Akkorde substituieren, wie geht's ?

von Ex-The Maniac, 27.07.06.

  1. Ex-The Maniac

    Ex-The Maniac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.07.06   #1
    Hi,

    Kleine Frage am Rande: Was versteht man unter Akkordsubstitutionen, welche gibt es und wie sehen ein paar Beispiele dazu aus ? Die Tritonussubstitution zum Beispiel ist mir schon bekannt ... aber wie sieht's mit dem Rest aus ?
    Thx 4 help

    Ciao
     
  2. MathiasL

    MathiasL HCA Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 28.07.06   #2
    Hi ! hier ein paar Subst.,..ohne auf die musikalischen Einsatzmöglichkeiten einzugehen.

    C6 (mit Quinte)------- A-7
    C-6 --------------------A-7b5-----F7/9 (no root)-----B7 alt
    Cmaj7#11------Ab7 alt. (no root) ----------D 13----nat. dann wieder F#-7b5
    aber hier dann mit 11 und ohne Terz,...klingt übrigens klasse,..aber das ist dann
    ne Frage Deines Logikgebäudes ,wie weit Du da gehen willst,denn das Spiel kann
    man nat. noch weiter treiben,je weiniger gemeinsame Töne die Substitutionen
    haben,und ob man das dann überhaupt noch so nennen möchte.

    Grüße! und happy chording
     
  3. Ex-The Maniac

    Ex-The Maniac Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.06   #3
    Ist es möglich Akkorde zu substituieren indem immer nur ein Ton des einen Akkordes ebenfalls im folgenden Akkord vorkommt ? Denn normalerweise sind Akkorde ja diatonisch verwandt, also haben den selben Tonvorrat als Ausgangsbasis, aber geht es nicht auch, dass man Akkorde miteinander verbindet, die nur einen Ton gemeinsam haben ? Das wären dann im Prinzip fortlaufende Modulationen/Tonartwechsel.
    Ist das dann Substitution ?
     
  4. MathiasL

    MathiasL HCA Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 28.07.06   #4
    Hängt von Deiner Denke ab.Streng genommen auf keinen Fall,aber ich habe ja oben
    schon angedeutet,wie es laufen kann. In meiner ''Voicingwelt'' kommt ein moll7b5
    mi 11 statt kleiner terz vor,...müsste dann korrekterweise als moll7b5/11(om3)
    bezeichnet werden.Da sieht man schon an der Bezeichnung,dass das so ungerne
    aufgeschrieben wird. Dennoch klingt gut zb für Cmoll7b5: Gb-Bb-C-F
    ...da braucht man sich doch nur mal mit ''Stella'' und dem ersten Chord beschäftigen,
    wenn man zb ein chordmelodiearrangement machen möchte.
    Da ist die 11 in der Melo,fett auf der eins...Wie auch immer ,für mich klingt es
    nah genug an C-7b5 ,sodass ich nat. dann auf den Gedanken komme ,auch dieses
    Voicing zu substituieren.
    Du bist da voll auf dem richtigen Weg um, die wirklich abgefahrenen Voicings
    zu entwickeln.Ich würde immer so denken: Wenn ein Voicing für Dich unter einem
    Etikett fungiert ,welches auch gewechselt/substituiert werden kann,dann einfach
    gucken ,ob Dein neu gefundenes Voicing diesen ''Etikettenschwindel'' mitmacht.
    Wir befinden uns hier bereits auf sehr dünnem, Eis,bei dem es wenig niedergeschriebenes in Form von Regeln gibt.
    Ich kann mir allerdings vorstellen,dass ein gemeinsamer Ton zu wenig ist.
    Da sind dann ja die anderen ,logischerweise,verschieden,und ich tippe mal,dass da
    Bedeutungsänderungen eintreten können.
    Hängt dann wiederum auch von der Zeit ab die ein solches Voicing klingt,bzw
    auch der Zählzeit im Takt.
    Quartenvoicings klingen zb ziemlich gut.
    also zb : alle leitereigenen Quarten aus der C-durtonlieter als Substitute für
    einen Cmaj7 Akkord zu benutzten.
    Da würde man hier auf der 2ten Stufe bekommen : D-G-C-F..!!
    wären immerhin noch 2 gemeinsame Töne mit Cj7.
    Im Grunde ist dies ja ein D-7/11,aber wenn Du ihn zwischen ein Cj7 voicing mit
    Grundton im Bass,und einem mit Terz im Bass setzt,kommt das klasse.
    (..haste C-D-E- als Stimmführung im Bass..)

    ist ne schwierige Materie,vor allen Dingen schriftlich,..da müsste man hören
    statt lesen.Ausserdem kommts nat. auch drauf an ,wie einer SPIELT!!!
    Manche kriegen ja noch nicht mal einen Akkord zum grooven,...
    aber was zb ein Scofield oder ein Henderson oder ein Hancock am Ende
    denken,bzw sich gedacht haben,und DANN noch so spielen können,...ich glaube manchmal,die können letzen Endes alles drücken ,....seufz,........freu....!!!

    Fazit: Sorry,...check it out,..und erschaffe Dir Deine Welt,..keine Sorge,
    Voicings kann man klauen:-) ,..deswegen auch: RAUSHÖREN!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Grüße!
     
  5. Ex-The Maniac

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    Erstellt: 31.07.06   #5
    Also bedeutet Substitution einfach, anstatt zwei Takte lang z.B. ein A zu spielen, dass man ein paar Voicings einbaut, also z.b. einen Asus4, Asus2, A6 etc., sodass man nicht die zwei Takte lang immer nur den gleichen Akkord spielt. Richtig oder falsch ?
    Gibt es zum substituieren Regeln oder hängt es mehr davon ab, was gut klingt und was nicht ?
     
  6. MathiasL

    MathiasL HCA Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 04.08.06   #6
    Ich versuche es mal so:

    1) Reharmonisation: Eine vorhandene Folge tatsächlich ändern,und die neuen changes
    festlegen,hinschreiben.

    2) Substitution: Sich auf eine Akkordfolge beziehen,und diese während des
    Spielens zu verändern,immer in an die Stilistik angemessener Weise.

    ...aber ...ehrlich gesagt ,habe ich mir über DIESE def.Unterschiede nie Gedanken gemacht.
    Ich glaube ,das hat für die Praxis mehr oder weniger null Bedeutung,...

    Es geht halt um austauschen ,bzw ersetzen,und da versteh ich Deine Frgae nach den Regeln nicht.Ich hab Dir doch ein paar ,wie sie genannt werden,Substitutionsregeln
    aufgeschrieben.....mal probiert?..

    Grüße!
     
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