1. + + + Hinweis der Moderation + + +
    Dieser Bereich ist bis auf Weiteres geschlossen, da eine Diskussion nicht in der erforderlichen geordneten Form stattfindet und die Betreuung des SUB, wirtschaftlich sinnvoll, nicht zu leisten ist. Bitte führt die Diskussion in einem auf Politik ausgerichteten Forum. Im Musiker-Board werden politische Beiträge an anderen Stellen strikt durch die Moderation entfernt.

Atomkraft nein danke?

von PH03N1X, 09.02.05.

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Was Haltet ihr von "Atomkraft"?

  1. Ist ein wichtiger Energielieferant

    186 Stimme(n)
    40,5%
  2. bin mir nicht sicher

    48 Stimme(n)
    10,5%
  3. Atomkraft nein danke! Ist mir zu unsicher

    225 Stimme(n)
    49,0%
  1. MasterOfDesaster

    MasterOfDesaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.09   #81

    Jetzt ist eh schon CO2 in der Atmosphäre da können wir ja gleich noch 1000 Mrd Kubikkilometer reinpumpen das macht das Problem ja nicht schlimmer :great:

    Was ist denn das für ein Schmarn...jetzt is eh schon egal die Generationen nach uns haben eh keine chance :p

    Du bisd auch jemand der NICHT an den Klimawandel glaubt oder? :cool:
     
  2. Booster

    Booster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.09   #82
    1tens: Noch einmal. Hör verdammt nochmal auf auf dieser persönlichen Ebene zu "argumentieren", wenn du mich nicht kennst! Das ist schlichtweg anmaßend. Ich würde mir über dich auch kein Urteil erlauben, da ich dich nunmal nicht kenne.

    2tens: Doch Klimawandel gibt es. In welchem Maße der wirkt...kA da streiten sich die Wissenschaftler und ich weiß nicht genug um da mitreden zu können. Was ich aber auch weiß ist, das stumpfe Panik nicht hilft und das es Warm/Kalt Zeiten immer wieder auch ohne CO2 schon gab (übrigens gabs Urzeiten mir mehr CO2 durch verstärkte Vulkanaktivitäten aber das nur so am Rande...der jetzige Grund ist halt der Mensch).

    Was ich aber im Bezug auf das Thema glaube ist, dass wir nicht der einzige Grund der erwärmung sind. Wie wir wissen, befinden wir uns am Ende einer Eiszeit, die vor etwa 2,7 Mio Jahren begonnen hat und befinden uns seit ca. 11000 Jahren in einer Wärmephase. Wie weit diese gehen (auch in letzten Eiszeiten) ist nicht völlig geklärt. Was wir aber wissen ist, dass wir uns immer noch in einer recht kühlen Phase befindet und die Erwärmungsphase noch nicht beendet ist. Was der Mensch aber wohl gemacht hat ist, dies enorm zu beschleunigen. Eigentlich sollte so ne Erwärmung viel viel langsamer verlaufen. Aber wie warm es so oder so werden würde: kA

    Klar ist aber auch, dass wir einfach mehr auf unsere Umwelt achten müssen und den Weltweitausstoß an Schadstoffen drastisch verringern müssen. Da kann es auch keine Diskussion drüber geben. Klar ist auch, dass es schnell gehen sollte. Aber Panik sollten wir nicht machen.

