Aufnahme von Gesang und Flügel

von Silvieann, 27.09.16.

  1. Silvieann

    Silvieann Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.07.15
    Zuletzt hier:
    21.10.18
    Beiträge:
    1.374
    Zustimmungen:
    229
    Kekse:
    2.419
    Erstellt: 27.09.16   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe ja bereits ein kleines Interface (Steinberg UR22) und ein Mikro AT2035 (bin mir jetzt bei der Bezeichnung nicht mehr ganz sicher) mit Ständer.
    Jetzt möchte ich aber dazu die Klavierbegleitung des Flügels aufnehmen.
    Was brauche ich dazu?
    Mein kleines Interface sollte ja einen zweiten Eingang haben.
    Was brauche ich jetzt noch zusätzlich, und wie wäre das dann zu positionieren?

    Bei der Alternative Studio mieten müßte ich bestimmt auch schnell die Kosten eines zusätzlichen Mikros zahlen, oder?

    Wenn es natürlich gar nicht anders ginge, müßte ich mir die Aufnahme wohl zum Geburtstag und zu Weihnachten wünschen ...

    Vermutlich wurde eine ähnliche Frage ja auch schon zigmal beantwortet, so dass es dafür gewisse Standards gibt.
     
  2. reisbrei

    reisbrei HCA Vocals / -Equipment HCA

    Im Board seit:
    07.06.09
    Beiträge:
    3.280
    Zustimmungen:
    1.472
    Kekse:
    20.214
    Erstellt: 27.09.16   #2
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
    Man kann Klavier und Gesang mit einem Mikro aufnehmen. Das erfordert ein wenig Herumprobieren mit den Positionen von Mikrofon und Sänger, sowie eine gute Vorbereitung, da sich Spiel- bzw. Singfehler nachträglich nicht entfernen lassen.
    Man kann beides mit jeweils einem Mikrofon aufnehmen. Dazu würdest du ein weiteres Mikrofon benötigen. Auch da lassen sich Fehler nicht entfernen, weil der Gesang auch in's Klaviermikro geht und umgekehrt.
    Die dritte Möglichkeit besteht darin, beides getrennt voneinander aufzunehmen, also zuerst das Klavier und dann den Gesang. Dazu benötigt man lediglich ein Mikrofon. Oder man nimmt das Klavier per MIDI auf, sprich: nur die Steuerdaten und hinterher kann man Tonart, Klang etc. nach Belieben ändern.

    Wenn du ein Studio mietest, dann ist da ein Techniker und diverse Mikros zur Auswahl. Der weiß dann wie's gemacht wird.
     
  3. Vinterland

    Vinterland Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.04.12
    Beiträge:
    4.644
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    1.175
    Kekse:
    17.001
    Erstellt: 27.09.16   #3
    Hallo Silvieann

    Ich würde eventuell die von @reisbrei dritte Möglichkeit in Erwägung ziehen.
    Mehrere Vorteile....Du brauchst vielleicht erst einmal nur ein Mikrofon (das was du hast) und du hast die Möglichkeit zum Ende hin Flügel und Vocals separat nach zu bearbeiten, da du
    komplett getrennt aufgenommene Spuren hast.
    Trotz all dem, wäre ein zweites Mikrofon für die Bass und Diskant Abnahme später mal nicht verkehrt.

    Ich habe hier von Cubeaudio ein Video, welches zeigt, wie ein Flügel mikrofoniert wird.
    Ob das alles so korrekt ist, kann ich leider auch nicht sagen, da ich auch noch nie einen Flügel mikrofoniert habe. Kann aber soviel dazu sagen, das die Videos
    von Cubeaudio einer der wenigen sind, denen ich da vertraue, da ich mal schwer davon ausgehe, das die wissen, wovon sie sprechen.

    Flügel aufnehmen: Mikrofonpositionen
     
  4. Silvieann

    Silvieann Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.07.15
    Zuletzt hier:
    21.10.18
    Beiträge:
    1.374
    Zustimmungen:
    229
    Kekse:
    2.419
    Erstellt: 28.09.16   #4
    Danke Euch für die Antworten.
    Es ist also doch komplizierter, als ich so gedacht hatte.

