Alias Eye / Field of names / 2001 / CD

von Jogi`s Rockfabrik, 16.05.05.

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    Erstellt: 16.05.05   #1
    Alias Eye - Field of names

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    2001

    Hierbei handelt es sich um das Debüt-Album der Mannheimer Prog.-Rocker, welches sehr abwechslungsreich und angenehm zugänglich ist. Alias Eye verweisen auf eine gewisse Vielseitigkeit, indem sie unterschiedliche Stilrichtungen auf diesem Album aneinander gereiht haben. So eröffnet der Opener „Field of names“ mit schönen Gitarren, wobei im weiteren Verlauf doch recht außergewöhnliche Quetschkommodentöne zu hören sind. Die Leadgitarre klingt schön warm und besticht stellenweise durch eine gekonnte Abfolge der Töne, welche jederzeit ins Ohr gehen. Die Platte dürfte jedoch nicht nur Proggies ansprechen, so driftet die Band bereits mit dem 2. Song „Premortal dance“ in Richtung AOR ab. Gefühlvoll untermalen die Leadstimme von Philip Griffiths sanfte Pianoklänge, das Lied wird mit rockigen Gitarren und einem chartverdächtigen Refrain aufgefüllt. Für die Nichtproger durchaus ein Anspieltip.

    Richtig progressiv wird es mit „Wasteland“ und hier wird deutlich, dass die 1998 gegründete Formation aus durchweg guten Musikern besteht. Leicht swingend spulen die Jungs eine gelungene Tonfolge und Melodie ab und halten die eine oder andere Überraschung parat. So ein wenig erinnert die Musik an die großen 70er. „Just another tragic song“ macht mit seiner musikalischen Darbietung seinem Namen alle Ehre und geht leicht unter die Haut. Was man hier zu hören bekommt, ist nicht neu, aber ohne viel Schnickschnack wird eine gewisse Spannung aufgebaut.

    Leicht spacig beginnt der Song „Driven“ und man findet sich im Neo.-Prog wieder. Fans von Pendragon könnten sich mit Sicherheit anfreunden. Der Chorgesang ist gut dosiert und überzeugt, wobei hier die Kurve zwischen eingängigen Melodien und Hardrockgitarren gut miteinander harmonieren. Mehr in Richtung Rock geht es mit dem Song „River running“ wobei klar werden dürfte, wo die musikalischen Wurzeln liegen. Stellenweise könnte man meinen, dass man die großen Toto in einem neuen Gewand vor sich hat.

    Für mich einer der stärksten Songs ist „Hybrid“, wobei ich in der Tonfolge manchmal den Eindruck habe, dass man sich beim Songwriting ein wenig an den großen Jethro Tull orientiert hat. „Mystery“ bietet leichte jazzige Anwandlungen, überzeugend dabei ist die Natürlichkeit, wie die Band dabei rüber kommt. Zudem absolut rasant und gut aufeinander abgestimmt bieten die Gitarren und Keyboards ein überzeugendes Wechselspiel.

    „The Readiness is all“ passt vielleicht nicht so ganz ins Gefüge, dürfte jedoch Freunde der normalen Rockmusik überzeugen. Schöne Melodien und erneut ein sehr eingängiger Refrain bietet on der Songfolge Abwechslung und verleitet, schnell den Repeatknopf zu drücken. Schließen tut das Album mit dem Song „An end in itself“ und nochmals hat man den Eindruck, dass hier sehr professionell gearbeitet wurde. Man wird an alte Marillionzeiten erinnert, gut verdaulich wird in meinen Augen große Musik dargeboten.

    Insgesamt handelt es sich um ein soundtechnisch gelungenes Werk, welches spätestens nach dem 4./5. Umlauf überzeugt. Man wird in den knapp 54 Minuten mit diversen Sparten aus Rock, Pop, Jazz, Klassik und natürlich Progressivem bedient. Ich halte es auch für einen guten Einstieg….und es ist die Tatsache, dass doch auch aus Deutschland sehr hörenswerter Prog.-Rock kommen kann.


    8/10

    Trackliste:

    1. Field of names 4.52 min
    2. Premortal dance 5.13 min
    3. Wasteland 5.26 min
    4. Just another tragic song 6.17 min
    5. Driven 7.49 min
    6. River running 6.21 min
    7. Hybrid 4.04 min
    8. Mystery 3.32 min
    9. The readiness is all 5.19 min
    10. An end in itself 5.11 min

    Gesamtlänge: 54.09 min


    Band:

    Vocals: Martin Griffiths
    Guitars: Matthias Richter
    Bassguitar: Frank Fischer
    Drums: Ludwig Benedek
    Keyboards: Vytas Lemke
     
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