    3tens: Nun zur Atomkraft. Ich habe nicht davon gesprochen das ganze auszuweiten und mehr Brennstäbe und AKW's in Betrieb zu nehmen. ABER: Wir haben weniger Probleme mit den aktuellen Brennstäben, wenn wir sie im Kraftwerk nutzen, als sie zu lagern. Auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen: So gefährlich sind Kraftwerke nicht. Die gefährlichen Unfälle (die alle 50-20 Jahre her sind) sind selten und an einer (maximal 2 ) Händen abzuzählen. Klar machts das nicht Risikolos, aber das ist die Lagerung der Brennstäbe ja auch nicht. Ich finde wir nutzen die aktuellen Brennstäbe die es noch gibt auf und steigen dabei langsam aus. Und nicht: Zack jetzt alle aus. So hätten wir Kontrolle über die Brennelemente und könnten uns noch ein paar Jahre über Lagerung und alternative Energien beraten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die alternativen Energien einfach noch nicht weit genug um das Energieproblem zu beenden.
    Ich will Atomkraft hier nicht gut reden und auch nicht sagen, dass sie gefahrlos sind. Das sind sie mitnichten. Aber ein verteufeln hilft hier nichts. Autos Flugzeuge etc. sind auch potentiell gefährlich und wir nutzen sie und versuchen sie immer sicherer zu machen. Klar der Vergleich hinkt vll schon ein wenig, aber ich hoffe das Prinzip, was ich meine, wird ein wenig klar.
    Nutzen wir also die jetzigen Brennstäbe aus. Wir werden sie so oder so irgendwann lagern müssen, dann können wir sie auch noch nutzen solange es geht. Vor allem da das Lagerproblem ja auch noch nicht gelöst ist.


    Ein Wort noch an dich: Wenn du nicht sachlich mit Argumenten diskutieren kannst, dann empfehle ich dir, diesen Thread zu meiden, da du so nichts zum Thema beiträgst. Das soll kein Angriff auf dich sein, aber ich höre nur Anschuldigungen und keine Argumente von dir. Und es macht auch schlichtweg keinen Spaß von dir Vollpfosten oder sonst was genannt zu werden. Solche Angriffe zeigen nur, dass ein gegenüber die Argumente ausgehen...und bei weiteren solchen Sprüchen behalte ich es mir auch vor, mal mit nem Mod über deine Argumentationsgrundlagen zu reden (wobei ich sehr hoffe, dass sowas nicht notwendig ist. Ich gehe auch mal davon aus, dass so etwas unnötig ist oder?!)


    gruß Booster
     
  3. Garry-Groupie

    Garry-Groupie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.09   #83
    auch Uran ist endlich.
    Das wird oft vergessen, abgesehn von der umweltbelastung
     
  4. -=Mantas=-

    -=Mantas=- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.09   #84
    Du, ich hab schon in Gernsheim,in der Nähe von Biblis einen Fisch im Rhein gefangen den ich gegessen habe. Bis auf den grünen Schimmer auf meiner Haut..
    Ne im Ernst, das ist schlicht Panikmache.
     
  5. ambee

    ambee Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 09.09.09   #85
    wieso sprechen eigentlich alle von atomkraft? das heißt kerkraft. da werden kerne gespalten, keine atome.
    ist das der einfachheit halber oder wissen viele die darüber diskutieren tatsächlich nicht was im reaktor abgeht?

    die kernkraft-gegner haben heute neue nahrung bekommen: süddeutsche: Kohls Minister schönten Gutachten
     
  6. Bierpreis

    Bierpreis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.09   #86
    Wenn ich solche Artikel wie im Post vor mir verlinkt sehe, kann ich überhauptlicht verstehen, warum genau diese Parteienkonstellation warscheinlich wieder die Mehrheit im Bundestag erringen wird. Das geht mir einfach nicht in den Kopf, warum die Mehrheit einfach nicht nachdenken will und einfach immer und immer wieder das offensichtlich manipulierende und betrügende Pack wählt. Das kann doch nicht sein, dass die meisten Menschen wirklich überhaupt nicht nachdenken wollen.
     
  7. Julian

    Julian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.09   #87
    Ja, nur sind das eben Zwischenstrecken bzw. Energielieferanten für bestimmte Teile im Land und nicht eine Leitung für Europa! Die Energie die dort transportiert werden muss, ist um Potenzen höher.

