Anselm Riess Guitars

von wary, 12.11.05.

  1. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #1
    Das Konzept klingt zumindestens interessant, ob es aber wirklich so von massivem Vorteil ist?

    http://cgi.ebay.de/Profigitarre-fue...363153214QQcategoryZ23300QQrdZ1QQcmdZViewItem

    Selbstvertrauen hat der gute Mann auf jeden Fall, für eine nicht am Markt etablierte Gitarre solch einen Preis auszurufen...

    was meint ihr zu der Bauart? Humbug und Blenderei oder ein tolles Konzept das wegen der Kompliziertheit der Umsetzung noch nicht produziert wurde und deshalb auch seinen Preis haben darf?

    Grüße
    wary
     
  2. Rossi

    Rossi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #2
    schwer zu sagen -... wie soll man´s wissen ohne sie mal
    gespielt zu haben...preislich ist das für 4 Wochen Arbeit
    plus Material nicht unbedingt Phantasie; allerdings gibbet
    ja nun auch bekannte Gitarrenbauer die dir für weit weniger
    Geld schon spektakuläreres bauen; möchte mal bezweifeln
    dass sein Konzept so auf geht...
     
  3. asphoenix

    asphoenix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #3
    sorry junx aber ich konnte da nix finden. Was ist doch gleich das besondere an der git außer der preis:confused:
     
  4. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 12.11.05   #4
    Sie ist einteilig.

    Der Name ist übrigens schon bekannt. http://www.anselm-riess-guitars.de/
     
  5. DEATHCRAWL666

    DEATHCRAWL666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #5
    Das sie eine Gitarre aus einem Stück Holz ist.........müsste ein nahezu unendliches Sustain haben......wäre geil wenn ich soeine gebaut kriegen würde, mit einem Dimebucker und in schwarz mit creme Binding......
    MFG
    Simon
     
  6. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #6
    hat er vorher schon andere Gitarren gebaut? Denn dieses Konzept scheint er ja erst jetzt anzubieten...

    ich sag auf keinen Fall das es sich um einen Phantasie-Preis handelt. Er mag der Gitarre und der investierten Arbeit eventuel absolut angemessen sein, nur gibt es eben Gitarrenbauer die auch erstklassiges im Bereich um 2000-5000 abliefern, und deswegen bin ich gespannt ob sich diese Gitarren etablieren können. Das ist natürlich vorrangig von dem Klang abhängig, wenn er wirklich was einzigartiges bietet, wird er auch seine Käufer finden, denn soooo viel sind 8000 Euro dann auch wieder nicht. Schliesslich wird die breite Masse wohl eher nicht die Ziegruppe sein ;)

    Mich interessiert vor allem ob das Konzept eben wirklich so tolle klangliche Vorteile bietet, oder ob nicht ein durchgehender Hals z.B. fast vergleichbare Sustainbedingungen liefert.

    Warum sollte denn eine Gitarre aus einem Stück Holz prinzipiell besser klingen als eine andere aus verschieden guten Hölzern? Was ist Schlimm an verleimten Stellen?
     
  7. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 12.11.05   #7
    Das Problem bei dem Konzept ist: Du brauchst ERSTKLASSIGES, lange getrocknetes (Jahrzehnte!) Holz (und zwar ziemlich sehr große Bretter). Wenn sich das nämlich noch minimal verziehen sollte, kannst die ganze Klampfe wegschmeissen.
     
  8. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #8
    der Gedanke kam mir auch. Auch witterungsbedingte Veränderungen des Holzes würden mir bei dieser Bauart Sorgen machen.
     
  9. anselmriess

    anselmriess Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #9
    Hallo Leute,

    hab Eure Beiträge gefunden und versuch mal die ganze Sache zu erklären:

    Also, die Idee zu dieser Bauweise hatte ich vor mehr als 20 Jahren, als ich einige Gitarren für Gitarristenfreunde baute. Die ganze Story könnt Ihr auf meiner Homepage lese. Das ist es auch nicht, was ich hier auswalzen will.

    Das Besondere an dieser Bauweise ist die absolute Optimierung auf das schwingende System des einen Stückes Holz. Das heißt im Klartext: Die Gitarre wird Klang-optimiert. Dafür wird in einem aufwendigen Prozess der idealste Punkt der Brücke ermittelt. Das ist dann der Punkt, an dem die Saiten das längste Sustain und die meisten Obertöne haben.
    Diese Arbeitsweise ist auch der grundlegende Unterschied zu E-Gitarren, die nach bestimmten Festmaßen gefertigt werden. Diese werden nicht nach vordergründig akustischen, sondern nach optischen und produktionstechnischen Richtlinien zusammengebaut. Bei meiner Bauweise ist die Position der Brücke bei den verschiedenen Gitarren immer an verschiedenen Stellen, was ja auch irgendwie logisch ist, da das Holz ja immer andere Eigenschaften hat: Dichte, Jahresringe (Anzahl, Verlauf usw.) und dergleichen. Wer Interesse hat kann gern mal bei mir im Studio die Gitarren ausprobieren.
    Ich würde mich auch über Anfragen zum System freuen.
    Übrigens ist die Anfälligkeit des Holzes nicht größer als bei anderen Gitarren. Es muss nur richtig ausgewählt und ordentlich versiegelt sein (Lack oder Wachs o.ä.), damit es nicht austrocknet und reißt. Der Wasseraustausch muss sozusagen gestoppt werden. Das ist ja auch der Grund, warum man beispielsweise das Griffbrett ölt. (Kein Wasser rein, keins raus!)
     
