ausbildung oder privat?

von sunflower, 23.04.05.

  1. sunflower

    sunflower Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.05   #1
    für wie wichtig haltet ihr es, eine "professionelle" ausbildung gemacht zu haben?


    ich bin mir in letzter zeit extrem unsicher, ob es nun mein "ziel" sein sollte, auf eine universität oder irgendein konservatorium zu kommen, um zu singen, oder ob es viel wichtiger ist, nur einen lehrer zu suchen der einem sympathisch ist und einfach selbst viel an sich zu arbeiten und herumzuexperimentieren?

    und woher weiß ich nun ob der lehrer, den ich hab, wirklich gut für mich ist?

    aber woher soll ich auch wissen, ob die lehrer bei einem konservatorium für mich die geeignetsten sind?


    ich weiß schon, die arbeit an sich selbst nimmt einem auch eine universität und ein konservatorium nicht ab.


    und trotzdem frag ich mich, was für vor- und nachteile es hat, eine "staatlich anerkannte" ausbildung zu machen? oder ist das im jazz/pop/rock bereich vollkommen egal?


    mich würden eure meinungen dazu interessieren!!
     
  2. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.05   #2
    die Frage ist, wirst du in diesen Bereichen bleiben? Wenn du gezwungen bist, von der Musik zu leben, wirst du vielleicht auch breiter arbeiten müssen/wollen - oder selber irgendwann unterrichten??!!!

    Wenn wir in den USA wären, hätte ich dir immer zu privaten Lehrern geraten, aber hier im Land der Bürokraten zählt ein Hochschulabschluß in weiten Bereichen viel mehr als Können!! Es könnte dir passieren, daß du einen Job an einer Musikschule, zur finanziellen Grundversorgung, trotz viel besserer Eignung, nicht bekommst, weil dein Konkurrent ein Stück Papier mit Stempel hat. Genau so läuft das bei den meisten niedergelassenen Orchestern + Chören, etc.

    Wie du schon sehr richtig bemerkt hast, an dir arbeiten mußt du selber, es ist in der Regel kein Problem, nebem dem offiziellen Studium ergänzend noch Unterricht nach eigenem Ermessen zu nehmen. Erfahrungsweise kann ich dir sagen, daß Lehrer die dir liegen, dich "erbaulicher" weiterbringen als Überflieger, mit denen du menschlich nicht kannst!

    Der zweite Punkt vom Studium ist der, daß du dort sehr konzentriert viele Kollegen kennen lernen kannst, das ist ein verdammt guter Grundstock für die Zukunft, zumal sich das potenziert, durch diese Musiker lernst du wieder andere kennen, usw.

    Ob Lehrer geeignet sind oder waren merkt man teilweise erst viel zu spät, da hilft gezieltes Nachfragen unter Kollegen. Da werden Namen dann mehrfach genannt, da hast du dann mal eine Orientierung. Seriöse Lehrer bieten immer Probestunden oder eine Probezeit an. Die "Qualität" der Lehrer kannst du ja auch kontinuierlich mit deinen Ansprüchen steigern. Private Lehrer sind einfacher zu wechseln.
    Die Hochschuldozenten haben gelegentlich so ihre Macken, denen du nicht entkommen kannst. Ich hab Schlagwerk studiert, bei unserem Fakultätsleiter hattest du keine Chance einen vernünftigen Abschluß zu schaffen, wenn du nicht alle Schlagwerkstimmen aus Aida auswendig drauf hattest....sprich 8 Stimmen je fast vier Stunden, das sind 30 Std. komplexe Musik - eine Menge Holz! ...und danach so gut wie nie mehr gebraucht, ich spiel hauptsächlich Jazz...

    Muß allerdings nicht von der Musik leben, könnte das auch gar nicht, weil ich nicht in dem Maße kommpromißfähig bin, wie das als Berufsmusiker von mir verlangt werden würde.
     
