Alternative Energiequellen für die Zukunft

von MasterOfDesaster, 12.07.08.

  1. MasterOfDesaster

    MasterOfDesaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.08   #1
    Morgen,
    ich hab vor kurzem den Thread "Ausstieg aus der Atomkraft Pro und Contra" gestartet, dort gab es einiges an Off-topic zu dem auch sehr interessanten Thema alternative Energie.

    Jetzt habe ich mir gedacht starte ich einen Thread in dem es NUR um dieses Thema geht, falls es schon einen ähnlichen gibt sagt mir das bitte, ich habe keinen gefunden.


    Zu diskutieren wären die Themen: Energiegewinnung, wie man sie vor Ort bringt und wie man sie speichert.


    Liebe Grüße
    Philipp
     
  2. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 12.07.08   #2
    folgendes löst zwar nichts makroökonomisches, trotzdem hab ich ein ganz "süßes" modell kürzlich gesehen und zwar solarthermie die ganz simple in einem wärmespeicher im garten gespeichert wurde, das war einfach ein riesen loch so ne art heizspirale durchgelegt wurde und dann entsprechend wärmespeicherndes material (steine kies und son kram) erhitzt hat, wenn ich mich recht erinnere konnte man mit diesem konzept mit warmen wasser über den winter kommen....

    kostete nicht viel und war wohl recht schnell ne wirtschaftliche sache...

    fand ich ganz niedlich so für den einzelnen...
     
  3. Ben723

    Ben723 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.08   #3
    Sonne Wasser Geothermie Biomasse und Wind + Energieeffizienz!

    Regenerative Energien müssen verknüpft mit einem bidirektionalen Netzmanagement, also dynamischen Strompreisen, eingeführt werden. Damit sind nahezu alle Nachteile von 100% EE beseitigt.

    Ein paar erklärende Punkte:
    ---------------------------------------------------------
    Es ist wichtig zu verstehen, dass so ein System nicht nur die Nachfrageseite reguliert, sondern besonders die Angebotsseite.
    Der Betreiber einer Biogasanlage z.B. hat bei flexiblen Preisen erstmals ein echtes Interesse, sich als Regelleistung einzubringen. In Zeiten geringeren Angebots von Solar und Windkraft, also höherer Preise, kann er seinen Generator starten und so seinen Gewinn steigern.

    Es wird auch erstmals ein Anreiz geschaffen Energie zu speichern. Pumpspeicherkraftwerke z.B. werden ein echtes Geschäftsmodell. In Zeiten billiger Energie Strom kaufen, zu Spitzenlastzeiten wieder verkaufen. Dieses Geschäftsmodell läßt sich auch auf die Privathaushalte übertragen, in der Modellregion Harz können die Haushalte dafür die Akkus ihrer Elektroautos nutzen.


    Das System sorgt auch dafür, dass die einzelnen Energieformen nur soweit ausgebaut werden, wie es sinnvoll ist. Bei einem hohen Windkraftanteil z.B. lohnt sich der weitere Ausbau von Windkraftanlagen nicht, da die Preise in windstarken Zeiten zu niedrig werden.

    Das System sorgt für ein größeres Energiebewusstsein in der Bevölkerung.

    Das System sorgt für mehr Gerechtigkeit. Beispiel:
    Bisher hat die Krankenschwester, die nur Abends ihre Waschmaschine anschmeißt die Betriebe subventioniert, die Mittags teueren Spitzenlaststrom verbrauchen, die Kosten wurden auf alle Stromkunden umgelegt.
    (Betriebe, die ihren Verbrauch nicht anpassen und weiterhin einen festen Strompreis haben möchten, können einen Festtarif buchen. Allerdings muss dann die bereitzustellende Regelleistung des Versorgers durch einen Aufpreis bezahlt werden.)

    Das System sorgt für echten Wettbewerb auf dem Strommarkt und für die Brechung des Oligopols. Besonders Stadtwerke und Privathaushalte können den großen EVUs Konkurrenz machen.

