Basseigenbau:Planung und Bau von einem etwas anderen Basses

von Barth Basses, 28.11.07.

  1. Barth Basses

    Barth Basses Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.07   #1
    Hi,
    ich heiße Christoph und komme aus Wien.Möchte mein nächstes Bauprojekt anfangen(hier ein Beispiel http://www.guitarmaniacs.de/cgi-bin/gallery.pl?action=gallery&id=503 ist aber ne Gitarre meine Erste).Möchte mir diesmal einen Bass bauen und zwar keinen Standardbass wie ihn jeder hat sondern so einen http://www.ritter-basses.com/ritter-basses---bilder/ritter-basses-history/0428/popup.php gleiche Technik aber andere Form und Farbe).
    Werde wahrscheinlich für den Korpus Pappel oder Erle nehmen(Bei den Hölzern kann sich die Beize besonders gut einzihen).Design wird eigens designt.
    Soudn steht nur an 2ter Stelle.Optik geht diesmal vor.
    So nun zu den Fragen:
    Ich hab absolut keine Ahnung welche Hölzer für einen Bass gut klingen.Dachte fürn Hals an Ahorn und fürs Griffbrett auch an Ahorn oder Palisander.Was ist besser?
    Welche 2 Farben würden gut passen?Dachte an blau udn grü aber mir fehlt dann der Kontrast.Blau und gelb möcht ich nicht haben weil ich nicht alles abkupfern möcht.
    Welche Mensur empfehtl ihr mir?
    Danke und Lg
    Chris
     
  2. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 28.11.07   #2
    Na was nun?;)
    Ich dachte du hast dich schon für Erle oder Pappel entscheiden.
    Gut klingen ist wieder mal sehr subjektiv, das legt jeder aus, wie er will. Ein bisschen päzisere Angaben würden schon helfen dir zu helfen.

    Zur groben Orientierung könnte das vielleicht helfen:

    https://www.musiker-board.de/vb/bastelecke/106411-berblick-tonh-lzer.html

    Selber Fall wie oben. Besser oder schlechter legt jeder anders aus.
    Auf was legst du wert? Abnutzung, Optik, Spielgefühl, Sound?

    Wieder die Frage nach dem Sound. Wie viele Saiten soll er haben, welches Tuning und vor allem wie soll's klingen?

    Ich würde dir gerne weiterhelfen, aber mit deinen Angaben kann ich im Moment nix anfangen. Besser oder schlechter gibt es bei solchen Dingen eigentlich generell nicht. Es hängt von deinen Vorstellungen ab.
     
  3. ]|[FinalZero]|[

    ]|[FinalZero]|[ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.11.07   #3
    holz kannste dir im guide oben ansehn, was wie klingt und co...
    fürs griffbrett würd ich was in richtung ebenholz empfehlen weils einfach scharf aussieht und sich nicht wirklcih abnutzt...

    mensur kann ich nur sagen: 34 oder 35 Zoll je nachdem... wenn du gern mal runterstimmst und keine wäscheleinen magst nimm die größere, wenn du eh nur standart tuning spielt und kleinere finger hast nimm die kürzere.....


    haste schon ne skizze?
    was möchteste für ne bauarte ham? geleimter hals? geschraubter hals... durchgehender hals?
    pickupsetting?
    hardware schon rausgesucht?
    inlays?
     
  4. Barth Basses

    Barth Basses Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #4
    Naja das wird eher ein Optikbau und ich selber spiel nichtmal bass.
    PU´s sidn mir egal sollten nciht viel kosten werd mal bei ebay reinschauen.
    Griffbrett:Tendiere sehr zu Ahorn wleches schwarz lackiert wird.
    Der Hals soll verschraubt werden hab gelesen das das bei Bässen gescheiter sein soll.
    Hardware:Wird String Thru mit ner Brücke und normalen Mechaniken.
    Mensur:Wahrscheinlich 34 ist satbiler denk ich mal.
    Werd mal schauen wo ich soviel Furneir herkrieg.
    lg
     
  5. "FLEA"

    "FLEA" Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #5
    Also schwarz Lackiertes Ahorn halt ich eigentl. für ne Schnapsidee, da:
    -Der Lack ziemlich teuer ist
    -Du Viel lack benötigst(das Griffbrett soll ja auch was aushalten)
    -Ein Lackiertes Griffbrett warsch. teurer wird als Ebenholz, bei dem du dir das ganze LAckieren sparen kannst.
    Das mit der Hals-KOnstrunktion würd ich mir nochmal überlegen, geschraubt heißt mehr attack,weniger sustain,wie soll der Bass den klingen?
    UNd zur Mensur:
    Die drei cm (sind doch ein zoll oder) machen den kohl auch nicht fett, die stabilität ist,solang du keinen zahnstocher als Hals nimmst in der der hinsicht schnurzpiepegal.
    Und das du dir nur einen Bass zum "Toll Aussehen" (entnehm ich so deinem letzten Post) find ich schade, da solltes du dir lieber ne klampfe bauen, und die dann auch spielen..
     
