Anfängerfrage: Gesang gleichmäßig halten (bitte nicht lachen!)

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Franky123
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Hallo Forum,

ihr scheint hier Profis zu sein :).

Ich habe nur ein ganz banales Problem, wenn ich eine Gitarre spiele und dabei singe. Eher so Lagerfeuer-Spaßgitarre, keine Studioproduktion!

Ich singe meist ein ganz klein wenig zu langsam oder zu schnell, so dass ich nach ca. einer Minute der Gesang entweder eine Note vor- oder nachgehe. Nochmal ne Minute später sind es dann schon zwei Noten abstand. Driftet nach einer Zeit immer ab.

Ich selber bemerke das oft nicht einmal. Andere hören das, aber ich nicht :-(. Erst am Ende, weil dann entweder noch Noten oder Silben übrig sind.

Entweder schlage ich mit dem Plektrum hier und da einmal mehr oder ich stotter einmal kurz, damit es dann wieder passt. Das kann aber nicht die Lösung sein.

Darum staubt meine Gitarre seit Jahren nur noch ein, was schade ist.

Das ist mir beim Singen schon immer so passiert, egal, wo. Darum mache ich es nur selten. Entweder war ich als erster, oder als letzter fertig :-D.

Wie kann man das üben? Mich stört das irgendwie.

Habs schon mit so einem Metrum versucht, aber passiert trotzdem.

Ich weiß nicht, wie das Problem heißt und finde bei Google keine Lösung dafür. Das Problem kennt hier wahrscheinlich jeder.

Ich habe nur die Variante gefunden, wo man nicht gleichmäßig im Takt singt, aber das ist es nicht. Gitarre und Gesang sind je für sich gleichmäßig aber unterschiedlich. Ihr müsst euch das wie den Blinker von zwei verschiedenen Autos vorstellen. Der eine blinkt etwas langsamer als der andere und irgendwann "verlieren" sie sich. Aber beide sind in ihrem Rhythmus.

Wenn ich nur eines von beiden mache, fällt es natürlich nicht auf. Aber das ist doof.

Müssen keine perfekten Töne sein. Ist ja nur so eine Fun-Gitarre. Aber das stört mich irgendwie. Wenn es so halbwegs passt, würde es mir schon reichen.

Bin ich einfach zu unmusikalisch? :-(

Gruß
Frank
 
Eigenschaft
 
Ich singe meist ein ganz klein wenig zu langsam oder zu schnell, so dass ich nach ca. einer Minute der Gesang entweder eine Note vor- oder nachgehe. Nochmal ne Minute später sind es dann schon zwei Noten abstand. Driftet nach einer Zeit immer ab.
Nein, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn ich mit anderen zusammen Musik mache oder auch alleine, dann höre ich doch, was ich singe oder spiele, so dass es erst gar nicht dazu kommt, dass eine Viertelnote zwischen Gesang und Gitarre liegen würde.
Das ist mir beim Singen schon immer so passiert, egal, wo. Darum mache ich es nur selten. Entweder war ich als erster, oder als letzter fertig :-D.
Wenn man z.B. im Chor singt, sollte man schon hören, was die anderen singen und sich entsprechend anpassen.

Habs schon mit so einem Metrum versucht, aber passiert trotzdem.
Ich weiß nicht, wie das Problem heißt und finde bei Google keine Lösung dafür. Das Problem kennt hier wahrscheinlich jeder.
Wenn du mit einem Metronom spielen und singen kannst, sollte das nicht auftreten, außer, du hast dich irgendwo nicht an die Metronomschläge gehalten. Und nein, das Problem kenne ich ganz und gar nicht.
Die richtigen Notenwerte auszuhalten, lernt man normalerweise ganz am Anfang seines Musiklebens.
Es scheint mir, das könntest du noch ein wenig üben: Dauer von Viertel, halben und ganzen Noten. Später dann Achtel und Sechzehntel dazu.
 
