Basslines raushören

von TheShadowdx, 25.07.08.

  1. TheShadowdx

    TheShadowdx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.08   #1
    Hallo!
    Ich weiß zwar, dass es sehr viele gute Websites gibt, auf denen man sich Basstabs zu den meisten Songs anschauen kann, aber leider nicht immer und auch die Qualität der Tabs ist ja nicht immer so gut.
    Nun dachte ich, dass ich in den Sommerferien mich mal daran machen könnte, einen Song auszuwählen (ich hatte jetzt z.B. an Otherside von RHCP gedacht) und dann zu versuchen die Bassline des Songs rauszuhören.

    Doch wie soll ich da vorgehen? Immer überlegen welcher Ton das sein kann und dann selber am Bass schauen, ob das ungefähr hinkommt?

    Noch eine Frage: Wie wichtig ist es, den Rythmus mit dem Fuß "mitzutreten"? Ich habe das mal versucht, aber das bringt mich eigentlich immer raus. Wie kann ich das ändern?

    Ich bin für jede Hilfe dankbar!
    Gruß
     
  2. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.08   #2
    Eine Möglichkeit ;)

    Ein wenig Musiktheorie wäre auch förderlich... dann kannste meist direkt sagen "ah, das ist moll/dur/bluestonleiter" etc, nur noch die Tonika rausfinden und dann weißte schonmal, welche Töne da vorkommen könnten. Der Rest ist hinhören (und die Intervalle und Rhythmen raushören), was mMn am schwierigsten ist...
    Üben? ;) Meinst du wirklich den Rhythmus oder nur Viertelnoten... ich kenn da nur Letzeres. Um dein Gefühl für Rhythmen zu stärken, kannstes ja mal mit Rhythmusdiktaten versuchen (bietet zb EarMaster an - das Programm dürfte dir allgemein beim Raushören helfen)
     
  3. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 25.07.08   #3
    m.e.n. muss der rhythmus zuerst sitzen. insbes. wenn ich die line schwer heraushören kann, lasse das instrument, klopfe mit dem fuss den takt und klatsche sie erstmal mit. hört sich vll. "idiotisch" an (gerade, wenn man sich das vorstellt) aber die jeweiligen töne kommen dann bei mir oft automatisch "zwischen die ohren". das kann man dann anschließend auf dem griffbrett umsetzen.
     
  4. luckyluke

    luckyluke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #4
    basslinien raushören ist nach einiger zeit nur noch eine sache von Erfahrung.
    es gibt so viele figuren die immer wieder vorkommen in leicht abgewandelter weise
    sodass du praktisch nur noch die tonart feststellen musst.
    Ich mache das noch nicht sehr lange aber wenn ich manchmal einen song höre
    kann ich auf anhieb sagen, ohne den bass in der hand zu halten, was da gespielt
    wird. Und das nicht weil ich jedes einzelne intervall genau im ohr hab, sondern weil
    ich es schlicht und ergreifend schon mal (oder so ähnlich) gespielt hab.
    Wichtig ist dabei dass du dir viel beim spielen selbst zuhörst und dabei
    auch weißt was du grade machst. Von daher schadet ein bisschen Musiktheorie
    auf keinen fall ;)
     
  5. Gwock

    Gwock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #5
    Wenn man von Theorie keine Ahnung hat und Intervalle nicht gut raushören kann, sollte man am besten so vorgehen, dass man sich zuerst den 1. Ton des Songs/der Bassline anhört, den dann auf dem Bass sucht und diesen anschließend mit dem 2. vergleicht.
    Also sich anhört, ob der 2. (deutlich) höher/tiefer ist, oder auch der gleiche ist.
    Wenn er z.B. höher ist, probiert man eben die Töne durch, die höher als der 1. sind.
    Dabei ruhig die beiden (mehreren) Töne in Verbindung spielen.

    So kann man sich dann durch die ganze Basslinie arbeiten. Dauert halt, aber funktioniert.
     