    Fazit: Das System der flexiblen Strompreise reguliert sich selbst und sorgt für jederzeit verfügbaren und im Durchschnitt billigeren Strom. Und das bei einem unbegrenzten Anteil regenerativer Energien!

    Um Wettbewerbsgleichheit herzustellen sollte Fossil und Kernkraftstrom nach den tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten wesentlich höher besteuert werden. Die Ideen für die Brennelemente Steuer und der Emissionshandel gehen schon in die Richtung.

    -----------------------

    Meiner Meinung nach gibt es keine Alternative für eine wirklich zukunftsfähige Stromversorgung. Ich habe mich kürzlich mit Leuten vom ISET unterhalten, die setzen auch ganz klar auf so ein System. Deren Lösung, das Bemi (Bidirektionales dezentrales Energiemanagement in Niederspannungsnetzen) wird an mehreren Stellen, z.B. in der Modellstadt Mannheim erprobt.
    Hier die offizielle Broschüre des Bemi



    Die Herausforderung liegt in der politischen Durchsetzung eines solchen Systems. Seitens des Energiekartells lässt sich natürlich hervorragend dagegen Polemisieren, die allgemeine Angst der Menschen vor Veränderung tut da ihr übriges. Dennoch ist es beachtenswert, dass scheinbar schon etwas in die Richtung geschieht. Im Rahmen des Klimapaketes sollen intelligente Stromzähler bei Neubauten zur Pflicht werden:

    Bericht auf N24.de
    Leider habe ich noch keine genauen Spezifikationen gefunden, aber das klingt nach einer leisen Vorbereitung der flexiblen Strompreise.
     
  4. <°}}}<

    <°}}}< Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.08   #4
    derzeit arbeiten sie an der kernfusion. dabei wird wasserstoff zu helium fusioniert. bringt etwa die gleiche leistung wie ein kernkraftwerk, ist aber vollkommen ungefährlich, da es nicht explodieren kann und auch nicht radioaktiv strahlt.
    fällt einmal der strom aus, wird der fusionsprozess einfach nur gestoppt.

    allerdings braucht diese technologie noch etwa 20 jahre bis sie weit genug entwickelt ist. derzeit guibt es nur einen kleinen probereaktor irgendwo in frankreich.
     
  5. MasterOfDesaster

    MasterOfDesaster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #5
    Das haben sie vor 20 Jahren schon mal gesagt...diese Technologie wäre sicher toll aber die Forschung bewegt sich seit Jahren nicht weiter...und wenn man noch bei der Grundlagenforschung ist kann man nicht behaupten, dass es in 20 Jahren weit genug entwickelt ist :rolleyes:

    PS: ich war anfangs davon auch begeistert (war ein wirklich toller artikel im SZ-Magazin), die Frage ist nur ob es in diesem Jahrhundert noch was wird :p
     
  6. mYa

    mYa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #6
    Wir geben allen Fitnessverrückten, Übergewichtigen, allen Schulkindern (innerhalb des Sportunterrichts, why not?) und allen sonstigen Freiwilligen ein Fahrrad mit Dynamo (Generator) und machen aus Bewegungsenergie elektrische Energie. ;)

    Ich frag mich wieiviel Energie man da einfahren könnte!?
     
  7. EDE-WOLF

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    Erstellt: 13.07.08   #7
    eigentlich ein geiler vorschlag.... wenn ich überlege wie oft ich in letzter zeit pumpen bin... eventuell könnt ich meine stromrechnung halbieren :D
     
  8. Spieleinlied

    Spieleinlied Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #8
    Hey aber unsere U-Boote fahren mit Brennstoffzellen das haben sie hinbekommen, man muss nur einen wichtigen Grund haben um Forschung voranzutreiben.
     
  9. ars ultima

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    Erstellt: 14.07.08   #9
    Was haben jetzt Brennstoffzellen mit Kernfusion zu tun? An der Kernfusion wird geforscht, da werden auch einige Milliarden an Geldern reingesteckt. in Frankreich wird aber gerade erst der erste Reaktor gebaut, von dem man hofft, dass er überhaupt eine positve Energiebilanz hat (also mehr erzeugt, als er verbraucht). Selbst wenn das mal was wird, finde ich das nicht so spannend, weil das wieder nach den selben Strukturern wie jetzt laufe wird.

