Anlage einmessen - Controlersetup erstellen...

von dodl, 27.04.08.

  1. dodl

    dodl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.08   #1
    N'abend,

    Jo, ein paar Fragen zur Messerei an der fertigen Anlage, bzw. am fertigen Stack.
    Beim basteln der Boxen gehts ja noch recht einfach, da nehm ich on axis messungen, bei den Tops noch definierte Winkel um zu sehen, was sich mit dem Chassis/Treiber so tut.

    Wie geh ich es am besten an, wenn ich das Setup fuer den Controler erstellen will?
    Speziell die Mic Position.

    Wir haben da eine kleine Anlage zusammengestellt (2x12/2" und je 2x18 pro Seite) , die jetzt in der Endversion zusammengeleimt wird und das Setup muss zuegig erstellt werden. Am 11.5. ist die VA und ich krieg erst nächste Woche das Holz :rolleyes:
    Die OSB Prototypen mag ich da nicht hnstellen.

    Prinzipiell haben wir bis jetzt einfach mal den HT verpolt, am Delay gedreht bis wir beim Einbruch an der Übernahmefrequenz eine maximale Senke haben, wieder richtig gepolt und passt. Bei den baessen das gleiche mit verpolten MT's. Schoen, das alles gilt halt nur fuer die aktuelle Mic Position. Jetzt frag ich mich - reicht es wenn ich in Ohrhoehe eines durchschnittlichen Mitteleuropäers 4m vor das Stack gehe (eventuell sogar 15° neben die Achse) und die gemessenen Werte am Controler umsetze, oder lohnt der Aufwand an verschiedenen Positionen zu messen und Mittelwerte zu nehmen?
    Letzteres waere die Luxusvariante, fuer die aber kaum Zeit ist. tatsaechlich werd ich das Setup am Vortag der VA nach dem Aufbau machen muessen. Ob die alten Mädels in den angrenzenden Häusern eine Freud haben, wenn ich Abends stundenlang pink noise ueber die Anlage haue, weiss ich nicht :)
    Im Übernahmebereich von den Bässen zu den Tops (135Hz) denke ich ist es egal, weil die Wellenlänge im Vergleich zu den Laufzeitunterschieden an verschiedenen Positionen ja gewaltig ist.
    Übergang MT/HT macht mir Kopfzerbrechen. Hier bin ich mit 1k2 bis 1k4 in einem deutlich heikleren bereich. Hier macht es sehr wohl einen unterschied ob ich die Achse des oberen 12 nehme (Mitte der Box), oder zwischen den 12ern oder gar Unterkante Top (Ohrhoehe).
    Geh ich dann womoeglich noch neben die Achse, werd ich natuerlich die Response auf der Achse im HT ueberbetonen, da stehen aber in der Praxis die wenigsten Leute.

    Reflexionen lass ich mal ausser Acht, der extrem schmale und tiefe Einbruch an der Übergangsfrequenz liesse sich mitsamt Refexionen problemlos erkennen.
    Auf der anderen Seite frag ich mich - lohnt der Aufwand ueberhaupt, auf 1ms genau zu messen, zu mitteln und ganze Messreihen zu machen? Bei der Entwicklung einer Passivweiche muss man deutlich mehr Kompromisse eingehen.

    Also irgendwer Praxistipps?

    Gemessen wird mit nem ECM8000, als Software steht Arta in der aktuellen version zur Verfuegung. Angeregt wird mit PN.
    Funktioniert fuer die Entwicklung der einzelnen Box hervorragend, das Einmessen der Anlage ist mir derzeit ein bissl suspekt...

    danke
    martin
     
  2. lini

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    Erstellt: 30.04.08   #2
    Meiner Meinung nach bei einer so kleinen Anlage nicht. Klar, wenn die Quelle schon möglichst optimal reproduziert hat man es später beim Entzerren im Einsatz leichter, aber wenn man bedenkt, was für den Klang negativ beeinflussende Faktoren schon weit vor der Endstufe sitzen, braucht man da nicht päbstlicher als der Pabst sein.
    Stimmt genau, deshalb übertreib es beim Setup nicht. Unsere Ohren sind relativ gutmütig und ungenau.
     
  3. dodl

    dodl Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.08   #3
    Morgen,

    Ja erstmal danke fuer die Antwort, ich dachte schon die Frage sei zu bloed. :)

    Dann werd ich das Mic einfach in ungefaehr Ohrhoehe 4m vor das Stack stellen.
    Was ich mich halt noch frage ist die korrekte Entzerrung des HT. Bisher hab ich fuer indoor auf der Achse gemessen, weil grad in den kleinen Locations eh schnell jeder im reverberant field steht. Diesmal is es open air und die Tops strahlen ein bissl eng ab (60x40). Da bin ich verleitet die Entzerrung neben der Achse zu machen. Allerdings ist dann die Ueberbetonung auf der Achse schon beachtlich. Bei Entzerrung 15° off axis gehts, wenn ich weiter wegschwenke wirds schon verdammt spitz im Sound wenn man vor die Box geht. Der DE750 ist ja auch nicht gerade ein Kandidat fuer besonders seidigen Sound :D

    Allerdings hab ich das bisher im Saal probiert, kann gut sein, dass das draussen nicht mehr soo schlimm ist.
    Als Kompromiss zumindest 15° off axis messen und entzerren? Muss ja nicht auf 0db flat sein, aber wenn ich mit nur 2 infills bei den Tops auf 30° schon -6db hab, wirds fuer die meisten Leut wohl ein bissl muffig klingen?

    danke
    martin
     
  4. lini

    lini HCA PA-Praxis & LS-Selbstbau HCA

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    Erstellt: 30.04.08   #4
    on axis und 15 Grad off axis messen und den goldenen Mittelwert nehmen. Das sollte dann überall die "einigermaßen gleichen schlechten Werte" ergeben. :D
     
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