Aktive Elektronik in E-Gitarre

von Fender, 24.06.04.

  1. Fender

    Fender Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.04   #1
    Hallo

    Wie ist eigentlich Eure Meinung zu aktiver Elektronik in E-Gitarren (z.Bsp. Mid-Boost in Clapton-Strat). Habe schon gehört, aktive Elektronik in E-Gitarren sei eigentlich Sch..., d.h. sie kille den fetten Ton, was haltet Ihr davon?

    Schöne Grüsse
    Fender
     
  2. FMKE

    FMKE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.04   #2
    Also.. das wundert mich.
    Denn im Amp ist ja zweifelsohne auch aktive Elektronik beteiligt und ob man nun erst durch ein Gitarrenkabel geht oder direkt nach den PUs aktive Elektronik hat, ist - unter vernachlässigung des Wechselstromwiderstandes der kabel (die durch kapaitäten ausgeglichen werden können) - eigentlich egal.

    Natürlcih ist das nciht der Fall, wenn die Elektronik miderwertig ist oder schlecht aufgebaut / schlecht geschirmt o.ä.
    aber das hast du immer.
     
  3. St. ?tzi

    St. ?tzi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.04   #3
    Also wenn Eric Clapton keinen fetten sahnigen Ton hat, wer dann???
    Aktive Elektronik (Afterburner, Midboost usw.) ist halt eine Option die Klangeigenschaften der Gitarre direkt am Instrument stark zu beeinflussen und wie alles andere auch ist es auch in erster Linie Geaschmackssache. Man kann auch ohne gut auskommen richtig eingesetzt ist es aber eine feine Sache, bestest Beispiel: Clapton.
     
  4. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 27.06.04   #4

    Umgekehrt.

    Schon mal bei ner altenm US-Sambora Strat (die mit den Texas und dem Paf Pro) den Midboost zugeschaltet? Wenn das nicht fett mittig wird...was dann? :-)

    Zudem gibts ja auch Bass-Boster, Treble-Booster, oder Kombi-Booster (Treble plus Bass) oder gar Extremvarianten (Bass und Treble rein, Mitten noch mal zusätzlich raus) etc.pp.
     
  5. Jared

    Jared Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.04   #5
    Ich find aktive elektronik einfach Geil! Der Sound ist eigentlich immer fetter, kommt drauf an was mann haben will! Die Emg s z.B, die sind affengeil!
     
  6. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 27.06.04   #6
    Das sind aktive PUs, keine aktive Elektronik. Und ein EMG ist nicht zwangsläufig fett. Ein EMG SA kommt kaum an einen passiven Highain PU ran :-)


    Es gibt aktive PUs mit aktiver Elektronik (z.B. EMG Gilmour Set), aktive PUs mit passiver Elektronik (das klassische KH2 Set), passive PUs mit aktiver Elektronik (Clapton oder Sambora Strat) und passive PUs mit passiver Elektronik (immer noch merheitlich der Standard). Also alle Kombinationen.
     
  7. Jared

    Jared Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.04   #7
    oh, hab ich falsch verstanden :o ,sorry. Na, denn denke ich auch dass aktive Elektronik sinnvoll ist.
     
  8. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 27.06.04   #8
    Hat seinen Reiz :-)

    V.a. wenn man perlige Single-Coil Sounds haben will und per Knopfdruck dann sehr fetten mittigen overwound-Sound.

    Oder halt das gegenteil. Der EMG-Expander z.B.....heisses Teil für Strat-Freaks.
     
  9. Ed

    Ed Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.04   #9
    Ich hatte mir mal ein sog. State Variable Filter gebaut und eine Zeit lang benutzt. Damit kann man den Klang sehr gut verbiegen und sowas wie Wah erreichen. Hat Spaß gemacht. Welche Pickups man benutzt ist im Prinzip wurscht und das Kabel darf dann auch lang sein. Ich habs dann wieder ausgebaut, weil ich mich erwischt habe, wie ich sowieso die klassischen Sounds einsetze und dafür ist mir der Streß mit der Batterie dann zuviel. Aber es spricht eigentlich nichts dagegen und einige Blade Gitarren verdanken ihren guten Ruf der aktiven Elektronik, die alles zwischen Robert Cray und SRV macht. Das ist schon cool und wenn das Holz auch stimmt ist das super. :D
     
  10. mnemo

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    Erstellt: 28.06.04   #10
    Dieser "State Variable Filter" von Lemme ist doch dazu da, dass sich eine normale E-Gitarre nach einer Piezobestückten Semi bzw. nach einer Akustik-Gitarre anhört?!