    Die Debatte in diesem Ausmaß ist ja ert durch die Klimadiskussion aufgekommen. Ich sehe ganz unabhängig von der CO2-Problematik in den Alternativen Engerien auch die Chance, unabhängig zu werden von Ländern die Rohstoffe besitzen, und von Riesenkonzernen, welche mit Energie Geld machen. Die Sonne "schenkt" der Menscheit mehr als das 10000-fache an Energie, die sie benötigen! Wirklich zukunftsweisend fände ich es daher, das alles zu dezentralisieren. In Afrika gibt es Pläne für ein Riesenwassrkraftwerk am Kongo. Klingt ja bezüglich CO2 und "endliche Rohstoffe" ganz gut. Aber das wäre ein riesenteil, man würde dazu den Kongo umleiten (und natürlich Riesenflächen fluten), und es würde so viel Strom erzeugen, dass es ein Drittel von Afrika versogt! Und unabhängig von den Umweltschäden fände ich das viel zu krass, dass da ein dritell des Kontinenets von einem ERzeuger/Land/Unternehmen/... abhängig wird. gerade in Schwellenländern, die noch nicht einen so hohen Energieverbauch haben und auch noch keien große Strom-Infrastruktur, fände ich es besonders sinnvoll den Strom möglichst lokal und autark zu erzeugen.

    Photovolatik wird ja oft kritisiert ( zumindest die Förderung), aber unabhäng vom Energieaufwand bei der HErstellung und eienem schlechten Wirkungsgrad (aber ist der nicht im Grunde egal?) ist das nunmal eine Technik, mit der man über vorhandene Flächen (also ohne irgendwie die Landschaft zu beinflussen) auf ewig (OK, wie lange hält so eine Zelle? Geht die einfach irgendwann kaputt?) einfach so Strom erzeugt! Und ich finde den Gedanken sehr faszinierend, meinen eigenen Strom zu erzeugen. Wenn man ein eigenes Haus (also nur ein Haushalt, der für sich ein großes Dach hat), dann wäre das heute schon möglich. In Freiburg steht so ein Versuchshaus (welche komplett energieautark ist), aber beim suchen der Website dazu bin ich jetzt gerade auf eine etwas ernüchterndere Abhandlung gestoßen:
    http://www.udo-leuschner.de/basiswissen/SB129-03.htm
    Ich glaueb aber, der psychologische Wert wäre bei sowas gut. Man würde wohl eher energie sparn bwz. hätte vielleiocht soagr etwas spaß dabei, wenn man halt so eine Anzeige im Haus hat, wo man sieht, wie voll der Akku/der Wasserstoff-Tank noch ist. Und man könnt dann auch schön die Idee mit dem Spinningfahrrad aufgreifen, welches man dann im Keller stehen hat, und was auch an das eigene Stromsystem angeschlossen ist. Soviel springt da aber nicht bei raus: Wenn man voll reintritt kommt man so auf 150W. Das Problem in der unserer heutigen globalsierten Gesellschaft ist, dass man gar nicht emrh weiß, wo etwas herkommt, wie das die Umwelt belastet, welcher Mensch oder welches Tier dafür leiden muss, wer schuld an hohen preisen ist, wo wirklich die Knappheit vorhanden ist...
     
  10. Spieleinlied

    Spieleinlied Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #10
    Nix hab ich auch nie behauptet es ging eher um die Forschung.
     
