Antifeedback?

von systray, 29.08.07.

  1. systray

    systray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.07   #1
    Hi,

    Da in der Band wo ich neuerdings spiele der Fehler gemacht wurde, eine ganze PA zu kaufen anstatt ein kleines Mischpult von ca 3 Kanälen + AktivMonitor gibt es jetzt riesige Probleme mit Feedbacks. GIbt es ein Modul, welches Feedbacks unterdrücken kann? Wenn ja, wieviel muss ich dafür ausgeben?

    MfG
     
  2. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.08.07   #2
    die beste möglichkeit ist mit einem notchfilter oder einem grafischem equalizer die koppelten frequenzen einfach rauszuziehen. allerdings erfordert das etwas übung.
    andere möglichkeit wäre ein feedbackdestroier

    erzähl doch mal genauer was da so steht.
    evtl. ist das gar nicht nötig
     
  3. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.07   #3
    Brauchbarer EQ in Verbindung mit Brain 1.0 oder Sound-Engineer 1.2 sollen ganz gut funktionieren.
    Halbwegs passable EQs (Terzband graphisch, stereo, am Main-Insert des Pultes eingeschleift) gibt es ab ~150,- EUR.
    Brain 1.0 ist Freeware und kostenlos, Sound-Engineer 1.2 kostet je nach Ausführung zwischen 100,- und 400,- EUR / Tag ;-)

    Im Ernst: Ein paar Informationen wären nett:
    Welche PA, welches Pult, welche Mikros, wie groß ist der Raum, Aufstellung...
     
  4. robert015

    robert015 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.07   #4
    Oder alles verkaufen und ein BOSE PAS anschaffen... .:rolleyes: just kidding

    Nein ein paar mehr Infos wären schon nicht übel wie von meinen beiden Vorrednern gefordert. Bevor aber tolle neue Technik angeschafft wird die am Ende zu einem enttäuschenden Ergebnis führt unbedingt bei der Aufstellung im Proberaum anfangen und die Ausrichtung Box-Mikrofon kontrollieren und verbessern, Link.

    Gruß Robert
     
  5. systray

    systray Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.07   #5
    Hi,

    Ich denke nicht dass der Workshop uns weiterhelfen würde, denn die Raumaufstellung steht bei uns ähnlich, sehr ähnlich sogar, und wir spielen jetzt schon ziemlich leise.

    Zur Hardware: es ist ein Dynacord Mischpult, Wingstor und Dynacord Aktivboxen, ungefähr 4, an je 60 Watt. Ich hab schon versucht viele Frequenzen rauszuholen, aber der Tipp mit dem EQ war keine schlechte Idee, danke schonmal. (Das Mischpult ist 3-bändig, da lässt sich zum Thema Frequenzen nicht viel machen) Ich geb dem Raum mal grob geschätzt 5 m auf 7.

    MfG
     
  6. highQ

    highQ HCA Veranstaltungstechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.09.07   #6
    kenn die bpxen zwar nocht, aber 60 watt gegen musiker (drums/gitarre etc) ist etwas schwach. es kann also sein, das es zwar nicht alzu laut ist, euer pegel am mischpult aber durch den fehlenden headroom der boxen sehr hoch liegt. und schon bekommst du feedbacks obwohl die lautstärke gar nicht so hoch ist.

    hier würde ich evtl. eher darüber nachdenken ob es nicht sinnvoller ist neue lautsprecher zu kaufen.

    ein EQ oder feedbackdestroyer zieht halt die frequenzen raus. der eine manuell der andere automatisch. der klang wird aber wahrscheinlich drunter leiden.

    was glaubst du ist das feedback eher breit oder schmalbandig? also ist es hoch oder tief oder alles zusammen?
     
  7. systray

    systray Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.09.07   #7
    Hi,

    Meist sind es die hohen Töne.
    Der Kerl, der diese Anlage gekauft hat, hatte wieder einmal überhaupt keine Ahnung davon was er da kauft, das Hauptargument den Kram zu kaufen war den Eltern des SCHLAGZEUGERS zu sagen, dass der Kram Markenkram ist und dass man es nicht billiger bekommen würde. (600€ haben sie bezahlt, jeder gab 200€, sogar der Schlagzeuger der damit nichts anfangen kann)
    Liege ich richtig, wenn ich diesen Kram mit Behringer Equipment gleichsetze? Oder ist Dynacord doch so eine "absolute Profimarke", wie der Kerl behauptet?

    MfG
     
  8. robert015

    robert015 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.09.07   #8
    Dynacord ist schon weit besser als Behringer aber man muss auch hier darauf achten, dass man das Richtige für den richtigen Einsatzzweck einkauft. Ich gebe higQ Recht, diese Boxen sind ganz sicher nicht optimal und unterdimensioniert. Aber bevor ihr alles in die Tonne kloppt wären mal noch genauere Angaben zu den Boxen und vor allem zu den verwendeten Mikrofonen hilfreich, ebenso zur Verkabelung der Mikros, denn die sollten per XLR am Pult angestöpselt sein.

    Auch bei 60W pro Box, guter Aufstellung und Ausrichtung und Verwendung von halbwegs guten Mikrofonen sollte das eigentlich irgendwie zu schaffen sein, nen brauchbaren Sound hinzubekommen.

    Das mit dem EQ ist sicher ne Maßnahme aber am Ende ziehst du so viele Frequenzen raus das der Sound insgesamt auch nur wieder leiser wird.

