Anfänger Fragen

von EuleXIgel, 19.09.16.

  1. EuleXIgel

    EuleXIgel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #1
    Servus,

    also ich bin kompletter Anfänger (habe auch noch kein DAW), aber hab schon paar Fragen im Vorraus. Ich weiß, dass es größtenteils Fragen sind, bei denen die meisten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden, aber ich hab eben noch so gut wie keine Ahnung von der Materie.
    Und sorry, dass die letzte Frage jetzt nicht ins Software Forum sondern ins Hardware Forum gehört, aber ich wollte keinen extra Thread dafür aufmachen.

    1. Habe öfters gelesen, man soll die Musik in 96 Hz mischen und in 44 Hz exportieren. Ich verstehe aber nicht genau, was das bedeutet, denn es ist ja dadurch nicht jeder Ton 44 Hz sondern es gibt hohe und tiefe Töne. Ist das dann eine Art Mittelwert oder was? Auch in meinem Aufnahmeprogramm Bandicam kann ich zwischen 22050 und 48000 Hz Frequenz bei der Aufnahme wählen. Das bedeutet doch nicht dass dann alle Töne gleich 48000 Hz sind? (sofern ich diese Frequenz einstelle)

    2. Was ich auch noch nicht ganz verstehe, warum man nicht über 0 dB mischen darf. Anscheinend wird ja alles über 0 dB abgeschnitten, weil in der digitalen Übertragung alles unter 0 dB ist. Aber in Audacity z.B. kann ich eine Audiospur auf 40 dB verstärken. Außerdem hört der Mensch 0 dB doch gar nicht oder? Mir ist klar, dass die Frage richtig dumm ist, aber irgendwie check ichs einfach nicht.

    3. Was bringt ein Kompressor? Also ich habe bis jetzt nur gelesen, dass ein Kompressor den Sound flach und dumpf etc. klingen lässt. Wann und warum benutzt man ihn dann?

    4. Braucht man eine gute Soundkarte im PC, damit sich die Ergebnisse gut anhören? Eigentlich ist es doch nur vom Audio Interface, Mikrofon und vom DAW abhängig, oder?

    5. Was genau ist MIDI? Sry, verstehe nur Bahnhof beim Wikipedia Artikel.

    6. Welches DAW könnt ihr mir empfehlen? Ich will meine eigenen Beats machen und dazu singen, soll in Richtung Cloud Rap (Yung Hurn und so) gehen, werde auch viel bzw. vlt sogar ausschließlich mit Autotune arbeiten. Ableton Live hört sich für mich ganz gut an, und Cubase und Logic auch...hab aber keinen blauen Schimmer was für mein Einsatzgebiet am besten ist.

    7. Ich habe das Rode NT1A Mikro und das Steinberg UR22 Audio Interface, werde ich damit gute Ergebnisse erzielen? Muss jetzt auch nicht perfekt werden, wie gesagt werde mit Auto Tune arbeiten und es muss jetzt keine perfekte Qualität wie bei Sopransängern oder son shit werden.

    Danke für alle Antworten
     
  2. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #2
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  3. Heizenhaus

    Heizenhaus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.16   #3
    Auch auf die Gefahr hin das Du uns trollen möchtest, werde ich mal versuchen Deine Fragen kurz zu beantworten. Eine Sache kann ich Dir jedoch gleich mitgeben: Bitte erwarte nicht das Dir hier alles vorgekaut wird. Eine Sache wirst Du Dir einfach selbst aneignen müssen. Da führt kein Weg dran vorbei wenn Du es ernsthaft versuchen möchtest. hairmetal81's Empfehlung wäre ein Einstieg.

    Stell Dir diese auswählbaren Frequenzen (22 kHz, 44,1 kHz, 48 kHz, 88,2 kHz, 96 kHz) nicht als eine spezifische Frequenz sondern als eine Bandbreite vor. Es gäbe ja keine Varianz des Tons wenn alles eine Frequenz hätte. Du kannst Dir jetzt gerne überall im Netz, z.B. hier oder hier kurz anlesen (und das ist nur von der ersten Seite der Google-Suchergebnisse für Frequenz UND Aufnahme). Mach Dir am Anfang erstmal keine Sorgen darüber, stell es auf 48 kHz und 24 Bit ein und lass es damit gut sein.

    Auch hier kannst Du es erstmal so hinnehmen wie Du es vorfindest - 0dB ist die obere Kante bei der Lautstärke. Du bist natürlich gerne eingeladen Dich dazu einzulesen, z.B. hier.

    Du benutzt einen Kompressor entweder um die Dynamiken Deiner Audiosignale zu kontrollieren, den Ton Deiner Signale zu färben oder um z.B. verschiedene Signale "zusammenzukleben". Natürlich kannst Du mit einem Kompressor Deine Audio-Signale flach oder dumpf klingen zu lassen, aber gewollt ist das natürlich nicht.

    Audio-Interface = Soundkarte. Ob die Ergebnisse gut klingen hängt selbstverständlich davon ab wie gut Deine Soundkarte und Deine Lautsprecher sind. Für die reine Wiedergabe eignet sich jedoch so gut wie jede handelsübliche Soundkarte. Für die Musikproduktion jedoch sind, selbstverständlich, wie von Dir vermutet, die Aufnahmegeräte, die Software und vor allem Dein Können entscheidend.

    Vielleicht hilf Dir diese Seite mehr als der Wikipedia-Artikel.

    Jetzt kommen wir zur großen Streitfrage. Steinberg Cubase, Apple Logic Pro X, Cockos Reaper, Ableton Live, Avid ProTools, Studio One, Magix Samplitude, Tracktion sind alles fähige Programme mit denen Du alles erreichen kannst. Welches Programm für Dich das richtige ist? Wer weiß. Ich persönlich nutze Reaper, aber ich mag es auch gerne technisch.

