Amp für Rhodes

von robi, 17.07.06.

  1. robi

    robi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.06   #1
    Hallo!

    Wollte mal fragen, was ihr für Tips habt für die Verstärkung eines Rhodes Mark II Eighty-Eight Stage Piano. Bisher lasse ich es über einen Fender Princeton Chorus (Transistor-Verstärker) laufen, doch ich weiss, dass das nicht den Ober-Hammersound hergibt. Dem Teil geht in grösseren Räumen auch bald mal die Kraft aus...

    Natürlich, der Twin Reverb ist unerreichbar, hatte mal einen ausgeliehen... ein klarer, feiner und doch sehr warmer Sound, mmmhhh...
    Aber das Teil ist sehr schwer und auch gebraucht noch ziemlich teuer, gibt es da vielleicht Alternativen unter den Röhrenverstärkern, die ähnlich gut klingen?

    Schreibt mal, wie euer Setup diesbezüglich aussieht!

    Lieber Gruss

    Robi
     
  2. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.06   #2
    Twin und Roland Jazz Chorus - 120 sind die beiden Top-Kanidaten, aber das weißt du ja bestimmt. Sonst gibt's noch den Fender Pro Reverb, die kleinere Variante vom Twin. Generell würde ich dir empfehlen, viele Amps auszuprobieren, denn es muss ja dir gefallen. Ich hatte mal den Fender Frontman von einem Kumpel da, den fand ich überraschend gut. Letztens hatte ich einen Line 6 Flextone III da, und auch wenn die Teile für Gitarre ganz gut sein mögen, war das für das Rhodes ziemlich schlecht. Im A/B vergleich mit meinem Pro Reverb und Jazz Chorus hat der Line 6 haushoch verloren.
    Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass der Amp einfach eine bestimmte größe haben muss (am besten 2x 12" ) um einen warmen, kräftigen Sound zu bekommen.

    Generell passen viele Fender-Amps aus den 60ern und 70ern gut zum Rhodes.
     
  3. danielw

    danielw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.06   #3
    Also ich hatte kürzlich mal einen Roland Cube 60 (die Version für Gitarre) an meinem Rhodes hängen und war absolut positiv überrascht. Dieser kleine und leichte Würfel produziert einen ziemlich großen Sound, war meine und die Meinung meiner Bandkollegen. Das Teil besitzt Amp-Sims, beispielsweise vom Twin Reverb und vom Jazz-Chorus, dazu Effekte wie Tremolo, Chorus, Flanger und Phaser. Ich fand den Sound perfekt und auch die Lautstärke ausreichend. Dazu noch der Preis: zwischen 300 und 400 Euro neu - wenn ich nicht gerade am Überlegen wäre, mein MkI zu verkaufen (wegen Anschaffung eines Klaviers) würde ich mir das Teil zulegen. Bisher spiele ich über Hughes&Kettner Tubeman, Boss Chorus und Tremolo in einen Peavey KBA60 Keyboardamp.
     
  4. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.06   #4
    Ich habe für meinen Jazz Chorus auch nur 350€ bezahlt... ist halt nur relativ groß und schwer, aber dafür hat er rollen.
     
  5. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.07.06   #5
    Vom Klang an sich find ich die Fender Transistoren gar nicht mal so schlecht. Ein Gitarrist, mit dem ich öfter spiele, hat einen Fender Ultra Chorus - der klingt gut. Aber vielleicht darfs fürs Rhodes in der Tat etwas mehr Volumen sein :)

    Wenn du auf Fender stehst und Röhren magst, schau dir doch mal den HotRod Deluxe oder Deville an. Ich hab den DeLuxe mit 40W und 1x12", der reicht eigentlich ganz gut aus. DeVille mit 60W hat dank 2x12" wohl mehr Volumen. Stereo geht der DeVille aber leider nicht, dafür gibt es ihn auch mit 4x10" - soll geil klingen.

    Den Jazz Chorus mag ich aber auch ganz gern. Der hat außerdem auch richtig Muskeln :)
    Über den Stereo-Chorus braucht man ja wohl nichts mehr sagen...
     
  6. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.06   #6
    Komisch eigentlich, das der Grundsound vom Amp und der Chorus so übermäßig gut sind, der Hall und die Zerre aber der totale Müll...
     
  7. andi85

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    Erstellt: 18.07.06   #7
    Naja, den Chorus gabs ja schon vorher als Gitarrengerät - und die Zerre wird wohl eher als Alibi dabei sein. An den Hall kann ich mich jetzt gar nicht erinnern.

