1. + + + Hinweis der Moderation + + +
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Atomkraft nein danke?

von PH03N1X, 09.02.05.

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Was Haltet ihr von "Atomkraft"?

  1. Ist ein wichtiger Energielieferant

    186 Stimme(n)
    40,5%
  2. bin mir nicht sicher

    48 Stimme(n)
    10,5%
  3. Atomkraft nein danke! Ist mir zu unsicher

    225 Stimme(n)
    49,0%
  1. systray

    systray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.09   #41
    Atomstrom rentiert sich im Grunde genommen gar nicht.
    Viele vergessen, oder wollen es, wie die Atomindustrie gar nicht wahrhaben, dass der Staat Atomstrom subventioniert. Müssten sich die Unternehmen selber darum Gedanken machen, wie sie ihren Müll entsorgen, würde der Strom das Vielfache kosten und wäre nicht mehr rentabel.

    Aus vergangenen Katastrophen (Tschernobyl, Majak, ...) hat man immer noch nicht gelernt, wenn man bedenkt, dass Tschernobyl in vielen Hinsichten noch immer eine Lüge ist, was das Material betrifft, das damals in die Umwelt gepustet wurde.

    Grüße
     
  2. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.09   #42
    wer macht sich noch gedanken über die paar fässchen atommüll wenn man die riesigen sondermüllberge sieht die dank eu auf uns zu gewalzt kommen....macht euch lieber sorgen um die energiesparlampe...und ruft die feuerwehr wenn euch mal eine hinfällt !
     
  3. rockforce

    rockforce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.09   #43
    Wie lange wird Atomenergie schon wirtschaftlich genutzt? Wie lange müssen wir mit den Abfällen klar kommen? Und wieso haben wir jetzt schon massive Probleme mit der Zwischenlagerung? Eigentlich ist das alles n schlechter Witz...
     
  4. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 04.09.09   #44
    naja abgesehen von den abgasen sind autos auch ganz sauber?!?!

    wohl wahr... wir wahren mit asse nichteinmal in der lage ein sicheres lager für nur 100 jahre zu basteln.... und wir glauben dass endlagerung kein problem sei?!?

    traurig eigentlich....

    die alternativen werden aus politischen gründen und aufgrund immenser "einmal-investitionen" (die derziet aber doch eigentlich voll im trend liegen?!?) gar nicht erst gedacht... wo kämen wir hin unsere energie aus nordafrika zu importieren....

    EDIT:
    Die Diskussion gabs schonmal... da musste ich mit jemandem darüber diskutieren ob windräder erträglich seien... für ihn waren (und ja das war sein ernst) schattenwurf und lautstärke uneerträgliche Probleme. Ich habe das damals etwas belächelt mich aber trotzdem zurückgehalten, weil ichs schlicht nicht wusste... anch einer 10 tägigen Fahrradtour durch Ostfriesland weiß i ch aber wie Windräder aussehen, welche Schatten sie werfen und wie laut sie (gerade im Vergleich zum Wind selbst) sind... und ich muss sagen: wer sowas als ernsthaftes gegenargument verwendet hat einfach einen an der Klatsche ;) )
     
  5. Djangoausberlin

    Djangoausberlin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.09   #45
    Hallo,

    ich finde es unglaublich wie sich dieser Mythos Atomkraft sei billig, immernoch halten kann. Erstmal die Kosten das Zeug 250.000 Jahre zu lagern, dürften sich langfristig etwas aufstauhen. Die Atomlobby hat es geschafft bereits 165 Milliarden Euro an Steuergegldern in die eigenen Taschen abzuzweigen. Mittelfristig kommen auf jeden Fall nochmal 92 Milliarden dazu. Soviel zu "Atomkraft ist billig." Quelle: Hier
    Nächster Mythos: AKWs sind sicher. Ähhh...nein. Das AKW Krümmel z.B ist. alles, aber nicht sicher:
    Quelle: 2

    Über das Entlager Asse, in das jetzt doch DREIMAL so viel Plutonium einglagert wurde wie bisher (von den Leuten die es da rein gepackt haben, wohlgemerkt) angenommen wurde und in welches seit 1969 Salzlauge eindringt und somit die Gefahr besteht, dass der radioaktive Dreck ins Grundwasser gelangt, brauchen wir nicht zu reden.
    Sicher ist nur das Risiko!

