mr.coleslaw
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- 11.06.26
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- Rhön
Ich bin ja schon immer Fanboy der P-90 Pickups und besitze auch so einige Klampfen, die damit ausgerüstet sind. Vor einiger Zeit hatte ich sowohl eine original 58er sowie eine original 57er Les Paul Special in den Händen, geniale Gitarren mit einem wirklich tollen Sound.
In den 90ern besass ich eine Reissue, die allerdings mit P-100 Humbuckern ausgerüstet war und auf dem Weg zu einen Verkäufer spurlos verschwand, was zu langen Diskussion mit dem Versender führte obwohl sie versichert gegen Verlust und Beschädigung war.
Vor einigen Tagen stiess ich dann auf eine YouTube Video von No1 Guitar, Hamburg, in dem drei LP Special verglichen wurden.
1. Epiphone; 2.Gibson (2024 Serie, kein Custom Shop); 3. Original 58er
Während die Epi doch deutlich belegter als die 2024er und die 1958er klang, konnte ich beim Vergleich der beiden letztgenannten keinen signifikanten Unterschied im Klang feststellen. Wenn, dann war dieser m.A. nach eher dadurch bedingt, das der Spieler (angefixt durch die Tatsache, das es eine Original 58er ist), intensiver spielte.
Da ich gestern in meiner Heimatstadt Frankfurt war nahm ich die Gelegenheit war, mir dort eine bei SESSION hängende 2025er Special anzuschauen und zu testen. Fazit: spontan gekauft für 1.539 € und bei der Bandprobe am Abend gleich am Marshall* (1978er 2204 mit 1977er 412 Cab) eingestöpselt und damit ca. 3 Stunden gespielt.
Zu den Features: die Special wiegt 3,5 kg, die beiden P90 haben fast identisch 7.65 kOhm Gleichstromwiderstand, der Hals hat 43mm Breite am Sattel, der Hals selbst hat ein late 50s Profil. Mahagoni Body und Neck sind TV Yellow lackiert, wobei man das Holz etwas durchscheinen sieht. Die Bünde sind sauber abgerichtet und das Griffbrett besteht aus dunklem Palisander, was der Gitarre ein edles Aussehen gibt. Insgesamt ist die Gitarre hervorragend verarbeitet und hat ein sehr gutes Schwingungsverhalten, wobei die Töne sauber ausklingen.
Die beiden P90 klingen so, wie man es erwartet. Mehr Bauch als ein üblicher Single Coil und transparenter als ein üblicher Humbucker. Beim Abregeln des Bridge Pickups bleiben die Höhen erhalten, was insbesondere an einem einkanaligen Marshall* sinnvoll ist. Der Neckpickup verliert dann etwas an seinem Glanz, singt bei Volumenpoti auf 10 aber sehr bluesig.
Das Single Coils im allgemeinen und P90 Pickups im besonderen dazu neigen, Störgeräusch wie 50Hz Netzbrummen oder unsaubere Elektrik aufzunehmen und wiederzugeben ist bekannt. High Gain ist somit sicherlich nicht ihre Terrain. Was ich allerdings immer noch bemängeln muss ist, das Gibson die beiden P90 nicht mit gegensätzlicher Polarität ausstattet, so daß wenigstens in der Mittelstellung Ruhe herrscht. Das machen dann Aftermarket Hersteller wie Seymour Duncan, Lollar oder Häussel besser.
Vergleich man nun dieses Low Budget Seriennmodell mit dem, mehr als doppelt so teueren VOS Custom Shop Modell so ist mein persönliches Fazit, das sich dieses Upgrade nicht lohnt. Ich selbst besitze eine TV Junior aus dem Custom Shop, Murphy Lab Heavy Aged, deren Preis 3x so hoch war wie bei der beschriebenen Special und die bis auf das super gemachte aging, sich von der Haptik und der Verarbeitung her nicht deutlich unterscheidet. Und über das Original das mit 18.500 € zu Buche schlägt, braucht man auch nicht zu diskutieren. Dies ist dann etwas für Player, die schon immer eine alte Special besitzen wollten oder für den Sammler, der seine Sammlung aufbauen oder ergänzen möchte.
