Basshals mit Spiritus abgerieben / gereinigt

von banjogit, 19.10.07.

  1. banjogit

    banjogit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.07   #1
    Hi zusammen,

    kann man eigentlich die Rückseite des Halses zur Reinignung auch mit Spiritus abreiben ?
    Oder geht da event. was am Lack kaputt?

    Ich hab den Tipp mal in einem ansonsten eigentlich recht guten E-Gitarren-Technikbuch gelesen und in meiner Naivität an meinem Bass ausprobiert.

    Seitdem bilde ich mir ein rutscht es nicht mehr so gut. Der Hals ist zwar glatt und glänzt schön, aber wenn man dran reibt quiescht es. Bei meiner E-Gitarre ist das nicht so.

    Kann da was dran sein, oder bild ich mir da was ein? Vielleicht hat es auch vorher schon gequietscht, kann's net genau sagen. Ist jedenfalls ein guter Bass (Stingray).



    Grüße
    Hans
     
  2. Schmuddelfutz

    Schmuddelfutz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.07   #2
    Hast du den Spiritus gleich abgewischt oder noch "einziehen" lassen?
    Denn Spiritus ist ja ein aggressives Zeugs und greift z.B. Lacke an. Wenn man es gleich abwischt, wahrscheinlich kein Problem, aber bei längerer Wirkzeit wahrscheinlich schon.
    (Wobei sich mir gerade die Frage stellt: Sind Stingray-Hälse eigentlich lackiert? Oder ist das Holz nur irgendwie besonders?)
     
  3. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 19.10.07   #3
    spiritus ist alkohol. der macht zwar u.u aggressiv, ist als bestandteil von polituren im holzbereich m.w. durchaus gebräuchlich.
    ich hab´s nicht als besonders glatt in erinnerung. wahrscheinlich hat der threadersteller das ganze jetzt poliert und der hals ist somit quietschfidel ...

    in nomine patris et filii et spiritus sancti. amen.
    :D :screwy: ;)
     
  4. banjogit

    banjogit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.07   #4
    Ich glaub nicht, dass der Spiritus eingezogen ist, der ist eher verdampft.

    Und richtig getippt - um dieses "pappige" Gefühl loszuwerden hab ich über die Oberfläche immer wieder mal drüberpoliert. Vielleicht ist er jetzt ja "überpoliert" und das ganze gäbe sich wenn man ihn öfter spielt?
    Muss dazu sagen ich spiel ihn sehr selten, bzw. so gut wie gar nicht.

    Also ihr glaubt, dass der Spiritus eher nicht schaden kann?

    Ich hab nochmal in besagtem Buch (Helmuth Lemme - Elektro Gitarren Teil 1) nachgesehen, und er hat das Griffbrett gemeint, nicht den Hals. Ich hab das damals falsch verstanden.

    Dort steht wortwörtlich:

    "Von Zeit zu Zeit bedarf jede Gitarre einer Reinigung. Hierzu eignet sich Terpentinersatz, Spirtus oder Möbelpolitur...... und reibt dann das Griffbrett mit Terpentinersatz oder Spiritus ab".


    Grüße
    Hans
     
  5. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 20.10.07   #5
    Hi banjogit,

    vllt ist der Hals jetzt einfach zu sauber? Ich habe für solche Fälle ein Tröpfchen Instrumentenöl (Gewa oder Lemonöl) zur Hand und verteile das auf der Halsrückseite - dann flutscht es wieder :D ... ein wenig Fett kann da nicht schaden ...

    Greetz :)
     
  6. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 20.10.07   #6
    jetzt bekommt der arme hals auch noch sein fett weg :D ... man kann seine instrumente auch überpflegen ;) . lt. #3 vermute ich, dass der stingray-hals ein satinfinish hat. das war m.w. bei einem neueren exemplar jedenfalls so. und da würde ich nix polieren, schmieren etc. mal will doch gerade das "griffige" erhalten. im normalfall reicht die übliche kombination mikrofasertuch feucht/trocken vollkommen. höchstens mal leicht mit seifenlauge.
     
  7. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 20.10.07   #7
    Hallöli,

    ich glaube nicht, dass der Spiritus geschadet hat.
    Allerding würde ich keinen Spiritus oder Alkohol an meinen Hals lassen.

    Als ich meinen Squier Standard JB neu bekam, war die Oberfläche seidenmatt und fühlte sich minimal rauh an. Durch meine Hände, die rauhen Hautschuppen, den Schweiß und das Fett habe ich den Hals dann durch das Spielen "nachpoliert".
    In der heutigen Zeit würde ich ein minimal angefeuchtetes Mikrofasertuch als optimale Reinigung der Halsrückseite als optimal bezeichnen. Die Mikrofaser kriegt alleine durch ihre Struktur und ohne Zusätze Schmutz vom Hals. Was dann noch drauf bleibt, darf auch drauf bleiben.

    Der Hals meiner Telecaster ist jetzt 23 Jahre alt. Gereinigt habe ich ihn so gut wie nie. Man sieht ihm sein Alter eindeutig an - aber stören tut mich das nicht.
    Ich bin jetzt 43; und da ich starker Kettenraucher bin, werden meine Basshälse wohl länger leben als ich ... :D

    Ich würde dazu raten jetzt garnichts am Hals zu machen, sondern einfach weiter zu spielen. Deine Hände sollten den Hals von alleine gut einfetten.

