Akkorde in weiter Lage

von Paganono, 04.10.04.

  1. Paganono

    Paganono Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.06.04
    Zuletzt hier:
    9.10.16
    Beiträge:
    556
    Zustimmungen:
    28
    Kekse:
    1.125
    Erstellt: 04.10.04   #1
    Kann mir einer mal das Konzept etwas näher bringen?

    Ok ich weis dass die Idee ist, die Akkorde auf 2 oder mehr Octaven oder aufzusplitten, was dann auch vorallem durch Umkehrungen im Bass etc. zu sehr schönnen Voicings führt.

    Leider sind mir die Grundregeln nach welchen die Akkorde in Weiterlage aufgebaut werden nicht klar. Es gibt auch da bestimmt standards wie man vorgeht.

    Für Erklärungen we ich dankbar.
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    10.615
    Ort:
    Hamburg
    Zustimmungen:
    1.925
    Kekse:
    23.787
    Erstellt: 04.10.04   #2
    Da gibt's eigentlich keine Regeln für.
    Nimm dir einfach für den Anfang eine beliebige Umkehrung eines beliebigen Akkords und leg den mittleren Ton nach oben.
    Also Beispiel C-Dur Grundstellung: statt c-e-g einfach c-g-e'

    Probieren geht hie über studieren, allerdings machen sich diese weiten Lagen ganz besonders schön bei "krummen" Akkorden wie sus4, 9er, major7 etc.

    Jens
     
  3. Topi8712

    Topi8712 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.08.03
    Zuletzt hier:
    21.08.14
    Beiträge:
    169
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 04.10.04   #3
    Hallo..
    gerade beim Jazz und in Zusammenspiel mit Bass kommt es auch sehr oft vor, dass man den Grundton des Akkordes weglässt und statt dessen in der linken Hand nur die beiden entscheidenen Töne, nämlich Terz und Septime liegen. Die rechte Hand wird dann mit Akkordfärbungen belegt wie eine alterierte Quinte oder Neunern. Diese sollten Allerdings recht weit auseinanderliegen, damit es nicht dröhnt und damit es sich gut anhört. Allerdings führt ein weglassen bestimmter "weicher Töne" dazu, dass ein Voicing sich "scharf anhört". Das liegt an Intervallen wie Septimen oder Quarten.
    Ein Beispiel dafür ist der Akkord E+7 (#9) - einmal scharf:
    linke Hand: e c
    rechte Hand: gis d g(eigentlich fisis)

    weich:
    linke Hand: e
    rechte Hand: gis c d g

    Ein sog. Quart-Voicing benutzt man gerne für moll-Akkorde, Terz-Voicings hingegen für andere +g+
    Viel Spass
    tom
     
  4. Paganono

    Paganono Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.06.04
    Zuletzt hier:
    9.10.16
    Beiträge:
    556
    Zustimmungen:
    28
    Kekse:
    1.125
    Erstellt: 05.10.04   #4
    Quartvoicing heist ich ordne die Akkordtöne im Quartabstand an?
     
  5. dnalor

    dnalor Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.08.04
    Zuletzt hier:
    15.03.10
    Beiträge:
    157
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    15
    Erstellt: 05.10.04   #5
    Würde ich sagen, ja.
    Wobei die Trennung Dur/Moll auch flließend ist.
    Z. B. e - a - d - g - c ist ein Voicing für C-Dur mit ziemlich vielen Quarten (Bass C dazu)
    Wenn man bei demselben oben statt c ein h spielt (Cmaj) ist es kein reines Quartenvoicing mehr, aber vielleicht könnte man das trotzdem noch so nennen.
    Dasselbe Voicing e - a - d - g - h geht für e-Moll genauso.

    Aber, um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen, die Regel imho lautet: Alle Töne so eng wie möglich --> enge Lage
    Wenn Akkordtöne in der Mitte rausgenommen und oben oder unten wieder dazugefügt werden --> Weite Lage

    Auch beim Chorsatz kann man damit gut arbeiten; klingt manchmal total anders in weiter Lage. Sax-Satz wird meistens eng geführt. usw. ;)
     
  6. Floggie

    Floggie Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.07.04
    Zuletzt hier:
    9.08.07
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    45
    Erstellt: 06.10.04   #6
    Ein sehr geiles, weites Voicing ist das von Kenny Barron:

    Beispiel "Bb-7": Links Bb F C Rechts Db Ab Eb

    Ich finde, das ist eine der schönsten Kombinationen von Tönen, die man am Klavier überhaupt spielen kann.

    Vor allem liegt das wohl an "C Db Ab", denn diese kleine Sekunde und die darauffolgende Quinte machen wohl den Klangcharakter aus.
    Und auch die Tonart ist geil, es gibt meiner Meinung nach kein Frequenzverhältnis, dass besser zu diesem Voicing passt.
    Außerdem fühlt es sich gut an...
     
  7. DerDrache

    DerDrache Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.08.04
    Zuletzt hier:
    19.04.09
    Beiträge:
    462
    Ort:
    Allgäu
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    32
    Erstellt: 11.10.04   #7
    ich hab heut gehört, dass man normalerweise den terzton ne oktav höher spielt. sorry wenns schon geschrieben wurde. bin grad faul
     
Die Seite wird geladen...

mapping