Amp-Speaker selber wechseln

von blues62, 05.09.05.

  1. blues62

    blues62 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #1
    Hallo,
    mein fender blues junior hat einen 12" speaker. ich habe nun gelesen dass ein 10" speaker den sound positiv beeinflusst, vor allem für rock blues (gitarre oder Blues Harp).

    Ich habe nun diesen Alnico-Speaker gesehen.
    Kann mir jemand sagen ob dieser speaker für meinen Amp geeignet ist und ob das schwierig ist einen speaker zu wechseln? Ich habe das noch nie gemacht, muss ich da auf etwas besonderes achten?

    Besten Dank, Gruss :great:
     
  2. Kramerama

    Kramerama Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #2
    Also folgendes: Du willst einen 10"er in eine Passform von einem 12"er reinpacken...

    Wenn er rearmounted ist, dann kein Problem, dann schnitzte Dir aus einem Holz einen Adapter Also etwas größer als 12" Scheibe und dort ein 10" Loch rein und den anderen Speaker hintendran. oder auch vorne rein. Dann mit der Front verschraubt und du kannst tauschen... mit Schnellspannschrauben wärst du sogar noch Flexibel...
    Ein 10"er macht den Sound etwas pappinger mittiger und mehr ins Ohr.
    Ein Alnico verstärkt das alles noch , denn das sind Speaker die nicht so den derben Bassdruck bringen also eher retro.
    Wenn Du das vorhast ist es nur eine Frage von einer Stunde mit der Stichsäge und fertig.
    Halt abdichten mit Filz oder Gummi nicht vergessen sonst rumpeln die Hölzer aneinander
     
  3. ronnie

    ronnie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #3
    Einen Speaker wechseln ist nicht schwer. Nur weiß ich nicht ob das bei deiner Combo von 12" auf 10" möglich ist. Es kann sein, dass das "Loch" zu groß ist und man den 10"er nicht anschrauben kann.

    Grundsätzlich bauen Hersteller den bestgeeignetsten Speaker in Combos ein. Deswegen würd ich den originalen Speaker drin lassen. Wenn du ihn gegen einen 12" Speaker (z.B.: Greenback) austauschen wolltest, wäre das ganz unkompliziert.

    So gehts natürlich auch.
    Nur wenn du den Amp dann jemals verkaufen willst, seh ich schwarz.
     
  4. blues62

    blues62 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #4
    hmm, das ist mir fast schon zu kompliziert :rolleyes:
    and das problem mit dem zu grossen loch habe ich gar nicht gedacht :D

    ich glaube ich muss mir da etwas besseres einfallen lassen...Besten dank
     
  5. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.09.05   #5
    Hast du schon drüber nachgedacht, vielleicht ne zusätzliche 10"Box zu kaufen/zu bauen? Ist zwar etwas aufwendiger/teurer, aber ich denke das dürfte sich lohnen. Weiß jetzt nicht ob der Fender nen Boxenausgang hat, aber wenn nicht, dann schneid einfach das Kabel vom Amp zum Speaker durch und löt an die Speakerseite ne Klinkenbuchse, an die andere den passenden Stecker. Beides führst du jetzt aus dem Gehäuse raus und kannst da nach belieben den Speaker vom Combo, oder den einer Box benutzen. Achte aber auf die richtige Impedanz bei der Zusatzbox (steht auf dem Speaker im Fender selbst)

    MfG
     
  6. blues62

    blues62 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #6
    Habe ich mir schon überlegt. Der Fender hätte einen box ausgang,... das problem ist das rumschleppen und platzproblem...ich benütze den Bluesjunior für die Proben und bei gigs wo ich wenig platz habe, sonst spiele ich immer mit meinem Bassman....

    An und für sich bin ich mit dem sound vom Blues Junior zufrieden. Wenn ich jedoch mundharmonica mit meinem microfon spiele kommt es immer wieder zu "feed-back". Nun habe ich gelesen dass eventuell mit einem 10" speaker das Problem weniger vorkommt... Ich glaube ich löse das problem weiterhin mit meinem EQ und fahr mit den Höhen ein wenig herunter..