  3. sunflower

    sunflower Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.05   #3
    du denkst also, wenn ich davon LEBEN will, dann komm ich nicht wirklich drum herum, einen abschluss zu machen?
    aber ein abschluss ist ja auch keine garantie, davon leben zu können.
    ich frage mich oft, was als musiker bzw sänger denn so die haupteinnahmequellen sind. aber ich hab von musikern gehört, es sind eigentlich die konzerte, von denen sie leben.

    kann man von der musik überhaupt leben? oder wird man immer eine zusatzeinnahmequelle brauchen?
    ich kenne einen sänger, der sucht halt dann immer nach irgendwelchen gelegenheitsjobs. einmal da, einmal dort, immer was anderes.
    ein freund von mir lebt von der musik - er spielt selbst klavier, und ist auch komponist und produzent, .... und er arbeitet sich echt den a-r-s-c-h ab... dafür kann er halt davon leben. aber wenn einem nebenbei dann gar keine zeit zum leben bleibt, ist die frage, was man wirklich davon hat. dieser eine freund hat nicht mal zeit zum schlafen und es gibt wochen, da findet er, wenn es gut geht, grade mal 3 stunden täglich schlaf - mehr nicht.
    und der ist teilweise echt schon am ende seiner kräfte.
    das kann doch auch nicht der wunsch eines musikers sein, oder? sich so sehr abarbeiten, ... da kann man dann doch auch gar nicht mehr so kreativ und produktiv sein, wenn man so sehr an seine grenzen gehen muss.


    das sehe ich auch als einen großen vorteil: netzwerke. du knüpfst kontakte zu jungen leuten, die selber in die szene wollen, dann aber auch zu leuten, die bereits in der szene sind, ...
    dadurch kann man einfach leichter fuß fassen in der musikszene. denn leider läuft ja vieles über kontakte.




    aber soll ich denn, ob ich musik mache, davon abhängig machen, ob mich jemand auf einer hochschule oder konservatorium aufnimmt? soll ich diese paar leute, die in der prüfungskommission sitzen, über meine zukunft und mein potential entscheiden lassen?


    ich habe oft gehört, dass sich in einer schule einfach die leute nicht so individuell entwickeln. meistens kommt nachher dann eine "einheitsklasse" raus, wo zwar keiner von den leuten schlecht ist, aber einfach alle über einen kamm geschert und "angepasst" wurden.
     
  4. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #4
    Nein!!! ich meine, du hast u.U. mehr Chancen auf offizielle Jobs (Musikschule, Chöre, etc.) mit einem Hochschulabschluß. Ich kenne genug Berufsmusiker, die sich nur mit Unterricht wirklich über Wasser halten können. Es ist einfach die Frage, profitierst du von einen funktionierenen System (Musikschule) oder willst du dir die Organisation vom Unterricht auch noch an die Backe hängen...? Ich habe dich so verstanden, du willst singen!? Verzetteln deiner Zeit ist nicht sinnvoll.

    Wenn du sicher bist, im Bereich jazz/pop/rock zu bleiben und wenn, dann nur privat zu unterrichten, dann kannst du den (meiner Meinung nach viel besseren) "amerikanischen" Weg gehen und bei privaten Lehrern deine Studien vorantreiben, die Lehrer nach deinen Interessen wählen, nach deinem Leistungsstand etc.

    Aber noch ein Vorteil von der Hochschule, zwangsläufig muß du dich dort auch mit Randgebieten wie z.B. Komposition/Kontrapunkt/Harmonielehre/Arrangement/etc. befassen, die du vielleicht im Privatstudium aus Geld-, Zeitmangel oder weniger Interesse hättest entfallen lassen. Hier mußt du selber dafür sorgen, das du einigermaßen umfassend ausgebildet bist.

    Deshalb nochmals das Fazit aus meinem ersten Posting, wenn du die Möglichkeit hast, dir das lernen leicht fällt, du hier in Deutschland mal irgendwann von der Musik leben willst,...faß das Hochschulstudium ins Auge, privater Unterricht nebenher, speziell nach deinen Bedürfnissen ist ja möglich.

    Nach meiner persönlichen Einschätzungen (aus zwei Studien: Schlagwerk + Maschinenbau), der Gewinn für die Persönlichkeit überwiegt, das "Handwerkszeug" wird gründlich mit Theorie hinterfüttert, der Frust durch Prüfungen, schrulligen Dozenten, etc. hält sich in Grenzen - aber von dem Erlernten wirst du nicht mehr als 10-20% im Beruf anwenden - trotzdem ist Bildung nie verkehrt.
     
