Beide Male gutes Equipment - dennoch so große Soundunterschiede!?

von feelium, 24.08.07.

  1. feelium

    feelium Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    06.04.05
    Zuletzt hier:
    15.02.08
    Beiträge:
    79
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    186
    Erstellt: 24.08.07   #1
    Hi!

    Ich habe auf den Seiten
    http://www.studioauditions.com/jamroomsessions_home.php

    &
    http://www.mikrofon-vergleich.de/mikrofon_test_vergleich.html

    mehrere Mikros probegehört.

    Erstaunlicherweise sind die Klangbeispiele der ersten Seite recht dumpf und klingen so, wie es auch bei mir klingt wenn ich am PC was aufnehme (auch wenn ich in hoher Auflösung recorde!).
    Auf der anderen Seite mikrofon-vergleich.de klingen die Hörbeispiele alle im Vergleich klar und frisch.
    Dort sind die Hörbeispiele auch als mp3 in hoher Auflösung präsentiert, bei der anderen Seite ist sie vielleicht etwas geringer. Dass sich daraus schonmal ein Unterschied ergibt, ist klar. Der kann aber niemals so groß sein, dass sogar das billige Behringer B1 auf der Seite mikrofon-vergleich.de frischer klingt, als die teuren getesteten Mikros auf der anderen Seite,,,

    Der Unterschied ist für meine Ohren extrem. Dagegen sind die klanglichen Unterschiede der Mikros der jeweiligen Seite untereinander oft eher Geschmacksfragen und Stilmittel (bis auf die absoluten Billig-Mikros, die recht metallisch klingen und einige dynamische Mikros).

    Natürlich höre ich raus, dass Behringer und MXL nicht so gut klingen wie ein Audio Technia der AT-Serie oder ein Brauner Phantom.

    Der Unterschied zwischen Mikros der EUR 1000,- Preisklasse und denen der EUR 3000,- liegt aber für meine Ohren mehr im Preis als im Klang. Sind solche superleichten Klangnuancen wirklich den Aufpreis von 2000 EUR mehr wert? Das ist wie beim Märchen "Des Kaisers neue Kleider". Alle glauben da was super geiles zu hören und in Wirklichkeit ist da gar nichts Spektakuläres, jedenfalls könnte man manche Unterschiede durch EQing und Bearbeitung genauso erzielen.

    Da mir also der unterschiedliche Klang der Hörbeispiele beider Seiten so stark ins Auge (ähm, ins Ohr) fiel, habe ich mal geguckt, mit was die Sachen aufgenommen worden sind.

    Beide Male wurden hochwertige Preamps verwendet.

    Der Preamp der Seite mit den "dumpf klingenden" Hörbeispielen ist sogar gut 1000,- EURO teurer (Earthworks 1022 Preamp), sollte dann also doch mindestens auf dem Niveau des Preamps der anderen Seite liegen, der "nur" gut EUR 800,- kostet....

    Neutrale Signalanhebung kann ja nun auch nicht so die Mystik sein....

    Dann nutzen beide hochwertige Kabel...Mogami bzw. Planet Earth...beides Kbael mit vorzüglichen Testnoten und Kabel sind ja nun nicht sooo die Sache und dieser Kabelscheiß wird ja eh ziemlich gehyped.

    Ebenfalls werden in beiden Testaufbauten Systeme mit guten Wandler genutzt, einmal Motu HD-129 und einmal Pro Tools HD Accell 2 mit Digidesign-Erweiterung.

    Ich sehe jetzt als Ursache nur eine noch bessere Wandlerqualität, die ich bei der Motu vermute.
    Oder das Patchbay, das bei dem schlechter klingenden Setup eingebunden war oder eben evtl. Jitter-Probleme.

    Also müsste es an den Wandlern liegen, die ja das Ursprungssignal "auseinandernehmen" und wieder "neu zusammensetzen" müssen (AD/DA-Wandlung). Je fehlerfreier das läuft, desto besser wohl das Ergebnis mit den jeweiligen Mikros.

    Ich finde es also seltsam wie so unterschiedliche Klangergebnisse zustande kommen, obwohl beide so gutes Zeug an Equipment haben.

    Vielleicht kann mir ja jemand auf die Sprünge helfen und sich das auch mal anhören.
    Sollte es echt an den Wandlern liegen ist für mich klar, dass da mehr investiert werden muss als in Mikro oder Preamps.

    liebe Grüße

    feelium




    I
     
Die Seite wird geladen...

mapping