Akustik in Tennen

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Hi zusammen,

ich bekomme in letzter Zeit vermehrt Anfragen zum Auflegen bei Veranstaltungen (Hochzeiten / Feiern etc, i.d.R. bis 70/80 Pax), die in einer sog. Tenne stattfinden. Bild anbei.
Bei solchen VA habe ich meistens "nur" 2 Aktiv-LS von JBl oder RCF (12´´ oder 15´´, ohne Sub) im Einsatz.

Interessanterweise wurde ich schon mehrfach gefragt, ob es Probleme mit der Akustik ("Kathedralen-Gefühl" oder anderes) geben könnte.
Nachdem die Frage sich häuft, bin ich nun - obwohl ich mir keine Probleme vorstellen kann - doch etwas unsicher geworden.
An sich absorbiert Holz den Schall ja recht gut. Bzgl. Hall mache ich mir keine Sorgen.

Aber gibt es irgendetwas, auf was ich konkret achten sollte?

Grüße in die Runde
Beispiel 3.jpg
 
Eigenschaft
 
Wenn der Raum sauber verarbeitet ist, keine schallharten Flächen vorhanden sind ist das vollkommen easy. Wenn da aber offenes Mauerwerk ist, Fliesenboden und Stahltüren, dann wird's knifflig.

Im Allgemeinen wirst du einen Hotspot haben (Tanzfläche, falls erwünscht), auf die du deine Boxen ausrichtest. Für die Party ist also alles gut.
Allerdings werden ja bei solchen Veranstaltungen auch Spielchen gemacht und Reden geschwungen. Da ist es dann besser noch ein bis zwei LS an strategisch wichtigen Punkten zu platzieren, damit die Sprachverständlichkeit bei kleinem Pegel erhalten bleibt. Je nach dem sollte man auch über eine Verzögerung mittels Delay für diese LS nachdenken. Das ist nun aber unabhängig, ob das ein klassischer, rechteckiger Raum ist oder ob dieser mehrfach verwinkelt ist. Bei letzterem ist die wahrscheinlichkeit höher, dass man es sinnvoll nutzen kann.
 
Genau so sehe ich dss auch. Da reichen dann zur Unterstützung auch kleine 6/8 zöller.

Tatsächlich schlucken solche Räume oft unheimlich Bass. Wenn also explizit Diskopegel gefordert wird lieber überdimensionieren. Mehr als zwei 18zoll habe ich aber in der Größenordnung auch noch nie aufgestellt.
 
Ein paarmal hatte ich solche Räume mit Hochzeits- und Partybands. So eine Tenne mit viel Holz und kaum parallelen Wänden hat normalerweise eine unproblematische Akustik. Wenig Feedback für Livebands, kaum Wummern bei Konservenbeschallung. Allerdings habe ich dort niemals exzessive Pegel auffahren müssen, d.h. ich habe die Räume nicht im "Grenzbereich" ausgelotet. Sollte dennoch kein Problem sein.

Durchsagen bis in den letzten Winkel der Hütte: Offen gesagt, bislang ging das immer ohne zusätzliche Boxen. Allerdings achte ich auch immer darauf, dass die Hochtöner meiner Tops deutlich oberhalb der Kopfhöhe aller Zuhörer/Tänzer platziert sind, denn nur so erzielt man mit den Tops eine gweisse Reichweite. Sicher geht es mit verteilten Tops noch besser, aber zur Not eben auch ohne.

Gruß
Jo
 
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