    Besten Dank, gruss :great:
     
  7. ronnie

    ronnie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.05   #7
    Bist du sicher, dass das Feedback vom Amp kommt? Das leuchtet mir grad nicht ein, weil ja Gitarre-Amp ein "fast geschlossenes System" ist.
    Wenn das Feed-Back wirklich vom Amp kommt, würd ich ein Volumepedal oder einen Mutetreter (nennt man das so? ;) ) verwenden und während den Mundharmonica-Einlagen stumm schalten; oder das Volumepoti verwenden, was aber wahrscheinlich umständlich ist.
     
  8. blues62

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    Erstellt: 06.09.05   #8
    die Ursache für das feed-back ist natürlich vor allem das "vintage" micro, aber da kann ich nicht viel aendern :screwy: Nun versuchen harp spieler alles möglich zu machen damit das feed-back so viel wie möglich unter kontrolle ist. Ich verwende eben ein volume pedal für den äussersten Notfall, aber vor allem eben ein EQ. Es ist einfach so :evil: , je mehr der amp natürlich zerrt desto schoner ist der sound aber desto grösser das feed-back risiko, und eben mit einem 10" speaker soll das anscheinend kleiner sein :D
     
  9. Kramerama

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    Erstellt: 06.09.05   #9
    Vielleicht ist hier eine Sabine (Feedback-killer) das richtige.
    Die Dinger gibts auch von Behringer in groß.
     
  10. blues62

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    Erstellt: 06.09.05   #10
    was ist denn das? :confused: kannst Du mir das kurz erklären?
     
  11. Kramerama

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  12. blues62

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    Erstellt: 06.09.05   #12
    Besten Dank :great:
    also das ist für mich jetzt völlig neu :rolleyes:
    ich frag jetzt nicht ob das behringer von 100< Euro gleich gut wie das von 500 ist :D , aber funktionieren diese feed-back killer gut? haben die einen Einfluss auf den sound?
     
  13. Harry

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    Erstellt: 06.09.05   #13
    ich misch mich mal kurz ein: ein Feedbackkiller ist eigentlich nur ein Hilfsmittel. Es ist im Prinzip nichts anderes als ein schmalbandiger, parametrischer Equalizer, der dir die Störfrequenzen rausfiltert. Funktioniert bei Mikrofonanwendungen, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Da dies aber ein "Automat" ist macht er es manchmal eben nicht ganz so, wie man es gerne hätte.
    ja natürlich - wie gesagt: er filtert dir die Störfrequenzen raus und das "fehlt" dir natürlich. Im Extremfall filtert er 12 Frequenzen raus, weil es an 12 verschiedenen Stellen nacheinander koppelt. Da hast du dann ganz schöne Löcher im Sound.
    Wenn du dich mit dem Ding beschäftigst, dann kannst du es auch manuell einstellen und ganz gezielt schmalbandig an den heiklen Stellen rausfiltern und diese Frequenzen fest einstellen - ohne Automatik.
    Das ist dann halt nix anderes als ein parametrischer Equalizer.
     
  14. blues62

    blues62 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #14
    das heiss dass es also genau so funzionier wie mein mxr EQ :)
     
  15. blues62

    blues62 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #15
    das heisst dass es also genau so funzionier wie mein mxr EQ :)
     
  16. 68goldtop

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    Erstellt: 07.09.05   #16
    hi blues62!
    dass 10er weniger anfällig für feedback sind als 12er hale ich für fraglich...
    den speaker den du gelinkt hast gibt es übrigens von eminence auch in 12" - der austausch dauert dann mit etwas geduld + spucke ca. 10 minuten.
    ich habe persönlich keine erfahrung mit harp über gitarren-amps, aber ich weiß dass die amis gerne mit vorstufenröhren experimentieren um ihre (gitarren) amps für harp zu "zähmen". nimmst du z.b. in der ersten position (die vorstufenröhre am weitesten weg von den endstufenröhren) eine 12ay7 statt a12x7 - das kann schon viel bringen. der sound ist wahrscheinlich immer noch "heiß" genug, aber die eingangsstufe wird gedämpft und du hast mehr kontrolle/weniger feedback. eine 12at7 (statt 12ax7) in der dritten position wirkt ähnlich.
    vielleicht hilft das ja was...
    das mit dem 10er im blues junior würd´ich vergessen. dann lieber einen pro junior - der hat schon ´n 10er.. .;)
    greets
    - 68!
     
