ab ins Tonstudio

von ginod, 07.08.07.

  1. ginod

    ginod Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.08.07   #1
    Hey meine Band geht ende August ins Tonstudio, wir wollen nur 2 Songs aufnehmen, da wir einen Preis gewonnen haben und die 2 Tage kostenlos bekommen. Der Tonstudiomann meinte man müsste sogar alle Gitarrenspuren die ich spiele, 2 mal einspielen und genau gleich, da habe ich mich gefragt warum der nicht einach auf kopieren klickt:er_what: . Ja ich verstehe den sinn am 2 mal einspielen nicht . Kann mir das mal einer erklären ?
     
  2. Wolf-107

    Wolf-107 Registrierter Benutzer

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  3. toeti

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    Erstellt: 07.08.07   #3
    Wenn aber genau gleich, dann sehe ich den Sinn auch nicht.
     
  4. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #4
    Das ist bei Gitarrenaufnahmen eigentlich Standard, einige Künstler spielen ihre Gitarrenspuren sogar 10x und noch öfters ein. Durch Verteilung im Stereo-Panorama und unterschiedlichem Equalizing ergibt sich ein "fetterer" Sound. Bestes Beispiel ist ein Orchester. Wenn 10 Violinen die gleiche Melodie spielen, klingt es um einiges voller, als wenn nur eine einzige Violine diese Melodie spielt. Dieser Effekt resultiert aus den kleinen Ungenauigkeiten, die beim mehrmaligen Einspielen bzw. bei den zig gleichzeitig spielenden Violinen auftreten.
     
  5. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.08.07   #5
    Och Leute, das ist doch wohl hoffentlich keine ernstgemeinte Wortsezierung ;)

    "genau gleich" = soweit menschlich möglich identisch in Hinblick auf Rhythmik und Klang.

    Es geht doch um die unvermeidbaren, kleinen Unterschiede der Spuren, die dann zusammen den breiten Klang ergeben.
    "Doppeln" heißt der oft genutzte Fachausdruck dafür ;)
     
  6. ginod

    ginod Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.08.07   #6
    also wäre es sogar gut wenn ich dann bei der 2. spur etwas unsauber spiele :-D . Naja oder fein anders
     
  7. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.08.07   #7
    ne - ginod: da wirst Du Dich nicht groß bemühen müssen - da geht es um millisekunden, um leichte dynamik-Unterschiede etc. Das passiert selbst beim gewollt genau so spielen.
     
  8. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 07.08.07   #8
    Hier mal zu hören

    # 1 Git
    # das selbe Riff mit einer zweiten Git mit etwas anderem Sound
    # und noch eine dritte drauf

    Klick zum Hören MP3
     
  9. Clooney

    Clooney Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #9
    da hat Hans wohl ein bisschen viel AC/DC gefrühstückt ...:D

    Aber sehr anschaulich :great:
     
  10. *JEAN*

    *JEAN* Don Jean Guitars

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    Erstellt: 07.08.07   #10
    spielt puren fucking rock n roll!!!

    ich dopple schon seit jahren nie ... wenn der toni nur so einen druckvollen sound hinbekommt ... dann gute nacht ;)

    auch wenns gang und gäbe ist..... würde ich für ein demo oder kleinere produktion vom doppeln absehen.
     
  11. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.08.07   #11
    Hm, ja, teilweise seh ich das ähnlich.

    Ich versuche es ansich auch meist zu vermeiden - wenn auch ehrlich gesagt aus Faulheit :o

    Wenn das Ergebnis aber mit dem Sound von einer Spur (bzw. mehreren Mikros) schon hinkommt - warum auch weitermachen. Spart Zeit&Arbeit.

    IMHO steigt eben auch mit steigender Dopplungszahl (welch ein Wort) der Anspruch beim Einspielen exponentiell an...
     
  12. lax_flow

    lax_flow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #12
    Ich fand die Ergebnisse ohne auch bis jetzt immer gut und dachte: wieso sollte man denn bitte doppeln? Nachdem wir mal gedoppelt haben wars mir klar :-) Also bei verzerrten Parts lohnts sich (für uns) auf jeden Fall
     
  13. Dieter B.

    Dieter B. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #13
    @*JEAN* :
    Dabei geht es nicht um Druck, sondern um einen psychoakustischen Effekt.

    Ich finde diese ganzen puristischen Einstellungen beim Recorden irgendwie lachhaft, da beim Rock die Mucke Live so wie so immer besser klingen wird.
    Also ich habe kein Problem damit, jegliche Tricks anzuwenden, um dem Live-Maßstab näher zu kommen.
    Außerdem, was hat der Hörer denn lieber? ;)

    @ginod:
    Mach einfach, was der Toni von dir verlangt.
    Es klappt gut so.
     
  14. *JEAN*

    *JEAN* Don Jean Guitars

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    Erstellt: 08.08.07   #14
    na dann hör dir z.b mal "guitar" an von prince und besuch ein gig von ihn ;)

    und du wirst merken so viel anderes klingts nicht..und besser erst gar nicht ;)

    wir haben mal für unsere erste cd dedoppelt .. die leute meinten dann ..live klingts besser... bei der singel haben wirs gelassen .. und siehe da; die leute meinten dies klingt genau so geil wie live ;)

    schlussendlich sind ja nicht die tricks die es ausmachen ob die produktion gut ist oder nicht ... sondern der song!!
     
