Akkordfunktion in Progression unklar

von metallissimus, 31.08.07.

  1. metallissimus

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    Erstellt: 31.08.07   #1
    Ich bin neulich bei rumexperimentieren auf folgende Progression gestoßen:

    |: Cm | Eb/Db Db :| Eb Ebsus4 | Absus#2/E E

    (Bei der Benennung des vorletzten Akkords bin ich mir schon nicht sicher, komme mehr aus dem klassischen Bereich, vllt. würde man ihn eher Ab#9 nennen, allerdings ist er ohne 3 und 7, und da weiß ich nicht, wie man das schreibt.)

    Um zur Frage zu kommen: Kann mir jemand den letzten Takt funktional oder stufenharmonisch erklären?
     
  2. konbom

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    Erstellt: 31.08.07   #2
    Also meinst du das so, das dein Absus#2 keine Terz, aber eine große Sekunde hat? Dann würd ich das als kleine Terz und somit einfach als Abm/E, oder besser G#m/E sehen. Wenn man diesen Akkord jetzt noch auf E "umrechnet" hat man dann einen ganz normalen Emaj7-Akkord: E G# B D#
     
  3. metallissimus

    metallissimus Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 31.08.07   #3
    Vor lauter Bäumen den Wald nich gesehen... bzw. vor lauter bs nicht an die enharmonische Verwechslung gedacht.:) Danke!
    Bleibt die Frage nach dem harmonischen Zusammenhang...
     
  4. MaBa

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    Erstellt: 31.08.07   #4
    Ich würde einfach Emaj7 schreiben.

    Gefällt mir übrigens sehr gut, deine Akkordfolge :great:
    Momentan klingt es für mich wie eine sehr elegante Modulation von Ab-Dur (?) nach E-Dur

    Gruß
     
  5. metallissimus

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    Erstellt: 31.08.07   #5
    Danke! :)

    Ne, es geht dann nach dem E direkt zurück nach Cm, deshalb versteh ich das E auch nicht wirklich.
     
  6. MaBa

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    Erstellt: 31.08.07   #6
    Ein Jazzer würde sagen, Modal Interchange. (Jazz-Sprache)

    Alle Akkorde stammen aus Ab-Dur, E und Emaj7 stammen aber aus gleichnamigen Moll-Tonart (enharmonisch verwechselt G#moll).

    Willst du direkt wieder nach Cm wechseln? Ich finde den übergang krass. Du könntest ihn auch "abfedern", indem du zwischen E und Cm noch ein Ab/Eb einfügst. Nur ein Vorschlag.

    Gruß
     
  7. metallissimus

    metallissimus Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 31.08.07   #7
    Ok. Ich vermute eine andere Erklärung gibt es nicht, oder?

    Ja, ich will. (Wie sich das anhört... ;) )
    Der Übergang ist natürlich krass, andererseits erscheint er mir beim Hören nie unlogisch, ich verliere das Zentrum C vorher wohl nie aus dem Hinterkopf, und deshalb möchte ich diese Ecke nicht rausbügeln.
     
  8. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 31.08.07   #8
    Du wirst dich an die Wendung schon gewöhnt haben. Dein E wird normalerweise lydisch gespielt. Dein Cm von der Logik her phrygisch.

    Zwischen diesen beiden Tonleitern ist c kein gemeinsemer Ton. Die gemeinsamen Töne (enharmonisch verwechselt) sind eb (=d#), db (=c#) und bb (=a#). Die anderen 4 Töne ändern sich chromatisch beim Akkordwechsel und den damit einhergehenden Tonleiternwechsel

    Spielst du Cm äolisch, sind es sogar nur 2 gemeinsame Töne, eb (=d#) und bb (=a#).

    Entspechen hoch ist die Spannung, wenn du zwischen diesen Akkorden wechselst. Das hat etwas mystisches :)


    Gruß
     
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