    Idealer Weise nimmt man den Flügel mit mindestens zwei Mikros auf, im zweiten Video nimmt Andrew Levine ein Shure KSM44A - für im Moment 959 € ! - mit 8-Charakteristik + diverse andere, z.B. ein Paar Shure KSM 141 in Nierencharakteristik im 90°-Winkel montiert von unten, und richtig gutem Ergebnis ... Entkoppeln ist auch wichtig, auf einen Teppich stellen oder so und dämpfen ...
    Insgesamt gibt es da eine Menge Youtube-Videos, die auch richtig lehrreich sind.
    Und ich muß schon sagen, in allen Kombinationen, die ich gehört habe, hat mir der Klang zweier Mikrophone besser gefallen als nur ein Mikro.

    Getrennt aufnehmen möchte ich nicht, da es ja auch schwierig wird, das hinterher gut aufeinander zu bekommen.

    Mein (kleines) Interface hat ja nur zwei Mikro-Eingänge, also muß ein Mikro für das Piano reichen.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, wäre eventuell 8-Charakteristik nicht schlecht.

    Hab mich jetzt mal beim Musikgeschäft telefonisch beraten lassen, Empfehlung waren z.B. in den unterschiedlichen Preisklassen:







    oder aber ein Röhrenmikro, z.B.

    the t.bone SCT 2000 + Popkiller
    [​IMG]



    Ich denke jetzt fast, dass ich dieses Röhren-Mikro mal probiere für meine Stimme und das 'alte' dann für den Piano-Sound versuche. Der Klang bei Röhren-Mikros soll besonders weich und warm sein, hab ich mir sagen lassen.

    Was meint Ihr?
    Hat das denn hier noch niemand gemacht, gleichzeitig Flügel und Gesang aufgenommen?

    Ich denke, wenn ich das nicht gleichzeitig mache, macht der Pianist mir nicht die Temposchwankungen so, wie ich sie gern hätte, und das dann hinterher richtig zusammenzubekommen stelle ich mir schwierig vor.​
     
  5. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

    Im Board seit:
    02.07.05
    Beiträge:
    28.102
    Ort:
    Wo andere Leute Urlaub machen
    Zustimmungen:
    7.042
    Kekse:
    105.000
    Erstellt: 28.09.16   #5
    Ich denke, sowas machen die wenigsten dahoam - schon aus Mangel an einem Flügel bzw den dafür benötigten Platz. Hinzu kommt der meist nicht optimierte Raumklang zuhause. Das ist dann schon eher was für richtige Studios.

    Bevor ich so tief in die Portokasse greife, würde ich zunächst einfach mal die erste Option von reisbrei ausprobieren. Also versuchen, das eine schon vorhandene Mikro optimal zu positionieren und auszupegeln und gucken, wie weit du damit kommst. Das kostest erstmal gar nichts außer der Zeit, die für die Suche nach der besten Position nötig wird.
     
  6. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.11.07
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    1.347
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    366
    Kekse:
    6.274
    Erstellt: 28.09.16   #6
    Na ja, hängt natürlich auch von deinen Vorstellungen und Ansprüchen ab.
    Soll das eine richtig gute Demo-Aufnahme zum rausgeben sein oder einfach nur zum privaten internen Gebrauch?

    Wieviel wäre dir denn die Sache wert, wieviel würdest du max. investieren wollen?

    @antipasti hat ja schon entsprechende Hinweise diesbezüglich gegeben, ansonsten wäre das vielleicht auch ein Thema für die Mikrofontechnik.

    Ja, da hast du in der Tendenz schon recht, zumal ja auch bei Zusammenspiel die gemeinsame Dynamik besser zum tragen kommt.

    In der Tendenz würde ich für den Flügel eigentlich auch zwei Mikros bevorzugen, im Klangbeispiels aus Post 3 hat man ja schon recht deutlich die Stereo-Unterschiede gemerkt, mit einem Mikro hätte man halt gar kein Stereo.