    Um ein paar harte Töne im Diskant etwas kratzen zu lassen kann man die JC-Zerre allerdings schon nehmen. Falls es mehr sein soll, eher nicht.
     
  8. Carlos

    Carlos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.06   #8
    Habt Ihr schon einmal versucht einen Gitarrensimulanten zu verwenden. Die Boss GT-Serie hat brauchbare Amp-Models. Ich habe noch einen GT-6 herumliegen und werde es bei nächster Gelegenheit einmal ausprobieren.
    Carlos
     
  9. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.06   #9
    Ja, der Flextone III ist ja eine Digitalsimulation. Hat mir für Rhodes aber überhaupt nicht gefallen, irgendwie gar kein Volumen. Auch Twin & Co haben mich nicht überzeugt...
     
  10. robi

    robi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.06   #10
    Vielen Dank für eure Antworten! Ich hab mein Rhodes auch schon über ein ZOOM G2 Gitarrenpedal laufen lassen direkt in die Soundkarte... für Effekt-Geschichten sehr gut, da kommen die verrücktesten Töne raus. Aber für das normale "moodige" Spielen würd ich schon gern einen echten Röhrenverstärker anschaffen. Die Ampsimulationen haben da für meinen Geschmack einfach nicht die gleiche klangliche Tiefe.

    Ich schau mich mal ein wenig im Netz um, was die von euch erwähnten Amps angeht.

    Lieber Gruss

    Robi
     
  11. andi85

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    Erstellt: 18.07.06   #11
    Ich glaub auch, das für den normalen Amp-Sound nichts über den Amp selbst geht. Wenn du Röhren willst, sowieso. Effekte...mei, halt welche, die gut klingen.
    Wenns schon direkt in die PA sein soll, würde ich das wirklich direkt machen, also ohne Ampsimulation, denn das kann auch gut klingen. (muss aber nicht...)
     
  12. danielw

    danielw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.06   #12
    Ich werf jetzt einfach nochmal den Roland Cube 60 in die Runde - klingt geil, auch ohne Röhre! :p
     
  13. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.07.06   #13
    Den muss ich echt mal ausleihen und testen, du machst mich neugierig :)
     
  14. mnutzer

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    Erstellt: 19.07.06   #14
    @Meine Rhodes-Clones - ein echtes steht noch auf der Wunschliste - jage ich gerne durch diverse Leslies oder deren Nachbauten, z.B. links ein Dynachord 300 - wg. dem riesigen Basslautsprecher nehme ich die Lesliesimulation in Kauf, oder schalte sie ab - und rechts ein Echolette.

    Jedenfalls finde ich die langsame Verquirlung der Rhodes-Klänge durch mechanische Leslies besser als jeden Phaser.

    Aber auf Bühnen möchte ich so etwas nicht mehr schleppen müssen.

    Viele Grüße!
     
  15. mk1967

    mk1967 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.06   #15
    Hallo Robi

    es klingt vermutlich ziemlich verrückt:screwy:, aber ich habe (ursprünglich notgedrungen) mit Bassamps und Zwölfzöllern ganz gute Erfahrungen gemacht. Kann daran liegen, daß mein MK I ziemlich dreckig-obertonreich eingestellt ist. Dazu dann wahlweise ein Gallien-Krueger-Kontrabaßcombo (MB200 oder so ähnlich, 1 x 12 - zwei dieser Amps dürften Stereo richtig gut klingen) oder ein 100-Watt-Trace-Elliott mit 2x12er Box. Matsch is' da nicht, eher angenehm angefetteter Ton.:great: Nur eine Mittenabsenkung oder so was ähnliches sollte der Amp unbedingt haben, sonst matscht es in der Tat.

    Michael
     
  16. oliisinthehouse

    oliisinthehouse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.06   #16
    Hallo zusammen

    Ich spiele die Rhodes-Klänge meiner Nord Electro auch über ein passives Echolette-Leslie. Als Verstärker benutze ich den Reussenzehn Organ Amp. Das klingt dann unglaublich warm und die Zerre ist dann eine wirkliche Röhrenzerre.

    Habe eine Zeit lang auch einen Fame Gitarrenverstärker verwendet um das Leslie azusprechen. Der Klang war dann wesentlich glockiger, aber die Zerre gefiel mir weniger. Und auch die Klangvariation war sehr klein, da ich bei dem hohen Ausgangspegel der Electro den Gainregler praktisch auf Null und den Master voll aufdrehen musste.

    Mit freundlichen Grüssen
     
  17. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.07.06   #17
    Leslie ist echt ganz witzig, mag ich auch gerne.
     
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