Anarchisch "geführte" Länder

von woozie, 06.03.06.

  1. woozie

    woozie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #1
    Gibt es Lnder in denen freiwilige Anarchie herrscht (d.h nich aufgrund eines bürgerkrieges
     
  2. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #2
    Hmmmmmmmmmmmmmmm...............









    Nein!
     
  3. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #3
    Nö...es gibt zwar Anarchie, aber die ist nicht friedlich...nicht einmal annähernd!!!
     
  4. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #4
    das stimmt so nicht!!informiert euch mal richtig!!spanien war kurze zeit tatsächlich anarchistisch!das ganze hat sich während des bürgerkrieges 1936-1939 abgespielt!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Spanischer_Bürgerkrieg

    lernt....
    die anarchie hatte aber nichts mit dem heutigen punk-anarchismus zu tun!es wurde intuitiv getan was allen möglichst half,und nicht nur einer politischen oberschicht.
     
  5. Rojos

    Rojos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #5
    Das musst du mir erklären. Der threadersteller fragt " nicht wegen eines Bürgerkrieges.." und du gibst ein Beispiel aaus dem spanischen Bürgerkrieg...hm..hilf mir.
     
  6. I can't resist

    I can't resist Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #6
    Bevor wir uns mal richtig informieren solltest du aber erstmal lesen lernen :screwy:

    ps: Anarchie wird niemals friedlich sein. Jedenfalls nicht unter einem ganzen Volk.
     
  7. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #7
    Theorie und Praxis... Es gab oft Anarchie, aber keine nach dem kategorischem Imperativ. :eek:
     
  8. BiTurbo

    BiTurbo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #8
    es kann keine "absolute" anarchie geben, da man im falle der Auslöschung der Staatsgewalt sich sofort (mit freunden oder ä.) zu kleinen Gruppen zum Zwecke der Selbsterhaltung schließen würde.
    Nebenbei bemerkt: Der Mensch ist eine bösartige Spezie, deswegen wird es immer Konflikte geben
     
  9. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.03.06   #9
    Nicht die Konflikte sind das Problem.
    Ein Problem ist die herrschaftliche/machtorganisierte "Organisation" der Konflikte und der Umgang damit.
    Ein weiteres Problem ist der aggressive Umgang mit Konflikten.

    Auf gesellschaftlicher Ebene kann m.E. der Anarchismus als Organisationsform wieder an Bedeutung gewinnen, da auf Grund der Entwicklung der Produktions- und Kommunikationsmittel kleine Organisations- und Steuerungseinheiten, die anarchisch im Sinne von selbstbestimmt agieren, effizient arbeiten können, ohne sich abschotten zu müssen.
    Ob sich das durchsetzen läßt, ist eine andere Frage.
     
  10. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.06   #10
    hm, einige neocons gelten ja als anti-statists, trotzdem ist funktionierende Anarchie imho ein Hirngespinst.
     
  11. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.03.06   #11
    Ich fürchte, da müßte man in eine ganz andere Richtung mal sehen, nämlich nach (annähernd) egalitären Gesellschaften. Da hast Du dann eher das Problem, daß es einerseits Ethnographen gibt, die zur romantischen Verklärung von "Exoten" neigen, andererseits Gralshüter, die verbiestert darauf insistieren, daß es die "anderen" ja gar nicht so viel anders machen als wir hier — und schon gar nicht besser! :screwy:

    Explizierte Anarchismen sind ja eher bereits die Negation (welcher Art auch immer) einer bereits etablierten Herrschaft (welcher Art auch immer).
     
  12. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.06   #12
    Huuuiuiuiui! :D
     
  13. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.06   #13
    wieso wurde eigentlich im thread-Titel "anarchistisch" gegen "anarchisch" ersetzt? die beiden Begriffe sind ja wohl nicht ganz synonym.
     
  14. rockforce

    rockforce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.06   #14
    ja das ist mir auch aufgefallen. den begriff anarchisch kenn ich garnicht.
    zum thema. anarchie ist nichts was über längere zeit in einem land herrschen kann, weil immer jemand macht haben wird. diese vorstellung von freiheit, frieden und gerechtigkeit in zusammenhang mit anachrchie ist völlig neben der realtität. wenn gewaltenlosigkeit herrscht, dann macht jeder in einem land was er will. und das kann nur im chaos enden. was dieser irrglaube der punks(es gibt auch da einige ausnahmen ;)) soll, dass anarchie das einzig ware ist, frag ich mich ehrlichgesagt schon lange. wer wirklich glaubt dass in einem land in dem die anarchie herrscht alles rosig ist, der dürfte sehr blauäugig sein. aber vielleicht haben sich hier leute noch mehr mit dem thema auseinandergesetzt, und haben ne erklärung parat. ich seh da jedenfalls keinen sinn.
     
