Anschlag: Plek< Winkel zu Saiten

von Korittke, 09.10.05.

  1. Korittke

    Korittke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #1
    Nun, ich bin im Moment dabei meinen Anschlag aufzumöbeln und habe gemerkt, dass ich schon von Anfang an ausm Handgelenk spiele, was wohl gut ist.
    Wenn ich bis max. 95 bpm spiele (hab bisher nie wirklich schnelle Sachen gespielt), dann ist mein Anschlag eher so, dass ich versuche, die Saiten wirklich sauber und betont zu treffen, also ich zupfe sie eher (Das Handgelenk dreht sich dabei auf 2 Achsen und der Daumen ist auch ein bisschen beteiligt). Wenn ich nun aber schneller spielen will, ist das eigentlich nicht mehr möglich, weil die Bewegung einfach zu lange dauert.
    Ich denke, bei höheren Geschwindigkeiten muss ich mit dem Plek eher über die Saiten fahren, also keine Zupf-, sondern mehr eine einachsige Anschlagbewegung machen. Ich bin auch gerade dabei herauszufinden, ob diese zupfartige soundmäßig einen Unterschied macht. (Das Zupfen hat sich eher entwickelt weil ich bisher nur mit unbefestigter Anschlaghand gespielt habe.)
    Ich kann ohne &#220;bung schon bedeutend schneller anschlagen, wenn ich mehr über die Saiten fahre, der Sound ist dabei fast gleich. Nun habe ich aber noch in Problem, und zwar weiß ich nicht, wie das Plek auf die Saiten treffen soll. Ich benutz ein dickes und spitzes Plek und bei meinem normalen Anschlag, den ich bisher immer mache, treffe ich ziemlich parallel zu den Saiten.
    Wenn ich nun aber drüber fahren will, scheint es mir von großem Vorteil, das Plek leicht anzuwinkeln, damit es ein ganz bisschen über die Saite rutscht (Es hat ja Dreiecksform). Der Sound scheint dabei ziemlich gleich, es gibt auch keine Störgeräusche. Wenn ich es nicht so anwinkle, sondern wirklich parallel auf die Saiten treffe, muss das Plek ja notwendigerweise noch eine Bewegung auf der zweiten Achse ausführen, nämlich eine Bewegung nach oben, damit die Saite nicht von dem Plek irgendwo hin gedrückt wird, sondern auch angeschlagen wird, indem das Plek die Saite zieht und loslässt. Wenn ich leicht anwinkle, scheint dies ebenfalls zu passieren, aber die Bewegung, die von dem Plek ausgeführt wird ist höchstens 2-dimensional (anstatt 3-dimensional bei einer zusätzlichen Bewegung nach oben), nämlich parallel zu der Gitarre und ein bisschen von links nach rechts, durch die leichte Rotation am Handgelenk.
    Nun ist meine Frage, ob ihr irgendwelche Bedenken dabei habt, wenn der Anschlagswinkel leicht verändert wird, damit eine höhere Geschwindigkeit erreicht werden kann. Einige Male habe ich gehört, dass ein Anschlag, der die Saiten wirklich parallel trifft und "zupft", der beste sei, aber wenn man sich Shredder o.ä. anguckt, kann ich mir kaum vorstellen, dass ihr Plek nicht auch einen leicht schrägen Neigungswinkel zu den Saiten einhält, damit die Bewegung schneller und im Sinne der &#214;konomie effizienter verlaufen kann.
    Zusätzlich wollte ich natürlich noch fragen, wie ihr dieses Problem handhabt und was für Ergebnisse ihr dabei erzielt. Es geht mir bei dieser ganzen Sache wie gesagt um mäßige Geschwindigkeit, also alles ab 16tel bei 100 bpm und aufwärts. Bei langsameren Sachen werde ich den Anschlag auf keinen Fall verändern.
    Danke schon einmal für alle Kommentare und Ratschläge und entschuldigt, falls die Darstellung meines Problem zu ausführlich geworden ist.



