Hallo,
es gibt mehrere Möglichkeiten:
Aber bitte erstmal weiter unten die Sicherheits-Warnung lesen!
- Adapter von Stereoklinkenstecker auf 1 mal Mono-Klinke (links): Jeweils die Massen/Schaft der Stecker verbinden, und nur Tip der Stereo-Klinke auf Tip der Mono-Klinke; der rechte Stereo-Kanal wird "weggeworfen".
- Adapter von Stereoklinkenstecker auf 1 mal Mono (links und rechts): Einfach Tip und Ring der Stereo-Klinke auf Tip der Mono-Klinke zusammen löten; Massen/Schaft der Klinkenstecker einfach durch verbinden. Funktioniert in den meisten Fällen.
- Adapter von Stereoklinkenstecker auf 1 mal Mono-Stecker: Massen/Schaft der Klinkenstecker einfach durch verbinden. Jeweils über einen eigenen Vor-Widerstand Ring und Tip der Stereoklinke zum Tip der Mono-Klinke verbinden. Die Vorwiderstände sollten gleich groß sein und in der Größenordnung von 220Ohm bis 4,7kOhm liegen (ausprobieren).
Hintergrund:
- Wenn aus dem Kopfhöreranschluss eh praktisch nur ein Mono-Signal herauskommt (rechter und linker Kanal im wesentlichen eh gleich), kann man ja einfach auf den 2. Kanal verzichten.
- Wenn aus dem Kopfhöreranschluss eh praktisch nur (fast) ein Mono-Signal herauskommt (rechter und linker Kanal im wesentlichen eh gleich), so kommt aus beiden Kanälen praktisch eh stets die gleiche Spannung heraus; und dann kann man sie auch einfach parallel zusammenführen.
- Kommt aus dem Kopfhöreranschluss "viel Stereo" heraus, so geben rechter und linker Kanal deutlich unterschiedliche Spannungen aus. Für ein Extrem-Beispiel gebe "rechts" 0 Volt aus, und "links" 1 Volt. Dann "zanken" sich beide Kanäle, wenn sie wie unter 2. einfach parallel zusammen geschaltet werden, darum, welche Spannung es denn nun sein soll. Es wird etwa 0,5Volt werden, und beide Kanäle liefern ihren halben Kurzschlussstrom, bei geschätzten 5Ohm Ausgangswiderstand ca. 100mA (was "eigentlich" nicht dramatisch ist).
Führt man die beiden Kanäle über Vorwiderstände zusammen, so wird der Strom, den jeder Kanal (rechts/links) liefern muss, begrenzt. Kopfhörer haben Widerstände von typisch 200 Ohm; nimmt man solche Vorwiderstände, ist man "auf der sicheren Seite": Es fließt kein höherer Strom als auch bei Verwendung von Kopfhörern üblich wäre.
Der Eingangswiderstand von Kristalltonabnehmer-Vorverstärkern hat typisch ca. 470kOhm (alte DIN-Eingänge). Bei Spannungsanpassung (hier der Fall) soll der Ausgangswiderstand (die Vorwiderstände) mindestens 10 mal kleiner sein als der Eingangswiderstand. Mit bis zu 4,7kOhm ist man da auch immer noch im grünen Bereich. (Je höher die Vorwiderstände, desto weniger Strom muss der Kopfhörerausgang liefern, desto "schonender" also für den Kopfhörerausgang.)
(Werte von 220Ohm oder auch 4,7kOhm sind übliche Werte preisgünstiger Widerstandsreihen; auf die ganz exakten Werte kommt es eh nicht an, sie sollten nur für beide Kanäle gleich sein.)
Die 3. Lösung hier ist die "akademisch" korrekte Lösung, wenn man nicht noch mit Summierverstärkern herumfuhrwerken will.
Am einfachsten und womöglich klanglich auch zufriedenstellend ist die 1. Lösung.
Aber Achtung, Sicherheit!
Alte Elektrogeräte sind häufig nicht nach
aktuellen Sicherheitsvorschriften konstruiert!
Beim Zusammenschalten mit anderen Geräten,
besonders wenn sie gar nicht dafür vorgesehen waren, wie bei deinem Plattenspieler, könnten verborgene Gefahren lauern.
Dein alter Plattenspieler hatte wohl ursprünglich keine Anschlussbuchsen für weitere Geräte.
Es war nicht vorgesehen, die Anschlussleitung zur "Nadel" nach "draußen" zu führen.
Ein einfacher Isolationsschaden im inneren des Plattenspielers könnte möglicherweise dazu führen, dass Netzspannung an die Anschlussleitung zur "Nadel" gelangt, die jetzt aber über deine eingebaute Buchse "nach draußen", in dein EVH Mini und somit auch an die Gitarrensaiten gelangen könnte.
In alten "Dampfradios" mit Röhrentechnik, alten Bildröhren-Fernsehern (und möglicherweise auch bei deinem Plattenspieler) war manchmal (technisch-konstruktiv so vorgesehen) das "Chassis", die Metallträger (auf denen die Platinen montiert waren) unter Netzspannung, oder aber die Schaltung selber war nicht vollständig galvanisch getrennt von der Netzspannung.
Weil es keine Anschlüsse für weitere Geräte gab! Und somit Spannung aus dem Inneren des Gerätes auch nicht über Buchsen nach außen geleitet wurde.
Ich will dir nicht den Spaß verderben.
Bloß, bei solchen ur-alten Geräten (dein Plattenspieler ist vermutlich aus den 1950er oder 1960er Jahren) waren die Sicherheitsvorschriften noch etwas "laxer".
Die Netzstrippe ist womöglich nur einfach isoliert. (Einfach isolierte Zwillings-Litze.)
Und ein solches ur-altes Gerät mag womöglich schon kleinere verdeckte Schäden aufweisen; Isolierung von Netzleitung könnte aufgrund des Alters "porös" und brüchig sein, an der Zugentlastung schon etwas durchgerieben sein, Dreck und "Siff" im Inneren könnten Kriechstrom-Pfade erzeugen, und wenn es jetzt nach vielen Jahrzehnten in der Rumpelkammer wieder in Betrieb genommen wird, könnte es dann nach einiger Zeit "knallen".
Und die Gitarrensaiten sind wegen Erdung an der Brücke stets mit dem Schaft/Masse der Klinkenstecker verbunden.
Wenn was schief geht, bekommt du direkt beim Spielen "eine gewischt".
Also, am besten von jemand, der sich mit elektrischer Sicherheit auskennt, mal überprüfen lassen.
Grüße