A-Gitarre für "One-Man-Band" !?

von Carlos44, 01.08.08.

  1. Carlos44

    Carlos44 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.08   #1
    Hallo Freunde der gepflegten Holzgitarre,

    ich beabsichtige neben meiner Coverband ein "One Man Band Classic Country" - Projekt zu starten und bräuchte mal den Rat der Westerngitarren-Spezialisten zu einem dafür geeigneten Arbeitsgerät !!
    In der Coverband spiele ich bei einigen Songs eine Stratacoustic, die im Bandgefüge vollkommen ausreichend ist - allein klingt sie jedoch ziemlich mager !!

    Anforderungen:

    Da ich bei meinem Projekt allein spiele, sollte das Instrument vom Sound her voluminös klingen und "Bauch" haben !!
    Ich dachte daher an die Korpusformen Jumbo oder Dreadnaught !

    Welches PU-System ? Fishman, B-Band, LR Baggs, Shadow usw. - wo liegen die Unterschiede ? Welches System überträgt am neutralsten bzw. am natürlichsten ?

    Mindestens Decke und Boden sollten massiv sein - ich dachte da speziell an Hersteller wie Baton-Rouge, Tanglewood, Kirkland, Crafter oder auch Epi Masterbilt !! Wer bietet das beste PLV ? Wer hat einen "Geheimtipp" ?

    Das Auge isst bekanntlich immer mit - eine allzu schlichte Optik scheidet daher aus !

    Da es sich um ein Projekt handelt, sollte der Preisrahmen 500 Euro nicht überschreiten !

    Schonmal Danke vorab für Eure Hilfe !!

    Greetz Carlos
     
  2. rancid

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    Erstellt: 01.08.08   #2
    Du hast ja einige Vorstellungen, die in erster Linie den unverstärkten Klang beeinflussen (Korpusform, Massivholz).
    Wenn die Gitarre in erster Linie als Bühneninstrument gedacht ist, das auch einiges mitmachen muss, würde ich eher was darauf spezialisiertes nehmen.

    Ich denke da an die Yamaha APX-Serie, Takamines und Ovations. Solltest du allerdings auch viel unverstärkst spielen, würde ich andere Modelle bevorzugen. Kannst ja mal was dazu schreiben :)

    Was die Pickups betrifft kommt es wieder drauf an. Ich mag am liebsten den für mich natürlichen Klang eines Deckentransducers (z.B. B-Band, Schatten HFN...). Allerdings hat man damit auch oft die höchste Feedback-Anfälligkeit.
    Einen magnetischen Tonabnehmer würde ich bevorzugen, wenn es etwas "rotziger" sein soll, wobei es da mittlerweile auch ein paar Modelle gibt, die recht natürlich klingen. Tendenziell merkt man ihnen aber an, dass sie eben wie bei einer E-Gitarre in erster Linie die Saitenschwingung aufnehmen und vom "Klang" des Korpus nur das mitbekommen, was er an die Saiten weitergibt.
    Irgendwo dazwischen sind die Steg-Piezo-PUs, die auch am weitesten verbreitet sind. Der Klang ist schon "akustischer" als bei einem magnetischen PU und die Feedbackanfälligkeit geringer als bei einem Deckentransducer.

    Wenn du eine Gitarre mit PU im unteren Preissegment kaufst, hast du in den meisten Fällen eh einen Stegpiezo drin. Welches System man nimmt, ist da nicht unbedingt so ausschlaggebend, da man den Klang über den Signalweg noch genug beeinflussen kann.

    Gruß,
    Matthias
     
  3. Jaymz Hetfield

    Jaymz Hetfield Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.08   #3
    Weil du ja wie beschrieben in Richtung Country gehen willst, kannst du dir mal die Takamine Gitarren anschauen, berühmte Vertreter sind z.B. Garth Brooks oder Toby Keith ;)

    https://www.thomann.de/de/takamine_eg361sc.htm
    https://www.thomann.de/de/takamine_eg5303sct.htm

    Mit Martin bist du natürlich Country mäßig auch bestens dabei, allerdings fangen die günstigsten Modelle erst bei knapp 500 € an.

    https://www.thomann.de/de/martin_guitars_dx1_westerngitarre.htm
    https://www.thomann.de/de/martin_dxme.htm

    Das wären so meine "Geheimtipps" :D
     
  4. Backstein123

    Backstein123 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.08.08   #4
    Mal ne dumme Zwischenfrage zu den Martin Modellen...
    Was bedeutet HPL in diesem Satz???
    "Boden & Zargen HPL im Mahagoni-Design"
    Hart-Platsik??? H-P und L währen ja vorhanden!!:D:D:D
     
  5. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.08.08   #5
    HPL=High Pressure Laminate.
    Ist also im Prinzip nix anderes als laminiertes Holz, wie es auch von anderen verwendet wird. Martin behauptet zwar, dass es wegen dem "speziellen Hochdruckverfahren" besonders gute Eigenschaften hätte, aber das kann man glauben oder auch nicht...

