Asiatische Musik - Wie macht man´s selber

von Metallkoo, 12.08.06.

  1. Metallkoo

    Metallkoo Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.02.06
    Zuletzt hier:
    21.07.16
    Beiträge:
    42
    Ort:
    Bonn
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    10
    Erstellt: 12.08.06   #1
    Daß bestimmte Skalen zum Einsatz kommen, ist klar,man denke nur an die berühmten schwarzen Tasten des Klaviers, aber es halbwegs authentisch klingen zu lassen eine andere. Mir ist bewusst, daß ich als Gitarrist eh kein traditionells asiatischen Instrument benutze, also lassen wir das erstmal mit den Vierteltönen ..auch wenn man die durch bendings noch hinkriegen könnte. Das Problem besteht darin, daß ich zwar auf den jweiligen skalen rumprovisiern kann, aber etwas mehr sollte es ja schon sein, z.b. sind mir Aufbau oder Harmoniefolgen dieser Musik vollkommen fremd, welche Rhytmiken kommen vor? Ich weiß auch nicht ob das hier das beste Forum für sowas ist, falls nein, dann bitte verschieben.
    Ansonsten: Was hat es beispielsweise mit den zusammenklangsquarten auf sich, man denke an dsa Intro von "China Girl" von David Bowie, nur so als Beispiel für nen Europäer, der chinesisch klingen will

    Außerdem hätt ich gerne ne Möglichkeit an solche Musik ranzukommen, J-Pop fällt schonmal weg, da sind nur die Texte japanisch und aus dem chinesischen Bereich habe ich bisher nur Perkussion erwischt...
     
  2. Blind J. Pilot

    Blind J. Pilot Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.05.05
    Zuletzt hier:
    7.12.09
    Beiträge:
    186
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    184
    Erstellt: 13.08.06   #2
    Ich will nicht behaupten, dass ich mich sonderlich gut damit auskenne, aber ich will trotzdem mal mein Halbwissen preisgeben. ;-) Warte aber lieber darauf, bis ein Wissenderer mich korrigiert...

    (Ich geh jetzt einfach mal von chinesischer, japanischer Musik usw. aus, vielleicht solltest du "asiatische Musik" noch etwas präzisieren)
    Nunja. So wie ich das sehe, ist diese Musik vorallem durch Melodien und den Klang an sich geprägt, ergo bezweifle ich, dass Rhythmik eine all zu grosse Rolle spielt, sondern das wohl sehr frei interpretierbar ist... (kommt aber ev. auch auf die Art des Stücks an, Chinesen hatten afaik ja durchaus auch viele Kriegslieder etc., wo ich mir vorstellen könnte, das Perkussion/Rhythmik eine sehr tragende Rolle spielten). Dass überhaupt wirkliche Harmoniefolgen bestehen wage ich sogar anzuzweifeln, das ist meines Wissens nach eine sehr europäische Angelegenheit. Wie gesagt, dort war - glaube ich - eher die Melodie im Vordergrund. Hm, da fällt mir ein, ich hab irgendwo mal eine seite einer berühmten traditionellen Shamisen-Spielerin gesehen, ist zwar japanisch, aber vielleicht durchaus nützlich zum analysieren. Ich such mal danach, wenn ichs finde, editier ich's rein...

    Sicher ein interessantes Gebiet, und ich hoff' auch, dass hier noch jemand vorbeikommt mit etwas mehr Ahnung davon. :-)

    /e: Achja, noch wegen der Skalen: Auf uns wirkt es wohl meist dann asiatisch, wenn keine Halbtöne vorkommen. Unsere geliebte Pentatonik kommt meiens Wissens nämlich auch aus diesem Raum.
     
