Biaseinstellung am Engl Blackmore - Biaseinstellung - Kleiner Bericht und Frage

von whisk, 25.07.08.

  1. whisk

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    Erstellt: 25.07.08   #1
    Der Beitrag ist ein kleiner Bericht mit anschliessender Frage meinerseits, vielleicht hilfts ja einigen.

    Ich habe mich gestern Abend bzw. heute Nacht mal hingesetzt um die Biaseinstellung an meinem Engl Ritchie Blackmore Sign. Topteil zu kontrollieren, ich habe damals zwar extra ein passendes Quartett 6L6 entsprechend dem Grading meiner alten Röhren bestellt, war aber irgendwie mit dem Ergebnis nie ganz zufrieden weil der Sound irgendwie "kälter" war als bei den vorrigen 5881. Nachdem ich bei meinem Laney-Combo (AOR 50 Watt) erfolgreich die Endröhren ausgetauscht und eingemessen hatte traute ich mir das zu.

    Da der Laney Point-to-Point verdrahtet ist, konnte ich einfach einen mitbestellten 1-Ohm-Widerstand am Pin 8 eines Endröhrensockels einlöten und ab da messen. Das hat gut funktioniert und ich kam auf schlüssige Werte.

    Beim Blackmore, welcher auf Platine aufgebaut ist, sah das ganze schon ein wenig anders aus. Pin 8 ist fest auf der Platine in einen Massebereich gelötet , und ich wollte da absolut nicht dran um einen Widerstand einzulöten. Also war ich gezwungen den Ruhestrom über den Ausgangsüberträger (im folgenden AÜ genannt) zu messen. Hierzu gab es im Tube-Town-Tutorial zwei Möglichkeiten. Bei der ersten Methode (die sogenannte "Shunt-Methode", welche ich auch genommen habe) wird bei laufendem Amp der durch den AÜ fliessende Ruhestrom einer Seite gemessen, als vom linken Anschluss auf dem mittleren Anschluss, oder vom rechten Anschluss auf den mittleren Anschluss. Das Ergebnis stellt den Ruhestrom von zwei Röhren da, also muss ich das Ergebnis (in diesem Fall links 68,1mA, und rechts 67,4mA) durch zwei Teilen, um den Ruhestrom für eine Röhre zu bekommen. Bei einer gemessenen Annodenspannung von 465 Volt entspricht das Ergebnis (34,05mA und 33,7mA) der Tabelle von Tube-Town nach so ziemlich dem Minimum, von daher regelte ich am Bias-Trimpoti nach oben, und da stellt sich nun mein Problem ein:

    Am Ende des Potis angekommen war ich bei 38mA, was zwar ordentlich ist, aber bei weitem nicht das ausreizbare Maximum von ca. 45mA bei 465V Annodenspannung.

    Ich habe da zwei Theorien:
    1. Der Amps ist für 6L6 25 Watt ausgelelegt, welche kälter gefahren werden, ich habe 6L6GC 30 Watt von TAD drin, die werden heisser gefahren, vielleicht daher die fehlende Regelbarkeit.

    2. Ich habe einen Fehler gemacht (<- bitte nicht), was ich aber eher weniger Glaube, da der Amp wirklich gut klingt, und nicht wirklich heisser wird als vorher. Heute morgen habe ich ihn mal für ne Stunde unter Beobachtung laufen lassen und es haben sich keine Probleme eingestellt.

    Vielen Dank wenn ihr bis hierhin gelesen habt, whisk! :great:
     
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