  10. RokhA

    RokhA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #10
    Hallo Anselm,

    das Konzept hört sich stimmig an, weil es keine schwingungsmindernden Übergänge in Form von Halsverschraubung oder Verleimung gibt.

    Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie es klingt. Gibt es Soundsamples?

    Der Hals ist unverstärkt oder? Kann es da nicht Probleme geben, ich meine, wenn der Hals krumm wird, kann man ihn nicht wechseln.
     
  11. PerregrinTuk

    PerregrinTuk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #11
    Hey Anselm,

    ja genau, Soundsamples musst du mal unbedingt auftreiben. Ich bin auch interessiert an der Gitarre und bin schon wirklich am überlegen.

    LG
     
  12. Cartman

    Cartman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #12
    Huhu

    Also die Gitarren find ich auch recht interessant. Ich find die sehn sogar klasse aus, normalerweise steh ich nich so auf pures Holz ^^

    Soundsamples würden mich auch sehr interessieren, also wenn jemand welche hat würd ich mich sehr freuen :)

    Nur schade, dass sie so teuer sind, kann mir ja noch nichmal ne Epi Elitist leisten, also wirds wohl damit so schnell auch nix :D
     
  13. screamer04

    screamer04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #13
    hört sich außergewöhnlich an! außergewöhnlich heißt meistens teuer! aber heißt außergewöhnlich sofort gut?! also ich würde soetwas NIE NIE NIEEE kaufen, bevor ich es nicht angespielt habe! und erst recht nicht bei ebay...?!
    man sollte schon die meisten gitarren nicht ohne anspielen online bestellen aber bei dieser ist es meiner meinung nach ja schon fast "lebensmüde" ;) (außer man hat zu viel geld)!
    aber interessant klingts schon!!!:rolleyes:
     
  14. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #14
    deswegen lädt herr riess hier ja auch zum antesten ein ;).

    Ich denke mal das die Gitarren keine Blindkäufer bei Ebay finden wird, sondern er über diese Plattform Interessenten findet, die dann vielleicht nach dem antesten die ebay-Auktion wahrnehmen. Das Konzept klingt durchaus schlüssig, inwieweit es dann klanglich überzeugen kann, muss eben angetestet werden.

    Natürlich sind 8000 Euro eine ordentliche Stange Geld, wenn es dann aber DIE Gitarre für einen ist, und der eventuell damit auch noch seine Brötchen verdient...
     
  15. Gitarrenbauer

    Gitarrenbauer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #15

    Hi

    Wie sieht dieser "Prozess" genau aus und welche Phillosophie oder Logik steht dahhinter die Bridge zu versetzen ?
     
  16. anselmriess

    anselmriess Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.06   #16
    Hi Leute, freut mich, dass drüber gefachsimpelt wird. Die Frage nach den Soundsamples muss ich leider negativ beantworten, weil das nicht zur objektiven Klangeinschätzung beiträgt. Mein Vorschlag ist immer: Bringt Eure beste Gitarre zum A-B-Test mit und dann habt Ihr ein zuverlässiges Ergebnis. Oder besser noch: fragt jemand, der eine Top-Gitarre hat und leiht diese aus zu Vergleichstest. Das ist effektiv. Für paar Fakten dazu könnt Ihr auch mal auf meine Seite klicken: www.anselm-riess-guitars.de .
    Zum zweiten Punkt: Wie das genau aussieht mit der Bestimmung des Bridge-Punktes, ist ein "Geheimnis" etwa wie im Restaurant, wo's gutes Essen gibt. Auf die Frage nach dem Rezept wird der Koch antworten: "die richtigen Gewürze...". Aber Spaß beiseite: es ist alles physikalisch und akustisch zu berechnen und ermittelbar. Letztendlich entscheidet eh das Ohr.
    Ich würde mich sehr über weitere Fragen freuen.

    Übrigens: ich war gestern zur Musikmesse und arbeite nun auch mit der US-Firma Kahler zusammen, die geniale Vibratosysteme haben. Für meine Bauart ideal geeignet, da die Einbautiefe nur ca. 2cm ist. Ich brauche also kein großes "Loch" in die Gitarre zu fräsen, das sich ungünstig auf die Schwingungseigenschaften auswirken würde. Bei Kahler sind pfiffige Leute am Werk, die ebenso Tüftler sind und sich nicht mit Zwischenstufen der Entwicklung zufrieden geben.
     
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