    Na ja, das wird zwar gerne unterstellt, aber der Preisbereich ist auch bei Röhrenmikros sehr groß und man kann das daher nicht so pauschal sagen. Ich würde - mal aus dem Bauch heraus - ein T.bone Mic nicht bevorzugen.

    Mit einen einzelnem Großmenbran für den Flügel müsstest du halt entsprechend ausführlich die optimale Position und Ausrichtung für einen ausgewogenen Klang in bezug auf Raumklang bzw. Raumtiefe, Übersprechen, Balance der tiefen und hohen Flügelsaiten etc. suchen.
     
  7. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.08.14
    Beiträge:
    4.550
    Ort:
    Mondach Moin 8:15...Die Woch ziiehd sich widda!
    Zustimmungen:
    2.165
    Kekse:
    14.467
    Erstellt: 28.09.16   #7
    Hallo,
    zwei Mikrofone wie von @Vinterland geschrieben sind Minimum - mehr wären durchaus auch möglich, so es der Raum zulässt.
    Wenn Du aber sowohl Stimme also auch Flügel unbedingt zusammen aufnehmen möchtest, würde ich mir ein oder zwei Kleinmembrankondensatormikros nehmen, die auch für andere Zwecke gut eingesetzt werden können.
    Aus meiner Sicht hättest Du die Wahl, Dir ein oder zwei Line Audio CM3 bei Holger Siedler zu bestellen, oder ich schicke Dir einfach mal zwei t.bone EM800 zum Ausprobieren. Die sind nicht super, aber zum Ausprobiere sicher zu gebrauchen. Da ich die sowieso nicht verwende und nur als Backup noch habe, hättest Du alle Zeit der Welt mit denen.
    Grüße
    Markus
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  8. Silvieann

    Silvieann Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.07.15
    Zuletzt hier:
    21.10.18
    Beiträge:
    1.374
    Zustimmungen:
    229
    Kekse:
    2.419
    Erstellt: 28.09.16   #8
    Na ja, ich muß den Korrepetitor, bei dem der Flügel herumsteht ;), ja auch bezahlen.

    Ja genau, eine Demo-Aufnahme zum Herausgeben hätte ich gerne. Ob richtig gut, das lass ich mal dahingestellt ... da sind meine Ansprüche sicherlich nicht ganz so hoch.

    Vielen Dank für das Angebot! ... vielleicht komme ich tatsächlich darauf zurück!
    Die Beschreibung der Line Audio CM3 liest sich auch gut und geeignet für meinen Zweck.

    Ich werde mir das alles noch mal durch den Kopf gehen lassen.
    Und mit dem Korrepetitor muß ich dann ja auch noch einen Termin vereinbaren, ganz zu schweigen davon, ein geeignetes Stück auszusuchen, denn das, was wir zuletzt zusammen gemacht haben, scheint für meinen Zweck eher weniger geeignet zu sein ...
    Sprich: ich hab noch etwas Zeit ... ;)

    Vielen Dank Euch allen!
     
  9. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.11.07
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    1.347
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    366
    Kekse:
    6.274
    Erstellt: 28.09.16   #9
    Ja, die hätte ich auch als Kleinmembraner empfohlen, damit lassen sich hervorragende Aufnahmen machen und sie haben ein super Preis/Leistungsverhältnis. Für eine gute Stereoaufnahme allerdings mit 2 Stk davon würde dir leider ein Kanal im Interface fehlen, Ständer und Kabel kämen ja eh auch noch dazu.....

    Nun ja, wenn man sich schon die Mühe für Demoaufnahmen macht, können die doch ruhig so gut als möglich sein, oder? Also ist gute Vorbereitung / Planung sicher hilfreich.

    In diesem Fall würde ich dir eigentlich eher empfehlen, such dir einen Tontechniker, bzw. kann ja auch ein guter "Amateur"/Semi-Profi mit entsprechender Technik / Zeit und Intention sein, der dich dabei unterstützt. Um eine Aufnahme in dem Raum, wo der Flügel steht, wirst du ja tendenziell eh nicht herumkommen. Ich hoffe mal, der Flügel klingt gut und die Raumakustik passt. Da gehört dann doch schon ganz klar etwas Routine dazu, schnell mal eine gute Aufnahme hinzuzaubern, ich schätze den Korrepetitor bezahlst du ja nach Zeit, oder?