    Gruß
    Andreas
     
  8. schaschlik

    schaschlik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.07   #8
    Ich würde vermuten, dass durch den Spiritus die durch die Haut aufgetragene Fettschicht entfernt wurde. Insofern denke ich, dass
    wahrscheinlich zutrifft. Ich geh über die Halsrückseite immer nur mit nem trockenen Tuch, das beseitigt groben Schmutz und verteilt alles was mein Daumen hinterlassen hat gleichmäßig, was einem gleichbleibenden Spielgefühl zuträglich ist.
     
  9. Paul Denman

    Paul Denman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.07   #9
    Mir ist Spiritus zu "scharf" - meine Bässe sind ja kein Brennholz ;) - ok, ich bin kein Chemiker, aber ich habe mir in der Apotheke für ein paar Euro ein kleine Menge ETHANOL gekauft. Das benutze ich mit einem normalen Küchenrollen-Papiertuch für Korpus und Halsrückseite. Da das Zeug recht schnell verfliegt, kann man damit auch diverse Staubecken und Kanten an der Bridge reinigen.

    Wenn der Lack noch drauf ist: Nein. Genau die richtige Formulierung, aber bitte nur bei lackierten Hölzern verwenden.

    Super-Steril muss der Bass nicht sein. Dreck Keeps The Funk. Den Saitenwechsel könnte man nutzen um das Instrument mit allem "Zipp und Zapp" zu reinigen, vor (und manchmal nach) einer Probe benutze ich ein Mirkofasertuch um die Halsrückseite "etwas gängiger" zu machen.

    Gruß,
    Markus
     
  10. Cervin

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    Erstellt: 03.11.07   #10
    Herzlichen Glückwunsch :)
    Google mal das wort "spiritus" und schau was du findest :great:
     
  11. Spieleinlied

    Spieleinlied Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.07   #11
    Sorry aber da musst ich jetzt echt lachen.:ugly:
     
  12. Dextra

    Dextra MB-Staatsbürger

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    Erstellt: 03.11.07   #12
    Es gibt einen Unterschied zwischen Spiritus und Ethanol. Spiritus ist zwar Ethanol (="Trinkalkohol"), aber eben mit einem Stoff versetzt, der ihn ungenießbar (und unriechbar *kotz*) macht. Reines Ethanol riecht bei weitem nicht so aggressiv wie Spiritus.
    Wenn er seinen Bass also mit Ethanol reinigt, ist es zwar genauso "scharf", riecht und schmeckt aber nicht so. ;)
     
  13. mobis.fr

    mobis.fr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.07   #13
    also wenn es ein alter stingray ist, hat er einen lackierten hals. aber wenn es aus ErnieBall zeiten stammt, dann hat der bass mit hoher wahrscheinlichkeit einen gehölten und gewachsten hals. (erkennste eigentlich am hals/kopfplattenübergang auf der rückseite ganz gut. wenn da ein strich ist, dann ist der hals geölt/gewachst.)

    in dem fall sollte man auf keinem fall spiritus nehmen.
    den hals reinigt man man mit lemon (oder orangen) öl. danach wird noch eine schicht wachs aufgetragen (ich verwende das von warwick).
    dass lässt man jeweils 10 min einwirken und danach wird mit einem fusselfreiem tuch polliert. aber auch nicht zuviel. so entsteht eine seidige und sehr glatte babypopo oberfläche ;)
     
  14. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 03.11.07   #14
    so. nachdem ihr den guten markus durch den kakao gezogen habt (ich habe heimlich aber auch mitgelacht :o ;) ) und das ganze m.e. in richtung esoterischen saitenkochthread ausartet, noch einmal ein "machtwort":
    alkohol ist zwar in vielen reinigern enthalten aber primär lösungs- und desinfektionsmittel. was die hausfrau noch wusste: schuss spiritus in´s fensterputzwasser / bzw. der autofahrer: dgl. in den scheibenwaschtank. das löst vortrefflich insbes. organische rückstände (harze, öle, fette ... fliegen! allerdings nicht so brutal wie z.b. reinigungsbenzin). logischerweise fühlt sich dann nach der behandlung für den einen oder anderen der nichtlackierte hals "griffiger" an.
    warum ist seife(nlauge =>alkalisch) immer noch gut für lackierte sachen gut? wusste die hausfrau auch. die (seife - nicht hausfrau) schiebt sich quasi zwischen dreck und fläche. löst aber nix auf. dass wir betr. säuren die reinigungsfinger von unseren instrumenten lassen dürfte klar sein. die gehören insbes. in´s klo (nein, lemonöl hat für seine reinigungszwecke zwar einen erhöhten ph-wert ist jedoch keine säure).
    was die hausfrau nicht mehr weiss (weil sie durch die werbung verblödet wird):
    z.b. sagrotan besteht überwiegend aus alkohol. deswegen steht auch in meinem haushalt eine große, billige buddel isopropanol zur desinfektion (siehe mein nick) ;) - sanitärzwecke und -ja- saiten (fingere ja öfter an gebrauchtem/fremden equipment).
     
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