  6. SpaRks22

    SpaRks22 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.08   #6
    die methoden von meinen vorpostern sind super... mach ich auch immer so.

    es gäbe da noch eine ganz andere methode :D :

    http://www.celemony.com

    (gibts auch eine freeware version)
    dieses programm erkennt töne aus einem ...zb. mp3 file und zeigt dir genau welche das sind und wie lang sie gespielt werden. ein besserer algorythmus (direct note access) kommt leider erst bischen später raus.

    vorteile:
    - weniger arbeit
    - geht schneller

    nachteile:
    - funktioniert nur bei einem basssolo oder wenn die anderen instrumente wirklich leise und der bass deutlich im vordergrund ist.
    - programm wird benötigt (cubase, audacity oder wavelab) da melodyne ein plugin ist


    schau dir aufjedenfall mal die videos an :D sind sehr interessant


    ansonsten könntest du auch noch schaun ob es von dem lied auf youtube oder anderswo eine live version gibt, oder vllt eine instrumental version.... da könnte mans aufjedenfall besser raushören.

    Beispiel: ich hab mir von opeth die 5.1 DVD von einem album gekauft. da bei der version der bass nur aus dem center rauskommt hab ich einfach bei meiner 5.1 anlage alle anderen boxen abgedreht. somit hab ich nur den bass rausgehört und gleich mal alles aufgetabbt. (oder vllt gleich in melodyne reingeben?!?! hab ich noch nicht ausprobiert^^)
    Für die methode wird halt eine 5.1 anlage vorrausgesetzt.

    so... das sind halt mal die "moderneren" methoden :rolleyes:
     
  7. Butters

    Butters Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #7
    Auf jeden Fall hilfreich ist es einpaar patterns zu kennen. http://www.justchords.de/bass/pattern.html
    Die erkennt man in einem Song leicht wieder und dann fällts einem auch leichter den Rest zu finden.

    Hatte mir vor einpaar Tagen auf der Lakland Seite die Soundfiles angehört und irgendwie ist die Melodie vom Reggae Sample bei mir hängen geblieben ( http://www.lakland.com/ac_dunn.htm )
    Wusste nicht mehr woher ich die Melodie hab, aber ich wollte sie spielen können, hab den Bass genommen und ein bisschen rumprobiert und dabei immer die Melodie im Kopf gehabt. Nach 10-15 min war die gröbste Arbeit dann auch erledigt und ich konnte es spielen. Hätte übrigens nie gedacht dass ich sowas hinbekomme :)
     
  8. soerenDirt

    soerenDirt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.08   #8

    find ich klasse:D! mach ich auch so! du kannst dir auch ein leadsheet anlegen...
    du malst dir also auf ein weißes blatt den verlauf des liedes und ziehst striche, um dir die takte darzustellen. in die freiräume kannst du dir dann die akkorde schreiben, die in dem jeweiligen takt gespielt werden.
    dann hast du schon mal rhythmus und die harmonie.
    lass dei stück laufen, lies mit deinem leadsheet mit, nimm den bass in die hand, spiele die dein herausgehörten rhythmus auf deiner herausgehörten harmonie und schon bist du fast fertig. jetzt musst du nur noch schauen ob der bassist den grundton spielt, die terz, die quinte, oder ein anderen ton der harmonie.
    ...ja ne.

    oder. du lässt das lied in der dauerschleife und spielst einfach so dazu und denn guckste ob das passt :D
     
  9. Argh

    Argh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.08   #9
    Ahoi, gutes Thema, in das ich auch erst vor ein paar Monaten so richtig eingestiegen bin und zu dem ich schon jetzt sagen kann: Wenn man es immer wieder übt kommts nach und nach von ganz alleine.
    Was mir dabei am allermeisten geholfen hat (und eigentlich fast schon eine Art Grundlage für alles andere Hörtechnische bildet): Die entsprechene Basslinie (oder was auch immer) Stück für Stück konzentriert anhören und: Mitsingen! Wenn du das ein paar mal gemacht hast bleibt die entsprechende Melodie auch gut im Kopf hängen und es ist viel leichter, die passenden Noten zu ermitteln... so gehts mir jedenfalls ;)

    Ach ja und wie der Threadsteller eingangs schon anschnitt: Es gibts masenhaft falsche Tabs da draussen... inzwischen bin ich echt an einem Punkt angelangt, an dem ich mich nicht mehr auf irgendwelche Leute verlassen will... ausserdem: Was man nicht raushören kann, kann man auch (noch) nicht spielen! (Mal ganz provokativ gesagt)
     
  10. Marc02

    Marc02 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.08   #10
    :great:

    :great:

    Ich persönlich suche immer erstmal den Grundton, oder wenn es schwere und leichte Teile im Song gibt, höre ich erst einen leichten raus. Der Schwere muß logischerweise dazu passen (Okay, ich habe noch keinen Dream Theater song rausgehört) und dann nähre ich mich langsam an.