  6. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 29.11.07   #6
    Ok, wenn's also ausschließlich um die Optik gehen soll, warum dann keine Fichtenleimholzbretter aus'm Obi?

    Zwei, drei Beutel Beize, eine Dose Klarlack, Hardware für 20 Euro aus ebay und fertig ist ein Bass zum an die Wand hängen.

    Über Mensur, Klangeinflüsse und sonstiges zu reden erscheint mir hier weniger sinnvoll. Bau einfach was gut aussieht und gut is.
     
  7. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 30.11.07   #7
    ich gehe mal davon aus, dass der chris sich handwerklich betätigen, was lernen will und das ganze dann auch noch halbwegs klingen soll. vorschlag zur diskussion: fretless bauen!
    erlekorpus. ahornhals mit ebonol-griffbrett (bezugsquelle und preis für letzteres habe ich nicht).
    hals in schwarzem mattfinish. korpus blau und silber. chromhardware.
     
  8. The Dude

    The Dude HCA Bassbau HCA HFU

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    Erstellt: 30.11.07   #8
    Ich möchte mich für den vielleicht etwas unfreundlichen Beitrag von gestern entschuldigen. d’Averc hat vermutlich recht und es ist ja durchaus auch möglich einen halbwegs vernünftigen Bass mit relativ wenig Geld zu bauen.

    Da ich durch mein eigenes Projekt sehr viel recherchiert habe, kann ich vielleicht auch noch mal wirklich etwas hilfreiches beitragen und das tue ich hiermit auch.
    Ich liste mal auf, mit welchen Materialien und Konstruktionsarten man auf der sicheren Seite wäre, also keine allzu großen Überraschungen im positiven, wie auch im negativen Sinn erleben dürfte.

    Body:

    Leo’s Klassiker sind allesamt aus Erle oder Esche, vereinzelt auch aus Linde hergestellt.
    Gibson setzt eher auf Mahagoni. Alle genannten Holzarten eignen sich grundsätzlich zum Bau eines Basses. Was die Klangeigenschaften angeht, habe ich dir ja schon den Link zur Tonholzübersicht gepostet.
    Theoretisch kannst du hier nach Verfügbarkeit und Preis auswählen. Eine mehrteiliger Body muss nicht von Nachteil sein, also würde ich auch einen 2- oder 3-teiligen Body durchaus in Erwägung ziehen.

    Hals:

    Ahorn ist der Klassiker schlechthin. Stabil, gute Klangeigenschaften, einfache Bearbeitung. Hier würde ich keine Experimente anstellen. Ein einteiliger Hals aus Ahorn funktioniert millionenfach und sollte auch für deine Belange eine gute Wahl sein.
    Das Ganze in geschraubter Ausführung, da auch hier wieder der geringste Aufwand entsteht und klanglich im Bereich der Massentauglichkeit liegt.

    Griffbrett:

    Aus rein praktischer Sicht, würde ich kein Ahorn nehmen. Dieses sollte nämlich lackiert werden, was Aufwand und kosten bedeutet.
    Da du ja schon ein schwarzes Griffbrett in Erwägung gezogen hast, würde ich eher nach Palisander Ausschau halten. Auch dieses könntest du noch schwarz beizen, dir einen Lackauftrag aber sparen. Ein Öl/ Wachsfinish würde hier genügen.
    Praktischerweise würde ich das Griffbrett vorgefertigt mit Radius und Bundschlitzen kaufen, wenn es denn kein Fretless werden soll.
    Günstig gibt es diese vorgefertigten Griffbretter bei Bassparts, Rockinger oder beim Trashcontainer.

    Hardware und Pickups:

    Wie du ja schon angedeutet hast, muss es nicht das teuerste sein. Ebay ist hier sicherlich einen Blick wert. Mein Tipp jedoch: Keine exotischen Abmessungen und Formen!
    Solltest du dir irgendwann mal überlegen, die Hardware oder Pickups gegen bessere auszutauschen, wirst du froh sein, wenn du da was mit Standardmaßen verwendet hast.
    Zur Tonabnehmerkombination: P/J ist günstig, leicht verfügbar und klingt immer irgendwie passend. Zwar mutet es langweilig an, aber ist so praxistauglich, wie kaum eine andere Pickup-Kombi.
    Die Elektronik würde ich passiv auslegen. Volumeregler für jeden Pickup und eine Höhenblende reichen z.B. allen da draußen, die einen Jazzbass oder Preci spielen. Nicht teuer und vollkommen ok.