    Du kannst machen was Du möchtest - geht mit allen Prgrammen. Zu Young Hurn kotze ich mich jetzt nicht aus. Muss ja nicht jedem alles gefallen. *SCNR*

    Wie gesagt, mit oben genannten Programmen ist alles möglich. Schau Dich im Internet nach Workflow-Präsentationen um damit Du siehst wie die Programme funktionieren und einschätzen kannst welches Dir zusagen wird.

    Das Rode NT1A betont die Höhen etwas stark, aber nichts was man nicht korrigieren kann. Und das UR22 sollte für den Anfang auch genügen. Autotune ist immer ein Streitthema, aber wenn Du es entweder sehr subtil als Korrekturmittel oder sehr offensiv als Stilmittel einsetzt, kann man das schon machen. Ich bin kein Fan.
     
  4. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.16   #4
    Hallo,
    bei der Menge an Fragen würde sich das von hairmetal81 verlinkte Buch definitv lohnen!
    In aller Kürze:
    Hier ist die Abtastrate gemeint, nicht die Tonhöhe. Nicht dasselbe, aber zB an Deinem TV Gerät: Da steht ja auch irgendetwas von 230V 60Hz - hier ist auch nicht gemeint, dass das TV nur Frequenzen bis 60Hz abbildet :D (Den konnte ich mir nicht verkneifen, der ist zu gut).

    Das liegt ganz bei Dir. Ein Mikro und ein Interface garantieren noch kein gutes Ergebnis: Vor dem Mikro spielt die Musik.
    Bezogen auf "gute Ergebnisse" bekomme ich gerade Zweifel ;)
    perfekt und shit in einem Satz ...
    (Und das verwaschene Getue von Yung braucht auch kein Autotune - ist eh total unsauber, einfach ein wenig ins Mikro sabbern :))
    Grüße
    Markus
     
  5. ColdDayMemory

    ColdDayMemory Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.16   #5
    Den Song möchte ich mal hören, der mit einer Abtastrate von 44 Hz [sic!] exportiert wird.

    Wenn es so wäre, könnte man die Musik überhaupt nicht hören, da 48 kHz für uns Menschen nicht mehr im Hörbaren Bereich liegt.

    dBFS bitte. Über 0 dBFS kommt man ins clipping (Übersteuerung) was sich negativ auf die Audioqualität auswirkt (Verzerrung).

    Liegt wohl immer in Auge des Betrachters. Es ist ja ziemlich en Vouge seine Songs kaputt zu komprimieren.

    Ja genau. Die Audioqualität hängt auf jeden Fall von der DAW ab. Je teurer desto besser.

    Du musst dich entscheiden: Der, Die oder Das...

    Oh...ich liebe diese erfundenen Subgenres :-D

    Warum? Was versprichst du dir davon?
     
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  6. musikuss

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    Erstellt: 20.09.16   #6
    Für das was du vorhast böte sich in puncto DAW ganz gut Propellerheads Reason 9 an, da hast du alles an Bord was du brauchst in einem sehr stabilen System.

    Ist unter Hip Hop Produzenten / Beatmakern sehr verbreitet.




    Testbericht: https://www.thomann.de/de/cat_amazona~ncxes.html?artid=10488&ar=391869

    Oder auch Image Line FL Studio 12




    Von beiden Programmen gibt es Demoversionen, einfach mal probieren ..

    Wegen deinen Fragen zu Abtastrate, Kompressor etc. würde ich Dir empfehlen Dir folgendes Buch zu kaufen und es zu studieren, wenn du kompletter Neuling bist ist das harter Tobak, aber sehr gut erklärt.
    Definitiv ein Buch zum mehrfach Lesen :)

    https://www.amazon.de/Effekte-Dynam...d=1474360354&sr=8-1&keywords=Effekte+Sandmann
     
  7. musikuss

    musikuss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.16   #7
    1. Habe öfters gelesen, man soll die Musik in 96 Hz mischen und in 44 Hz exportieren. Ich verstehe aber nicht genau, was das bedeutet, denn es ist ja dadurch nicht jeder Ton 44 Hz sondern es gibt hohe und tiefe Töne. Ist das dann eine Art Mittelwert oder was? Auch in meinem Aufnahmeprogramm Bandicam kann ich zwischen 22050 und 48000 Hz Frequenz bei der Aufnahme wählen. Das bedeutet doch nicht dass dann alle Töne gleich 48000 Hz sind? (sofern ich diese Frequenz einstelle)



    3. Was bringt ein Kompressor? Also ich habe bis jetzt nur gelesen, dass ein Kompressor den Sound flach und dumpf etc. klingen lässt. Wann und warum benutzt man ihn dann?



    5. Was genau ist MIDI? Sry, verstehe nur Bahnhof beim Wikipedia Artikel.





    Schau Dir mal die Videos an, da werden deine Fragen ganz gut erklärt.
     
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  8. dabbler

    dabbler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.16   #8
    Nitpick: schon vor/bei 0 dBFS. Stichwort "inter-sample peaks". Es werden potentiell die D/A Wandler überfahren.

    Wer stumpf auf 0dBFS normalisiert fängt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Verzerrungen ein. Sieht man leider bei vielen aktuellen "Profi-Produktionen" der "Oberliga". Das kranke: bisweilen sogar absichtlich, da Verzerrungen als "Lautstärke" wahrgenommen wird. Stichwort "loudness war".

    Lösung: "true peak" Indikator benutzen, der berücksichtigt inter-sample Peaks durch entsprechendes Oversampling und hilft unbeabsichtigte Verzerrungen zu vermeiden.
     
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