als Pianist unterwegs in der weiten Welt...

von jazzaway, 05.09.05.

  1. jazzaway

    jazzaway Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #1
    Moin!
    Bin gerade auf der Suche nach Erfahrungsberichten oder Infos zu folgender Idee:
    Ich habe noch ein Jahr Musik-Studium vor mir und möchte danach gerne ein wenig mehr von der großen Welt sehen. Toll wärs wenn man als ausgebildeter Musiker so wie ein ausgebildeter Schreiner mal ein Jahr auf Walz gehen könnte... Von Meister zu Meister - arbeiten, dazulernen, arbeiten, dazulernen... und das ganze nicht nur in Deutschland. Hat sowas schon mal jemand in der oder einer anderen Form gemacht? Hat jemand Kontakte zu Pianisten die im Jazz, Rock und Pop Bereich auch mal einen ausländischen Studenten gegen Arbeitshilfe für einen gewissen Zeitraum aufnehmen und unterrichten würden? Wär doch klasse wenn sowas möglich ist! Vielen dank schonmal fürs Antworten...
    - denn Zuhause, da war ich schon -
     
  2. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 05.09.05   #2
     
  3. jazzaway

    jazzaway Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #3
    gerne, klingt spannend - bin ganz Ohr!
    ...wer redet und nicht zuhört, lernt nichts dazu (Moi Même) ;-)!!!
     
  4. Phili

    Phili Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 05.09.05   #4
    Pianist sagst du...hm...da könnte ich die englische Südküste empfehlen. Dort kommst du locker mit dem Piano-Spiel vier Monate in diversen Einrichtungen durch, bevor du erzählst, dass du in dein bayrisches Heimatdorf zurückkehren möchtest.
    Tipp: Du solltest den Schwerpunkt absolut auf's Klavierspielen legen und eher weniger reden! ;)

    :D :D :D
     
  5. Düsseltier

    Düsseltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #5
    Loooooooooooool! Der war gut!

    Probiers sonst in Irland! Da gibts genügend Pubs, mit Musikern die immer rumgurken und denen man sich anschließen kann! Die haben sogar mich als Gitarristen genommen :) !
     
  6. jazzaway

    jazzaway Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #6
    :great: ...wow - hab lange gebraucht... (...wenn man davon ausgeht das nur ernstgemeinte Beiträge hier landen) ;)
    Keine sehr konventionelle Art bekannt zu werden aber er hats geschafft - wer erstmal bekannt ist......der Typ hat seine Klinikgebühren bestimmt bald abgezahlt.
    @düssel-tier:
    Probiers sonst in Irland! Da gibts genügend Pubs, mit Musikern die immer rumgurken und denen man sich anschließen kann! -> hast du den Trip dadurch auch finanziert? Wie lange warst du unterwegs? Wie lange dauerts bis die schaumlose Kaltschale die Sehnsucht nach einem schönen prickelnden Bier bis ins Unendliche treibt:o :screwy: ?
     
  7. jazzaway

    jazzaway Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #7
    näheres + @Günter SHallo auch,
    Dass das Musikerleben nicht immer ein Zuckerschlecken ist, damit hab ich mich schon abgefunden. Du hast klischeehaftige Kommentare übers JazzPiano geschrieben - darf man fragen was du musikalisch/beruflich machst - dann kann ich das besser einschätzen.
    Ich denke Jazz Piano dient der Unterhaltung genauso wie ein klassisches Klavierkonzert. Klassische Klavierkonzerte semiprofessioneller und auch vieler professioneller Pianisten finden sowohl in irgendwelchen popligen Gemeindesälen als auch in noblen Konzerthäusern und Sälen statt - nur sehr wenige sind richtig groß dabei - genauso ist das bei Jazz Pianisten - wenn ich so ein Überflieger wär, würd ich hier wahrscheinlich nicht ins Forum posten...klar kann man in igendwelchen verrauchten Lokalen Besoffene belustigen - klar kann man aber auch z.B. in noblen Hotels und auf Luxuslinern angagiert werden... und dort ist das Finanzielle und das Drumherum äußerst Reizvoll :-) und die Zuhörer honorieren das Spiel auch in meist angenehmer Art. Dass bei mir der Zug als Jazz-Solopianist schon abgefahren ist, weiß ich wohl, deshalb stelle ich mich darauf ein, extrem unterschiedliche Jobs annehmen zu müssen - glücklicherweise erschließen sich in der popularen Musik ein wenig mehr Job Möglichkeiten als in der klassischen. Generell denke ich auch, dass es ein sehr großes Privileg ist als Musiker von der Musik zu leben - einer Sache die richtig viel Spaß macht! Auch wenn man nicht immer die Art von Musik machen kann die man gerne spielen würde bzw die Musik die durch eigene Inspiration zu Tage kommt, ausleben kann um damit seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Die große Abwechslung und die vielen Möglichkeiten herumzukommen und Geld zu verdienen mit seinem "Hobby" sind gar nicht hoch genug zu bewerten... und genau daß möchte ich nochmal voll auskosten bevor ich mich irgendwo sesshaft mach und mich Jobmäßig binde und evtl. eine Musikschule aufmache.
    Eine "Weltreise" die ich duch Musik machen und mit Musikern bestreiten kann, stellt für mich die Ideale Möglichkeit dar als Musiker Erfahrungen aller Art zu sammeln - und wenn es auch negative sind, regen mich diese vielleicht an gute Songs zu schreiben... mein Horizont erweitert sich dadurch und bietet andere, neue Grundlagen um Musik zu machen.
    Die Walz gibts übrigens immer noch und erfährt gerade immer größere Beliebtheit. Ich möchte dir hier in keinster Weise eine Einstellung aufdrücken - nur ma so schreiben wie ich das seh - was mich dazu bewegt so ein Jahr in Angriff zu nehemen - warum eigentlich? - vielleicht um mir selber darüber klar zu werden ;-) ...übrigens bin ich gelernter Klavierbauer:rolleyes: der sich auch über verstimmte und defekte Klaviere freuen kann;). Ist Roberto trotzdem glücklich? Oder hetzt er seinem Erfolg hinterher? Er ist wohl auch im klassischen Bereich angesiedelt? Vielen dank für die ausführliche Antwort! Grüße