Ich jedenfalls bin begeistere, dass Gibson mittlerweile wieder Gitarren baut, die Qualität haben und auch für den Normalverdiener erschwinglich sind.
In den 90ern besass ich eine Reissue, die allerdings mit P-100 Humbuckern ausgerüstet war und auf dem Weg zu einen Verkäufer spurlos verschwand, was zu langen Diskussion mit dem Versender führte obwohl sie versichert gegen Verlust und Beschädigung war.
Vor einigen Tagen stiess ich dann auf eine YouTube Video von No1 Guitar, Hamburg, in dem drei LP Special verglichen wurden.
1. Epiphone; 2.Gibson (2024 Serie, kein Custom Shop); 3. Original 58er
Während die Epi doch deutlich belegter als die 2024er und die 1958er klang, konnte ich beim Vergleich der beiden letztgenannten keinen signifikanten Unterschied im Klang feststellen. Wenn, dann war dieser m.A. nach eher dadurch bedingt, das der Spieler (angefixt durch die Tatsache, das es eine Original 58er ist), intensiver spielte.
Da ich gestern in meiner Heimatstadt Frankfurt war nahm ich die Gelegenheit war, mir dort eine bei SESSION hängende 2025er Special anzuschauen und zu testen. Fazit: spontan gekauft für 1.539 € und bei der Bandprobe am Abend gleich am Marshall* (1978er 2204 mit 1977er 412 Cab) eingestöpselt und damit ca. 3 Stunden gespielt.
Zu den Features: die Special wiegt 3,5 kg, die beiden P90 haben fast identisch 7.65 kOhm Gleichstromwiderstand, der Hals hat 43mm Breite am Sattel, der Hals selbst hat ein late 50s Profil. Mahagoni Body und Neck sind TV Yellow lackiert, wobei man das Holz etwas durchscheinen sieht. Die Bünde sind sauber abgerichtet und das Griffbrett besteht aus dunklem Palisander, was der Gitarre ein edles Aussehen gibt. Insgesamt ist die Gitarre hervorragend verarbeitet und hat ein sehr gutes Schwingungsverhalten, wobei die Töne sauber ausklingen.
Die beiden P90 klingen so, wie man es erwartet. Mehr Bauch als ein üblicher Single Coil und transparenter als ein üblicher Humbucker. Beim Abregeln des Bridge Pickups bleiben die Höhen erhalten, was insbesondere an einem einkanaligen Marshall* sinnvoll ist. Der Neckpickup verliert dann etwas an seinem Glanz, singt bei Volumenpoti auf 10 aber sehr bluesig.
Das Single Coils im allgemeinen und P90 Pickups im besonderen dazu neigen, Störgeräusch wie 50Hz Netzbrummen oder unsaubere Elektrik aufzunehmen und wiederzugeben ist bekannt. High Gain ist somit sicherlich nicht ihre Terrain. Was ich allerdings immer noch bemängeln muss ist, das Gibson die beiden P90 nicht mit gegensätzlicher Polarität ausstattet, so daß wenigstens in der Mittelstellung Ruhe herrscht. Das machen dann Aftermarket Hersteller wie Seymour Duncan, Lollar oder Häussel besser.
Vergleich man nun dieses Low Budget Seriennmodell mit dem, mehr als doppelt so teueren VOS Custom Shop Modell so ist mein persönliches Fazit, das sich dieses Upgrade nicht lohnt. Ich selbst besitze eine TV Junior aus dem Custom Shop, Murphy Lab Heavy Aged, deren Preis 3x so hoch war wie bei der beschriebenen Special und die bis auf das super gemachte aging, sich von der Haptik und der Verarbeitung her nicht deutlich unterscheidet. Und über das Original das mit 18.500 € zu Buche schlägt, braucht man auch nicht zu diskutieren. Dies ist dann etwas für Player, die schon immer eine alte Special besitzen wollten oder für den Sammler, der seine Sammlung aufbauen oder ergänzen möchte.
Ich jedenfalls bin begeistere, dass Gibson mittlerweile wieder Gitarren baut, die Qualität haben und auch für den Normalverdiener erschwinglich sind.
*) Affiliate/Werbung
Danke 