AMP-Tuning : Schaltbare Endstufenwahl

von wary, 06.12.04.

  1. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #1
    Hi, gleich vorweg, ich weiss das ich nicht genug weiss um an meinem Röhrenamp selber zu basteln. Hab da aber einerseits jemanden auf den ich da sehr gut zurückkommen könnte, oder ich würde da halt doch direkt einen Techniker ranlassen!

    Nun zu meiner Frage : Ich habe ein Röhrentopteil, mit 4 Endstufenröhrensockeln. Davon sind z.Z. nur 2 besetzt (der Amp ist auch von 100W auf 50W schaltbar), und zwar 2x 6l6. Laut Vorbesitzer wäre es kein Problem stattdessen auch el34 (oder waren es 3l84 :confused: ) zu benutzen.
    Jetzt kam mir die Idee ob es nicht relativ leicht möglich wäre, in die beiden freihen Röhrensockel 2 el34 zu packen, und den AMP so zu modifizieren dass man per Fussschalter wählen kann zwischen
    1. Die beiden 6l6
    2. die beiden el34
    evtl. 3. Beide zusammen (wär das soundtechnisch sinnvoll??)

    ist das technisch ohne absolut undenkbaren Aufwand möglich? Ist das überhaupt sinnvoll, soll heißen unterscheidet sich der Sound von den 6l6 (angeblich ja etwas smoother/weicher) und el34 (britisch agressiv) so sehr, oder sind das doch eher Nuancen von denen wir hier reden? Wahrscheinlich müsste da dann auch ein zweites BiasPoti eingesetzt werden, da die EL34 und die 6l6 wahrscheinlich sehr unterschiedliche Bias-Werte haben, oder?


    Also nochmal : Keine Angst, ich pack nicht meinen Lötkolben aus und mach das nach dem Try&Error Prinzip. Würd mich halt erstmal interessieren ob diese Idee spinnert ist oder ob sich das einerseits einigermaßen kostengünstig realisieren lässt und ob es einen wirklichen Nutzwert hat!

    Danke im Vorraus für alle konstruktiven und auch für alle unterhaltsamen ;) Antworten
     
  2. nigs

    nigs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #2

    Das sollte gehen. Mit dem Bias haste recht, da bräuchte man 2.
    Und es wäre ja auch klar dass immer alle Röhren Heizung bekämen.

    Die 3. Variante ist aber nicht so gut, da man dann per Knopfdruck doppelt so viel Leistung hätte, was viiiel lauter wäre.


    Ich denke dass man es gerade bei höheren Lautstärken hören würde, denn da zerren die Endstufenröhren, und das tun beide sehr unterschiedlich.
    Wenn du Volume immer nur unter 3 Uhr hast, wirste denke ich nich sooovie hören...


    Coole Idee, sag obs geklappt hat, bzw. wie sichs dann anhört.
     
  3. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #3
    danke für die Antwort!
    Mit der 3. Variante hast Du nicht ganz Unrecht, müsste man sich evtl. noch was überlegen... aber wäre der Sprung der Lautsärke so krass? Ich mein 50 W sind doch nicht so viel leiser als 100 W (hab die Formel nicht im Kopf :confused: ). Ausserdem könnte man das ja evtl. als Soloboost verwenden!
     
  4. TelosNox

    TelosNox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #4
    Die verdoppelung der Leistung ist eine Anhebung des Schalldrucks um 3dB.
    Um die Lautstärke zu verdoppeln benötigt es 10dB Anhebung, was eine Verzehnfachung der Leistung heißt.
    Es wird also recht schnell ersichtlich, daß der Lautstärkeunterschied nicht soo gewaltig sein wird, ein Unterschied von 3dB gilt als gerade gut Wahrnehmbar.

    Wenn man deine Lösung umsetzen wollte, ohne diesen Lautstärkeunterschied zu haben, muss entweder automatisch beim Zusammenschalten aller 4 Röhren die Lautstärke um 3dB abgesenkt werden (entweder am Eingang, wodurch es aber weniger Zerrt, oder am Ausgang, wo die Leistung dann in Wärme verblasen werden muss, was denke ich auch nicht ganz leicht ist), oder man nimmt einen Amp mit insgesamt 8 Röhren, dann kann man jeweils 4 zusammenschalten (also 4 x el34 oder 4 x 6l6 oder 2 x el34 + 2x 6l6), oder sogar alle 8, falls man dann doch mehr Lautstärke will.
     