    Grüße
    Django
     
  6. ambee

    ambee Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 04.09.09   #46
  7. Rygen

    Rygen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.09   #47
    Wenn eine ´´gefährliche´´Energiequelle abgeschafft ist folgt die nächste.So sind die Menschen halt;)
     
  8. Nebhrid

    Nebhrid Registrierter Benutzer

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  9. Cocojambo

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    Erstellt: 05.09.09   #49
    Also cih muss sagen,dass AKWs ne zweischneidige Sache sind.
    Der Wirkungsgrad und die Sauberkeit eines AKWs sind unerreicht.Das AkW hat in dieser Hinscht ganz klar die Nase vorn
    Nur was ist mit den Endprodukten?In alte Salzminen karren,gar in der Wüste verscharren,lebt ja sowieso kaum jemand da.Vielleicht in der Antarktis vergraben,da wir die Wüste für Solar-Energie nutzen könnten?
    Wie auch immer,solange wir es nciht wissen,sollten AKWs betsehen bleiben,die Endprodukte verscharrt und die Welt weiter in Licht bleiben.
     
  10. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.09   #50
    Was ich bei der Atomkraft besonders liebe, ist die Tatsache, daß wir alle mit einem strahlenden Lächeln seit Tschernobyl rumlaufen und nun völlig abgehärtet sind. Ein neuer GAU kann uns also nichts mehr anhaben. Mittlerweile leben ja schon wieder Tiere in Tschernobyl, es mag sein, daß sie uns etwas größer erscheinen als sonst, das mag aber an unserem Optimismus liegen oder am flacheren Winkel, mit dem die Sonne dort auf die Erde trifft.

    Seit Asse wissen wir, wie Atomüll fachgerecht gelagert wird: Man läßt die Fässer einfach mal so 15 Meter in die Tiefe werfen und hat Ruhe. Solch weitreichende und physikalisch herausragende Leistungen lohnt die Industrie vielleicht sogar mit dem Kanzlertitel, da gab's schon Sachen, das glaubt man gar nicht.

    Steigende Krebszahlen sind kein Problem, dafür gibt's die Pharmaindustrie, und die hat ja sowohl beim Marketing und beim Schmieren mittlerweile das südeuropäische Dilletantentum verlassen, weshalb Einschnitte bei der Forschung nicht relevant sind, weil man ja bereits entwickelte Produkte vielseitig einsetzen kann. Das kennen wir ja auch von zuhause, wo die Bierflasche durchaus auch als Aschenbecher taugt. Hier sehen wir auch das Versagen der Bierindustrie, denn mit dem Rauchverbot hat natürlich auch der Bierkonsum merklich abgenommen - wer nicht mehr rauchen darf, braucht eben auch keine Bierflaschen mehr.

    Was aber zum Bumerang für die Atomindustrie werden kann. Wenn die Leute nicht mehr am Raucherkrebs sterben, könnten ein paar Verirrte auf den Gedanken kommen, daß doch tatsächlich die Mutationen bei Babys im nahen Umkreis von Atomkraftwerken wohl doch nicht durch diese Raucherei kommt, sondern - was natürlich völlig abwegig ist - von diversen Großkraftwerken.
    Bedenken hierzu kann man in das Reich der Fabeln verweisen - wenn man die Geschichte von Krümmel so verfolgt, kann man doch nur sagen, daß alles sicher ist, so oft wie man die Sicherheitssysteme dort schon im Ernstfall getestet hat. So muß das sein, so soll das sein.

    Zudem: Wer hat schon das Vorrecht, Atomstrom zu beziehen? Weder Afghanistan, noch der Irak. Trotz intensiver jahrelanger amerikanischer Suche und Bombenstimmung am Krater hat man nichts gefunden, wie schade. Pjöngjang hat da schon die Nase etwas weiter oben, doch ob sie die vier Euro pro Kilowattstunde Atomstrom auch zum überwältigenden Anteil aus Steuergeldern bezahlen können, das frage ich mich. Und auch der Amerikaner, weswegen er ja so Probleme mit den Nordkoreanern hat, denn falls die diese Kosten per Kreditkarte bezahlen wollen, bleibt den Bänkern nichts mehr zum zocken, ohne zocken keine Freunde, ohne Freunde keine Huren, ohne Huren kein Koks, ja, da kann's dann richtig eng werden mit dem freudigen Leben.