    Wenn`s mal schwieriger wird kann man sich auch das Programm Audacity besorgen und den song dort hoch oder runter pitchen oder bestimmte Frequenzen absenken oder anheben. Das ganze dann auf CD-Brennen und dann diese eigene Version raushören.
     
  11. luckyluke

    luckyluke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.08   #11
    am anfang hatte ich auch das problem dass ich einfach zu kompliziert gedacht habe.
    die meisten linien sind an sich total easy zu spielen, hören aber kompliziert an.
    Am Anfang muss man einfach immer Ton für Ton finden... nur so prägst du dir intervalle
    und figuren richtig ein. Grade am Anfang muss man teilweise 20 mal zurückspulen nur
    um den nächsten Ton zu finden. Klingt nervig, bringt aber viel
     
  12. tom5string

    tom5string Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #12
    Heya,

    kurz meinen Senft dazu:

    1) Was noch keiner bisher gesagt hat: den Bass nach dem Song stimmen, das vereinfacht das heraushören meistens sehr. Gerade die älteren Sachen (so bis 80er) sind pitchmässig manchmal ganz schön schräge.
    Wenn das nicht gerade Jazz ist, kann man prima versuchen mit Flagoletts auf der D oder G Saite sich dem Song-Tuning anzunähern.

    2) Wenn ich nicht genau auf Anhieb weiss, was die/der da macht wird hilft ein AudioEditor (Audacity wurde schon genannt ..); den fragwürdigen Takt als Loop markieren und dann aber genau hinhören. Das spart viel Konzentrationsverluste beim ewigen hin- und herspulen. Und dann kann man mit so 'ner Software auch mal auf die schnelle das Tempo halbieren ..

    Und zum Schluss stimme ich in den Tenor mit ein - selber heraushören bringt dich am weitesten ....

    Gruß von

    Tom
     
  13. bassick

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    Erstellt: 11.08.08   #13
    Das ist auch meine Methode, nur nehme ich eine Loopstation dafür. Da hängt neben Bass auch der CD-Player dran: das Fragment wird aufgenommen, das Tempo runtergedreht und dann nach ein paar Wiederholungen ists klar. Ansonsten ist das eine Übungssache. Ich habe von Anfang an Melodien transkribiert (also als Noten aufgeschrieben), da erkennt man mit etwas Übung schnell prägnante Intervalle oder kleine Pattern. Nachsingen, am Bass nachspielen, aufschreiben. Meist ist das Schwierige nicht das Ton-, sondern das Rhythmuserkennen. Aber dafür gibts ja den Looper...;)
     
  14. Argh

    Argh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #14
    Ahoi nochmal ^^

    wo grad die Themen Loopen und Verlangsamen angesprochen werden möchte ich mal klugscheisserisch folgende Programme (bzw. Links dazu) empfehlen:

    http://audacity.sourceforge.net/ - freier Audioeditor, enthält auch ne Verlangsamen-Funktion
    und
    http://www.xs4all.nl/~mp2004/bp/ - freies Tool um direkt beim Abspielen eines Tracks die Geschwindigkeit zu verändern etc...

    Edit: Was mir noch grad einfiel: Kennt jemand einen Equalizer, den man vor die gesamte Soundausgabe packen kann, der nur so im Hintergrund mitläuft? Ich hab zwar eigentlich einen bei meiner Soundblaster-Software dabei, der lässt sich aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr benutzen... bestimmte Frequenzbereiche anzuheben macht ja schon mitunter im Sound vergrabene Bässe wieder hörbarer...
     
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