    Finish:

    Wenn’s günstig sein soll, kein Lack! Öl und Wachs sieht gut aus, ist günstig und geht recht schnell. Außerdem ist der Aufwand geringer.
    Zur Farbgebung kannst du Beize verwenden, hat gegenüber Lack die selben Vorteile wie Öl und Wachs: Günstig, unproblematisch und schnell.


    Ok, ich denke damit solltest du einen soliden und günstigen Bass bauen können und hoffe, dass ich die ein oder andere Frage klären konnte.

    Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Projekt und würde mich (wie viele andere hier sicher auch) über ein paar Bilder vom Bau und dem Ergebnis freuen. :)
     
  9. Barth Basses

    Barth Basses Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.07   #9
    Jo Danke.
    Mir gehts nicht darum einen möglichst billigen Bass zu bauen sondern einen der nur nach Optik geht(wird wahrscheinlich eh dann meistens an der Wand hängen und für ein bisschen Basspielen wird er schon taugen).
    Ich such nur nahc dem richtigen Bodyholz welches sich gut durchfärben kann.Balsa würd ja eigentlich am besten funktionieren glaubt ihr geht das?Mit ordentlich 2K Lack sollte doch das Halbwegs stabil sein oder?Meine nächste Wahl wäre Erle welches sich aber wahrscheinlich nicht so gut durchfärben lässt oder Pappel.Leider gibts nur Maserpappel.
    Muss mal eine ordentliche Testreihe starten um zu schauen was ma besten funktioniert.
    Danke für die Antworten im Bassbereich hab ich echt so gut wie keine ahnung daher die Fragen.
    lg
    Chris
     
  10. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 01.12.07   #10
    spassvogel? wenn du ein "federleichtes und watteweiches" material ernsthaft in betracht ziehst, ist m.e. eine weitere ernsthafte diskussion nicht möglich. im günstigsten fall mangelt es dir dann an ernsthaftigkeit oder grundlegendem verständnis betr. eines derartigen projektes.
     
  11. Barth Basses

    Barth Basses Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.07   #11
    Sorry hab was vergessen hinzuschrieben.
    Wollte das Balsa erst durchfärben und dann ich epoxidharz tränken um die nötige Stabilität zu bekommen.Im Nachhinein ne Schnapsidee.Da ich das aber dann so 20mal machen müsste wer das zu viel aufwand udn ich wüsst dann auch nicht obs hält.
    Ich besorg mal einige Furniere und schaun wie gut sie sich färben.
    Möchte diese Furniere ausprobieren:Ahorn,Erle,Pappel hättet ihr noch Ideen?
    Lg
     
  12. Apfelkrautwurst

    Apfelkrautwurst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.07   #12
    Ahorn lässt sich recht problemlos in allemöglichen Tönungen färben.
     
  13. ]|[FinalZero]|[

    ]|[FinalZero]|[ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.07   #13
    du könntest theoretisch auch nen erlekern nehmen und dann ne balsadecke drüber ziehn....
    dann noch die kanten bursten damit der übergang nicht so auffällt... aber opb dann das ganze zeugs hält? mit etwas längeren schrauben sollte aber auch brücke und co gut halten
    so haste dann nen stabilen kern, was in der hand und trotzdem ne gefärbte decke
     
  14. knuster

    knuster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.07   #14
    Wenn das wirklich so werden soll wie bei diesem blau-gelben Ritterbass hege ich starke Zweifel an der Durchführbarkeit, den son Funier gleichmäßig (!) durchzufärben ists mit Hausmitteln nicht so leicht bis unmöglich. Ich bin da eher der Meinung, das du im Kern ne deutliche Farbabweichung bekommst.
    Wenn du aber an dem Effekt interessiert bist: Warum nimmst du nicht Furnier von zwei unterschiedlich farbigen Hölzern? Ich kann mir zum Beispiel eine Kombination aus nem hellen Holz wie Ahorn mit etwas dunklem wie Mooreiche (um mal bei einheimischen Baumarten zu bleiben) oder halt etwas exotischem wie Wenge, Padouk, Amaranth gut vorstellen.
    Dann sparst du dir das Rumgeeier mit Beize und Epoxid, welches nicht wirklich günstig ist sparen.
     
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