  3. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

    Im Board seit:
    21.05.05
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    4.788
    Ort:
    March-Hugstetten, nächster vorort: Freiburg/Breisg
    Zustimmungen:
    3.390
    Kekse:
    43.669
    Erstellt: 13.08.06   #3
    Wenns ein bisschen fernöstlich klingen soll, ist dem nichts hinzuzufügen, auch die exotismen etwa von Puccini sind nur oberflächlich. Für ernsthaftes interesse ist es wie die erforschung eines kontinents, du kannst den rest deines lebens damit zubringen. Aber gewinnbringend ist, sich musik der verschiedenen schauplätze anzuhören, anregungen aufzunehmen ohne zu kopieren, schon auf dem Balkan, der nicht weit weg ist, gibt es ungewöhnliche rhythmen und intonationen, die Bartok aufgegriffen hat, die klangwelt Balis könnte auch manchen widerhall finden. Es gibt heute so viele möglichkeiten der information, die welt ist klein geworden, man kann sie sich ins haus holen, ohne einen schritt vor die tür zu machen, um einen chinesischen weisen zu zitieren, der das schon vordem ohne internet und speichermedien tat. Musik ist in den meisten kulturen viel stärker in das leben eingebunden, wird nicht nur passiv angehört, man muss also eintauchen in die bräuche anderer völker, was noch keinem geschadet hat, ebenso wie das erlernen von sprachen. Vieles ist heute in gefahr, von einer einheits-pop-zucker und zimt- mit geschmacksverstärker- soße überzogen zu werden oder um touristen billig zu amüsieren, aber noch gibt es authentische folklore und fremde "klassik", am koreanischen hofe musizierte man anders als auf dem lande.
    Die quellen sprudeln, wer sucht, der findet. Viel glück!
    Ich würde mich übrigens gern mit gleich- oder ähnlich gesinnten austauschen.
    Come il fenice di Arabia "Dove son, nessun' lo sà!"
     
  4. X!nyoung

    X!nyoung Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.03.04
    Zuletzt hier:
    15.04.15
    Beiträge:
    475
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    153
    Erstellt: 27.08.06   #4
    ich mag die asiatische musik als e-gitarrist auch... ich versuche in meinen songs auch dieses fernöstliche einzubinden... mit der gitarre geht es aber nur schwer, weil ich finde es sind die chinesischen instrumente, wie die Pipa, Erhu, Gu Zheng oder weitere typische instrumente, die die musik eben fernöstlich machen...

    wenn man auf der gitarre dieselben töne zupft wie z. B. auf der pipa, dann klingt es auf der gitarre nicht asiatisch, weil es einfach der klang ist, der es ausmacht.

    ansonsten kann ich sagen auf der gitarre mit moll/dur pentatoniken experimentieren.
     
  5. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    4.669
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    183
    Kekse:
    7.206
    Erstellt: 28.08.06   #5
    Diese asiatisch klingende Pentatonik ist 1-2-4-5-6 (also nicht Dur!), weshalb auch das mit den schwarzen Tasten passt (basierend auf Db). Spiel mal mit rechts ein kleines Melodiestück in dieser Pentatonik, bei dem du immer die Oktave mitspielst. ;) Das klingt dann schon sehr nach Chinarestaurant. :p

    Wenns überhaupt nicht hinhaut, kann ich das morgen mal mit einem Hörbeispiel untermauern.
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

    Im Board seit:
    21.05.05
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    4.788
    Ort:
    March-Hugstetten, nächster vorort: Freiburg/Breisg
    Zustimmungen:
    3.390
    Kekse:
    43.669
    Erstellt: 28.08.06   #6
    Gäste aus übersee glaubten, europäische musik anhand ihrer vorkenntnisse identifizieren zu können, und was kannten sie? "Trink mer noch e tröppche aus dem kleinen henkeltöppche - - "
    Seidem bin ich vorsichtig im umgang mit außereuropäischer musik, s.o.
     
  7. Punkt

    Punkt Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.04.06
    Zuletzt hier:
    8.12.13
    Beiträge:
    1.674
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    971
    Erstellt: 28.08.06   #7
    wir haben in Musik mal gelernt das die Chinesische Musik nur aus der Pentatonik besteht...
    Folglich sind die Akkorde auch => Powerchords
    Man mag es nicht glauben was die für faszinierende Klänge hervorgezaubert haben...
     
Die Seite wird geladen...