Ändert sich der Klang durch schleifen?

von Harry1984, 30.08.16.

  1. Harry1984

    Harry1984 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.16   #1
    Mal ne frage an die Bastler unter euch,
    wenn iChristian eine alte verkratzt Flöte wieder aufmöbeln möchte und die Kratzer wegschmirgle, dann verringert ich ja die Wandstärke und somit auch das schwingungsverhalten. Hat das nicht Auswirkungen auf den Klang oder gar die tonreinheit? Oder spielt das keine Rolle?
    Das ich an Anblaskante, Labium und der Länge nicht Rumfummeln sollte ist klar. Wie ist es mit einem anschließenden finish? Ölen, lackieren,... Wie wirkteuer sich das aus?
     
  2. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.08.16   #2
    Sind die Kratzer so tief?

    Bei einer Flöte schwingt in erster Linie die Luftsäule.
    Damit sie das störungsfrei kann, müssen diverse Bedingungen erfüllt sein. Eine davon ist, dass die Röhre innen schön glatt sein sollte. Und das erreicht man bei Holzflöten (sofern sie ordentlich gearbeitet sind) durch ölen.

    Die Tonreinheit wird beeinflusst, wenn Größe, Position oder Höhe der Löcher verändert werden.

    Beispiel:
    Es gibt Flöten, die haben erhöhte Grifflöcher. Der Aufsatz vergrößert den schwingenden Luftraum. Der Ton wird tiefer.


    Andersrum gibt es auch Griffloch-Mulden, die den umgekehrten Effekt haben.
    Sind die Grifflöcher unterschnitten, könnte ein Abschleifen den Effekt haben, dass das Griffloch gewissermaßen "verlagert" wird. Fragt sich nur, wieviel und ob das so deutlich ist/wird, dass sich die Intonation ändert.

    Fazit
    Die Flöte beim Aufarbeiten möglichst in den ursprünglichen Dimensionen belassen, sollte das Ziel sein.

    Gruß
    Lisa
     
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  3. Harry1984

    Harry1984 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.16   #3
    Danke,
    zZt ist die frage nur hypothetisch da ich noch gar keine Flöte besitze aber als leidenschaftlicher Bastler vielleicht auch irgendwann eine alte aufarbeiten oder verändern möchte.
     
  4. voiceintune

    voiceintune Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #4
    es verändert sich nicht das schwingungsverhalten, sondern die tonhöhe, des sogenannten kamins (strecke der höhe des tonloches)
     
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  5. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.08.16   #5
    meint

    Sehr schlüssiger Begriff.
    Kannte ich noch nicht.
    Wieder was gelernt. :-)
     
  6. Old Boy

    Old Boy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #6
    Nachdem ich jetzt an 2 Oldies den Lack komplett entfernt habe, kann ich sagen, der Ton hat sich dabei in Richtung "WEICHER" verändert.
    Zwar nicht viel, aber im direkten Vergleich zweier ansonsten identischen Modelle aus der selben Produktion durchaus merkbar.

    Für mich ist seitdem klar geworden, jede mechanische Veränderung schein einen Einfluss auf den Klang zu haben.
    Ob der aber "negativ" ist, vermag ich nicht zu sagen... man muss es einfach probieren, ganz nach dem Motto:

    "Versuch macht klug!"

    Also, nur Mut!
     
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  7. Lisa2

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    Erstellt: 31.08.16   #7
    Überlegungen ...

    Da der Begriff "Ton" mehrdeutig verstanden werden kann, tendiere ich bei solchen Beschreibungen eher zum Begriff "Klang" oder "Klangfarbe".

    ... habe ich im Zusammenhang der Fragestellung im Sinne von Tonhöhe und Intonation verstanden.
     
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  8. Old Boy

    Old Boy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #8
    Akzeptiert :great:
     
  9. voiceintune

    voiceintune Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.16   #9

    hm - ich sag mal tonreinheit ist da wohl auch unterwegs, sprich klarheit, rauschfaktor, brillanz.
     
  10. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.08.16   #10
    Klar: Von einem reinen Ton kann man auch sprechen, wenn man kein Rauschen hört, er klar und brilliant klingt.

    In Bezug auf die Fragestellung ist festzustellen, dass der Rauschanteil im Ton/Klang der Blockflöte nicht durch Abschleifen des Flötenrohres beeinflusst wird. Das wäre mir jedenfalls neu.
     
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