  5. Rebellin

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    Erstellt: 24.04.05   #5


    tja , wenn du jetzt schon daran zweifelst , dann glaub ich nicht dass du es schaffen kannst ... denn das musikbusiness ist hart , aber wem die musik dass wichtigste überhaupt ist , der geht das risiko ein !




    sagen wirs mal so , um im business erfolgreich zu sein , brauchst du schon ungewöhnlich hohes talent und dass bewertet halt die jury während der ap , ich kann mir nicht vorstellen , dass sie wenn du dich an mehreren musikhochschulen bewirbst und wirklich talentiert bist überall abgelehnt wirst . Ich finde , dass die AP eine INstanz ist , die das Talent und die berufliche Tauglichkeit entscheidet .


    An deiner STelle würde ich den Jazz/Pop und Rockbereich nicht studieren , denn das was du dort lernst kannst du auch problemlos beim privaten unterricht lernen .
    Bei mir selbst ist es so, dass ich im nächsten jahr klassischen Gesang studieren will , wenn es nicht so wäre , dass der klassische Gesang so sehr komplex und jahrelanges studium erfordert würde ich es auch auf alle fälle privat machen .

    viel glück bei deiner entscheidung !

    gruß rebellin
     
  6. sunflower

    sunflower Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #6

    das ist kein zweifel sondern einfach nur realismus.
    ich hab einfach schon mit zu vielen leuten zu tun gehabt, die im musikgeschäft unterwegs sind. und es ist einfach hart, zu sehen, dass es teilweise schon gar nicht mehr um die musik und das musik machen geht sondern einfach nur um geschäfte und geld machen. und da geht das künstlerische und kreative teilweise total verloren.


    die wenigsten können nur von der musik leben. und jeder muss mal eine wohnung bezahlen und die stromrechnung und essen.

    jemand, für den musik echt das wichtigste ist, der hat aber auch keine lust, jeden verdammten job annehmen zu müssen, um über die runden zu kommen und dafür seine eigenen werte aufzugeben.
    da fragt sich jeder leidenschaftliche musiker immer wieder, warum er das tut.

    und es sind viele musiker sogar freier, wenn sie ein zweites standbein haben - weil sie dann nicht alles annehmen MÜSSEN, was man ihnen anbietet. weil sie sich dann dafür nicht selbst aufgeben müssen sondern IHR ding durchziehen können und nicht überall betteln müssen, irgendeinen job zu kriegen. weil sie eben auch was anderes haben.

    so kann man sich einfach seine künstlerische freiheit bewahren.
    und das sollte es doch ein, warum man musik macht.
    dass man das, was man macht, aus dem herzen heraus macht. und es nicht zu einem "geschäft" und einem "job" wird.




    ich finde, diese jury hat nicht wirklich etwas zu bedeuten.
    das sind auch nur menschen. und die sollen für alle anderen repräsentativ sein?
    eine INSTANZ ist das meiner meinung nach nicht. es wird immer viel zu hoch angerechnet, über was die hier "bestimmen" und urteilen.

    ich komm ursprünglich aus dem bereich schauspiel und du kannst mir glauben dass ich genug AP mitgemacht habe und oft genug hinter die kulissen geblickt habe und gesehen habe, wie es rennt. und wonach entschieden wird.
    und ich habe auch schon mit genug menschen aus den verschiedensten künstlerischen bereichen geredet und es war fast überall dasselbe.

    ich finde, es kann sich keiner der jurymitglieder anmaßen, dass er bei so vielen bewerbern innerhalb von wenigen momenten wirklich beurteilen kann, ob es sich lohnt, diesen menschen AUSZUBILDEN.
    es geht ja hier immerhin darum, dass dieser mensch überhaupt eine ausbildung bekommt.
    und was und wieviel da nach ein paar jahren rausschauen kann bei einem menschen, kann keiner einschätzen. das sind fremde menschen, die sehen dich zum ersten mal. wissen nicht einmal, was für eine persönlichkeit du hast. können schwer einschätzen, was man aus dir rausholen kann und inwieweit dein potential schon ausgeschöpft ist.

    und wie ich mal in einem interview mit einem jurymitglied gehört habe: "man kann das so schnell gar nicht sagen. das hängt viel mit bauchgefühl und spontanter sympathie zusammen. wahrscheinlich schicken wir sowieso wieder die falschen leute nachhause."


    es kann also sein, dass sie talent erkennen, aber man sieht ja, dass der anteil derjenigen, die nach der ausbildung wirklich tolle persönlichkeiten und tolle musiker sind, sehr gering ist.
    und nur weil dort die jury sagt dass man nicht geeignet ist, ausgebildet zu werden, heißt das nicht, dass man nicht noch ein potential in sich hat, und dass man sich noch ganz toll entwickeln kann.


    außerdem sind die aufnahmekriterien teilweise sehr seltsam. oft wird nur geschaut, eine homogene gruppe zusammenzustellen und möglichst verschiedene typen in einem jahrgang zusammenzukriegen. auf das talent eines einzelnen wird hier meistens wenig geachtet.
     