    Vielleicht gibt es ja jemand aus dem MB in deiner Gegend, der dich unterstützen würde..., beispielsweise aus dem PA- bzw. Recordingbereich?
     
    gefällt mir nicht mehr 3 Person(en) gefällt das
  10. reisbrei

    reisbrei HCA Vocals / -Equipment HCA

    Im Board seit:
    07.06.09
    Beiträge:
    3.280
    Zustimmungen:
    1.472
    Kekse:
    20.214
    Erstellt: 28.09.16   #10
    Wenn man das Klavier per MIDI aufnimmt, kann man bei der Aufnahme mitsingen - somit wäre das Tempoproblem gelöst. Vorausgesetzt, man singt das Stück dann bei der Gesangsaufnahme genauso.

    Allgemein halte ich es für groben Unfug, sich einfach irgendwelche Mikros anzuschaffen, ohne jegliches KnowHow, was man damit macht. Ein Mikrofon ist ein Werkzeug, dessen Umgang man erst lernen muß. Insofern nimmt man ein Mikrofon (und zwar das, das man bereits hat) und probiert aus, was man damit alles anstellen kann - und das ist eine ganze Menge.
    Ich weiß, es ist hip, sich was zu kaufen, um keine Ahnung haben zu müssen - und in diversen Situationen funktioniert das auch. Hier aber nicht, denn egal wie viele Mikros welcher Preisklassen man sich anschafft, wenn man sie nicht zu benutzen weiß, klingt es eben kacke.
    Umgekehrt, wenn man das KnowHow hat, kann man auch mit einem AT2035 hervorragende Aufnahmen machen. Aber das will wieder niemand hören, bin schon still :rolleyes:. Also kauf dir irgendwas und gut is :)
     
    gefällt mir nicht mehr 6 Person(en) gefällt das
  11. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.11.07
    Zuletzt hier:
    15.10.18
    Beiträge:
    1.347
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    366
    Kekse:
    6.274
    Erstellt: 28.09.16   #11
    Ich schätze mal, der Flügel des Korrepetitors hat kein Midi....

    Hihi, kann ich gut verstehen was du meinst, das hab ich mit meiner letzten Empfehlung dann ja etwas diplomatischer ausgedrückt. ;)
     
  12. reisbrei

    reisbrei HCA Vocals / -Equipment HCA

    Im Board seit:
    07.06.09
    Beiträge:
    3.280
    Zustimmungen:
    1.472
    Kekse:
    20.214
    Erstellt: 28.09.16   #12
    Er kann ja auch auf was anderem spielen. Heutzutage hat doch ziemlich jeder Tastenmann eine Möglichkeit, sich an nen Rechner zu stöpseln.
     
  13. sweetlizzard

    sweetlizzard Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.01.08
    Beiträge:
    466
    Zustimmungen:
    184
    Kekse:
    454
    Erstellt: 28.09.16   #13
    Ich halte das für nen wirklich guten Vorschlag.
    Soweit ich das bisher von Dir mitbekommen habe bist Du weder im Thema Recording noch im mischen wirklich drin, Flügel und klassischen Gesang zufriedenstellend aufnehmen ist ne Hausnummer für sich.....also wenn das mehr als ein Übungsmitschnitt oder Demo für Freunde und Bekannte werden soll(denn dafür könnte evtl. sogar Dein ZOOM mit etwas Nachbearbeitung reichen je nach Anspruch), dann hol Dir Hilfe-sonst verbrennst Du Zeit und Geld die besser in Deine Stimme investiert sind.
    Ich kenn ja Deine Frustrationsschwelle nicht, aber als Amateur/Anfänger unter Zeitdruck(weil Korrepetitor kostet ja per Stunde;)...) mit der Technik rumärgern und dann gleichzeitig ne gute Performance im Gesang abliefern halte ich für ne ziemlich miese Kombination - auf Anhieb wird das jedenfalls definitiv nichts.
    Wenn Du das Thema generell spannend findest und das lernen willst ist das ne andere Sache-aber da ist viel lernen und zeitintensives experimentieren angesagt-geht nur, wenn Du jemand am Flügel zur Verfügung hast, der das aus Spaß und für umme mitträgt.....(könnte sonst teuer werden...zusätzlich zu eh nötigen Anschaffungen)....und dann spricht auch nix dagegen sich nach und nach mit vorhandenem oder evtl. auch mal geliehenem Equipment reinzuarbeiten.
    LG
     