    Von daher müssen wir uns klar sein, daß Atomstrom ein Muß für unsere Gesellschaft ist, weil es industrie- und marktübergreifend in unsere Gesellschaft eingreift. Der rechte Deutsche wird sich dafür kurz an's Herz fassen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
     
  11. robert015

    robert015 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.09   #51
    ... und bei dem die Gewinnspanne am größten.

    Wie Djangoausberlin schon sagt, der Steuerzahler wird für die Kosten der Aufarbeitung, Entsorgung und Endlagerung bezahlen. Wenn es hier jemals sichere Lösungen geben sollte entweder mit Unmengen an Geld oder aber mit der Gesundheit, ich persönlich bin absolut sicher mit beidem.

    Andererseits würde die erfolgreiche radioaktive Verseuchung von Wasser und Land zweifellos Mutationen des menschlichen Erbguts zur Folge haben. So gesehen könnten wir dank der Energieversorger die nächste Evolutionsstufe viel schneller erreichen. Ich bin gespannt.
     
  12. rockforce

    rockforce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.09   #52
    Solange man mit dem Spruch "...und solange es die nicht gibt" in Bezug auf einen Vollwertigen Ersatz für Atomkraftwerke, dieselben rechtfertigt, wird niemand Millionen und Milliarden in die Hand nehmen um effizient und mit ausreichend finanziellem Background für Alternativen forschen und forschen zu lassen, den die dringende Notwendigkeit ist nicht gegeben. Die Idee des Elektroautos kam den Menschen erst, als der Ölpreis, dank der Ölkrise stieg. Von Umweltschutz war damals keine Rede. Es wurde lediglich das Benzin teuer. Kaum war die Krise vom Tisch, war der Verbrennungsmotor wieder Nr.1 und niemand hat ernsthaft Geld in die Erforschung einer Alternative gesteckt. Bis auf die Japaner. Die sind da ziemlich weit.
    Mal sehen was wir uns noch alles aus der Hand nehmen lassen.
     
  13. Noobdrummer

    Noobdrummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.09   #53
    Atomkraft hat zu viele Nachteile.
    Der Vorteil ist ganz klar die billige Produktion von Energie, doch ist die Erzeugung von Energie durch Atomspaltung sicherlich kein zukunftssichere Brange, weil uns irgendwann das Plutonium ausgeht(habe gehört, dass dies sogar vor der Erdkohle passiert, bin mir aber nicht mehr sicher.)
    Außerdem gibt es die Gefahr von einem zweiten Tschernobyl (was kein Hauptpunkt von mir ist) und vor Allem den Abfall.(Hauptpunkt ;) )
    Wohin mit dem verseuchten Atommüll? Das ist ein Spiel mit dem Feuer angestachelt von Profitgier.
    Meiner Meinung nach sollte man auf erneuerbare Energien setzten. Ein riesieges Solarfeld in der Sahara und unsere Probleme sind gelöst ;-) Oder wie wäre es mit Tausenden von Gezeitenkraftwerken bei Gibralta oder am Ärmelkanal. Möglichkeiten bestehen, doch wenn man auf erneuerbare Energien setzen würde, würden die Ölfirmen und co. nichts mehr verdienen. Ach...wozu gibt des Lobbyismus :(
     
  14. Gorbag

    Gorbag Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.09   #54
    Ich bin für Atomenergie.
    Und zwar aus einem ganz einfachen Grund, die "Grünen" Energiequellen brauchen noch weit über 10 Jahre bevor wir Deutschland damit 100% versorgen können und selbst dann ist der Rest der Welt noch nicht zwingend auf unserem Niveau und braucht noch schmutzige Energie.
    Bis wir aber diese 100% Abdeckung erreichen brauchen wir Energie aus einer "dreckigen" Quelle und hier bleiben uns eigentlich nur 2 Quellen, Atomenergie oder Kohlekraftwerke.
    Und hier kommt dann ganz einfach der Wirkungsgrad und die Sauberkeit ins spiel. In einer Welt in der um jedes Gramm CO2 ein riesiger politischer Aufwand und Medienrummel initiiert wird, steht gleichzeitig die Forderung im Raum mehr CO2 verschleudernde, Resourcen hungrige Kohlekraftwerke zu bertreiben?
    Atomkraft bringt gefahren mit sich, das leugne ich garnicht, aber ich glaube das man das Risiko eingehen sollte, bis die Grünen Energien uns den Strom liefern den wir brauchen.