    Was viele Atomgegner (und ich bin auch ein Atomgegner) allerdings nicht wahrhaben wollen, ist, dass die Versorgung aus erneuerbaren Energien noch teurer ist. Da wird extrem viel schöngeredet, ausgemalt, ausgelassen. Energie aus Sonnenkollektoren oder Windkraftanlagen wird nie so konzentriert zu erzeugen sein wie in einem Kernkraftwerk. Soll heißen: Für ein neues Windrad ist immer wieder eine neue Baugenehmigung, neue Erdbewegungen, neue Standortgebühren, neue Anwohnerklagen, neue Instandhaltungsgebühren, neue Netzanbindung (!!) etc. pp. nötig. Wenn wir davon ausgehen, dass man ca 1500 Windkraftanlagen braucht, um ein Kernkraftwerk zu ersetzen, hoffe ich, dass das auch simpel genug für dich ist, zu verstehen, wie man Kernenergie (momentan) befürworten kann.

    Grüner Strom ist momentan viel teurer, viel komplizierter zu erzeugen und muss über ein riesiges Gebiet verteilt werden. Gerade bei Windrädern müssen oft Teile getauscht (Getriebe, Wellen) und umfassende regelmäßige Checks durchgeführt werden (mindestens 1 mal im Jahr). Bei 1500 Anlagen muss man schon einiges Personal einstellen, was täglich nur damit beschäftigt ist, weite Strecken zurück zu legen, nur um Routinechecks durchzuführen, die nicht einfach in einer Stunde gemacht sind. Soweit mal eine einfache Rechnung.
    Nach wie vor: Momentan stehen keine Anlagen bereit, die eine solche Effizienz aufweisen, dass ihr Einsatz wirtschaftlich sinnvoll wäre. Verglichen mit Kernkraft (und wir reden hier rein wirtschaftlich) ist jedes momentan neu aufgestellte Windkraftwerk ab dem ersten Tag ein Verlust, da die von diesem erzeugte Energie für einen Bruchteil der Kosten aus Kernkraftwerken gewonnen werden könnte.

    Nochmal: Ich bin absoluter Befürworter des Atomausstiegs. Allerdings verschließe ich nicht, wie leider sehr viele (was sicherlich auch durch einfache Desinformation kommt) die Augen und verwehre mich Argumenten. Ich habe berufs/studiumsbedingt einen recht weiten Einblick in die Branche. Würde der Staat die erneuerbaren Energien nicht wie bescheuert subventionieren, wären übermorgen 90% der Firmen, die sich mit dieser Technologie befassen, Pleite. Hier sei gesagt, dass ich FÜR die Subventionen bin - ohne diese kein Fortschritt und keine Innovation! Nur muss man sich vor Augen halten, dass man von einem Szenario, wo sich erneuerbare Energien wirklich LOHNEN, noch Jahrzehnte entfernt ist.

    Viele Grüße,
    Julian
     
  8. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 10.09.09   #88
    als könnte ein "nicht-energieingenieur" oder ein "nicht-physiker" (mit ausnahmen) auch nur in ansätzen wirklich durchdenken und nachvollziehen was in einem reaktor wirklich vor sich geht...

    ist aber auch ne völlig unwichtige fragestellung...

    muss ich wissen in welche bestandteile nitroglycerin zerfällt wenn ich mir über die gefahr einer bombe gedanken mache oder reicht es zu wissen, dass ich mich weiter als 50m entfernt bei ner explosion von 5ml aufhalten sollte?
     
  9. ambee

    ambee Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.09.09   #89
    es zeigt zumindest dass man sich nichtmal die ersten paar zeilen des wikipedia-artikels durchgelesen hat.

    nicht dass man in wikipedia lesen müsste, aber irgendwoher sollte man sich ja informieren bevor man sich zu einem thema äußert.


    aber das ist wohl genauso wie mit kinderpornographie und dokumentiertem missbrauch.
     
  10. Purcell

    Purcell Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.09   #90
    Genau genommen müsste man dann ja von Atomkernkraft sprechen, denn mit Kirschkernen wird's nicht funktionieren. Und da der Kern Bestandteil des Atoms ist, ist der Oberbegriff sprachlich allenfalls ungenau, aber nicht falsch.