    gefällt mir nicht mehr 3 Person(en) gefällt das
  14. lunaberlin

    lunaberlin Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    20.09.05
    Zuletzt hier:
    21.10.18
    Beiträge:
    647
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    244
    Kekse:
    4.994
    Erstellt: 28.09.16   #14
    Schau dich doch in deiner Umgebung vielleicht erst mal nach einem Mietstudio mit Flügel oder so was um. Alternativ wie bereits vorgeschlagen, ein Tontechniker mit Equipment + geeigneter Raum mit Flügel.
    Da brauchst du dich um die Technik, Akustik dann überhaupt nicht mehr zu kümmern und der Korrepetitor und du, ihr könnt euch auf die Musik konzentrieren.

    Für eine Demo-Aufnahme scheint es mir etwas übertrieben, viel Geld in Equipment zu investieren, das man dann vielleicht nie wieder braucht. Dann lieber einen festen Betrag ausmachen mit dem Studio und ein paar gute Demos aufnehmen und gut ist.

    Wenn du natürlich prinzipiell gerne ins Recording einsteigen möchtest und das dann vielleicht auch öfter tun wirst, dann sieht die Sache natürlich wieder anders aus.
    Allerdings dann bitte auch beachten, dass du für die Aufnahme einen geeigneten Raum brauchst!

    Ich habe schon ein paar Mal Gesang mit Flügel aufgenommen, einmal bei einem Pianisten, der zu diesem Zweck einen akustisch optimierten Raum hat, zwei Kleinmembran-Mikros wie in dem von Vinterland verlinkten Video plus Mikro für Gesang - klang super.

    Dann habe ich mir die beiden Piano-Mikros vom Pianisten ausgeliehen und mit einem anderen Pianisten in einem anderen Raum wieder aufgebaut, dazu mein Gesangsmikro. Der Raum war viel zu hallig und die Aufnahmen klangen furchtbar, hätte ich so noch nicht mal als Demo verwenden können. Das hätte ich mir also sparen können, obwohl die Technik absolut hochwertig war, alles Neumann-Mikros und ein gutes Interface. Schon wieder was dazu gelernt.
     
    gefällt mir nicht mehr 5 Person(en) gefällt das
  15. Silvieann

    Silvieann Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.07.15
    Zuletzt hier:
    21.10.18
    Beiträge:
    1.374
    Zustimmungen:
    229
    Kekse:
    2.419
    Erstellt: 29.09.16   #15
    Ich möchte mich noch einmal bei allen für die vielen hilfreichen Antworten bedanken!

    Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich mich für meine Frage nicht rechtfertigen müßte, nun sieht es leider doch so aus ...
    Fange ich mal an mit der Beantwortung der offenen Fragen ...

    Na, hätte mich jetzt auch sehr gewundert, wenn sowas hier noch niemand gemacht hätte - ist doch schließlich eine ziemlich übliche Kombination für verschiedenste musikalische Stilrichtungen.

    richtich! ... ein 'ganz normaler' Flügel eben. Zumindest, soweit ich das vom Nicht-näher-Betrachten beurteilen kann.

    Würde er bestimmt auch machen. Ich mag aber den Klang des Flügels so, wie er ist. Und ich hab auch kein digitales Piano zur Verfügung, was einem Flügel ebenbürtig wäre. Den Pianisten hab ich nicht danach gefragt, ob er sowas hat.

    Nun ja, ich verstehe nicht so ganz, was du mir damit sagen möchtest.

    Tja, und ich dachte immer, ein Mikro sei dafür da, Ton abzunehmen...