    Und noch eine Frage, su sprichst von vier Dynacord? Wie habt ihr die denn Aufgestellt? Da könnte auch noch der Hund begraben liegen.

    Grüsse Robert
     
  9. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.09.07   #9
    Dynacord ist in der Regel schon Oberklasse - insofern hat der "Kerl" schon recht.


    Nur wie ist denn die Bezeichnung der Boxen und des Mischpults genau?


    Topo :cool:
     
  10. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 02.09.07   #10
    Sinnvoll wäre es, mal die Geräte zu verlinken, damit wir wissen, wovon wir hier überhaupt reden. Ansich baut Dynacord keinen Schrott; vielmehr handelt es sich um einen Hersteller, der sich besonders im Amateur- bis semiprofessionellen Bereich einen guten Namen gemacht hat und deshalb auch Preise erzielen kann, die sagenwirmal überdurchschnittlich sind. Den Schritt ins Profilager hat die Firma trotz einiger Anlagen in dem Sektor aufgrund akuten Nasenrümpfens der Konsumenten nie wirklich getan und so beschränkt sich das Angebot auch überwiegend auf Beschallungsanlagen für Veranstaltungen bis etwa 1000 Leute.

    Die angegebenen 60W Deiner Boxen geben mir Anlaß zu der Vermutung, daß es sich wohl um steinaltes Equipment handelt. Tippe mal auf 70er Jahre. Was damals aktueller Stand der Beschallungstechnik war, ist aus heutiger Sicht unterirdisch. Das hat mit der Qualität an sich nichts zu tun. Trotzdem wird der Kauf höchstwahrscheinlich überteuert gewesen sein und aus Sicht des Einsatzzwecks vielleicht sogar eine Fehlinvestition...


    der onk mit Gruß
     
  11. BOOG

    BOOG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.09.07   #11
  12. highQ

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    Erstellt: 02.09.07   #12
    ein gate reduziert keine feedbacks, sondern macht den mikrofonkanal zu sobald das signal unter dem eingestelltem grenzwert (threshold) geht.
    ob das das richtige ist, wissen wir noch nicht, wir sind noch am analysieren ;)

    also boxenbezeichnung, mischpult, mikros kabel einfach mal alles was du hast. dynacord ist wie schon gesagt mit unter sehr gutes equipment...der rest wurde ja auch schon gesagt ;)
     
  13. systray

    systray Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.09.07   #13
    Hi,

    Ich weiss nicht genau welches, werde schon dann bei der nächsten Probe genauer hinsehen. Aber ja, das ist ziemlich alt der ganze Kram, und sie prahlen wie billig alles gewesen sein soll, ich zweifel daran. Aber schonmal danke für die Aufklärung. ;)
    Übrigens hab ich selbst noch älteres Equipment, ein LEM Mischpult, Modell LIVE24, dieses Modell bietet gegenüber dem anderem wenigstens die Funktion der Kanalabschaltung, und hat einiges an Funktionen mehr, Neupreis lag damals bei 4500€, glaub ich.

    MfG
     
  14. spellfire

    spellfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #14
    Sicher ist es ganz hilfreich, die genauen Typenbezeichnungen zu haben. Aber ich denke, das ist ein Problem, dass sich aus der Ferne nur schwer lösen lässt.
    Diese Anlage läuft vielleicht auf der Bühne ohne Probleme und im Proberaum pfeift's aus allen Löchern, weil die konkreten räumlichen Gegebenheiten ungünstig sind.

    Ein paar konkrete Tipps habt Ihr ja schon bekommen:
    Blasen Boxen direkt in ein Mikro bzw. gegen eine glatte Wand, die den Schall dann ins Mikro reflektiert?
    Dann mit Wandverkleidung arbeiten. Eierkarton zur Not, Noppenschaumstoff wäre besser. Oder einfach mal nen Vorhang oder Wolldecke von der Zimmerdecke runterhängen lassen.
    Haben alle Mikros eine (super-)Nieren Charakteristik oder sind vielleicht 8er oder Kugelsymmetrien dabei?

    Auf jeden Fall das Mikro lokalisieren, dass den Ärger macht. Aufstellung ändern oder mit einem Analyzer (oder einem geschulten Gehör) die Frequenz ausfindig machen und im Signalweg eliminieren.
    Glatte Wände und Böden mit Stoff/Teppich abhängen. Je schwerer desto besser für den Raumklang.

    Viel Erfolg!
     
  15. systray

    systray Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.07   #15
    Hi,

    Wir ersetzen das Dynachord Mischpult durch meins, ein LEM Live24, das hat an den Monitorausgängen ein Antifeedback, wir hatten vor 2 Wochen einen Auftritt in einer Kneipe, die Bedingungen dort zu mixen waren äusserst schwierig, aber das LEM Mischpult hatte den Job erledigt. Da die Boxen aktiv sind, kann man sie sofort für Monitoring nehmen.

    Das Dynachord Mischpult hatte noch nicht einmal die Möglichkeit, Kanäle abzuschalten, wenn man nicht gerade den Stecker rauszieht, es hatte ebenfalls Monitorausgänge, aber da war von Antifeedback nicht die Rede. Bei dem LEM gab es einen Regler, daran drehte man bis das Flöten weg war und das hat dann über das ganze Konzert bestens gehalten. :)

    MfG
     
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