  5. Killigrew

    Killigrew Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #5
    Also gehen tut es auf jeden fall, über die genaue Durchführung muss man sich halt gedanken machen,
    Was z.b. für Schaltung 3 sinvoll ist, wenn man Sie zusammen mit dem clean Kanal benutzt, so hat man im verzerrten Kanal schneller eine schöne Endstufen zerre, und im Clean mehr Headroom.
    Für die Pegelanpassung würd ich einen fest Widerstand in die Leitung zum Master Poti schalten.

    mfg :)
     
  6. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.12.04   #6
    Ich denke das sowas erst richtig Sinn macht wenn sich der Aufbau der Endstufe um die verschiedenen Roehren Grundlegend unterscheidet. Klar klingt ein Amp mit 6L6 etwas amerikanischer, einer mit EL34 britischer.... jedoch waeren wir da bei gleichem Aufbau der Endstufe im Bereich des "Maeuse husten hoerens".

    Ich hahbe keine Ahnung wie der Aufbau bei diesem MEsa-Amp ist, der verschiedene Roerhen zur Auswahl stellt.... genauso unsicher bin ich mir wie man das verkabeln muss und wie danach die IMpedanzen ausfallen.
     
  7. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #7
    wenn immer 2 ODER 4 endstufen kommen ist das ja schön und gut aber 2 UND 4 zur auswahl....das würd ich auch gern wisesn wie das dann mit den impedanzen funzen soll
     
  8. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #8
    hmmm, das mit den Impedanzen sollte kein Problem sein, da mein Topteil ja auch so schon zwischen 2 und 4 Röhren schaltbar ist (50W auf 100 W)! Diesn Schalter müsste ich also nur per Fuss bedienen können (was ja imho nicht so ein Problem darstellt). Dazu müsste dann halt noch schaltbar sein welches Pärchen man im 50W betrieb hat...


    aber vor allem lennys Aussage interessiert mich... ist das dann überhaupt eine wirklich sinnvolle weil hörbare Modifikation oder macht die Endstufenröhrenart gar nicht soo! viel vom Klang aus (natürlich besonders bei hoher Lautstärke)
     
  9. Axl

    Axl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #9
    Nur mal so am Rande: Also ich höre einen Soundunterschied bei meinen Gitarrensounds ob ich sie nun mit mit den EL34 oder den 6L6 Verstärke. Das ist eben das schöne an einer schaltbaren Endstufe, man hat den 1:1 Vergleich. :great:
     
  10. Killigrew

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    Erstellt: 06.12.04   #10
    Also der Aufbau einer Marshall oder einer Mesa Endstufe ist nicht wirklich grundlegend verschieden.
    Es gibt ja auch einige die in ihren Recti EL34er rein bauen, da ist schon ein Unterschied.
    Wenn man das Problem mit den Impedanzen vermeiden will, kann man einfach alle Röhren immer anlassen, und einfach nur den Eingang aufs Gitter hin und her schalten. :)

    mfg :)
     
  11. LennyNero

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    Erstellt: 07.12.04   #11
    Okay, im 1zu1 Vergleich moegen da die Unterschiede auffallen... das habe ich nicht bedacht (zumal dieser Fall ja typisch dafuer waere). Wenn man aber vergleichbare Endstufen (z.B: Marshall 9100, 2*50 Watt 5881) und Marshall EL34 50/50 (2*50 Watt EL34) nicht am selben Ort und zur selben Zeit testen kann, so werden die Unterschiede kaum auffallen (wenn ueberhaupt... aber wie ich ja bereits eingstanden habe, darum geht es hier ja nicht).
     
  12. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.04   #12
    ich glaube das ist mit vielen Dingen so! Ich denke auch das einem der Soundunterschied beu zwei Gitarren der gleichen Bauart im direktvergleich noch anspringen mag, liegen 2 Wochen zwischen den Tests wird man das kaum noch unterscheiden können!
     
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