Aufnahme Klassik - Chor, Orchester, Solisten

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Hallo Zusammen,

nachdem ich mich schon eine Weile durchs Forum und WWW gewühlt habe, stelle ich nun hier die Frage nach der optimalsten Mikrofonierung für die Aufführung des Mozart Requiems. Erfahrung habe ich schon mit Choraufnahmen, in dieser Großbesetzung allerdings noch nicht. Kann ich mit meinem vorhandenen Material ausreichend mikrofonieren oder sollte ich doch Mikrofone à la Schoeps dazu mieten?

Aufgenommen wird in guter Akustik einer großen Kirche. Musiker sind Profis, angehende Profis (Musikstudenten) und einige hochambitionierte Laien.

Mikrofone die mir momentan zur Verfügung stehen:

2x Telefunken Ela M 260
Telefunken U 47
Neumann M149, M147, TLM 67
AKG C 414
Apollo Interface (8 Kanäle stehen zur Verfügung)


Wie mikrofoniere ich am Besten?

Ideen bisher:

Decca Tree als Main Mics, Chor zusätzlich AB oder ORTF, Solisten mit Stützmikrofonie (ich gehe davon aus dass links vom Dirigenten Sopran und Alt und rechts von ihm Tenor und Bass stehen werden und somit 2 Mics/Kanäle gebraucht werden) und ein Raummikro (Omni).


Fahre ich damit gut? Die Mics sind zwar eher für "Studioumgebung gedacht", zumindest sind sie nicht unauffällig. Und teils zu verschieden im Klang.
Vllt die Ela M´s für den Chor, das AKG für den Raum, Schoeps mieten für Decca Tree und die Solisten.... ?

Danke für eure Ideen und Vorschläge.
 
Eigenschaft
 
jep, schoeps bietet ein decca-set an, das klasse sein soll. die solisten würde ich a/b stützen. bist du bei proben dabei um das richtig ausprobieren zu können? wie hoch gehst du mit dem decca? evtl. brauchts kein raummikro?
 
2 Raummics (statt 1) würden der Räumlichkeit schon sehr zuträglich sein..
Aber wenn du ein dreigespann an Hauptmiks nehmen willst, muss du halt irgendwo sparen..

Das Interface irgendwie um Kanäle erweitern geht nicht, oder?
Ich hatte mal auf ein gleich besetztes Konzert geplant (Kammerorchester, Chor und 4 Solisten) und da wollten wir mit 24 Kanälen aufnehmen. Die ganze Sache ist dann leider ins Wasser gefallen, aber die Planung war mMn nicht so schlecht.

Es ist halt auch eine Frage der Aufstellung. Wenn wenig Platz ist und sich der Chor direkt rund hinter dem Orchester drängt,
kannst du die Stereomikrophonierung vom Chor vergessen. Da müsstest du auf mehrere Miks ausweichen.
Auch ist die Frage, ob wirklich der Chor die separate Stütze(n) braucht.. Je nach Menschen-Stärke kann auch ziemlich wenig von den Instrumenten über bleiben.. das hängt aber alles von deiner individuellen Situation ab.

LG Jakob
 
die solisten würde ich a/b stützen. bist du bei proben dabei um das richtig ausprobieren zu können? wie hoch gehst du mit dem decca? evtl. brauchts kein raummikro?


Meinst du dann für die linke Seite (Sopran und Alt) a/b und das gleiche für die rechte Seite (Tenor & Bass) ? Das wären dann 4 Mics. Und könnte man da eines meiner Großmembraner nehmen, oder sollte es dann gleich wieder Schoeps sein? Ich denke da spielt vllt auch sehr die Optik eine Rolle? So ein riesen Großmembraner ist für ein Requiem nicht gerade dezent...

Es gibt zwei Konzerte und ich sollte das zweite recorden. Davor gibt es 45 min Anspielprobe. Das erste Konzert ist in einer anderen Kirche, dafür gibt es am Tag davor aber ausgiebig Probe.

Das mit dem Decca müsste ich ausprobieren, aber so an die 5-6m Höhe dachte ich.

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Das Interface irgendwie um Kanäle erweitern geht nicht, oder?

Auch ist die Frage, ob wirklich der Chor die separate Stütze(n) braucht.. Je nach Menschen-Stärke kann auch ziemlich wenig von den Instrumenten über bleiben.. das hängt aber alles von deiner individuellen Situation ab.

LG Jakob

Erweitern geht bestimmt, aber das wären leider alles Zusatzkosten, und das Honorar ist derart klein, dass ich schon mit Mic-Miete etc kaum über Null rauskomme. Ich mache das mehr wegen der schönen Musik und um Erfahrung zu sammeln. Allerdings bekomme ich Anteile des CD Verkaufs, sodass sich das evtl auch finanziell sogar noch lohnt.

Meinst du das Decca könnte den Chor gut genug einfangen?
 
