Auf der Suche nach 3-chörigem (16+8+4!) Akkordeon

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Ja, ich war schon länger nicht mehr hier aktiv, lese jedoch ziemlich regelmäßig hinein.
Ich nenne momentan eine Hohner Pacific und eine Piermaria 34/96 in Musette-Stimmung mein Eigen.
Die Hohner ist mir für's Hin- und Herschleppen zu schwer und die Piermaria von der Stimmung her nicht für alles geeignet.
Also bin ich auf der Suche nach einer vernünftigen Alternative - auch für Pop und/ oder Latino. Halbwegs leicht sollte es sein, 3-chörig (16+8+4?!), 34/72 oder 37/96.
Da sich hier ja lauter erfahrene Akkordeonisten und teilweise auch Handzugsinstrumente-Bauer herumtreiben, stell ich die Frage hier in den Raum: gibt's solche Geräte überhaupt? Und wenn ja -wo? Neu? Ca Preis?
Danke für jegliche Antworten
Manfred aus Wien (vormals Atlantic, nunmehr Pacific- das größere Meer 😉)
 

Hohner pirola III. Hat aber vollen Tonumfang 41/120. Knapp 9 kg
 
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Hohner Atlantic III P. Hat aber auch 41/120. Masse unbekannt, und möchte die Tierärztin nicht schon wieder belästigen.
 

Hallo Manfred,
Da sich hier ja lauter erfahrene Akkordeonisten und teilweise auch Handzugsinstrumente-Bauer herumtreiben, stell ich die Frage hier in den Raum: gibt's solche Geräte überhaupt? Und wenn ja -wo? Neu? Ca Preis?
So etwas gibt es durchaus.

Hier stelle ich das Balzer Wagner C 20 vor:
8,5 kg, sehr kompakt, allerdings schmalere Tasten und es ist 4-chörig, aber man sich ja darauf beschränken, nur 16', 8' und 4' samt der entsprechenden Kombinationen zu benutzen :D, (d.h. das Tremolo ausklammern oder auf eine sehr flache Schwebung stimmen lassen).

Das Modell wird auch unter dem Namen Fröhlich Wagner C20 oder 20C angeboten. Und die gibt es hin und wieder auch dreichörig mit 16', 8', 4' - mit und ohne die Sordina (Kunststoff-Jalousie für Cassotto-ähnlichen Klang). Aber viel Gewichtsgewinn ist dann kaum noch zu erwarten.

Einschränkung: Leider hat sie nur ein volles und ein höheres Bassregister, ein dünneres tiefes fehlt. Aber Diskant und Bass sind recht ausgewogen.

Gruß, Tobias
 
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Die Hohner ist mir für's Hin- und Herschleppen zu schwer
Welches Gewicht schwebt dir denn so in etwa vor , was du gerne haben möchstest , bzw, wo läge denn deine Gewichtsgrenze?

Aber klar: 3-chörig in 16+8+4 Ausführung ist früher schon selten gewesen und auch heute nicht üblich.

Bei Gomes ist z.B. so ein Model lim Sortiment, die Gomes 343

https://www.pedrogomes.de/?page_id=340

Gewicht steht auf der Homepage jetzt nicht drauf, aber das nächt größere Modell die 374 wiegt ca. 9,5 kg und in Casssotto Ausführung 10,5 kg (das habe ich zumindest bei meinem Modell so rausgewogen). Somit schätze ich dass die 343 irgendwo bei ca. 8 bis 8,5 kg liegen dürfte.


Wer jetzt "Gomes" Akkordoens nicht kennt:

Gomes betreibt eine Werkstatt für Akkordeon Reparaturen und Instandsetzung und hat daneben eine eigene Produktlinie, die er in kleinen Stückzahlen (fertig)baut und verkauft .. n bissl so wie im Nachbarfaden bei Erik Sokolik (Eriso)...Die Gehäuse bezieht er aus Italien und rüstet die dann in seiner Werkstatt noch nach seinen Vorstellungen voll auf, also Stimmstöcke einrichten Stimmen etc. Von seinen Instrumente hab ich schon einige ausprobiert ( immer wenn ich mal wieder bei ihm war) und spiele selber eins - ein 374 mit Cassotto und das sind gute , solide Instrumente uns aus meiner Sicht mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis.
 