    In dem Bezug währe es ja auch mal interessant zu Wissen was die Erzeugung einer kwH Kohlekraftwerksstrom und einer kwH Atomstrom kostet. Immerhin jammert der normale Bürger seit Jahren über zu hohe Stromkosten und der Bund finanziert über Hartz IV auch genug Haushalte die Strom bezahlen müssen. Hat da irgendwer aktuelle Zahlen im Kopf?
     
  15. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 07.09.09   #55
    Ich bin ganz klar gegen Atomernergie. Ich habe von Frühjahr bis Herbst heißes Wasser ausschließlich durch eine Vakuumröhrenanlage auf dem Dach. Die Heizung kommt aus der Fernwärme einer emissionsfreien Verbrennungsanlage. Mein Strom kommt von Lieferanten mit eine hohen Anteil an alternativer Energieerzeugung.

    Es wurden seit 50 Jahren Unwengen von Milliarden in die Atomkraft gesteckt. Und in Zukunft auch noch ("Entsorgungs"problem... da werden noch unabsehbare Kosten entstehen, die aus Steuergeldern beglichen werden müssen). Nicht auszudenken, wenn ähnliche Summen seit längerer Zeit in die Entwicklung anderer Techniken geflossen wären (Solar, Erdwärme etc.).

    Atomkraft ist eindeutig eine Sackgasse, von der wir uns schnellstens trennen sollten. Sie beruht auf der arroganten Annahme von Beherrschbarkeit und UNfehlbarkeit. Hallo Titanic? Hallo Atombombe? Hallo Tschernobyl?

    Und Goethes Zauberlehrling ist ja auch überholt. Da gab es noch den Meister, der das Unheil rückgängig machen konnte. Den gibt es bei Atom jedoch nicht.
     
  16. Julian

    Julian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.09   #56


    "Weit über 10 Jahre" ist noch extrem untertrieben. Das ist leider das Problem an der Geschichte. Ich bin absolut für erneuerbare Energien, sogar so sehr, dass sie mit ziemlicher Sicherheit Teil meines Jobs werden.

    Die Energiebilanz bei den regenerativen Quellen wie Wind und Sonne ist momentan eine Katastrophe. In der Politik wird das "dem kleinen Mann" immer so schmackhaft gemacht. Nach dem Motto: Bauen wir einfach ein paar Windräder und schon gibts Strom. Dabei werden aber keine weiteren Informationen herausgegeben und man kann von niemandem erwarten, ein Ingenieursstudium als Voraussetzung zum Verstehen der Politik mitzubringen.
    Fakt ist, wenn eine Windkraftanlage mal steht, läuft das Ding erstmal einige Jahre, in ungünstigen Standorten (wo es leider immer mehr von gibt.. Hauptsache man hat mal so ein Teil gebaut) sogar Jahrzehnte, um die Energie wieder zu erzeugen, die man zur Entwicklung, Herstellung und Aufstellung verbraucht hat. Je mehr dieser HEUTIGEN Windkraftanlagen gebaut werden, desto mehr schafft man sich ein Minus, aus dem man erstmal wieder raus kommen muss. Es muss mehr geforscht werden und effektivere Anlagen müssen entstehen, damit das Ganze Sinn macht. Leider lebt die Politik von Populismus, und eine Partei, die sich damit rühmt, eben viele "ökologische" Kraftwerke erbaut zu haben, kommt bei Leuten, die von der Materie keine Ahnung bzw. wenig Einblick haben, natürlich super an.
    Zusätzlich dazu hat man sich in der Politik (vorallem von links) objektiven und nicht beschönigenden Stastiken weitestgehend verschlossen. Ich habe da auch keine Hoffnung mehr, dass sich da was ändert. In jedem Falle wird die Herausforderung sein, wirklich effiziente Anlagen zu bauen, die langfristig mit der Atomkraft mithalten können. Davon sind wir allerdings noch Galaxien entfernt.

    An die Atomkraftgegner: Ich bin auf eurer Seite! Atom sollte so schnell wie möglich ersetzt werden. Nur sehe ich das nüchtern von der technischen Seite: In den nächsten Jahrzehnten keine Chance!

    Dazu kommt, dass die neuen Energiequellen wieder andere negative Effekte hervorrufen. Wo will man Windräder noch hinstellen? Auf dem Land gibt es zuhauf beschwerden. Auf hoher See sind sie die Völgelkiller Nr1. Um Deutschland zu 50% mit Windkraft zu versorgen, müssten pro km² 2 Windräder stehen. Nicht realisierbar. Aber es gibt ja auch Parteien, die fordern Reichtum für alle..

