv lauterem Mischen hab ich bereits oben geschrieben. Stichwort Paralellkompression, Aufwärskompression, oder Obertöne mittels Sättigung erzeugen.

hmm Spotify interessierert glaube ich nur der LUFS Wert. Die Spitzen haben darauf nur untergeordnet Einfluss.
Mit dem "spätestens" hast du allerdings recht. Denn wenn du Spitzen von +3dBFS hast, werden die bereits beim Bouncen in deiner DAW abgeschnitten.
Weiteres zu subjektiv lauterem Mischen hab ich bereits oben geschrieben. Stichwort Paralellkompression, Aufwärskompression, oder Obertöne mittels Sättigung erzeugen.


Genau das habe ich heute vormittag auch noch mal gelesen und deinen Tip von damals befolgt.

Ich habe jetzt Paralellkompression drauf gemacht.

Sprich eine Gesamtmixspur völlig übertrieben in den Kompressor gejagt.

Diese Spur habe ich von 0, langsam hoch geschoben. Siehe da.... bei etwa 2/3 der Lautstärke des Hauptmixes begann der Song fetter und voller zu werden ( Lauter fürs Ohr ) die LUFS haben sich allerdings nicht verändert.
Heißt - 14 LUFS - 1 DB Pegelspitzen, damit auch wirklich nix durchrutschen kann und breiterer ( spürbar lauterer ) Mix.


Tüfftele da noch rum, bin aber auf dem richtigen Weg!


Vielen Dank und sorry, dass ich nicht erst noch mal den alten Trad gelesen habe.
 
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Damit "nichts durchrutscht" bedient man sich eines guten True-Peak-Limiters mit Look-ahead. Dann kann man auch ohne Weiteres nahe der 0-dB-Grenze aussteuern.

Ich kenne keine DAW-Software, die auf dem Masterbus eine Aussteuerung im positiven Bereich anzeigt, ergibt auch nicht wirklich Sinn.

Dass ein Mix/Master lauter wird, ohne dass die LUFS-Werte Änderungen erfahren, halte ich auch für sehr unwahrscheinlich. Und Zelo01 wird wohl eher gemeint haben, dass man im Mix und nicht beim Master mit Parallel-Kompression arbeiten sollte.
 
Ich kenne keine DAW-Software, die auf dem Masterbus eine Aussteuerung im positiven Bereich anzeigt

Äh, hm. Welche DAW meinst Du denn?

Bildschirmfoto 2022-12-01 um 17.54.31.png


ich will jetzt nicht alle durchprobieren, aber ich bin mir ziemlich sicher dass alle plus anzeigen können. Schliesslich will man ja sehen, wieviel man runter regeln sollte. Ebenfalls die meisten haben eine Hold Funktion der Anzeige. Damit kann man den Song einmal durchspielen und sieht genau, wieviel man runter regeln muss.
 
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