    Das zeigt es natürlich nicht: Schon das vierte Wort des genannten Artikels spricht von Atomkraft - aber ich denke, die Probleme der AtomKernEnergie liegen nicht im semantischen Bereich, und ein Diskussionsteilnehmer disqualifiziert sich nicht durch die Benutzung des nicht ganz korrekten Ausdrucks "Atomenergie".
     
  11. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 10.09.09   #91
    Ein guter Einwurf. Viele Menschen wurden durch Nitroglycerin getötet, auch dabei, wenn sie aus Nitroglycerin das weniger gefährliche Dynamit herstellten. Trotzdem wurde und wird Nitroglycerin hergestellt.

    Mit der Kernkraft ist es ähnlich. Jeder weiß, dass das gefährlich ist. Die Frage ist aber: Wie gefährlich ist das wirklich? Ich habe prinzipiell die Angewohnheit, Verteufelung zu hinterrfragen, wenn sie doch derart offensichtlich bestimmten Leuten nützt. Wem nützt also die Verteufelung der Kernenergie?

    Täte zB Deutschland seine Uranvorkommen verwerten, weil dies wegen Vertrauens in die Beherrschbarkeit der Technik von der Bevölkerung akzeptiert würde, hätte dies schlagartig einen Verfall der Rohölpreise zur Folge. Leidtragend wären in erster Linie die Herscherfamilien in Saudi Arabien, Abu Dhabi, Kuweit, Iran... und natürlich die US-Warenterminhändler.

    Ich will's mal so sagen: Ich vermute, dass durch die Verteufelung der Kernenergie letztlich erheblich mehr Menschen sterben, als durch eine verantwortungsvolle Nutzung sterben würden, weil zB Milliarden Menschen hungern, da sie die künstlich hochgetriebenen Energiepreise nicht bezahlen können UND außerdem die Folgen der ebenfalls schädlichen Verbrennung fossiler Energieträger mit dem Leben bezahlen.

    Ja, ich halte Kernkraft für gefährlich. Wenn ich aber zu entscheiden hätte, ob in meiner Nachbarschaft eher ein modernes deutsches Kernkraftwerk oder ein aufgrund eines psychölogischen Gutachtens freigelassener Triebmörder angesiedeld werden soll, dann hätte ich dann doch lieber das Kernkraftwerk...
     
  12. cosmodog

    cosmodog Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.09   #92
    Toll, dann können wir die ausgebrannten Brennstäbe (und die sonstigen Nebenprodukte dieser Technologie) ja unter dem Kopfkissen Deiner Kinder (und ihrer Kindeskinder) endlagern.

    Ich erfreue mich jedenfalls am Anblick der Windräder, die rings um unseren Ort in der Landschaft stehen. Ich würde lieber auf 1500 davon blicken, als auf ein "modernes deutsches Kernkraftwerk", wie zum Beispiel Krümmel.
     
  13. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 10.09.09   #93
    Das ist eben Glaube, was du da verbreitest, nicht Wissen, auch wenn es immer wieder behauptet wird.

    Der Pfarrer, der meine Mutter beerdigt hat, weiß auch ganz genau, dass wir unser Seelenheil verspielen und das hält er für gefählicher als Triebmörder und Atomkraftwerke zusammen.

    Eigentlich hönnte man ja sagen, dass jeder glauben mag, was er will. Leider hat aber der Glaube einer Gruppe Auswirkung auf das Leben der Ungläubigen. Deine Angst vor der meinem Glauben nach nicht wirklich so gefährlichen Kernkraft treibt meine Rohöhlpreise hoch. Und der Glaube des Pfarrers hat vor ein paar hundert Jahren unzählige Leute das Leben gekostet.