Hi lordmusic

Sorry, das ich etwas gebraucht hab für die Antwort, aber die Woche war sehr voll und daher musste ich Prioritäten setzten.
Ich hoffe die ganze Sache ist noch nicht gelaufen...?

Meinst du dann für die linke Seite (Sopran und Alt) a/b und das gleiche für die rechte Seite (Tenor & Bass) ? Das wären dann 4 Mics. Und könnte man da eines meiner Großmembraner nehmen, oder sollte es dann gleich wieder Schoeps sein? Ich denke da spielt vllt auch sehr die Optik eine Rolle? So ein riesen Großmembraner ist für ein Requiem nicht gerade dezent...
Die Frage ging zwar nicht an mich, aber ich glaube nicht, dass es pro Solist je ein Mik braucht. Zumindest dann, wenn diese Paarweise sehr nahe zusammen stehen.
Klar ist es super, wenn man jeden separat regeln kann, jedoch ist das eine Liveaufführung. Egal welche Miks zu nimmst (und wenns noch so klein sind) man wird sie sehen (abgesehen von Lavalier jetzt) und daher musst du mit der Position in jedem Fall Kompromisse eingehen.. Also mal sicher nicht vors Gesicht, vermutlich kannst du glücklich sein, wenn du sie in 50cm Abstand von schreg unten abnehmen kannst und die Notenmappen nicht alles vermiesen.. Weiteres haben die Sänger während des Konzertes auch was besseres zu tun, als immer möglichst zum Mic zu singen.
Daher wirst du die Sänger nie wirklich getrennt abnehmen können.. eher noch ein zweites Mik als Absicherung bzgl. der Richtungen, aber vermutlich kannst du da sparen.


Erweitern geht bestimmt, aber das wären leider alles Zusatzkosten, und das Honorar ist derart klein, dass ich schon mit Mic-Miete etc kaum über Null rauskomme. Ich mache das mehr wegen der schönen Musik und um Erfahrung zu sammeln. Allerdings bekomme ich Anteile des CD Verkaufs, sodass sich das evtl auch finanziell sogar noch lohnt.
Okay ich verstehe.. Dann würde ich es auch so einfach als möglich halten.

Meinst du das Decca könnte den Chor gut genug einfangen?
Also ICH würde lieber ein Mik sparen und normal Stereomikrophonieren. Aber das ist persönliche Meinung.
Ob das Hauptmik (egal jetzt welche Art) den Chor gut genug einfängt hängt zu 100% von äußeren Umständen ab.
"Mannstärke", Position Chor-Orchester und Position des Hauptmiks zu allem.
Wie ich oben schon geschrieben hab, kann es sein, dass man den Chor stützen muss aber es kann genau so anders rum sein.
Weist du was von der Aufstellung oder von der Besetzung (also sowohl was, als auch wieviel)?

LG Jakob
 
vielen dank soweit!

das Konzert ist erst Mitte April, also noch genug Zeit um gut zu planen.
Ok, dann werde ich versuchen für zwei Solisten ein Mic zu verwenden, zwei Mics als ORTF für Chor und Orchester. 2 Raum Mics und zwei weitere um entweder Chor oder Orchester zu stützen. Je nach Situation.
Chor an die 30 Menschen, in den Registern gleich strak besetzt. Ich kenne den Chor, die Frauenstimmen sind trotz "Ausgewogenheit" meist lauter als die Männer. Orchester in der Besetzung: Violinen I, Violinen II, Viola, Celli Bässe, Orgel (Truhenorgel, kann auch große sein), Pauke in A und D (also zwei Kessel insgesamt), Fagotti, Posaunen, Bassetthörner. Bläser könnten auch mehr als zweifach besetzt sein muss ich noch klären.

Hohe Streicher sicher vierfach, celli zweifach, mindestens ein kontrabass.
 
das Konzert ist erst Mitte April

Okay, vermutlich Karfreitag...das Mozart-Requiem ist sonst ein typisches Novemberstück.

Posaunen, Bassetthörner

Aus Musikersicht, ich habe das Werk selbst als Posaunist gespielt: die Posaunen doppeln über weite Strecken die Chorstimmen, sind also meist eher Klangfarbe. Allerdings gibt es das "Tuba mirum" für Tenor und Solo-Tenorposaune (die 2. von den 3 Posaunen), in dem der Tenorsänger und der Posaunist abwechselnd gleichberechtigt zu hören sein sollten. Auch andere Instrumental-Solostellen gibt es, kenne ich aber nicht auswendig.

Ich erinnere mich, dass der Klang der Bassetthörner sehr charakteristisch für das ganze Werk war. Eben keine Klarinetten, wie sonst bei Mozart, sondern ausdrücklich Bassetthörner - es wäre bei einer Aufnahme sicher gut, diese Tatsache ganz klar herauszuarbeiten.

Harald
 
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