Bassboxen mit 10 " Bestückung

von Mariovz1, 13.09.07.

  1. Mariovz1

    Mariovz1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.07   #1
    Hallo Spezis,

    habe beim stöbern bei KS-audio.com Subwoofer gesehen die mit 10" Lautsprechern
    bestückt sind. Nach Aussagen vom Hersteller wird darauf verwiesen das 10" ein Impulsverhalten aufweisen was 15", !8" etc. überlegen wäre. Gut das Membrangewicht ist natürlich geringer und damit sind 10" auch flinker. KS hat einen Subwoofer ( als Bandpass)
    mit 8x 10" Lautsprechern, 1600W im Programm. Was ist davon zu halten? Ist es eine
    Alternative zu den beliebten 15 und 18" Speakern? Hat jemand so eine Box schon einmal
    getestet?


    gruß Mario
     
  2. Uwe 1

    Uwe 1 PA-Technik/Elektronik HCA

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    Erstellt: 13.09.07   #2
    Selbstverständlich haben 10"-Chassis ein deutlich besseres Impuls-Antwort-Verhalten und auf Grund der geringeren Membranmasse ein kürzeres Ausschwingen (Wasserfall). Aber beachte den Installations- und Materialauffwand. Ob sich das im Klang signifikant bemerkbar macht und im Preis-Leistungsverhältnis vertretbar niederschlägt, mögen andere beurteilen. Mir wäre der Aufwand insgesamt zu hoch.

    Grüße aus Oberfranken

    Uwe

    p.s.: Und um himmelswillen nicht mehr wie acht solcher kleinen Chassis verbauen, sonst denkt der fachkundige Beobachter du gehörst zur Fraktion der... urps, ich schweife ab :o
     
  3. Mariovz1

    Mariovz1 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.07   #3
    Nun ja das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand!!
    Der T -Sub von Ks ist schon eine sehr Aufwendige Sache und ich denke auch nicht umsonst
    in der High-End Pa Serie von KS positioniert. Das Teil besteht aus 4 einzelnen Kammern und arbeitet von 35Hz-70/100Hz. Ich könnte mir schon vorstellen das die Box in diesem Bereich wirklich richtig gut arbeitet und einen sehr präzisen Bass liefert wenn man da an Impulsverhalten von 10" Lautsprechern denkt. Gut das Gewicht liegt auch bei knapp 100kg
    aber auch andere Systeme ( Hörner, doppel 18er usw.) sind nicht leichter.
    Wenn jemand das Teil mal hören sollte bitte unbedingt darüber berichten!!!!

    Gruß aus Binz.
     
  4. Klaus W.

    Klaus W. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.07   #4
    Gutes Horn wiegt ähnlich viel, klingt aber mit Sicherheit noch besser und ist bei gleicher Eingansleistung wesentlich lauter.
    Aber was soll von direkt strahlenden Bässen zu halten sein. Kosten wenig in der Herstellung und sind gewinnmaximierend.
    Gut ist etwas anderes...
     
  5. Mariovz1

    Mariovz1 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.09.07   #5
    Ich würde Dir vorschlagen Dich mal auf die seite www.ks-audio.de zu begeben und Dir dort
    den T-Sub mal anzusehen und nachzulesen, damit Du weisst wovon hier die Rede ist. Der Sub ist kein direktabstrahlendes System. Wie kommst Du denn darauf????:screwy:
    Desweiteren glaube ich nicht das ein Horn lauter ist. Bandpässe arbeiten in der Regel in einem
    sehr begrenzten Frequenzbereich, wenn Sie gut abgestimmt ist dann aber mit ordentlich Druck. Allein wenn man sich mal die Membranfläche ausrechnet die da am schwingen ist 8x
    10" im Vergleich zu einem Horn mit 1x18" .:screwy:
     
  6. Uwe 1

    Uwe 1 PA-Technik/Elektronik HCA

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    Erstellt: 15.09.07   #6
    Moin Moin,

    da Du den Thread im Selbstbaubrett gestartet hast, gehe ich davon aus, dass Du mit so´nem Projekt liebäugelst.
    Und für Selbstbau scheint mir der erforderliche Aufwand für ein System mit recht beschränkten Einsatzmöglichkeiten nach wie vor zu hoch. Klar wird derT-Sub richtig geil klingen. Aber ein PA-System mit solchen 100 Kilo-Trümmern ist allein von der Logistik her eine Herausforderung. Es sei denn, Du planst ein Touringsystem für Großveranstaltungen... wo Du allerdings mit Selbstbau schlechte Karten haben dürftest.
    Wenn ich trockenen Bass mit angemessenen Pegel will greife ich auf diverse Kurzhorn-Varianten zurück. Die sind deutlich einfacher zu bauen, besser zu manipulieren und bieten deutliche Vorteile in der Skalierung des Gesamtsystems. Und pegelmäßig dürfte ein 4er Stack Kurzhörner nicht wesentlich schlechter dastehen.