Hallo und Willkommen,
nein, ich bin kein Profi :eek:
Ich weiß nicht, wie das Problem heißt
= mangelndes Timing oder auch wenig Rhythmusgefühl
Damit schlagen sich einige herum - auch nach Jahren noch :rolleyes:
Vielleicht solltest Du Dich zunächst nur auf ein Instrument beschränken und darin "sattelfest" werden. Üben mit Metronom ist übrigens meiner Erfahrung nach genau die Richtige Strategie.
Auch mal ganz gezielt ein paar Rhythmusübungen machen - das kann schon einfach nur Händeklatschen sein.
Einfach alles, mit dem Du Dein Rhythmusgefühl trainierst.
Wenn Dir ein einfaches Metronom nicht passt, könntest Du auch irgendein Drumsample (vom Keyboard, einer DAW, Drum-Machine, usw.) nehmen. Die erste Übung ist ja schon mal das Tempo zu finden. Und dann macht das halt auch nicht nur "Klick - Klack" :D - macht mehr Spaß.
Grüße
Markus
 
Hallo Frank,

erst einmal herzlich willkommen hier.

Wie kann man das üben? Mich stört das irgendwie.

Ich weiß nicht, ob man das alleine üben kann, selbst mit Metronom. Du hast ja keine Kontrolle, wo es hakt, wenn Du das alleine übst. Ich würde Dir empfehlen, such Dir einen Freund, der rhythmisch sattelfest ist oder einen GL und nimm ein paar Stunden.

Bin ich einfach zu unmusikalisch?

Wie sollen wir das beurteilen? Dazu müssten wir Dich schon hören.

Dass Du selber merkst, dass da etwas daneben ist, ist finde ich schon ganz ok. Nun müsstest Du noch verstehen, was genau nicht stimmt. Ich kann Dir da wenig helfen - wenn ich mit Noten nicht klar kam, hatte/habe ich den Rhythmus spätestens, wenn mit ein Lied/Musikstück vorgespielt wird. Ich erinnere mich, dass mein Zitherlehrer mich kompliziertere Rhythmen klatschen lies, erst einmal in Zeitlupe. Musik ist ja an sich streng mathematisch aufgebaut. Du kannst also in einem Takt die kürzeste Note nehmen und alle anderen darauf beziehen. Wenn das Metrum an sich gleich ist, weil Du mit Metronom übst, musst Du Dich einfach irgendwo um irgendwelche Schläge verzählt haben, vermute ich einfach.

Ich würde in Deiner Situation keinesfalls gleichzeitig singen und Gitarre spielen. Du musst erst einmal sicher im Rhythmus singen, dann sicher im Rhythmus Gitarre spielen. Erst wenn beides alleine klappt, kannst Du anfangen, wieder eher in Zeitlupe, beide Sachen zusammenzufügen. Und egal ob Du schnell oder langsam spielst oder singst, das Verhältnis der Notendauern untereinander muss immer gleich bleiben. Ein Viervierteltakt hat immer eine Ganze, oder zwei Halbe, oder eben vier Viertel (daher der Name ;) ) oder acht Achtel, oder sechzehn Sechzehntel, ... Oder Mischungen davon. Ist nichts anderes als Bruchrechnen. ;)
 
Willkommen,

es ist kein gesangstechnisches oder -theoretisches Problem. Eigentlich ist es nicht mal ein Gesangsproblem. Eher ein Koordinations- oder Rhythmusproblem bzw mangelnde Praxis. Gesangstechnische Übungen und Theorie bringen dich hier zumindest nicht weiter.

Daher verschiebe ich mal in die Gesangspraxis.


Taucht das Problem auch auf, wenn du zu einem dir gut bekannten Song singst, ohne GItarre zu spielen? Also ein Lied einfach mitsingst. Oder nur, wenn du dazu Gitarre spielst?
 
Danke für die Antworten :).

Die Notenlängen...

Darauf bin ich so gar nicht gekommen. Wenn ich ne halbe spiele, aber ne ganze singe, ohne es zu merken, ist es ab dann um eine halbe verschoben. wobei das schon eher grob ist. Es kommt eher schleichend.

Da werde ich mal nachschauen, wenn Zeit ist.

Danke erstmal.

