11# Akkorde

von rocking_psycho, 09.05.05.

  1. rocking_psycho

    rocking_psycho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #1
    Ich denke der Titel besagt schon einiges.

    Ich verstehe diese Art von Akkorden nicht wirklich.
     
  2. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.05.05   #2
    Eher nicht. Meinst du Akkorde mit der Erweiterung #11?

    Was genau verstehst du da nicht? Häufige Anwendung ist 9#11, das ist ein Dominantseptakkord mit 'ner 9 und einer übermäßigen 11 (oder auch 4, ist das selbe).

    Gruß,
    Jay
     
  3. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.05   #3
    11# wäre doch der Tritonus, oder liege ich da falsch?!?
     
  4. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.05.05   #4
    Nein, liegst du nicht. :)
     
  5. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.05   #5
    Eine erhöhte 11, in C wäre das doch ein fis...wo liegt mein Denkfehler, klärt mich auf (musikalisch!!!)
    :confused:
     
  6. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.05   #6
    Ach so...ich liege nicht falsch...
    Sorry, erst 2 Tassen Kaffee... :o
     
  7. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.05.05   #7
    Edit: erledigt ...
     
  8. dnalor

    dnalor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #8
    Tritonus stimmt nicht ganz, weil das eine #4 waere. Die #11 liegt eine Oktave hoeher und klingt dadurch etwas weniger dissonant.
    Spiel halt mal einen C7 - Akkord, und darüber d (die None, meist im #11 mit dabei) und fis (die #11).
    Das ist der C7#11 - Akkord. Voila.
     
  9. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 13.05.05   #9
    Ein 7/#11 ergibt sich, wenn man eine Melodisch-Moll-Leiter

    C D Eb F G A H C

    harmonisiert.

    1. Stufe: Cm maj7 (C Eb G H)
    2. Stufe: Dm7 (D F A C)
    3. Stufe: Eb maj7/#5 (Eb G H D)
    4. Stufe: F7/#11 (F A (C) Eb H)

    Daraus ergibt sich umgekehrt logisch, dass die zu F7/#11 passende Leiter C-Melodisch-Moll ist, weil der Akkord ja aus diesem Material gebildet ist. Man spricht in diesem Falle vom Mode "Mixolydisch#11", da im Gegensatz zur reinen F-Dur-Skala eben die #11 drin ist sowie die mixolydische (kleine) Septime.

    Dieser Mode wird im Fusion und im Jazz gern eingesetzt, weil er sehr spannungsreich ist und wegen der #11 niemals richtig auflöst.

    Kurzes Hörbeispiel Rechte Taste 0,2 MB

    Die drunterliegende Harmonie muss natürlich nicht immer die #11 enthalten. Es reicht ein normaler 7er oder 7/9er oder einfach der Grundton (wenn nur Bass und Drums mitspielen).
     
  10. Cudo

    Cudo Mitgliedschaft beendet

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    Erstellt: 13.05.05   #10
    Hallo rocking_psycho,
    MM4, bzw. Mixolydisch #11, wird oft auch als Lydisch b7 bezeichnet. Alle 3 Namen sind Synonyme, also gleichbedeutend. Ihren Ursprung hat diese Tonleiter, wie Hans schon sagte, als 4. Modus einer Melodisch Moll Tonleiter. Daher auch der Name MM4.
    MM4 wird außer bei modaler Spielweise (siehe Beispiel von Hans) auch als Tonleiter bei bestimmten Dominanten eingesetzt.
    Z.B. alle Tritonus Dominant-Stellvertreter nehmen MM4. Das gilt auch dann wenn diese sich trugschlußmäßig auflösen.
    Mit Tritonus Dominant-Stellvertreter meine ich Dominanten mit den Funktionen subV7/I, subV7/II, subV7/III, subV7/IV, subV7/V und subV7/VI. Zudem kann bVII7 als modaler Austauschakkord in Dur Tonart ebenfalls MM4 nehmen. In Moll Tonart kann eventuell auch die Subdominante MM4 nehmen.
    All diese Akkorde können dann eventuell, falls gewünscht und falls es die Melodielinie erlaubt, mit Tension #11 gespielt werden.

    Anmerkung:
    Analyse der MM4 Tonleiter:
    Grundton, Tension 9, große Terz, übermäßige Undezime, reine Quinte, große Sexte bzw. große Tredezime und kleine Septime.
    Die 3 Tensions, 9, #11 und 13 stehen jeweils einen Ganzton über ihrem Auflösungston und sind somit erlaubte Tensions.


    Fängt man nun MM4 ab dessen #11 an zu spielen, erhält man die Tonleiter MM7.
    MM7 wird von vielen Musikern auch "alterierte" Tonleiter benannt. Als Suffix im Akkordsymbol nimmt man dann gerne den Zusatz „alt“. Also z.B. C7alt.
    Auch MM7 beinhaltet die Tension #11.
    Man kann nun sagen, die Tension #11 von MM4 ist der Grundton von MM7 und umgekehrt. Beide Tonleitern haben also denselben Stammtonvorrat und liegen einen Tritonus auseinander. Tauscht man z.B. einzig den Grundton C des Akkordes C7/9/#11/13 (Tonleiter = MM4) durch den Ton F# aus, erhält man den Akkord F#7/#9/b13 (Tonleiter = MM7). Wäre C7/9/#11/13 z.B. nun subV7/IV, hätte F#7/#9/b13 die Funktion V7/IV. Die Tonart wäre in diesem Falle F# Dur.
    Abgesehen davon kommt die Tension #11 noch in den Tonleitern Lydisch, in der Ganztonleiter, in der Halbton-Ganztonleiter und in der Ganzton-Halbtonleiter vor. Erklärung dazu auf Anfrage.
    Die stärkste Auflösungstendenz einer #11 ist jeweils nach unten in die Dur Terz. Setzt man sie allerdings in einem Voicing ein, steht sie in der Regel als Stellvertreter für die Quinte und wird stimmführungsmäßig dementsprechend behandelt.


    CIAO
    CUDO
     
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