    Ist im übrigen meine private Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, nicht das ich auch noch abgewatscht werde ;)

    Grüße aus Oberfranken

    Uwe
     
  7. Mariovz1

    Mariovz1 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.09.07   #7
    Hallo,

    Du hast natürlich durchaus recht so ein komplexes Teil wie den T-Sub bekommt man nie und nimmer selber gebaut. Allein die Berechnung und Abstimmung daran dürfte man mit Sicherheit schon das erste Mal gründlich scheitern. Ich könnte mir auch vorstellen das der T-Sub recht ordentlich klingt. Ich fand das nur sehr interessant und vielleicht erleben wir auch
    einen neuen Trend in sachen Subwoofer. Die Vorteile von kleineren Membranflächen sind
    nicht zu unterschätzen. Der T-Sub ist so denke ich natürlich nur für grössere Aufgaben und in
    Touringbereich oder Festinstallation gebaut ganz klar. Ich könnte mir das Teil sehr gut in grossen Musical Theaterhäusern vorstellen wo es wirklich zu einem auf Power und Klang
    ankommt. Dazu das passende Controlling+Amping ich denke das ist der absolute Hammer!!!!
    Der T-Sub so würde ich denken kostet mit Sicherheit einige tausend Euro vom Amping ganz zu schwigen. Ich finde einfach die Idee ist nicht schlecht. Auch andere Hersteller basteln an
    solchen Systemen . Man darf da gespannt sein.

    Gruß aus Binz
     
  8. Klaus W.

    Klaus W. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.09.07   #8
    Dann definiere doch bitte einen Direktstrahler. Aufgrund des technischen Prinzipes (keine Erhöhung des Strahlungswiderstandes) zähle ich da alle Konstruktionen auch mit vorgesetztem Bandpassvolumen dazu.

    Wo soll da das Problem sein so etwas selbst zu bauen?
    Komplexe Konstruktionen sind was anders; in Deutschland kenne ich dafür keine Hersteller. In den USA ist man da wesentlich weiter.

    Wohl Ähnliches, dass du nicht zu glauben vermagst, dass ein Horn bei wesentlich weniger Eingangsleitung selben Pegel bringt.
     
  9. Uwe 1

    Uwe 1 PA-Technik/Elektronik HCA

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    Erstellt: 15.09.07   #9
    Jedoch werden diese Vorteile den prinzipbedingten Nachteilen eines Bandpasses geopfert. Insoweit keine, sagen wir mal, optimale Variante, sondern allenfalls "Schadensbegrenzung". Mithin eben auch nur ein weiteres, sicher gut klingendes System, nicht mehr aber auch nicht weniger.
    Alles andere habe ich oben geschrieben.

    Grüße aus Oberfranken

    Uwe
     
  10. cyril

    cyril Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.07   #10
    Erst mal ein Wort zu KS: Das ist eine Hochpreisfirma, die für genau den typischen Hochpreissektor arbeitet. Opernhäuser, Staatskanzleien und international arbeitende Rentals.
    Die angesprochene Box ist auch ein typisches Hochpreiserzeugnis. Ob sie unbedingt für Amateure einen Nutzen hat weiß man nicht. Möglicherweise bedient KS damit einen ganz eng umrissenen Kundenkreis.
    Dann: So, wie ich KS kenne, benutzt er einen 10-er von Beyma, einen der besten Speaker seiner Art. Der hat aber einen Ferritmagneten, (oder es hat sich inzwischen etwas geändert, weiß ich nicht). Acht Stück von der Sorte sind sauschwer. Die großen Verleiher packen solche Boxen niemals mit der Hand an, dafür gibt es Maschinen. Der Amateur muß aber schleppen. Auch Rollen nützen nur zum Teil etwas.
    Ich würde von einem Nachbau einer so speziellen Box abraten. (Persönliche Meinungsäußerung!)
    Andererseits finde ich die Idee der Mehrfachbestückung grundsätzlich sehr gut.
    Bekannte von mir haben sich Boxen gebaut, die mit ND-Eminence-Speakern besückt sind. Es handelt sich um 12-er. Sie haben jeweils zwei in eine ganz einfache BR-Box gepackt und haben inzwischen acht Boxen gebaut. Die Boxen sind nach vorne so eng bemaßt, daß die Speaker grade so eben passen. Dafür sind sie ganz schön tief für Doppelzwölfer. Die Baßreflexöffnung sitzt an der Seite und wird u.a. als Griff verwendet. Dadurch, daß die Band jetzt eine recht kleine "Kleinste Einheit" hat, ist sie sehr flexibel. Es wird nur das geschleppt, was wirklich gebraucht wird. Die haben die Boxen übrigens mit 15-er Tischlerplatte aufgebaut, die mit Birkensperrholzleisten verspantet ist. Normalerweise würde ich schreiend weglaufen, wenn mir einer was von Tischlerplatte für Bässe erzählt, aber es funktioniert. Ich bin ziemlich sicher, daß sich dieses Konzept auch auf 10-er anwenden läßt.
     
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