    Ich bin in ca 3 km Luftliniendistanz vom ersten AKW Deutschlands aufgewachsen und das Ding war damals in den 60er Jahren sicher nicht nach den heutigen Standards gebaut... soooo gefährlich sind die Dinger nicht . . . ich glaube das eben nicht. Und ich setze mich durchaus auch in Flugzeuge, obwohl durch Flugzeugabstürze mehr Menschen sterben als durch Atomkraftwerke. Aber Flugzeuge zu verteufeln nützt eben nicht amerikanischen Warentermin-Börsenmaklern. An deutschen Uranvorkommen lässt sich dagegen an der US-Börse nicht viel verdienen. Die grüne Angst- und Verteufelungspolitik war ungeheuer nützlich um diversen Multimilliardären die Geldsäcke zu füllen. Dieses Geld fehlt dringend an anderen Stellen, und ich sage noch mal: Das tötet erheblich mehr Menschen, als böse Strahlen aus dem AKW.
     
  14. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 10.09.09   #94
    Ein wundersamer ausspruch des ex-ministers Riesenhuber im zusammenhang mit dem Gorleben-gutachten: "was habe ich damit zu tun? Die arbeit machen doch die anderen!"

    Er war der minister mit den weitestverzweigten nebentätigkeiten und -einkünften. Wie tüchtig musste er sein, besonders im amt!
     
  15. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.09.09   #95
    Ich beziehe mich mal nur auf die Frage der Endlagerung.

    Meines Wissens gibt es derzeit keine sichere Endlagerstätte, die auch nur einen Bruchteil der Zeit abdeckt, die es dauert, bis von diesem Material keine Gefährdung mehr ausgeht.

    Ich klammere jetzt mal die durchaus berechtigte Frage aus, ob es reicht und hinreichend ist, die Gefährdung bzw. die Schäden eines Unfalls bezüglich der Zerstörung von Menschenleben, von austretender Radioaktivität, der Umwelt nur in Zahlen bzw. Geldwerten zu messen.

    Ich mache auf rein ökonomischer und marktwirtschaftlicher Ebene eine Rechnung auf:
    Gegen Risiken jeglicher Art gibt es Versicherungen. Diese treten im Schadensfall ein und werden vom Hersteller der Risiken bezahlt. Hersteller der Risiken sind die Hersteller von Atomstrom.
    Die Schadenssumme würde von einem neutralen Gutachten geschätzt - aber bei den Versicherern weiß man ja auch, was ein Arm, ein Bein und ein Menschenleben wert ist - man muss nur zu einer Einschätzung kommen, welche Schäden möglich sind.

    Wenn die Hersteller auf der Erde endlagern wollen, dann müssen sie die Versicherungspolice bezahlen.
    Wenn sich dabei herausstellt, dass zu diesen Bedingungen der Atomstom zu teuer ist - dann ist das so.
    Und dann zeigt das nur, dass mögliche Schäden von der Allgemeinheit bezahlt werden sollen und sich die Hersteller da raushalten - was meines Erachtens ein Unding ist.

    Zweite Variante: Schließen wir doch einfach eine riskante Endlagerung auf der Erde aus - dann braucht sich keiner mehr einen Kopf zu machen und es besteht keine Gefährdung (es sei denn die der Produktion, aber die will ich hier nicht betrachten).
    Es gibt ja marktwirtschaftliche Anbieter, die alles mögliche ins All transportieren (Satelliten, Menschen) oder schießen. Man legt auf Grund eines neutralen Gutachtens fest, in welcher Entfernung zur Erde, in welcher Umlaufbahn etc. das Zeug im All zu verbringen ist.

    Den Preis dafür haben die Hersteller zu bezahlen.
    Wenn sie dann noch wirtschaftlich Atomstrom anbieten können - alles in Ordnung.
    Wenn nicht, dann eben nicht.

    Das alles folgt einer ganz einfachen und folgerichtigen Logik: Anbieter und Hersteller von Dienstleistungen und Waren haben für mögliche Schäden geradezu stehen. Das betrifft Auflagen für die Produktion und die Versicherung gegen mögliche Schadensfolgen.
    Das ist ein vollkommen normaler, marktwirtschaftlicher Umgang mit Risiken.

