Audix koppelt sehr früh!?

von morry, 26.09.05.

  1. morry

    morry Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    27.06.05
    Zuletzt hier:
    9.08.15
    Beiträge:
    2.490
    Ort:
    Ludwigshafen am Rhein
    Zustimmungen:
    40
    Kekse:
    9.813
    Erstellt: 26.09.05   #1
    Hi!
    Wir haben ein kleines Proberaum-Gesangsproblem. Wir besitzen 2 Audix-Mics (OM2 und OM3xB), die angeblich höchst rückkopplungsfest sein sollen. Als Mixer haben wir ein Soundcraft E8 und ne t.amp 1400er Endstufe. Boxen: nagelneue 4acoustics DYH112-monitore.
    Das ganze koppelt relativ früh, schon als wir davor 2 Yamaha S112 benutzt hatten.
    Liegts an den Mikros? Wir haben noch 4 Audix F50 rumliegen, mit denen wurde es nicht besser. Ist Audix doch rückkopplungsanfälliger als behauptet? Die Monis sind optimal platziert, frontal vor den Mics. Es koppelt vor allem in den Höhen, schon wenn ich 1 Meter vor dem Mikro stehe. Ist das ein Raumakustikproblem?
    Hat jemand Erfahrungen? Wollte evtl. auf ein Beyerdynamic TGX-58 umsteigen. Was meint ihr?
    Ach ja: Wir spielen Punkrock, ein bissel in richtung softcore.

    gruß
    morry
     
  2. understood

    understood Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.09.05
    Zuletzt hier:
    26.03.08
    Beiträge:
    166
    Ort:
    Nürnberg
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    20
    Erstellt: 27.09.05   #2
    Hallo,

    koppelt es nur bei den Audix so früh? Habt ihr mal andere Mikros ausprobiert im Vergleich? Ich habe mehrere Audix Mikros und bin vollstens zufrieden. Ich nehme mal an, daß ihr von der Gesamtlautstärke allgemein zu laut seid, daß jedes andere Mikro schon längst herumgepfiffen hätte. Punkrock ist ja nicht unbedingt Musik für leise Ohren :-)

    So long...
     
  3. schock

    schock Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.06.04
    Zuletzt hier:
    16.11.15
    Beiträge:
    437
    Ort:
    Rorschach Bodensee
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    159
    Erstellt: 27.09.05   #3
    hallo und moijn

    Spielt mal ein wenig mit der Klangregelung am Mischpult. Manchmal muss man nur den Klang verändern um sich besser zu hören und nicht einfach den Fader hochziehen.
    Hat das Mischpult parametrishe Mitten?
    Ist der Gitarrensound dem Gesangssound angepasst? Meist klingen Gitarrensounds die alleine fett klignen in einer Band zusammen mit Gesang nur noch nach Müll, weil beide in den selben Frequenzen herummatschen. Etwas die oberen Mitten rausnehmen bei den Gitarren würde ich mal als Ansatzpunkt vorschlagen.
    U.u koppelt das Mikro auch nicht nur mit dem Gesang sondern mit anderen Instrumenten.
    Liegen die monitore am Boden?
    Habt ihr Teppiche vor (nicht an!) den Wänden im Proberraum? Dämmt den Raum und verbessert den Klang im Raum so dass unter anderem weniger Rückkopplungen entstehen. Entgegen weitläufiger Annahmen isoliert das den Raum nach aussen hin kaum. Innen isses aber viel besser.
    Schallen die Monitore direkt parallel zu einer Betonwand?
    Stehen alle Gitarren und Bass Boxen zumindest auf einer Bierkiste in der Nähe der Ohren, damit man sich besser hört? Dann können alle leiser spielen bei gleichem Lautstärkeempfinden.
    Stehen die jeweiligen Protagonisten direkt vor ihren Boxen und schirmen den Schall ab so das die anderen weniger hören?

    Vielleicht hilft das ein wenig weiter. Mit der Boxen und Bandmitgliederaufstellung im Proberraum einfach mal rumexperimentieren bis es passt.

    cu Frank
     
  4. morry

    morry Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    27.06.05
    Zuletzt hier:
    9.08.15
    Beiträge:
    2.490
    Ort:
    Ludwigshafen am Rhein
    Zustimmungen:
    40
    Kekse:
    9.813
    Erstellt: 27.09.05   #4
    hi ihr beiden, danke für die antworten.
    Schock, dein Ansatz klingt gut. Wir haben es bisher so gemacht: Fader hoch - Rückkopplung in den Höhen - Höhen wegnehmen - Fader weiter hoch - Rückkopplung - Hochmitten weg (der mixer hat parametrische Mitten) - Fader weiter hoch - usw...
    Jetzt sind eben die Höhen und hohen mitten (um 1,3 khz) stark beschränkt (auf ca. 25 %) und die bässe auf ca. 50% beschränkt. Am EQ sind quasi alle Frequenzbereiche stark herausgeregelt.
    vielleich sollten wir es ja so machen:
    Fader nicht so weit auf und Gain reduzieren - Soundcheck - Wenn ich mich nicht höre, kann ich die höhen und hochmitten REINdrehen, aber den Master Volume-Regler nicht bewegen
    Hab ich das richtig verstanden?