Und ja, das Problem tritt immer auf. Egal, ob ich ohne alles, mit Gitarre oder ich irgendwo mitsinge.
 
Wenn ich ne halbe spiele, aber ne ganze singe, ohne es zu merken, ist es ab dann um eine halbe verschoben. wobei das schon eher grob ist.
Hi, Franky, und willkommen!

Sag mal, wie schaffst du das? Das ist wie gleichzeitig den Bauch reiben und auf dem Kopf klatschen!

Ich kenne Musiker, die Schwierigkeit haben, sich dem Tempo ihrer Mitspieler anzuschließen - aber asynchron mit der eignen Gitarrenbegleitung singen kenne ich nicht. Wenn dein Mund eine Silbe ausspricht, zupft deine Hand gleichzeitig den Akkord - beide werden ja vom selben Gehirn angesteuert!

Mein Erklärungsversuch wäre: vielleicht betonst du nicht deutlich genug die wichtigen Silben des Textes und/oder die 1er Schläge der Musik. Dann hättest du keine Synchronisierungspunkte, und die beiden Fäden Musik und Text driften auseinander!

Versuche, sowohl Text als auch Melodie bewusster vorzutragen!


Cheers,
Jed
 
Ich kenne Musiker, die Schwierigkeit haben, sich dem Tempo ihrer Mitspieler anzuschließen - aber asynchron mit der eignen Gitarrenbegleitung singen kenne ich nicht.

Ich könnte mir eventuell vorstellen, dass er Probleme mit Einsätzen im Offbeat hat. Sowas ist ja nicht so selten bei weniger Fortgeschrittenen. Wenn man einmal auf der 1 oder 2 statt der punktierten 1 landet, ist man raus und bleibt draußen. Das Fiese daran ist, dass es nicht die ganze Zeit über völlig daneben klingen muss, sondern streckenweise funktionieren kann. Daher merken Betroffene es nicht so schnell oder denken, ihr Tempo wäre falsch.

Dann wäre es kein Tempoproblem, sondern ein Einsatz- bzw Phrasierungsproblem.

Aber ich fürchte, da können wir alle viel spekulieren. Ohne eiine Hörprobe zur Demonstrationen bleibt wohl nicht zu empfehlen, was über die Tipps von mjmüller hinausgeht. Also Metronom, viel zu Songs singen, oder mal was mitklatschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, man kann schon einiges selbst merken. Wie der TE selbst sagt, am Ende der Strophe merkt er ja, ob noch Text oder Töne übrig sind.

Deshalb: Das Stück in kleinere Einheiten zerlegen und sicherstellen, dass jede Einheit sitzt. Zur Kontrolle eine Aufnahme machen (notfalls mit Smartphone) und kritisch anhören, wo sich Fehler einschleichen.
Es hilft zwar, wenn einem andere sagen, was man falsch macht. Aber am Ende muss man es doch selber hören lernen, sonst kriegt man es nicht in den Griff.

Zum Trost: Wenn das Problem erst mal erkannt ist, ist man auf dem besten Weg zur Lösung.
 
Wie der TE selbst sagt, am Ende der Strophe merkt er ja, ob noch Text oder Töne übrig sind.

Wenn das aber das einzige ist, woran er das merkt, kann er lange warten, bis er auf den Grund stößt.

Es kann auch sein, dass das Gitarrenspiel nicht sitzt und er rhythmisch der Gesanglinie folgt oder umgekhrt. Sowas gibt es sogar beim Singen zu Playbacks, dass manche die Musik nicht als ganzes Hören, sondern sich an einzelnen Instrumenten orientieren und dann durcheinander kommen.

Aber ich spekuliere schon wieder.

@Franky123

wie lange hast du denn überhaupt singen/spielen geübt? Es scheint ja ein paar Jahre Unterbrechung gegeben zu haben.
 