  7. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #7
    Du klingst eher deprimiert und deine Vorstellungen sind erheblich zu ideell. Da hat die Rebellin schon recht, wenn du nicht wirklich anpacken willst und einige deiner Ideale über Board schmeißst, wirst du Probleme haben.

    Aufnahmeprüfungen hast du ein ganzes Leben, jeden Tag, immer wieder - und du wirst feststellen, daß ganz viele noch wesentlich ungeeigneter sind als die Leute, die in der Kommission der Hochschule sitzen.
    Jeder Wirt, dem du eine Demo vorlegst für einen Gig, hat in der Regel viel weniger Ahnung und er beurteilt deine Musik gnadenlos, ein Vermieter entscheidet, ob du eine Wohnung bekommst, der Banker über einen Kredit - auf deren Talent, dein Talent zu sehen kannst du dich auch nicht verlassen und einen Anspruch darauf hast du erst recht nicht!

    Mach auf + laß los, seh das nicht so verbissen, nutze deinen Spielraum, nutze deine Fähigkeiten, niemand zwingt dich dich zu verkaufen - aber auch niemand zu essen + zu wohnen...
     
  8. sunflower

    sunflower Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #8

    nö, eigentlich bin ich nicht deprimiert und mir geht es sehr gut :D

    ich bin ein mensch, der ideale hat.
    find ich nichts schlimmes.
    ich habe teilweise nur das wiedergegeben, was ich von aktiven musikern gehört habe. und ich kenne einige, die sich einfach ihre künstlerische freiheit bewahren wollen und das auch tun.



    klar, alles ist immer sehr subjektiv und jeder "prüft" und beurteilt dich.
    aber ich kenne einige leute, die zum beispiel bei aufnahmeprüfungen dauernd durchgefallen sind, die aber, als sie zu einem theater vorsprechen gegangen sind, mit handkuss genommen wurden.
    es ist doch eigentlich das wichtig, wie du bei den menschen AUSSERHALB der schule ankommst, AUSSERHALB der kommission. bei den zuhörern. um die geht es ja schließlich. die menschen, die sich deine musik anhören wollen.
    und wenn es da genug menschen gibt, denen das gefällt, was du machst, dann ist es egal, was eine kommission dazu sagt.
    außerdem fragen dich in künstlerischen dingen die menschen nicht, WO du GELERNT hast, sondern WAS du KANNST. die leistung ist das, was zählt.
    ich meinte nur, dass man nicht von dieser handvoll menschen in der jury entscheiden lassen sollte, was man kann und was nicht.
    es gibt verschiedene wege zum ziel. und nicht nur den weg über die hochschule.
     
  9. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #9
    ich spiel Jazz und kenne viele Jazzmusiker, die machen in der Regel die Musik, die sie machen wollen - zumindest abends auf der Bühne.
    Morgens gehen die gleichen Musiker ins Studio und spielen den Background für Stefan Mross + Karl Moik, nachmittags gehen sie in die Schule und unterrichten unbegabte Kinder!
    ...und ganz viele habe sich so ihr Leben nicht vorgestellt, aber sie haben Familie, ein Auto, eine Wohnung, müssen essen,...
    Und die Jobs in Orchestern, in Studios, in Schulen bekommst du einfach eine Spur leichter, wenn du einen Abschluß in der Tasche hast - und nichts anderes habe ich die ganze Zeit gesagt!!

    Eine Prüfungskommission ist kein Hinrichtungskomando + die wissen selber, daß ihre Kriterien nicht immer richtig sind - dort durchzufallen ist nur dann ein problem, wenn du dir eins draus machst!

    und die Zeiten, wo Leistung zählte und das was du konnest gab es hier in Deutschland selten. Früher war der Abschluß der Schlüssel zu vielen Türen und heute Beziehungen oder eine gute Selbstdarstellung (unabhängig vom Können). Zumindest in dieser Richtung solltest du deinen Idealismus mal abklopfen...
     