  15. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.07   #15
    Das ist schon irgendwie ne Grundsatzdiskussion. Ich bin der Meinung das Live und Album zwei unterschiedliche paar Schuhe sind. Auf dem Album habe ich die Möglichkeit einen Song so auszuproduzieren wie ich möchte. Live kann ich dagegen den Song so leben wie ich will.
    Sry, aber wenn schon Purist, dann aber auch richtig, dann komplettes Recording mit der ganzen Band, nix nacheinander einspielen oder so.
    Für meinen Gitarrensound arbeite ich im Studio mit Layering und Dopplungen. Ich will das es fett klingt. Ob der Sound dabei aus drei Amps gleichzeitig kommt und 5 mal gedoppelt wird oder aus nem Schuhkarton ist mit dabei egal, wenn das Ergebnis stimmt.
    Normalerweise spiele ich für verzerrte Riffbretter 5 Spuren ein, 2 links, 2 rechts, 1 center. Bzw. es sind mehr Spuren durch die Mikrofonierung und das Amp - Layering.
    Es kann sein, dass hinterher im finalen Mix noch welche rausfliegen, aber das entscheidet sich dann später. Und mit Delay oder anderen Effekten doppeln und kopieren gibts schon mal gar nicht.
    Für Dopplungen gibt es eigentlich nur eine Regel, Präzision. Man muss genau wissen was man dabei macht und sich bewusst sein was man spielt. Ein schwammiges, ich geh mal ins Studio und spiel irgendwie ein was ich sonst auch immer spiele gibts dabei nicht. Genau ab dem Zeitpunkt bringt doppeln nämlich genau das Gegenteil, es wird matschig.
    Mein Tipp...
    - Vorproduktion! Genau aufnehmen was man auch im Studio spielen will, dabei schon versuchen dem spielerischen Anspruch im Studio gerecht zu werden.
    - Im Studio nie über seinen Verhältnissen spielen, das merkt man an der Aufnahme.
     
  16. Lucky_Strike

    Lucky_Strike Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.07   #16
    Uhm, okay ich nehme mal schwer an in deiner Band gibt es zwei Gitarristen, wie willst du sonst mit nur einer Gitarren Spur irgendwie ein Stereofeld kreiren? Und ich nehme an, dass hier der Threadstarter nur eine Gitarre in seiner Band hat.

    Also ich bin auch gegen das Layern (d.h. mehrere Gitarren Spuren uebereinander legen), aber Doppeln (also mehere Gitarren Spuren nebeneinander ist find ich Pflicht, z.B. Rythmus Gitarre 2x (jeweils link und rechts ausen) und noch eine Solo Gitarrre (mitte, sie sollte daher auch nur Solos shreden wenn kein Gesang da ist).

    Aber vom Layern wuerde ich definitive abrate, besonders bei einer Demoproduktion, noch dazu mit einer unerfahrernen Band, weil es hierbei wirklich aufs exakte einspielen ankommt, sonst hat man am Ende anstatt fettem Sound nur noch Matsch.

    So weit meine Meinung dazu.
     
  17. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.08.07   #17
    Also ich glaube du baust hier ein paar Definitionen die es so nicht gibt...doppeln von Spuren hat doch erst einmal überhaupt nix mit der Verteilung im Panorama zu tun. Ich kann zwei "identisch" eingespielte Spuren natürlich als fetten Klotz in der Mitte liegen lassen, oder die beiden Spuren jeweils alleine nach links und rechts pannen. Ich kann aber diese beiden Spuren auch jeweils wieder doppeln.

    Layer-Sounds würde ich eher als gezielte Stapelung verschiedener Klangfarben bezeichnen. Im Grunde macht man das schon wenn man mehr als ein Mikro vor der Box stehen hat. Man schichtet die Klangfarben der Mics übereinander. Wie oft man das einspielt und in welche Ecke vom Panorama man das packt, tut da ja noch nichts zur Sache.
     
  18. Lucky_Strike

    Lucky_Strike Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.07   #18
    Ich habe lediglich meine Bezeihnung dafuer geschrieben und dahinter in Klammern meine Erklaerung, denn hier spricht jeder von Doppeln, aber was ist Doppeln fuer die einzelnen Personen hier? Weil laut Definition bedeutet Doppeln ja, wie schon richtig von dir beschreiben, das verdoppeln von einer Spuren, also auch nicht das zweimal einspielen der Spur, sondern NUR das verdoppeln, also auch theoretisch das kopieren (und zeitliche Versetzen) in einem Sequencer ... aber du siehst wo das hinfuehren kann mit der Definitionssache ;). Aber danke das du darauf hin gewiessen hast, denn das hier ist ja keine Wortsezierung.

    P.S. Was ist eigentlich das einmalige einspielen einer Spure, die von zwei Mikes am Amp abgenommen, und diese dann rechts und links gepanned werden? Ist das dann auch doppeln, weil ja gar kein doppeltes einspielen, etc .... aber wie gesagt alles eine Definitionssache.
     
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