    Ja, ich bin bisher mit meinem Zoom H4n sehr zufrieden.
    Und es stimmt, dass ich weder im Recording-Thema noch im Mischen wirklich drin bin.
    Aber ich fotografiere auch, ohne Photoshop zu haben ;)
    Das mit dem "Hilfe-holen" ist aber auch nicht so einfach. Wenn ich jemanden im Bekanntenkreis hätte, der das mal eben für mich machen würde, würde ich ihm das sehr gerne übertragen.
    In welcher Unterkategorie müßte ich denn hier danach anfragen, ob das jemand für sehr wenig Geld machen könnte?

    Der Pianist hatte angeboten, dass wir das bei ihm mit seinem frisch gestimmten Flügel machen könnten. Ich fand den Raum auch angenehm, nicht sehr hallig, aber auch nicht ganz trocken, so dass ich auch mit leisen Tönen noch sehr gut durch kam. Jemand anderes hätte das wohl letztens bei ihm gemacht, also mikrofoniert und aufgenommen.

    Das günstigste Tonstudio in der etwas weiteren Nähe mit Flügel würde für 4 Stunden ab 260 € + MwSt + Material kosten, 'ab' heißt wohl, es kann auch noch teurer werden. Ich habe mich jetzt noch nicht weiter erkundigt, was noch dazukommen würde, etc.pp.
    Kommt noch hinzu, dass man ein Tonstudio ja vorher vermutlich reservieren muß. Wenn ich dann an dem Tag schlecht drauf bin, hieße es dann trotzdem 'Recording' ...

    Mit einem weiteren Mikro - welches ich dann im Falle des Röhrenmikros vorrangig für Gesang nutzen würde - hätte ich zwei Mikros, eins für das Klavier, das AT2035, und eins für meinen Gesang. Ich würde vermuten, dass das besser ist, als nur das AT2035 in den Raum zu stellen.
    Diese Kombi könnte ich dann ja immer wieder nutzen, auch bei verschiedenen Gelegenheiten und an verschiedenen Orten.
    Aber die Line Audio CM3 klingen in der Beschreibung auch sehr gut, eins ins Klavier, eins in den Raum, dann könnte ich theoretisch ja auch noch den Chor mit aufnehmen.

    Also nach den Videos, die ich bisher dazu gesehen habe, wie man Flügel mikrofoniert, sieht das für mich nicht nach Hexenwerk aus.

    Und eigentlich wollte ich schon letztens auf einem Korrepetitionsworkshop eine kurze Demo für meine Stimme aufnehmen. Das ist leider unter anderem daran gescheitert, dass manche andere Sänger laut polternd und schimpfend durch den Raum gingen, während ich gesungen habe ... Da hilft dann wohl auch die beste Mikrofonierung nichts.
     
  16. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

    Im Board seit:
    02.07.05
    Beiträge:
    28.102
    Ort:
    Wo andere Leute Urlaub machen
    Zustimmungen:
    7.042
    Kekse:
    105.000
    Erstellt: 29.09.16   #16
    Sagen wir so: Üblich ist heutzutage "schnell, einfach, platzsparend, leicht transportierbar und günstig" – und darunter fällt ein Flügel nicht gerade. Das heißt: Man findet entweder eine Location oder ein Studio, wo ein Flügel fest zur Einrichtung gehört. Oder man bringt ihn dorthin, was aufwendig, kostspielig und nicht ganz risikolos ist. Das leistet sich nicht jeder. Daher arbeiten eben doch die meisten mit digitalen Pianos.

    Das wiederum kann ich absolut nachvollziehen. Gerade in der Klassik. Ein Digitalpiano oder Midi sind eine Alternative, wenn es nicht anders geht. Aber es ersetzt keinen analogen Flügel.

    Ich nehme an, genau das, was lunaberlin ebenfalls mit ihrem Beispiel erläutern wollte: Zweimal die gleichen Mikros, aber in unterschiedlichen Räumen und mit anderen Menschen: Zwei völlig unterschiedliche Ergebnisse. Ein großartiges und ein mieses.

    Aber waren denn deine Fotos von anfang so gut, wie du es erwartest hattest? Oder musstest du nicht auch erst lernen, wie man am besten belichtet, ausleuchtet, die Blende einstellt, den Fokus findet, das beste Objekt... usw?