    (Wie gesagt: die Frage, ob sich bestimmte Schäden überhaupt mit Geld ausgleichen lassen, lasse ich mal Außen vor - in anderen Bereichen wie Lebensversicherung, Berufsunfallversicherung etc. ist das ja eh schon Gang und Gäbe.)

    Noch kurz als Einwurf an Johannes Hoffmann: Es gibt nicht nur Leute, die von der "Verteufelung" der Atomenergie Vorteile haben - es gibt auch Leute und eine ganze Industrie, die Vorteile davon hat, die Risiken der Atomenergie herunterzuspielen und sich der lästigen Haftung für Folgeschäden zu entziehen. Der Vorwurf der Polemik, Verfälschung von Tatsachen oder jeweils passenden Interpretation der Tatsachen trifft also, wenn er trifft, beide Seiten.
    Die Frage, ob man in seiner Nachbarschaft lieber ein Atomkraftwerk oder einen Serienmörder haben möchte, ist einfach zu beantworten: keins von beiden.
     
  16. cosmodog

    cosmodog Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.09   #96
    Wobei ich jetzt den Zusammenhang zwischen religiöser Verblendung und der Endlager-Problematik von strahlendem Atommüll nicht ganz verstehe.

    Es sind ja Fakten, dass diese Abfälle existieren, weder der Gesundheit des Menschen, noch der Umwelt zuträglich sind und ein über Jahrtausende sicheres Endlager nicht existiert.

    Du hast noch nicht erkannt, dass das (unüberschaubar teure und gefähliche) Problem der Kernenergie nicht der Reaktor ist (die Dinger sind schon relativ sicher), sondern der anfallende Abfall.

    Im Mittelalter haben die Leute über die Stadtmauer geschissen, weil das so schön bequem war. Irgendwann haben sie erkannt, dass ihre eigene Scheiße sie krank macht und von ihrem Tun abgelassen.

    Leider sind die Kernkraftbefürworter zu dieser Erkenntnis noch nicht gelangt. Wie lange wird es noch dauern?
     
  17. jackson

    jackson Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.09   #97
    da hat sich wahrlich nicht viel geändert . Der Mensch ist halt doch n Tier:D:D
     
  18. Fe7zn

    Fe7zn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.09   #98
    Es spielt keine Rolle wie modern so ein Atomkraftwerk ist , wenn man in einem Land Energiekonzerne hat , die fahrlässig mit dieser Technologie umgehen. Vattenfall wollte man ja letztens die Konzession für den Betreib ihrer Atomkraftwerke entziehen.

    Leugnen, Vertuschen, Kosten sparen.
     
  19. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 10.09.09   #99
    So, wie du deutschen Kraftwerksbetreibern nix glaubst, glaube ich amerikanischen Ölpreistreibermultis nix. Die haben 1972 behauptet, das Öl reiche nur noch für 20 Jahre. Darauf haben sie ihre US-Quellen versiegelt und mit aller Macht Panik gegen alles verbreitet, das irgendwie geeignet scheint, die Energieprobleme der Welt in den Griff zu kriegen.

    Wegen der Ölpreise (Öl->Kunstdünger, Öl->Meerwasserentsalzung->Landwirtschaft usw usw) verhungern millionenfach weltweit Menschen. Wegen der Verbrennung fossiler Energieträger drohen weltweite Katastrophen, und wir machen uns ins Hemd, Energiequellen zu nutzen, die zumindest überbrücken können, solange nicht endgültigere Lösungsn wie großflächige Solarkraftwerke oder ggf auch Kernfusion technologisch ausgereift sind.

    zB Kernfusion... eine sache, die definitiv und physikalisch nachgewiesen funktioniert. Es ist einzig Entwicklungsaufwand zu erbringen, um die technologischen Probleme zu beherrschen. Wer wohl hat ein Interesse, dass diesbezügliche Forschungsgelder knapp gehalten werden und die Kernfusion werbetaktisch in die Buhmann-Ecke der bereits erfolgreich weltweit verteufelten Kernspaltung gerückt wird?