    Edit: Liegt es vielleicht auch zu Teilen am Plek?
    Ich benutze Jazz III und die finde ich schon extrem dick. Ich komm damit nicht besonders einfach über die Saiten, weil die so ziemlich 100% Widerstand geben und gar nicht nachgeben oder federn. Dafür haben sie natürlich einen festen und wohlklingenden Anschlag und man kann seinen Anschlag wirklich kontrollieren, weil jede Bewegung in gleicher Stärke auf das Plek und somit auch auf die Saiten übertragen wird.
    Mit 1,00 und 1,21 Pleks stellt sich das Schnellspielen dagegen schon viel einfacher dar: Die Pleks geben ein bisschen nach, so dass sie eher über die Saiten gleiten als sie zu schlagen.
    Was für Pleks würdet ihr denn für höhere Geschwindigkeiten empfehlen? Welche, die gar nicht nachgeben (z.B. das Jazz III) oder welche mit mittlerer Stärke (auch bei 1,21 merke ich noch nen ziemlichen Unterschied zum Jazz III, das doch noch bedeutend dicker ist). Das ganze ist natürlich auch ne Materialfrage.

    Edit2: Ich hab jetzt nochmal ne Vortelstunde geübt.. und muss feststellen, dass es eigentlich gar keine Probleme gibt. Ich konnte fehlerlos durchgehend bis 16tel @ 160 bpm steigern, ohne dass ich das vorher jemals gespielt hätte. Das auch noch mit dem Jazz III und meine ganze rechte Seite war dabei entspannt also ansich ist der Thread jetzt nutzlos, aber wer trotzdem was sagen will, nur zu. Heiratsanträge aber bitte nicht hier.
     
  2. Zakk_Wylde

    Zakk_Wylde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #2

    glückwunsch, dann hast du wohl echt talent! :great: ^^
     
  3. gangstafacka

    gangstafacka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #3
    Also sooo nutzlos find' ich den nicht.
    Mich würd' auch mal interessieren, wie die Ansichten von erfahreneren
    Gitarristen zu der Klangqualität des Anschlags mit leicht geneigtem Plek
    im Verhältnis zum vermeidlich "saubereren" Anschlag ist.
    Ich kann mir übrigens auch nicht vorstellen, dass schnelle Shred-Soli
    ohne diese leichte Neigung des Pleks gespielt werden, weil man - oder
    zumindest ich *g* - bei hohen Geschwindigkeiten immer wieder mit
    dem Plek regelrecht an den Saiten, die ich anschlagen will, harkt/hängen
    bleibt, womit ein flüssiges, bequemes, kotrolliertes Spielen natürlich
    unmöglich ist...
     
  4. Korittke

    Korittke Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.05   #4
    Jo genau das passiert bei mir auch, wenn ich parallel spiele. Ohne so eine Neigung weiß ich nicht, wie das möglich sein soll.

    " glückwunsch, dann hast du wohl echt talent!"
    Ich meinte natürlich ohne linke Hand!
     
  5. langhaar!

    langhaar! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.08   #5
    Genau an diesem Problem 'hänge' ich gerade.

    Spielen Profis bei Hochgeschwindigkeiten wirklich parallel?
    Bzw. wie parallel ist parallel?
     
  6. Fungi

    Fungi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.08   #6
    Ich will deine Besorgnis nicht abwerten, oder dich beleidigen

    Aaaaaber, mach dir einfach nicht soo viele Gedanken ;)

    Wenn du schon selber merkst, dass es schneller nicht geht mit einem parrallelen Plek, wirds wohl auch so sein. Du hast es intuitiv richtig gemacht, dass du dein Plek leicht anwinkelst.
    Und wenn der Anschlag sich nicht groß anders anhört, als wenn du langsamer spielst, ist doch alles in Ordnung.
     
  7. langhaar!

    langhaar! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.08   #7
    Ich spiele jetzt 20 Jahre.
    Wenn man sich keine Gedanken macht, stagniert man.
    Ich überarbeite gerade grundlegend meine Technik, weil ich weiterkommen will und in meiner neuen Band Sachen spielen muss, die trotz monatelangem üben nicht sitzen.
    Intuition reicht da nicht mehr.

    Die Frage bleibt.
     
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