  17. blues62

    blues62 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.05   #17
    besten Dank! :)
    das mit dem 10" Speaker hab ich entschieden sein zu lassen :D . Das mit den Röhren auszutauschen habe ich auch schon mal gehört aber ich kenn mich da dann zu wenig aus weil ich das noch nie gemacht habe...ich muss mich da mal umschauen. Gruss :great:
     
  18. 68goldtop

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    Erstellt: 07.09.05   #18
    hi blues62!
    eine 12ay7 kostet nicht viel - ebenso die 12at7 - und du kannst einfach (vorsichtig) die vorhandene röhre rausziehen und die neue einsetzen (ebenso vorsichtig! die kleinen metall-stifte unten dran verbiegen sich gerne ...). dazu schaltest du den amp aber am besten ab! du kannst auf diese weise einfach - z.b. bei gleicher einstellung des amps - die unterschiede im sound/feedback-verhalten testen. ich glaub´ich habe sogar noch eine von jeder die ich dir für kl. geld überlassen würde...
    cheers - 68!
     
  19. blues62

    blues62 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.05   #19
    ...also irgendwann muss ich mich mit diesen Röhren ausernandersetzten. Muss ich da einfach nur vorsichtig ziehen? Und wenn mir das Resultat nicht past kann ich einfach die alte Röhre wieder reinstecken?
    Nun, gemäss anleitung fender Blues Junior hat es von links nach rechts 2 mal eine 6BQ5 Röhren und 3 mal eine 12AX7 Röhren. Ich würde nune eine 12AT7 Röhre einbauen, wo muss ich die dann einsetzten? oder muss ich alle 3 12AX7 ersetzten? :confused: Was machen eigentlich diese AT7 röhren im vergleich zu den AX7? Entschuldigung aber eben.....

    Das mit der Röhre überlassen lohnt sich warscheinlich nicht da ich in der Schweiz wohne...

    Gruss
     
  20. 68goldtop

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    Erstellt: 07.09.05   #20
    hi blues62!
    normalerweise zählt man die röhren von der ersten vorstufenröhre (v1) - die ist ja auch die "eingangs"-stufe... und am weitesten weg von den endstufenröhren (in deinem fall die 6BQ5/EL84). bei den meisten amps ist es so, daß diese röhre (V1) am meisten den sound prägt.
    die unterschiede zwischen den genannten röhrentypen (12ax7/ay7/at7) sind die unterschiedlichen verstärkungsgrade die sie haben (auch gain-faktor genannt). d.h. sie arbeiten alle in den entsprechenden positionen, verstärken aber mehr oder weniger stark.
    die 12ax7 hat den höchsten "gain-faktor" - deswegen benutzen harp-spieler in der ersten position gerne eine röhre mit weniger "gain" (z.b. 12au7/ay7) - eben um unerwünschte übersteuerungen zu vermeiden. ich habe einen tweed-deluxe nachbau von victoria. der tweed-deluxe hatte im original eine 12ay7 in v1 - meiner hatte eine 12ax7 als ich ihn bekam und ich hatte ziemliche probleme mit mikrophonie und allen möglichen komischen nebengeräuschen bis ich eine gute 12ay7 eingesetzt habe - seitdem klingt er klasse und ist total "handzahm" ;)

    die 12at7 wurde von fender meist als phasen-treiber röhre und in der reverb-schaltung eingesetzt (seit den blackface-amps - ca. ´63). sie hat eine geringere verstärkung als die 12ax7 und sollte wohl an dieser stelle für ein cleaneres signal sorgen (die tweed und brownface-amps benutzten noch 12ax7). ich habe auch eine in dieser postion (v3) in meinem blues junior + man erhält mit dieser röhre wirklich ein bißchen mehr "headroom". in v1 würde ich aber eher eine 12ay7 testen.

    du musst nicht alle vorstufenröhren austauschen - ich würde erstmal mit v1 experimentieren.
    best - 68!


    p.s.: ja, du musst einfach nur langsam und vorsichtig (vielleicht ein kleines bißchen wackeln) die röhre rausziehen und du kannst jederzeit die andere röhre wieder einsetzen! nur immer einbißchen warten nach dem ausschalten - die kleinen dinger werden nämlich ganz schön heiß!

    p.p.s.: ich möchte noch hinzufügen, daß ich KEIN techniker bin + wenn ich (technisch gesehen) irgendwas falsches geschrieben habe, bitte ich um korrektur von seiten der schlaueren!
     
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