    Warum leihst du dir nicht einfach die beiden Mikros von mjmüller? Dann siehst du doch, ob und wie einfach es ist und ob dich das Ergebnis zufriedenstellt. Wenn es gut läuft, schickst du sie zurück und kaufst dir eigene. Wenn es nicht so gut läuft, kannst du nochmal überlegen.
     
  17. Foxx

    Foxx Pop/Rock-Gesang HFU

    Im Board seit:
    27.11.06
    Zuletzt hier:
    12.10.18
    Beiträge:
    3.614
    Ort:
    Stuttgart
    Zustimmungen:
    1.193
    Kekse:
    17.524
    Erstellt: 29.09.16   #17
    Dass es so einfach eben nicht ist, zeigt ja allein reisbreis Workshop zum Halten von Bühnen-Gesangsmikros. Bei Recording-Mikros, insbesondere hochwertigen, braucht man eben tatsächlich nochmal einiges mehr an Know-how.

    Ja, aber sicherlich nicht, um damit eine Beispielbroschüre für Deine Fotografie zu drucken, oder?


    Wenn Du Dich wirklich schlau machst und vorhast, die Mikros öfter zu nutzen, dann kann es schon sein, dass es sich lohnt. Aber man rät Dir halt, vorsichtig mit sowas zu sein - Du hast ja auch mit der Interface-Inbetriebnahme schon Mal Pech gehabt. Und insbesondere lunaberlins Hinweis bez. der Raumakustik ist wichtig - was bringen Dir sauteure Mikros, wenn der Raum deines Korrepetitors womöglich ne ganz schlimme Akustik hat? ;)
     
  18. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.07.07
    Beiträge:
    7.307
    Ort:
    Bayern
    Zustimmungen:
    1.114
    Kekse:
    20.422
    Erstellt: 29.09.16   #18
    Wussten die, dass Du aufnehmen willst?
     
  19. Silvieann

    Silvieann Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.07.15
    Zuletzt hier:
    21.10.18
    Beiträge:
    1.374
    Zustimmungen:
    229
    Kekse:
    2.419
    Erstellt: 29.09.16   #19
    Muß man das extra dazu sagen, wenn man 'Unterricht' hat, dass bitte niemand hereingetrampelt kommen sollte?
    Also, es war klar ersichtlich. Der Pianist spielte, und ich hab dazu gesungen.
    Nun ja, derjenige hielt sich wohl für supergut und schlau ...

    Ich hab 'nur' mit meinem H4n aufgenommen, und mit der Kamera ...
     
  20. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    07.07.07
    Beiträge:
    7.307
    Ort:
    Bayern
    Zustimmungen:
    1.114
    Kekse:
    20.422
    Erstellt: 29.09.16   #20
    Imho, wenn man für eine Demo aufnehmen will, ja. In Unterricht gehe ich schon mal rein, wenn ich etwas brauche. "Trampeln" ist relativ; bei ernsthaften Aufnahmen stört auch normales Gehen schon. Oder Klicken von einem Fotoapparat :rolleyes:. Ich schneide aber meine Gesangsstunden oft mit; ob da das Telefon klingelt (was ich eh nicht verhindern kann) oder jemand reinkommt, ist mir wuppe. Und zwar egal, ob ich eine Kamera mitlaufen habe oder den McCrypt. Die finde ich übrigens nicht sooo auffällig.

    Wenn ich eine ernsthafte Demo haben wollte, würde ich mich um ein Studio umschauen. Oder um einen Tontechniker, wenn ich mir einen bestimmten Aufnahmeort einbilden würde. Das kostet, ja. Aber imho immer noch weniger, wenn ich konzentriert arbeite, als Geld für gute Mics zum Fenster hinausgeworfen. Denn ich bekomme Gegenwert. Den ich alleine mit der Anschaffung von guten Mics nicht bekomme, da muss ich mich schon noch einarbeiten auch. Ich hatte es schon, dass Aufnahmen, die ich durchaus akzeptabel fand, bei Freunden nicht angekommen sind aufgrund der Aufnahmequalität.
     
Die Seite wird geladen...

mapping