    Vielleicht löst das auch unser Problem, dass in Instrumental-Parts alle Instrumente von den Mikros aufgenommen werden und alle LEDs am Levelmeter der Endstufe voll aufleuchten, obwohl niemand singt. Denn Gainreduktion beschränkt die Empfindlichkeit des Mikros, oder?

    Zur Raumakustik: Wir haben die Decke unseres Proberaums mit Bettlaken abgehangen, sodass die Raumhöhe minimiert wird. Teppiche sollen noch vor die Wände. Wir haben nur das Problem, dass diese verdammte decke nur aus einer relativ dünnen Gipskartonschicht besteht (ist ein alter DDR-Bau). Ich hoffe, dass diese Konstruktion auch die Last einer Decke halten kann. Die übrigen wände sind mit 20mm Styropor isoliert, die Wand, die an die Außenseite des Hauses grenzt wird doppelt isoliert.

    Die Gitarrenbox stand bisher noch nicht auf Bierkisten. Das ist eine hervorragene Idee. Ich brauch als Bassist keine Bierkisten, spiele 2 4x10er Boxen, die sind hoch genug. :) Hab dann wahrscheinlich eh nur die obere der beiden Boxen angeschlossen, sonst fällt die Hütte noch ein. :D
     
  5. schock

    schock Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.06.04
    Zuletzt hier:
    16.11.15
    Beiträge:
    437
    Ort:
    Rorschach Bodensee
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    159
    Erstellt: 28.09.05   #5
    Alle Wände mit Stoff bespannen. Und wenn ihr die Araftschall Collektion eurer Hippieverwandschaft plündert.

    Und dann eher so:
    - Fader unten
    - Klangeinstellung neutral
    - Richtig einpegeln
    - So weit hoch mit der Lautstärke das es NICHT koppelt. Aicht einmal im Ansatz! Gerade das ist wichtig für die Hörbarkeit.
    - Die Mikros stehen dabei da wo sie immer stehen udn der dazugehörige Sänger steht vor dem Mikro.
    - Jetzt den Klang so regeln das es gefällt. (Ich mache meist ein wenig die Mitten raus, eventuell ein weng Höhen rein, Trittschallfilter einschalten). Wenn es nun Pfeift: Am Fader runterregeln.
    Wenn es nun zu leise ist (ES KOPPELT NICHT!):
    Umstellen umstellen umstellen.
    Das schlagzeug bestimmt wie laut es ist. Also Stimme und Shclagzeug zusammen spielen lassen. Ist Schlagzeug zu laut muss er leiser spielen.
    Kommen Gitarren dazu und die Stimme ist nicht mehr zu hören: Klangeregelung der Gitarren nicht so "fett" klingen lassen. Bringt das nix: Git leiser.

    Regel:
    Klingen die Instrumente alleine gut, klingen sie miteinander grottenschlecht. Warum? Weil jeder ähnliche Vorstellungen von einem guten Sound hat klingt dann alles glecih gut und die selben Frequenzen werden betont. Zusammen matscht es. Jedes Instrument hat seinen Frequenzbereich in dem kein anderes wildern darf.
     
  6. morry

    morry Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    27.06.05
    Zuletzt hier:
    9.08.15
    Beiträge:
    2.490
    Ort:
    Ludwigshafen am Rhein
    Zustimmungen:
    40
    Kekse:
    9.813
    Erstellt: 28.09.05   #6
    ach mist, das soundcraft hat keinen trittschallfilter drin. Naja, mal sehen wie es so geht.

    Der Drummer ist insgesamt leider sehr laut, das schlimmste ist die OCDP-Snare (wohl die lauteste am Markt, vielleicht auch eine der teuersten :screwy: ) und die Becken (Zildijan Z Custom Rock oder so...). Aber evtl. kauft er sich für den proberaum einen billigen Beckensatz von Millenium der dann vollständig abgeklebt wird oder so und nimmt die guten Zildijans nur fürs Live Set. Zum Protzen. :screwy: Und die Snare will er auch komplett abkleben, also dürfte das gehen.
     
  7. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

    Im Board seit:
    18.05.04
    Zuletzt hier:
    9.12.16
    Beiträge:
    1.393
    Ort:
    Eppingen
    Zustimmungen:
    361
    Kekse:
    8.591
    Erstellt: 29.09.05   #7
    Hallo Morry,

    Du schreibst etwas von 1 Meter vor dem Mikrofon. Das ist definitiv zu weit weg. Da wirst Du immer Rückkopplungen kriegen. Als Sänger (davon gehe ich jetzt mal aus) solltest Du "mit Lippenkontakt" singen.

    Grüße
     
  8. morry

    morry Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    27.06.05
    Zuletzt hier:
    9.08.15
    Beiträge:
    2.490
    Ort:
    Ludwigshafen am Rhein
    Zustimmungen:
    40
    Kekse:
    9.813
    Erstellt: 29.09.05   #8
    haha, kleines missverständnis. Ich meinte: Wenn jemand nur einen Meter vor dem Mikro STEHT und nicht singt, fängts an zu koppeln.
    Wenn ich singe, bin ich freilich mit dem munde am körbchen. Außer beim Screaming, da steckt mir das mikro im Rachen. :D Quatsch. :great:
     
Die Seite wird geladen...

mapping