alten Kontrabass wieder ausgegraben

von Vision, 15.04.08.

  1. Vision

    Vision Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.08   #1
    Hallo zusammen!
    Hab vor kurzem meinen alten Kontrabass wieder ausgegraben. War vor 5 Jahren mein erster Bass und hab mich damals nich wirklich damit ausgekannt. Is sogesehen nix wertvolles. Sperrholzbass für 400 € wenn ich mich recht erinnere. Dafür, dass ich mit dem Teil nich oft spiel find ich den Klang aber recht schön. Mein Problem is jedoch, dass des Teil schnarrt wie sau, vor allem auf der G-Saite. Ich kann mich nicht mehr erinnern ob des früher auch schon war. Seit 3 Jahren nich mehr gespielt und davor auch nie sonderlich ausgiebig drauf gespielt.

    Nunja... ich würde den Bass jetzt eigentlich ganz gern bei einem Auftritt Ende Mai spielen, aber in dem Zustand wie er jetzt ist, ist das leider nicht möglich. Aber es ist halt auch wirklich bloß dieses Schnarren, alles andere ist ok.

    Ich wollte euch deshalb fragen obs einfach Methoden gibt, die man vlt auch selbst ausführen kann, um dieses Schnarren zu bekämpfen oder ob da kein Weg am Geigenbauer vorbeiführt? Hat jemand Erfahrung wie viel sowas beim Geigenbauer kostet? Ich will eigentlich echt nix großartiges mit dem Gerät anstellen. Einfach bischen Hintergrundmusik für ein Festessen spielen. Keiner wird also so wahnsinnig genau auf den Sound achten solang er nicht schrecklich ist ;) Mir gehts einfach nur darum dieses Schnarren los zu werden.

    Freu mich über jeden Tipp =)
     
  2. GoodYear

    GoodYear Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.08   #2
    Hi Vision,

    Schnarrt die Saite auf dem Griffbrett? Oder hat der Korpus irgendwo einen Riss bekommen, der jetzt schnarrt? :eek:

    Ich nehme aber mal an, dass die Saite auf dem Griffbrett schnarrt. (Saitenlage zu niedrig)Ist der Steg höhenverstellbar? Wenn, dann auf der Seite der dünnen Saiten etwas höherschrauben. Wenn der Steg nicht höhenverstellbar ist, dann klemm doch ein dünnes Furnierholz zwischen Steg und Decke. Und zwar auf der Seite, wo's schnarrt. Wird es besser?

    Gruß,

    Pablo
     
  3. Vision

    Vision Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.08   #3
    Nein, einen Riss hat er zum Glück nicht =) Ist schon eindeutig auf dem Griffbrett. Ist ein ganz normaler Holzsteg (wie gesagt, kein teuerer Bass ;) ) der halt in seiner Position so is wie er is. Des mit dem Stückchen Holz werd ich mal ausprobieren, Danke =)
     
  4. HomerS

    HomerS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.08   #4
    Lass lieber erstmal die Finger davon, die Sache kann schnell schief gehen. Im schlimmsten Fall fällt der Stimmstock um, wenn du die Saiten lockerst. Wenn du den Bass ernsthaft wieder spielen möchtest, lass am besten einen Profi draufschaun. Je nachdem, wieviel gemacht werden muss, kann das aber auch ne Stange Geld kosten. 3-stellig wirds auf jeden Fall, wenn du Glück hast, bleibt ne 1 davor.
     
  5. Bassistenschwein

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    Erstellt: 16.04.08   #5
    Die Frage ist ob sich das bei nem 400€ Instrument lohnt. Falls der Stimmstock umfällt kann man immer noch zum Profi.
    Hast du dir inzwischen wohl auch einen Kontrabass zugelegt, Homer?

    Mal was anderes: Es kann auch sein, dass sich das Holz zusammengezogen hat, daraus folgt geringere wölbung des Korpus und so ist auch der Steg etwas tiefer und damit die Saitenlage. Bei guten Bässen muss das kein Problem sein, es gehört dazu dass sich Holz im Winter etwas zusammenzieht und im Sommer wieder dehnt, aber bei billigen bässen macht da oft der Steg nicht mit. Wurde der Bass im Sommer gebaut ist er im Winter zu niedrig oder umgekehrt.
    Wo stand denn der Bass die ganze Zeit, wo du ihn nicht gespielt hast? Eine Fußbodenheizung ist zB Gift für Instrumente, da die Luftfeuchtigkeit dann viel zu gering ist. Wenn so ein Instrument nicht regelmäßig gespielt wird kann das übrigens auch zu massiven Problemen führen, also wunder dich nicht wenn der Bass nach 3 Jahren als Staubfänger einen Riss bekommt.
     
  6. GoodYear

    GoodYear Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.08   #6
    Man sollte sich dabei aber nicht so ungeschickt anstellen, dass man gleich alle Saiten löst. Halt mit Gefühl etwas lösen, so dass man den Steg drücken kann und ein kleiner Spalt entsteht. Dann das Furnier einklemmen und die Saiten wieder stimmen. Die Profis kochen auch nur mit Wasser, schreiben aber gern Rechnungen :) Und wenn der Stimmstock umgefallen ist, kann man immer noch zum Geigenbauer.
     
  7. bassick

    bassick HCA Bass HCA

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    Erstellt: 16.04.08   #7
    Das schon. Nur steht die Stimme dummerweise unter der G-Saite, und die gilt es ja höher zu bringen...

    Als Schnellmaßnahme kannst du den gesamten Steg etwas mehr (10-15mm) Richtung Griffbrett rücken. Saiten etwas runterstimmen und mit beherzten Faustschlägen die Beine eins nach dem anderen vorsichtig nach vorne treiben. Mit der anderen Hand den Steg in der Senkrechten halten, damit der nicht umkippt.
    Natürlich ändert sich die Intonation, aber das ist nicht so tragisch. Letztlich bleibt die Frage, warum es schnarrt. Billige Sperrholzbässe neigen zu Korpusbewegungen, die Statik ist nie ganz maßhaltig. Ein höhenverstellbarer Steg ist quasi unumgänglich.

    Eine andere Möglichkeit: zwischen Saite und Steg etwas klemmen, dann kommt die Saite höher.
     
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