    (Siehe Lemmehomepage:
    Zitat:
    ... Eine spezielle Sache, die man mit aktiven Schaltungen machen kann, sind Sounds ähnlich Akustik-Gitarren mit ultrafeinen Höhen. Normalerweise erhält man die nur mit Piezo-Pickups. Herrschende Meinung ist, dass man die mit magnetischen Pickups nicht kriegen kann. Stimmt nicht, man kann sie sehr wohl kriegen - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und auch nicht mit jedem Pickup. Aber mit einigen schon. Dann muss aber auf jeden Fall eine aktive Schaltung dahinter sitzen. Mit den üblichen passiven Schaltungen geht das nicht. ...)

    Ich will mir das Teil in eine LP-Style-Gitarre einbauen, statt den dummern Tone-Potis, aber für wahähnliche Sounds brauch ich sowas nicht! Wie ist das wenn man die Schaltung aus haben will. Einfach die Potis zudrehen, oder wird das Gitarrensignal immer beeinflußt, egal ob man die Schaltung benutzt oder nicht?
     
  11. Ed

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    Erstellt: 28.06.04   #11
    Man kriegt nicht nur einen Sound sondern hat zwei Regler, mit dem einen verschiebt man die Resonanzfrequenz des Filters, also welche Frequenzen letztlich verstärkt werden. Mit dem anderen bestimmt man, wie stark dies geschieht. Das heisßt man hat eine riesige Palette an Sounds, unter Anderem die nasalen und auch die Piezoähnlichen. Aber das ist imho etwas übertrieben, so stark klingt das gar nicht nach Akustik. Vielleicht waren meine PUs auch nicht geeignet dafür.

    Gruß,
    /Ed
     
  12. mnemo

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    Erstellt: 28.06.04   #12
    O.K. deine PUs waren nicht geeignet ;) :) ...
    NEin mal im Ernst, jetzt weiß ich wenigstens genauer wie es sich anhört.

    Kannst du mir noch meine letzte Frage beantworten, die ist für mich sehr wichtig, denn ich will nicht die ganze Zeit den Sound durch die Schaltung beeinflußt haben, oder muss ich die Schaltung durch einen Push-Pull-Poti umgehen? Weil man sagt ja auch, das ohne Tone-Potis der Sound einfach heller und klarer ist. Das sind zwar keine Tone-Potis, aber trotzdem eine Schaltung, die den Sound beeinflußt...
     
  13. Ed

    Ed Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.04   #13
    Solange das Filter im Signalweg ist, solange beeinflusst es den Klang, da ist nix zu machen. Das Gebilde Pickups + Potis + Kabel existiert so nicht mehr und dadurch klingt es auch anders - wenn auch nach wie vor musikalisch. Den "alten" Sound mit dem SVF einzustellen dürfte also unmöglich sein. Alternativ kannst Du natürlich einen Schalter einbauen, um die Elektronik wie einen Effekt wieder zu umgehen. Wie man es macht (zusätzlicher (Kipp-)Schalter oder einer im Push-Pull-Poti) bleibt einem selbst überlassen. Die alte Schaltung dürfte dann nicht mehr zu realisieren sein, da du zwei Potis bereits für die Elektronik geopfert hast und diese nicht benutzt werden können, wenn sie nicht aktiv ist. Also je nach Anzahl der zur Verfügung stehenden Potis kannst du z.B. nur noch einen Mastervolume und -tone realisieren bei LP-Style und bei F-Style Gitarren ist die Entscheidung entweder oder.

    Ohne Potis ist der Sound tatsächlich etwas heller, da die Potis selbst wenn sie voll aufgedreht sind, den Sound beeinflussen. Siehe die Joachim Deutschland-SG, da ist der Tonepoti auch komplett abgeklemmt.

    Gruß,
    /Ed
     
  14. mnemo

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    Erstellt: 28.06.04   #14
    Aha, also muss ich einen Push-Pull-Poti einbauen. Ich werde es so machen, dass die Schaltung erst aktiv ist, wenn ich den Poti ziehe. Denn ein Volumepoti für den Kippschalter will ich nicht hergeben, da kann man gar nicht mehr diese RATM-Stotter-Sounds wie Tom Morello es macht, erzeugen, deswegen Push-Pull-Poti.

    Danke für die Auskunft!
     
  15. Ray

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    Erstellt: 28.06.04   #15

    Kann ich nur empfehlen. Hab auch nen Baypass in einer meiner Klampfen. Der Unterschied ist zwar nur minimal, aber das kanns u.U. ausmachen. V.a. bei Gitarren, die in sachen Höhen und Transparenz nicht zu den allerbesten gehören.
     
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