  15. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.06   #15
    anarchisch ist vielleicht der Humor von south park, trotzdem würde ich die Erfinder der Serie nicht als Anarchisten bezeichnen.;)
     
  16. bum

    bum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.06   #16
    Der Threatersteller dachte da wohl eher an "Anarchie" im Sinne von Chaos, wie sie in Form von Plünderungen oft in Zeiten zwischen Krieg und Frieden, in dem das Zusammenleben nicht wirklich "geregelt" ist vorkommen und in denen sich dann meistens die Ohnmacht und Wt des Volkes entläd.. Das hat weniger mit den libertären Bestrebungen in Spanien oder auch der Ukraine zu tun. Dass diese sich nur in Zeiten des Umbruchs bzw Bürgerkrieges entwickeln konnten liegt daran, dass sie erst in solchen "Herrschaftsvakuen", zumindest temporär, vor reaktionären Interaktionen geschützt waren, bzw. durch den Kampf gegen "das Bestehende" erst verwirklicht werden konnten.
     
  17. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.03.06   #17
    Also ich bin kein Anarchie-Experte.
    Aber es hat weit mehr Hintergrund als die meisten Punks, die Du anführst, vermuten. Rund um Bakunin gibt es ziemlich ausgereifte Sachen. Allerdings haben die meisten Anarchisten die direkte Aktion der Bildung von Theoriesystemen vorgezogen, was in gewisser Weise auch konsequent ist. Wenn ich im Folgenden also "Anarchie" sage, meine ich nicht, dass es eine einheitliche Theorie oder Praxis von Anarchie gibt, sondern sie reflektiert auf eine bestimmte Spielart der Anarchie.
    So viel kann ich dann sagen:
    Anarchie ist nicht zu übersetzen mit Gewaltlosigkeit oder Friede/Freude/Eierkuchen.
    Anarchie wehrt sich in erster Linie gegen staatliche organisierte Gewalt. Deshalb gehen viele anarchistische Konzepte von relativ kleinen, selbstorganisierten Einheiten (Städte, Kommunen, Regionen) aus, in denen zum Beispiel gewählte Räte bestimmen, die über sowas wie "direkte Demokratie/Beteiligung/Partizipation" Macht anders organisieren.
    Ein Hintergrund von Anarchie sind die beiden Weltkriege und Kolonialismus, und dsrsus folgend eine eindeutige Skepsis bzw. Abkehr von Konzepten, die auf Nationen und auf eine kapitalistische Produktionsweise beruhen. Ein weiterer Hintergrund ist die Skepsis von Anarchisten gegenüber Kommunisten gewesen. Bei sehr ähnlicher Auffassung von kap. Produktionsweise und Nationalstaaten haben eben Anarchisten im Sozialismus und Kommunismus die Gefahr gerochen, dass nicht Macht demokratischer verteilt und gesteuert wird, sondern "die Partei" alle Macht in sich vereinigt, sich gegen Demokratie weht und selbst eine diktatorische Entwicklung nimmt.
    Aus heutiger Sicht eine sehr hellsichtige Ahnung, wie ich meine.

    Die Kernfrage der Anarchie lautet: Wie läßt sich Macht (politische, wirtschaflliche, gesellschaftliche) so organisieren, dass sie von den Menschen selbst gesteuert und ausgeübt werden kann? Eine andere Kernfrage lautet: Wie kann der einzelne Mensch ein selbstbestimmtes Leben führen und sich gegen Macht und Willkür durchsetzen?

    Ziemlich aktuelle Fragen, finde ich.

    x-Riff
     
  18. bum

    bum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.06   #18

    schöner beitrag.
    aber die unterteilung in "kommunisten" und "anarchisten" finde ich ein wenig problematisch. die erste internationale teilte sich in libertäre und autoritäre, wonach die libertären ausgeschlossen wurden, sodass die idee des staatskommunismus (aus denen sich dann ja auch der leninismus entwickelte) bald als die einzige kommunistische spielart angesehen wurde. Somit halte ichs mit kropotkin, der ja der meinung war, dass sich anarchismus und kommunismus nicht ausschließen, sondern jeweils gegenseitig brauchen um bestehen zu können.
     
  19. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.03.06   #19
    ;)
    Völlig dacor.
    Habe nur eine Spielart des Kommunismus angeführt - allerdings die, gegen die sich die Anarchisten gewehrt haben und, so meine ich, historisch einigermaßen berechtigt.

    x-Riff
     
  20. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.03.06   #20
    Das ist richtig. Da es falsch geschrieben war, habe ich mich bei der Korrektur nach der Überschrift des 1. Postings gerichtet. Auch dessen Inhalt nach dachte ich (womit ich natürlich durchaus auch falschgelegen haben könnte), daß darauf wohl primär abgezielt war.