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Nicht nur aus Sentimentalität für mein erstes Akkordeon, sondern weil ich es auch als ausreichend große und vielfältige "Mehrzweckwaffe" sehe:

Hohner Concerto III

Es erfüllt 34/72 und ist 3-chörig (allerdings meist 16' + 8' + 8'). Gewicht im Netz angegeben mit ca. 6,7 – 7,6 kg und Größe ca. 39,5 cm x 18,5 cm.

Es gibt verschiedene Versionen, allerdings alle nur noch gebraucht. Ich würde nur ein geprüftes Instrument vom Fachmann kaufen und auch dabei noch darauf achten, dass es "entmüffelt" ist.

Was da ein Nachfolgemodell ist, kann ich nicht sagen, da ich mit dem aktuellen Markt seit mehreren Jahren nicht mehr vertraut bin. Vielleicht weiß aber jemand anderer hier (oder das Internet) Bescheid.
 
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  • #7
Danke einstweilen für eure Rat- und Vorschläge.

Zur näheren Information: die Pacific hat knappe 11 kg, die Piermaria 9,5. Die Piermaria ist von der Spielbarkeit der Pacific um Längen überlegen. Und beim Bass-Spiel lande ich bei der Pacific oft bei den Registern (ich spiele offenbar auch ein klein wenig zu unsauber! ).

Ich such demzufolge ein Instrument mit maximal 9,5 - 9,8 kg! Also max 37/96. Wenn's da vernünftige 16+8+8+4 auch gibt, bin ich auch damit zufrieden (ich hab ja auch schon die Scandalli air I in Betracht gezogen....) - schau ma mal.

Der Vorschlag von maxito von wegen Gomez klingt sehr verheißungsvoll - nur bin ich halt eigentlich nie in Trossingen, könnte das höchstens mal mit einem Urlaub verbinden.

@soundmunich- ist nicht die Bravo die Nachfolgerin der Concerto? Obwohl da von der Qualität massiv Einbußen sind (Concerto kaum umzubringen und easy to play).

Und ja - es darf schon ein neueres oder auch ganz neues Gerät sein.
Vorschweben würde mir ja auch noch eine Hohner latino. Nur sind die, zumindest laut i-net kaum bis gar nicht zu bekommen.

Nochmals liebe Grüße aus Wien
 
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ist nicht die Bravo die Nachfolgerin der Concerto? Obwohl da von der Qualität massiv Einbußen sind (Concerto kaum umzubringen und easy to play).
worüber hier noch gar nicht gesprochen wurde ist, der Klang... und da tun sich schon deutliche Unterschiede auf... Das würde ich auf keinen Fall außer acht lassen.
Und die Bravo ist tatächlich der Nachfolger der Concerto ... ist aber andere Bauweise und klingt auch anders.

Was Qualität angeht ( Stichwort "Chinafertigung") da wird sehr gern sehr viel über die schlechte Qualität der China Instrumente geschrieben.. und gerne alles pauschal in den gleichen Topf geworfen. Zwischen China (Parrot und so) und Hohner Taiwan liegen Welten. Und über Hohner Taiwan wurde auch schon öfter negatives festgestellt. Da hab ich bislang noch kein wirklich schlechtes Instrument in den Händen gehabt.. aber auf der anderen Seite auch schon welche aus dem hochgelobten Italien, bei dem ich sagen musste: kannste so wie s ist in die Tonne treten....Es gibt also überall Gurken! Und wer eine erwischt hat sagt das meist recht lautstark und alle anderen zufriedenen schweigen meist..


ein Instrument mit maximal 9,5 - 9,8 kg! Also max 37/96. Wenn's da vernünftige 16+8+8+4 auch gibt, bin ich auch damit zufrieden

Die Gomes die ich hab ist eine 374 in Cassotto Ausführung und wiegt 10,5 kg. Das "normale " 374 Modell ohne Cassotto wiegt so ca, 0,5 bis 1 kg weniger. Und die 343 ( hat auch kein Cassotto) dürfte so um die 8,5 kg rum wiegen.