    Gruß,
    Matthias
     
  6. Draszmar

    Draszmar Registrierter Benutzer

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  7. borisj

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    Erstellt: 01.08.08   #7
    Hallo Matthias,
    bist du dir sicher mit der Beschreibung von HPL? Ich hatte eine Mini-Martin in der Hand. Mein Eindruck war, dass das irgendein Kunststoff ist! D.h. ähnlich, we bei den Laminat-Böden(na ja in dem Zusammenhang natürlich ein harter Vergleich) wird nur durch geschickte Bedruckung der Eindruck von Holz erweckt. Die Strukturen auf dem nachgbildeten Mahagoni Zargen und Boden waren sowas von gleichmäßig und unnatürlich. Das ist, denke ich, nicht Holz, sondern eher eine Kunstoffverbindung.
    Aber vielleicht weiß einer der Experten hier im Forum mehr.
    Grüße
    Klaus
     
  8. rancid

    rancid Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.08.08   #8
    Ja, sowas ist es. Das ist aber auch bei allen anderen Gitarren mit nicht-massiven Teilen der Fall. Ich hätte statt "laminiertes Holz" besser "laminiertes Holzimitat" oder sowas geschrieben.

    Gruß,
    Matthias
     
  9. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 01.08.08   #9
    soll heißen die nehmen sowas wie zellstoff-fasern, wie zum papier machen und pressen das dann in dicke und form, oberfläche wird dann wohl "holzähnlich" angemacht ;-)


    so, jetzt aber zum topic zurück, von dem ich wenig ahnung hab ;-)
     
  10. Backstein123

    Backstein123 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.08.08   #10
    Sperrholz is auch holz...;) Und auch in billigen Bodenpaket is Holz...Jedenfalls darf sich des zueg so nennen..:D Aber des würde mich Doch mal jetzt intressieren... ich hab das mit dem HPl nähmlich mal sugestive überstetzt...:p
    Weiß nur nicht ob ich mit sowas "belaglosen" in den Martin-User Tread kann!!:D:screwy:
     
  11. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 01.08.08   #11
    Das sind (großteils) Marken, ist so, als würde man bei E-Gitarren fragen "Was ist das beste PU-System? DiMarzio, Seymour Duncan, Humbucker, EMG?" :D - die haben alle die unterschiedlichsten Sachen. So ist es auch bei den akustischen. Da geht's über Piezos zu Kontaktmikros bis hin zu magnetischen Tonabnehmern. Oftmals sind Hybridsysteme, also solche, die mehrere Arten verwenden, die natürlichsten.
    So z.B.
    http://www.musik-schmidt.de/osc-schmidt/catalog/redwood-d4-ce-p-21915.html
    Eine vollmassive Gitarre (Dreadnought) der Marke Redwood mit einem Hybridsystem der Marke L.R. Baggs. Wäre so meine Empfehlung :)
     
  12. Carlos44

    Carlos44 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.08   #12
    Danke für die rege Beteiligung und Eure Tips, die mich in meiner Auswahl schonmal ein ganzes Stück weiter bringen !!

    Eine Yamaha APX 8 D hatte ich mal in den 90ern - die klang "stand alone" ohne ausgiebige Bearbeitung mit einem Parametric-EQ auch recht dünn ! Eine Ovation hab ich mal leihweise gespielt - der Klang war imho sehr steril, ja fast plastikmäßig !

    Takamine (hier die EG523SC), Martin DXME, LAG Autumn und vor allem die vollmassive Redwood nehme ich zunächst mal in die engere Wahl !
    Feedbackprobleme dürften bei Jumbo oder Dreadnaught in mienem Fall nicht auftreten, da es auf der Bühne durch die Verwendung eines IEM recht leise zugeht !

    Wer kann denn etwas zu den Modellen von Kirkland, Tanglewood oder Baton Rouge sagen ?
    Die SuFu gibt in diesem Fall nicht allzuviel her !!

    Greetz Carlos
     
  13. Westerly RI

    Westerly RI Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.08   #13
    Kleine Berichtigung:
    der LR Baggs Element Hybdrid heißt nur so, er ist aber kein Hybrid-System. Er hat nur einen Pickup, nämlich einen Unterstegpickup, der vom Material an den B-Band erinnert. Also so eine Art Folie.

    Grüße, Kai
     
  14. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 03.08.08   #14
    Da darf man aber nicht von den günstigeren auf die teureren schließen, aber in der Preisklasse - das sind nur die günstigen...

    Schade... aber egal, gut geklungen hat's :)
     
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