  10. kleinershredder

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    Erstellt: 24.04.05   #10
    Der Vorteil einer staatlich anerkannten ausbildung ist, das du leichter an Jobs kommst. Z.B. Lehrer an staatlichen schulen, brauchen alle so einen Abschluss.
    Und dise Jobs kann man immer Gut gebrauchen, denn man wird sicher nicht sofort Geld mit der eigenen Musik verdienen.

    Jetzt musst du trotzdem gucken was genau du für Musik machen willst.
    Wenn dubeschränkt auf einen Stil bleiben willst, der an Musikhochschulen usw.
    nur grob angeschnitten wird hast du auch nix von einem abschluss anderer Stilistiken.

    Bei mir war es so, das ich klassische Musik studieren wollte, wegen der Theorie, damit ich sie für meinen Shredmetal, auf die E-Gitarre anwenden kann. So musste ich aber auf einmal A-Gitarre und KLavier spielen lernen.
    Und da diese beiden Instrumente auch Übungszeit verschlangen, kam die E-Gitarre zu Kurz.

    Jetz fragte ich mich was soll ich machen? soll ich nur für die Theorie und einen Abschluss, nicht alles aus meiner E-Gitarre holen?

    So izwischen bin ich zu dem Schluss gekommen, das mein Gitarrenlehrer, der wirklich ein befähigter Mann ist, Für die praktische Gitarrenarbeit, auf jeden Fall genug ist. Und die theorie werde i9ch mir durch privaten theorieunterricht aneignen. Das hat auch den Vorteil, das ich mir allein aussuchen kann was ich lerne. Was hilft es mir wenn ich weiß wie man Oratorien komponiert?

    Das mit dem Geld habe ich mir so vorgestellt, das ich erst mal als Privatgitarrenlehrer arbeite, und wenn sich die möglichkeit ergibt noch als studiomusiker.

    Hoffe ich konnte dir nen bisschen helfen ;)
     
  11. sunflower

    sunflower Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #11

    ich bin aus österreich :D
    hier sind wir nun mal idealistisch :D



    vertragen wir uns wieder? :)
    ich hab nichts, was ich gesagt hab, als "angriff" gemeint und hab nie behauptet, dass du nicht recht hast mit dem was du sagst. ich habe nur noch etwas hinzugefügt :cool:
     
  12. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.05   #12
    ich mag Menschen mit eigenen Idealen sehr gerne - ...aber ich kann sie nicht alle ernähren...
     
  13. Rebellin

    Rebellin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.05   #13
    hey sunflower ,
    was mir nicht klar ist , wenn du dir eh schon sicher bist dass du musik nur neben deinem "richtigen" standbein machen willst , ist doch klar , dass du deine frage schon selbst beantwortet hast und ein studium nichts für dich ist .

    du sagtest dass eine ap nicht ernstzunehmend ist , weil sie subjektiv sei ,
    aber wieviele deiner zuhörer , während du auf der bühne stehst sind objektiv ????
     
  14. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 26.04.05   #14
    Hi Sunflower!

    Deine Frage kann niemand per Ferndiagnose beantworten, fürchte ich.
    Ich kenne brillante Musiker, die studiert haben und damit gut ihr Geld verdienen (und mit gut meine ich nicht viel, sondern mit schönen Jobs). Ich kenne Musiker, die studiert haben und mit absolut miesen Job gerade so über die Runden kommen. Ich kenne unstudierte Musiker, die mit ihrer Musik und auch mit Unterricht sehr gut ihren Lebensunterhalt bestreiten können und sehr viel Ahnung haben und sehr viel Spaß an ihrere Arbeit haben.
    Es liegt ganz alleine in Deiner Persönlichkeit, wie Du die Zukunft angehen willst und ob dir ein Studium dabei hilft. Ich glaube nicht, daß ein Gesangs-/Musikstudium schädlich wäre - aber ob es Dir liegt, mußt Du wohl selbst rausfinden. Trau dich doch einfach! Was kann passieren? Daß Du nicht aufgenommen wirst? Dann löst sich die Frage von selbst, wie Du es angehst. Dass es Dir nicht gefällt? Was anderes machen kannst Du immer noch, wenn es Dir nicht liegt. Aber später denken "hätt ich doch damals direkt studiert" ist immer ärgerlich. Und Lite-MB hat recht, daß sich manche Ziele mit Zertifikat einfacher und vielleicht schneller erreichen lassen als ohne.


    Liebe Grüße
    Elisa
     
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