  11. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 14.07.08   #11
    ein ganz ganz wichtiger satz....


    genau dieser umstand hatte nämlich dazu geführt, dass sich diese ohmacht nach dem motto "ich kann da ja ehh nix gegen machen" großflächig durchgesetzt hat... und diese einstellung ist im grunde ja so falsch nicht...


    was mich insgeheim innerlich wirklich zum schmunzeln bringt ist diese hilflosigkeit im bereich gesellschaft und wirtschaft:

    Jahre lang wurde gepriesen wir müssten mobil sein und flexibel... jetzt basieren viele unternehmen und strukturen darauf, dass jeder hans wurst mit dem auto oder wie auch immer mal eben seine 40km von a nach b juckeln kann...

    und jetzt merkt man: "och das kostet ja geld, nanu.."
    da kann man sich echt nur zynisch zurücklehnen und lachen....


    egal zurück zum thema:

    dezentrale photovoltaik ist schön und ich denke auch dass die zellen zunehmend günstiger werden....
     
  12. MasterOfDesaster

    MasterOfDesaster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #12
    ein wenig off topic: ich habe in bayern 2 gehört wie ein herr von ?? (dirigent i wo am chiemsee) über den Klimawandel gesprochen hat, seine Meinung:

    Die Erde hat sich schon um 1 C° erhitzt wird sich bis 2050 vorrausichtlich nochmal um 1-2C° erwärmen...und auch wenn dann die Weltbevölkerung ihren CO2 ausstoß halbiert hat (looool...ein wenig ironie) dann werden eiskappen + grönland schon großflächig geschmolzen sein --> weniger schnee --> weniger sonne reflektiert, und in Russland schmilzt der Permafrost ---> unglaublich große Mengen Methan tretten aus....

    Seine abschließende Meinung: Wir sind gef... (hat er so nicht gesagt), dass hört sich alles nach Weltuntergangs-schwachsinn an, aber man findet ALLES in Wikipedia...nur keiner will es wahr haben
     
  13. Starfucker

    Starfucker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #13
    Ja das war wirklich Off-Topic ;)

    Das Problem mit der Photovoltaik war und ist, dass es der Umwelt unterm Strich einfach nichts bringt, wenn wir unseren Strom mithilfe dieser (jetztigen) Technik gewinnen:
    Es kostet momentan mehr CO2 eine solche Photovoltaik-Zelle herzustellen, als sie in ihrer Lebenszeit wieder herausholen kann !!!!

    Ein großer Schritt in die richtige Richtung ist die Entwicklung einfacher Halbleiter, die die Sonnenenergie in Elektrische Energie umsetzen können, solche Halbleiter kosten einen Bruchteil von heutigen Zellen - und sie belasten die Umwelt um einiges (!) weniger!
    Dieses Prinzip ist eigentlich einfach eine LED, die umgekehrt funktioniert!

    Gruß
     
  14. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 15.07.08   #14
    Das höre ich immer wieder, aber 1. scheint das nicht mehr ganz zu stimmen (die Bilanz hat sich in den letzten jahren wohl gebessert - ist sie wirklich immer noch negativ?), und 2. kann ich das genau immer noch nicht nachvollziehen. Ok, dass die Herstellung viel Energie kostet, und es lange dauern kann, bis die die Zelle diese Energie wieder produziert hat, verstehe ich grundsätzlich. Aber welche Lebensdauer hat denn so eine Zelle? gehene die wirklich einfach irgendwann kaputt? Ich sehe da so als Laie eigentlich kein Verschleißteil? Im letzten Jahr war mal in der Zeit eine Übersicht der verschieden Kraftwerksformen und dem Vergleichswert "CO2-Ausstoß pro kWh". Und zwar war das gerechnet auf die Laufzeit, unter Einbezug der Produktion (also auch bau der Kraftwerke, bei Photovoltaik eben auch Produktion der Zelle). Kohle war am schlechtesten, Wind am besten - Photvoltaik war nur etwas besser als Gas. Das fiel dann doch auf, weil man ja als Laie denkt, das Photvoltaik doch gar nichts ausstößt und so toll ist. Insofern bestätigte das deinen Einwand. Irgendwie stehe ich da jetzt gedanklich auf dem Schlauch - heißt das denn, dass die Bilanz nicht zumindest etwas positiv sein muss? Die Tabelle ist ja insofern auch relativ, weil sie ja als Bezugsgröße für den CO2-Austoß wohl den momentan EU-Mix genommen haben (irgendeine Größe muss man ja nehmen). Aber das Verhältnis verbessert sich doch, je mehr regenerative Energien eingesetzt werden. Konkret gefragt: Was wäre, wenn die Solarzellenfabrik (ja, es ist bestimmt wesentlich komplexer, aber ich sag das mal so) ihre Energie selbst nur durch Photovoltaik erzeugt? Solange die Energiebilanz postiv ist (und sei es auch nur ein wenig) sollte das doch im Prinzip funktionieren?

