billigkopfhörer für homrecording?

von lysergsäurediethylamidfuchs, 17.12.06.

  1. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.12.06   #1
    hallo,
    bis jetzt habe ich für aufnahmen (auch gesang) immer einen low-budget kopfhörer benutzt (ca. 20 euro). was bringt mir ein teureres modell?
    soundjustierungen für dn mix etc. erledige ich ohnehin mit boxen.
    und was sind die genauen unterschiede zwischen offen und geschlossen?
    gruß, introvert
     
  2. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.12.06   #2
    Hi und Hallo.

    Unterschiede liegen in:

    - Frequenzgang
    - Ausgewogenheit
    - Ohm
    - Verarbeitung/ Qualität


    Kopfhörer werden hauptsächlich zur Aufnahme genutzt und teilweise zum Mischen. Es ist absolut richtig wenn du zum Mix hauptsächlich deine Monitore nimmst und nicht die Kopfhörer. Die Kopfhörer haben beim Mix eher die Funktion einer Lupe, um genauer einzelne Komponete zu analysieren oder die Lautstärke der Instrumente besser anzupassen.

    • Geschlossene Muschelkopfhörer
    Der Kopfhörer versucht, möglichst bündig und dicht mit dem Kopf abzuschließen, wofür meistens weicher Kunststoff oder Leder verwendet wird. Dadurch wird ein größerer Bassdruck erreicht. Bei längerem Tragen dieses Kopfhörers verspüren viele Menschen einen Wärmestau und etwas unangenehmen Druck auf den Ohren, da kein Druckausgleich zwischen Kopfhörermuschel und Umgebung stattfindet.
    • Halboffene und offene Muschelkopfhörer
    Im Gegensatz zum geschlossenen Muschelkopfhörer wird ein weicher Stoff als Dämmung gegen den Kopf verwendet. Um den fehlenden Bassdruck auszugleichen, müssen die Membranen und die Technik des Kopfhörers aufwändiger konstruiert werden. Die Abdeckung ist perforiert und ermöglicht den Druckausgleich zwischen Kopfhörermuschel und Umgebung.

    Mit freundlich Grüßen

    4feetsmaller :great:
     
  3. Nerezza

    Nerezza Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.12.06   #3
    Für Gesangsaufnahmen ist es (nach dem was ich hier im Board geselen habe) wohl üblich geschlossene Kopfhörer zu verwenden. Der Vorteil liegt darin, dass bei geschlossenen Kopfhörern weniger sound nach aussen dringt und damit auch nicht aufgenommen wird. Wer will schon die Begleitung auf der Gesangsspur haben? ;)

    Grüße
    Nerezza
     
  4. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #4
    hi,
    ja, das meinte ich. aber das ist für mich nicht so ein zwingendes argument, im mix ist es dann ohnehin nicht mehr zu hören. das zählt wahrscheinlich nur für das letzte bisschen klangreiheit. sind jemandem noch andere nachteile bekannt?
    gruß, introvert
     
  5. Badga

    Badga Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #5
    Hi zusammen!
    Naja, ich würde das nicht unterschätzen, selbst als ich mal was mit nem dynamischen Mikro aufgenommen habe hatte ich (wie ich erst im Mix gemerkt hab, leider) den Sound aus dem Kopfhörer deutlich erkennbar in der Spur.
    Neu aufnehmen ging damals nicht, also musste es bleiben, sicher man hört es später nicht sehr stark, aber wenn man sich drauf konzentrierte konnte man es noch wahrnehmen.
    Ich möchte nicht wissen wie sich sowas bei einem empfindlichen Kondensator Mikro verhält, darum werde ich mir für mein Home-Studio jetzt auch einen vernünftigen geschlossenen kaufen.
    Wenn du sowas wie Demos machen willst sollte sowas auch nicht mehr vorkommen, denn das sind "nur" vielleicht 50€, die einen (wohl eher subjektiv wahrnehmbaren) Unterschied ausmachen.

    MfG Badga
     
  6. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.06   #6
    also, ich habe schon einige aufnahmen mit billig kopfhörer und kondensator gemacht,
    und ich habe bis jetzt die erfahrung gemacht, dass das verhältnis von streuung zu gesangsaufnahme vertretbar ist. in parts, in denen aufgrund höherer lautstärke des khm eine lautere "störaufnahme" stattfindet, ist ja auch im mix später der rest so laut, dass diese nebengeräusche entsprechend weniger auftreten.
    außerdem ist das, was im kopfhörer wiedergegeben wird ja letztenende auch der original erklingende part, zwar leicht zeitversetzt und "höhenlastiger", aber nicht wirklich
    auffallen, oder?
    gruß, introvert
     
  7. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.12.06   #7
    Hi und Hallo, da bin ich wieder...

    naja, das ist so eine Sache. Wenn man beim Mix dann mit gewissen Kompressoren arbeitet, holt man dieses, noch recht leise Signal erst richtig hoch. Wenn dann noch der Fall eintritt das es leicht zeitverzögert kommt, kann man schnell probleme mit Phasenauslöschungen bekommen und wird lange suchen müssen, bis man diesen Fehler entdeckt hat. Vielleicht wäre an dieser Stelle über ein "Noise Gate" nachzudenken, der könnte vielleicht dieses Problem lösen. Weiß aber nicht in wiefern er das Gesangssignal beeinflussen würde.

    Könnte ich mir aber gut vorstellen. :D
     
  8. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 19.12.06   #8
    Ein Noise Gate hat bei Vocals i.d.R. nichts zu suchen! Da gehen die Nuancen verloren. Es gilt so sauber wie möglich aufzunehmen. Und bei Kopfhörer und Monitorboxen sollte man nicht sparen. Wie will man denn auf nicht linearem Billigschrott die Qualität eines Mixes und einer Aufnahme beurteilen? Der AKG K 271 ist so was wie der Studiostandard.
     
  9. flocko

    flocko Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.12.06   #9
    Hallo zusammen,

    wichtig für Vocal-aufnahmen ist ein geschlossener Kopfhörer, da man sonst gerade bei Condensern schnell das Kopfhörer Signal drauf bekommt.
    Bei diesem Kopfhörer kommt es mir nicht so auf die Soundqualität an, hauptsache der lässt nix nach aussen und schirmt auch die äusseren Signale gut ab. (Vocalrecording, Monitor für Drummer)

    Aber zum abhöhren und mischen kann es ruhig ein Halboffener Kopfhörer sein...

    Ich kann alles unterstreichen was du sagst, doch hier bin ich anderer Meinung. So weit ich weiss wird ein größerer Bassdruck bei den halboffenen erreicht. Hab gerade keine Quelle, reich ich aber nach... :)

    lg
    Volker
     
  10. lysergsäurediethylamidfuchs

    lysergsäurediethylamidfuchs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.12.06   #10
    hi,
    ich habe mir gestern den audio technica ath- m40fs zugelegt, also einen geschlossenen,
    linearen kopfhörer. der dürfte doch geeignet sein, oder? ich frage mich, ob der auch zum mixen mehr taugt als meine aiwa- anlage...
    gruß, introvert
     
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