...Und ok.. Trossingen liegt nicht ganz im Nahverkehrsbereich von Wien... zumal man auch wissen muss, dass Gomes nicht von allen Modellen in allen Varianten stets ein Instrument da hat - somit kann man mitunter auch nur ein Instrument ausprobieren, das die grundsätzlichen Merkmale aufweist.. aber eben nicht exakt das Instrument ist. Und sein eigenes instrument wird einem dann gebaut.
 
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Meine Gomes 344/72 mit Jalousie wiegt inkl. Riemen 9,6 kg. Ein tolles Instrument. Ich habe das Tremolo flacher stimmen lassen. Die 343/72 wird im Prospekt mit 7,5 kg angegeben.
 
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  • #10
Gebraucht fällt vielleicht noch eine Hohner Lucia III P vom Händler überholt ins Beuteschema. Leicht, laut, robust. Bei Neuinstrumenten bin ich mir ziemlich sicher, dass von den meisten Italienern eine 16/8/4 Kombi im Diskant als Kundenwunsch gegen Aufpreis erhältlich ist. Da würde ich mal mit dem Händler meines Vertrauens drüber sprechen. Bei Beltuna oder Pigini würde ich erwarten, dass die mir sowas bauen, wobei ich von Pigini eher abraten würde (nicht aufgrund der Qualität). Die haben es zwei Jahre lang nicht geschafft mir eine Pigini P36/3 mit 96 Bässen und Tipo a Mano Stimmen zu liefern, bis ich entnervt storniert habe. Da das Akkordeon wohl schon im Bau war, haben sie es nun scheinbar einem Hamburger Händler aufs Auge gedrückt.
 
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  • #11
Hallo,

letztendlich würde ich empfehlen bei jedem Antesten (egal ob neu oder gebraucht) erstmal ein IV-chöriges Doppeloktavinstrument (16´8´8´4´) in Betracht zu ziehen. Die abgespeckten III-chörigen Modelle sind eigentlich fast auschließlich in den gleichen Gehäusen verbaut, zumindest, was die 37/96-Bass Variante (oder auch 41/120) betrifft.

Wenn sich vom Klang, Haptik, Gewicht ein soweit passendes Instrument ergeben sollte, kann man natürlich noch einen Ableger als III-chörige Version, wegen weiterer Gewichtreduzierung, anstreben und ob es diese Variante gibt, oder gab.

Dabei wird man feststellen, das es fast nur III-chörige in 16´8´8´ in Produktion gab´/gibt (manchmal eher noch als 8´8´8´).
Neu kann man sich natürlich alles bestellen, ein gebrauchtes Instr. könnte man sich, wenn das Instrument beim HZIM sowieso aus Altersgründen noch überholt werden müsste, bei der Frischeinwachsung/Einstimmung, den Tremolo-Chor versetzt um 1 Oktave als Piccolo abändern lassen... dazu bräuchte man dann nur 12 Stimmplatten zusätzlich und hat 12 Stimmplatten dann widerrum auch über... an die geänderten Registerbelegung muß man dann bei Bedarf eventl. auch noch denken.

Nur egal, ob neu, oder gebraucht, oder umgebaut gebraucht, diese Instrumente haben bei einem späteren Wiederverkauf kaum einen sinnigen Gegenwert, denn das möchte sogut wie keiner und deswegen meine klare Empfehlung, gleich das passende IV-chörige Instrument rausfiltern. Hat dann alle passenden Klangfarben zur Verfügung und eben immer einen vernünftigen Gegenwert... und wie schon gesagt wurde, kann ein zusätzlich als sehr weich eingestimmter Tremolo-Chor vielleicht noch gute positive Dienste mit erfüllen...

Als in den 50´/60íger Jahren das Piccolo erstmalig richtig Hipp wurde, hatten die Hersteller die III-chörigen Modelle ab Werk auch regelmäßig gleich mit 16´8´4´ im Angebot (nicht nur auf Wunsch), die sind aber heute unverkäuflich und werden auch alle nicht mehr hergerichtet, denn jeder greift zur IV-chörigen Version... der Gewichtunterschied ist wirklich nicht gravierend.
Bei den ital. Produktionen war es halt bei 96-Bass / III-chörigen Modellen der recht unbeliebte Tonumfang von g - g3 bei den 37 Tasten, was einem natürlich auch stören könnte...