    Du sprichst aber damit einen wichtigen Punkt an, den man auch auf andere Bereiche übertragen kann, und der von vielen nicht bedacht wird (bei der Photovoltaik ist es ja doch recht bekannt): Nämlich der Energieverbrauch bei der Produktion jeglicher Güter. Ich habe hier noch einen Röhrenmonitor am PC, der noch einwandfrei funktioniert. Ist es nun ökologisch sinnvoll, mit einen LCD zu kaufen, weil der ja Energie spart? Wie lange muss ich den LCD laufen lassen, bis ich die Energie gegenüber der Röhre gespart habe, die bei der Produktion des LCDs und bei der Entsorgung des CRTs benötigt wird? Das Problem gab es auch übrigens auch beim 3-Liter-Lupo von VW: Die Herstellung der Leichtbauteile ist sehr energieaufwändig. Auch da musste man einige Kilometer fahren, bis man gegenüber einem normalen VW Lupo Energie spart. Wenn man ein Auto hat, was einwandfrei funktioniert, sollte man sich daher auch fragen, ob man wirklich aus ölkoligschen Gründen ein nues Auto kaufen soll, nur weil dieses Sparsamer ist. Eigetnlich sieht man den Effekt ja auch im eigenen Portomnee: Ein neuer LCD-Monitor kostet 200€. Das dauert ganz schön lage, um das über die Stromrechnung wieder rauszubekommen. Daher ist es immer noch am sinnvolsten nicht zu produzien bzw. zu konsumieren. Und da sind wir auch bei einem grundsätzlichen Problem: Unser Wirtschaftssystem, welches darauf aufbauten, dass immer mehr produziert, weggeworfn, und wieder produziert wird, lässt sich eigentlich nicht mit ökologischem denken vereinen. Um diesen OT-Exkurs zu beenden mal ein 20minütiger FIlm:
    http://www.storyofstuff.com/

    Zurück zum Thema:
    Hast du mal gute Links dazu? Wenn es so einfach ist, bllig und auch noch fuktioniert, wundere ich mich etwas, warum ich davon bisher noch nichts gehört habe ;)
     
  15. Starfucker

    Starfucker Registrierter Benutzer

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  16. Ben723

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    Erstellt: 15.07.08   #16
    Das ist eine Lüge. Das traf vor 20 Jahren mal zu. Leider hält sich diese Behauptung seitdem hartnäckig.

    http://www.solarserver.de/lexikon/energetische_amortisation.html

    Das ist uralt. Es gibt heute viele Dünnschicht -Verfahren. Aktuell ist Nanosolar sehr vielversprechend:

    http://www.nanosolar.de/
     
  17. Blackdog1989

    Blackdog1989 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #17
    Der erste Link unterstreicht aber nicht deine Behauptung. Starfucker sprach von Kosten, also Geld. Auf der Website steht aber "Die Zeitspanne, die eine Solaranlage benötigt, um soviel Energie zu erzeugen, wie für ihre Herstellung benötigt wurde", d.h. es ist die Energie gemeint. Zumindest dieser Link kann Starfuckers Behauptung nicht widerlegen, da es dort um etwas anderes geht.

    Gruß
    Blackdog1989
     
  18. Ben723

    Ben723 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #18
    Hm, ich lese da CO2 ... :rolleyes:

    Die Produktion selbst hat quasi keinen CO2 Ausstoß. Es kann also nur die Energie für die Produktion gemeint sein.
     
  19. Blackdog1989

    Blackdog1989 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #19

    Ups ja...:rolleyes:
     
  20. Starfucker

    Starfucker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.08   #20