    Nein nein... der wirkliche Frevel der Menschenleben kostet ist, Öl zu verbrennen und demgegenüber weitgehend nutzloses Uran in der Erde zu belassen - wo es letztlich auch vor sich hin strahlt.
     
  20. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Ich würde da etwas ganz anderes als Ursache dafür suchen, warum Menschen verhungern müssen:
    andere Menschen - nicht das Erdöl... - aber das ist ein ganz anderes Thema...

    Schauen wir uns nochmal die Gefahrensitualtion genauer an.
    Im direkten Gefahrenvergleich kommen da fossile Brennstoffe noch sehr gut weg. Auftretende Schäden lassen sich hier sicher mit viel Zeit und Geld beheben.

    Im Gegensatz dazu steht der SuperGAU, der bei der Atomkraft jederzeit eintreten kann. Wenn so etwas wie Tschernobyl hier bei uns an der Weser oder am Rhein passiert, ist für weite Teile Europas Feierabend, weil über die Flüsse das ganze Gebiet verseucht werden wird.
    Wenn so etwas passiert, gibt es kein Verfahren, das das Gebiet wieder entseucht. Das ist also verlorenes Land, für die ganze Menschheit verlorenes Land...

    Kann man überhaupt so ein Risiko eingehen? Ein Zocker vielleicht, ein normal denkender Mensch muß da sofort "Stopp!" rufen - es sei denn, bei ihm kommt eben der Strom aus der Steckdose, was heißt, er will sich einfach nicht dafür interessieren oder ihm sind die Gefahren überhaupt nicht bewußt.

    Kernkraftwerke sind nicht sicher, überhaupt nicht. Es gibt ständig Störfälle, überall, weltweit. Viele werden vertuscht oder kommen erst mit großer Verzögerung an die Öffentlichkeit.:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unfällen_in_kerntechnischen_Anlagen
    (Und das sind nur die, die bei WP gelistet werden "dürfen"...)

    Weshalb die letzten Jahre weniger Fälle bekannt wurden, liegt aber sicher nicht an einer verbesserten Sicherheitstechnik, sondern an der verbesserten Medien und Lobbyarbeit, um das mal ganz charmant auszudrücken.

    Weiterhin bleibt der Kostenfaktor. Atomstrom kostet den Steuerzahler richtig viel Geld durch staatliche Subventionen aller Art. Bei einem einzigen GAU ist Europa pleite, nicht nur Deutschland...

    Wer also bisher über die verantwortungslosen Bänker schimpfte...nun...tja...

    Ich weise deshalb nochmal darauf hin, daß man sehr schnell die Energiegewinnung lokalisieren, d.h. dezentralisieren sollte. Wenn jedes Haus ein Solar/Photovoltaik-Dach hat, wenn die Scheiße - wörtwörtlich - in kleinen Anlagen gesammelt zur Stromerzeugung genutzt wird, bekommen wir sehr schnell ein umweltverträgliches und nicht monopolistisch gesteuertes Stromnetz mit äußerst geringem Leitungsverlust und vermutlich viel geringeren Kosten für die Infrastruktur.

    Und wenn darüber hinaus die Politik es mal schaffen würde, daß erfolgversprechende bzw. funktionierende Technik nicht in irgendwelchen Tresoren gebunkert werden, sondern für jedermann zugänglich gemacht werden müßte, dann würde das technisch wie preislich wohl in Kürze ein Erfolgsmodell für die Welt geben.

    Nur über die Dezentralisierung, also vieler kleiner statt weniger großer Kraftwerke, kann man sämtliche Probleme mit einem Schlag erledigen und es wäre darüber hinaus ein Wirtschaftskonjunkturprogramm allererster Klasse, bei dem viele Arbeitsplätze geschaffen werden würden.