Bei den generell schon handlichen HOHNER-Modellen gab es:
37/96....Lucia III (16´8´8´) gegenüber Lucia III P (16´8´4´), oder eben gleich die Lucia IV P (16´8´8´4´)
41/120 ... Pirola III (16´8´8´) gegenüber Pirola III P (16´8´4´), oder eben gleich die Pirola IV P (16´8´8´4´) ... sind im gleichen Gehäuse, wie die Lucia, aber deutlich schmälere Diskanttasten (Damenmodell)
41/120 .... Atlantic III / N (16´8´8´) gegenüber Atlantic III P (16´8´4´), oder eben gleich die Atlantic IV de Luxe (N/S/T) (16´8´8´4´)
etc., etc.
Ich habe aber auch schon mal eine umgebaute (auf 16´8´4´) HOHNER Resonator 10 (41 / III mit Cassotto in 16´+8´/ 120) in den Händen gehabt, die ab Werk nur in 16´8´8´zu haben war, aber der Musiker war dann vom Sound und der Handlichkeit begeistert, aber wußte, das er sowas im Prinzip nicht mehr verkaufen konnte ... also alles letztendlich Einstellungssache ;-)

Gruß REDO
 
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  • #12
den Tremolo-Chor versetzt um 1 Oktave als Piccolo abändern lassen... dazu bräuchte man dann nur 12 Stimmplatten zusätzlich und hat 12 Stimmplatten dann widerrum auch über...
Ja. Aber Vorsicht vor möglichen Problemen mit den Abmessungen der Tonkanzellen des Stimmstocks...

VG, Vladimir
 
  • #13
Servus Manfred,

ich würde dir gerne etwas empfehlen, aber mir ist die Ausgangsfrage völlig unverständlich.

Wie können Instrumente zwischen 48 und 120 Bässen in Frage kommen und jeder Tonumfang zwischen 26 und 41 Tasten (oder halt Knöpfe)?
Wenn ich keinen großen Tonumfang brauche und mir nur das hohe Oktavregister 4-8 fehlt, warum nutze ich dafür nicht das vorhandene tiefe Oktavregister 8-16 und spiele beim vorhandenen Instrument eine Oktave höher?
Das klingt doch (ohne Cassotto) sowieso gleich.
Was bringen mir die Doppeloktavregister, wenn mir der Tonumfang fehlt, um sie ggf. oktaviert spielen zu können?
Außerden sind das die Tango- und Orgelregister, die gerade im Latino-Bereich, da nicht vorhanden, mit dem tiefen Oktavregister 8-16 ersetzt werden.

Wie kann bei einem Akkordeon ein Kilo Gewicht mehr oder weniger eine Rolle spielen?
Wofür zu schwer?
Löst vielleicht ein hochwertiger gut gepolsterter Akkordeonrucksack das Problem oder ein Trolley oder Wagerl.

Du solltest, meiner Meinung nach, zum einen verschieden große Instrumente vergleichen und darauf überprüfen, ob sie für deine Zwecke reichen und sich für dich ergonomisch gut spielen lassen (Geschäfte, Musikantentreffen), und zum anderen, vielleicht mit Gewichten wie gefüllten Plastikflaschen, ausprobieren, welches Gewicht du regelmäßig transportieren kannst und welches nicht mehr.
Dann kannst du deine Wünsche konkretisieren und es kommt nicht mehr jedes (etwas spezielle) Kinderinstrument und jedes (leicht gebaute) 120-Bass-Instrument in Frage.

Wenn ich von mir ausgehe, ich habe für unterschiedliche Transportsituationen unterschiedliche "Packerl" zwischen 6 und 20 kg Gewicht aus Instrumenten zwischen 6 und 11,5 kg, Notenständern zwischen 1 und 4 kg und bis zu 4 kg Noten.
Bei meinem Zeug weiß ich also, was ich wofür mitnehme, aber was du mit deinem vorhast, weiß ich nicht.
 
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  • #14
Ich meine zu wissen, dass es die Victoria Poeta in der 4-8-16'-Ausführung gibt (evtl. als Edition Frank Marocco, von dem ich ebenfalls zu wissen meine, dass er ein solches Instrument spielte). Bitte entschuldige, wenn ich jetzt nicht näher recherchiere ...
 
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