    Gruß
    Julian
     
  17. systray

    systray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.09   #57
    Ich denke, das ist ein Irrglaube. Würde man mehr in die "Grünen" Energiequellen investieren, statt über Wiederaufarbeitungen von AKG's und der endlosen Diskussion über Endlager, würde man diesen Trend sehr beschleunigen.
    Ein wesentlicher Punkt, der ständig vergessen wird ist, dass Atomenergie alles andere, als lohnend ist. Ich stelle sogar die These auf, dass Kohlekraftwerke viel effektiver und kostensparender sind (auch wenn die Emmissionsbilanz dann doch dreckiger ist), als AKG's. Es fehlt noch jemand, der dies zahlenmäßig nachweisen könnte. Das wird allerdings nie geschehen, solange Atomkraftwerkbetreiber den Atommüll nicht selbst entsorgen müssen.

    Grüße
     
  18. Bannockburn

    Bannockburn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.09   #58
    Bin grade über diesen Artikel gestolpert:
    http://green.autoblog.com/2009/08/28/solar-roadways-get-prototype-funding-from-dot/

    In Kürze: In Amerika arbeitet man daran, eine "Solarstraße" zu entwickeln, die Energie generieren soll.
    Wenn das wirklich funktioniert, dann wäre das ein gewaltiger Schritt nach vorne. Alleine, wenn man die ganzen Parkplätze "sinnvoll" damit nutzen könnte, hätte man schon eine gewaltige Fläche für Solarenergie zur Verfügung.
    Ob das auf Autobahnen so sinnvoll ist, da bin ich skeptisch. Die sagen zwar, man hätte den selben Grip wie auf Asphalt, aber grade bei Regen kann ich mir das nur schwer vorstellen.
    Aber wie gesagt, auf Parkplätzen wär das sicher ne gute Investition...
     
  19. Booster

    Booster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.09   #59
    Zu Teil 1: Lese ich immer wieder aber ich habe bisher keinen Beleg lesen können! Ich bin ja auch für erneuerbare Energie, aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Die Effizienz lässt zu wünschen übrig, was man immoment damit ausbügeln will, dass man riesige Anlagen baut. Zumindest bei Windkraft geht es nicht, da die Dinger riesen Mengen an Platz wegnehmen und auch noch 500m voneinander entfernt sein müssen (die größten zumindest) um noch ein Maximum an Energie zu gewinnen. Photovoltaik genauso. Geothermal kann man auch nicht überall machen und Wasserkraftwerke auch nicht. Es wird einfach leider zu oft erzählt, dass man ein paar der Dinger aufstellt und alles ist gut und jeder kann weiter Strom nutzen. Dies ist zur Zeit aber leider einfach nicht der Fall.
    Und die Endlagerdiskussion bleibt doch auch, da du das Zeug schlecht in den abgeschalteten Kraftwerken einfach liegen lassen kannst....

    Zu Effizienz AKW / Kohle: Beide haben einen Effizienzgrad von ca. 30% (liegt daran, dass die Dampfturbinen nicht mehr hergeben), wobei der CO2 Ausstoß bei AKW geringer ist, da durch die Strahlungsreaktion nur Wasser erwärmt wird, währen die Kohle thermisch zersetzt wird, wobei andere Kohlenstoffhaltige Stoffe wie unter anderem auch CO2 entstehen.
    Wohl oder übel bleibt uns zur Zeit noch keine wirklich Alternative um den Energiebedarf, der ja auch steigend ist, zu stillen.
    Zudem brauchen wir da immoment auch keine riesigen Mengen neues Material für aus der Erde buddeln. Die Brennstäbe halten ja schon ne ganze Weile erstmal....ist unschön Atomkraft aber wir haben das Problem schon und machen es ja auch nicht wirklich größer wenn wir nun noch ein paar Jahre weitermachen, bis wir die Dinger ohne Probleme vom Netz nehmen können.

    Wie gesagt ich bin kein großer Freund der Atomkraft, sehe aber schon eine notwendigkeit darin. Zumindest noch!
     
  20. Noobdrummer

    Noobdrummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.09   #60
    Eine Frage.
    Was wäre, wenn man die Sahara zb. mit riesigen Solarfeldern ausbaut? Die Energie könnte man über Kaberl oder meinetwegen über riesige "Batterien" wenn man so will und falls nicht anders möglich transportieren.