Sag mal, wie schaffst du das? Das ist wie gleichzeitig den Bauch reiben und auf dem Kopf klatschen!
Habe gerade den Affen vorm Spiegel gemacht und das ausprobiert. Das demonstriert mein Problem perfekt: Wenn ich 9x den Bauch gerieben habe, habe ich mir in derselben Zeit 10x auf den Kopf gehauen. (Habs mit der Kamera aufgenommen und nicht live mitgezählt, kann mich nicht verzählt haben)

wie lange hast du denn überhaupt singen/spielen geübt? Es scheint ja ein paar Jahre Unterbrechung gegeben zu haben.

Nicht lange. 2 Monate lang so alle 2-3 Tage. Bin auf dieses Problem gestoßen und damals konnte mir da keiner wirklich helfen und dann habe ich aufgegeben und die Gitarre in die Ecke geworfen.

Ich wollte es mal wieder versuchen. Das Problem besteht aber immer noch. :-(

Wie sollen wir das beurteilen? Dazu müssten wir Dich schon hören.

Eine Aufnahme zu machen und zu zeigen, ist mir zu peinlich.


Wenn ich mich selber aufnehme und mir das hinterher anhöre, dann höre ich den Fehler deutlich. Während des Spielens halt nur, wenn die Verschiebung groß genug wird, so dass irgendwann schiefe Töne entstehen, weil irgendwann zwei Noten gleichzeitig erklingen, die nicht zusammenpassen.

Wie gesagt, das ist eher son Spaß als professionell. Ich will nichts auf CD aufnehmen oder so. Die Notenhöhen stimmen auch nicht wirklich. Ist halt alles leicht schief. Aber um daran zu arbeiten, muss dieses Problem als erstes weg, weil es richtig hinderlich ist.

Das mit der Phasierung und der totalen 1 habe ich nicht verstanden. :-(

Ich habe gedacht, dass das ein gängiges Problem ist, das mit einem Satz beantwortet wird. :-D

Gruß
 
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Ich habe gedacht, dass das ein gängiges Problem ist, das mit einem Satz beantwortet wird. :-D
Die meisten lernen das eben sehr früh, in der Musikerziehung oder in der Schule.
Rhythmus mitklatschen, dann auf bestimmte Tonwerte klatschen, etc. so geht das normalerweise.
Vorgegebene Rhythmen klatschen, dann irgendwann auf den Tisch klatschen, mit beiden Händen unterschiedliche Rhythmen, 3 gegen 2 und so weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde, du solltest zuerst ein grundsätzliches rhythmisches Verständnis entwickeln - also zählen lernen. Da gibt es einen sehr effizienten Weg: nimm eine Stunde Unterricht bei einem Schlagzeuglehrer und laß dir Rhythmus und das Auszählen erklären.
Danach übst du das, indem du mit Liedern mitklatschst, mit dem Fuß mitwippst, das Metronom heißlaufen läßt.
Aber zuerst solltest du kapieren worum es eigentlich geht ;)
 
Guten Morgen, das langsamere Singen ist kein Zeichen von "Unfähigkeit", es sind lediglich zwei unterschiedliche Systeme beteiligt, die dementsprechend auf unterschiedlichen Hirnregionen liegen. Schaut man sich den "Homunculus" der motorischen und sensorischen Hirnregionen an, sieht man, dass Hände und Zunge ein riesiges Areal ausfüllen, es ist also "ordentlich was los", wenn Du Hände und Zunge gleichzeitig benutzt. Mein Tipp aus Selbsterfahrung: getrennt üben, bis die Systeme auf gleicher Höhe sind. Was die Stimmhöhe angeht, gibt es mittlerweile gut brauchbare Software, die die Stimmhöhe kontrolliert, ohne dass Du auf die Hilfe anderer angewiesen bist.
 
Versuchs mal damit:
Spiel einen song und nimm dich dabei auf.
Dann höre ihn dir an. Da solltest du deinen Fehler raushören können.
Wichtig wird hier wohl erstmal das du es bewusst merkst wenn du nicht mehr synchron bist.
Also aufnehmen anhören usw.
Ist zwar anfangs etwas deprimierend aber wenn du ein bisschen Disziplin an den Tag legst wird's schnell besser.

Ich hoffe das hilft dir weiter

Schönen Gruß
Vidus
 
The Head
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