Bünde abrichten / Fretjob, wenn das Griffbrett Unebenheiten hat oder nur mit leichtem Backbow gerade in der Mitte ist

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Ravenger1663

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Hallo zusammen,
Ich habe gerade eine Charvel Model 4 aus 1986 vor mir liegen und sehe erneut unter meinem Music Nomad Tri-notched-straight-edge ein Bild der Halskrümmung und des Griffbrettprofils, dass mir eine Fragen aufwirft.

Wie häufiger zu sehen hat das Rosenholz Griffbrett in den ersten drei Bünden relativ stark Eindrücke von den Fingern durch festes Drücken. Es könnte aber schlimmer sein.

Zum Punkt: mir geht's darum wie ich am besten den Hals für das Abrichten einstellen soll. Ich hatte das zuvor schonmal, dass es für mich so aussah, dass ich einen Kompromiss zwischen etwas Relief im Bereich des 7. Bis 12. Bundes und etwas mehr "Luft" im ersten Bund zwischen dem notched straight edge und dem Griffbrett in Kauf nehmen musste.
Soll heißen, dass der Spalt am ersten Bund durch Anziehen des Truss Rods noch etwas zunehmen kann, bevor ich eine wirklich gerade Halskrümmung im Bereich des achten Bundes erreiche.
Der Auflagepunkt des "notched-straight-edges" (ab jetzt mit n.s.e. abgekürzt) ist circa im fünften Bund und ab dem dritten ist kein Aufliegen mehr.


Das könnte ich ja jetzt eigentlich als "Bünde abrichten unter leichtem Backbow zu Gunsten einem möglichst geraden mittleren Bereichs" zusammenfassen.

Natürlich sagt mir die Logik, dass ich zu viel Material der Bundstäbchen in der Mitte verschenke, wenn ich dann alles auf die Höhe des ersten Bundstäbchens abrichte.

Wenn ich aber den Kompromiss aus einem fast geraden Bereich zwischen 7. und 12. Bund mit minimalem Relief und leicht abfallenden ersten Bund finde - ist das dann trotzdem die optimale Vorgehensweise?

Oder sollte ich sogar tendenziell eher in Richtung ganz geradem Mittelbereich oder aber kaum bis keiner Luft im ersten Bund (also sozusagen ohne Backbow) gehen?

ChatGPT sagte mir, es sei besser den Mittelbereich zu priorisieren und mit Backbow zu leveln - unbedingt! Da ich KI aber keinen Meter weit traue, wollte ich hier noch fragen.
Vielen Dank schonmal im Vorraus!

P.S.: ich habe gestern in einem anderen Forum kurz gelesen, dass die Mehrheit ohnehin kein n.s.e. verwenden mag, sondern reine straight edges auf die Bünde aufgelegt nimmt, um den Hals gerade einzustellen. Ich glaube dass das durchaus helfen kann um nicht so schnell in Verwirrung zu geraten, gerade als Laie.
Letztlich gefällt mir der Ansatz aber weniger, weil ich hinterher zum einstellen der Halskrümmung ja doch wieder das n.s.e. anlege um den Hals so gerade wie möglich, bzw. mit minimalem Relief einzustellen.
Die Bundstäbchen dann vorher genau darauf hin bereits optimiert zu haben, macht in meinen Augen zu Gunsten des n.s.e. auf jeden Fall Sinn, oder was meint ihr dazu?

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Grund: Bilder eingebunden
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Äh.. Abrichten mit Backbow? Wer behauptet sowas? Ki? Ich spiele seit fast 60 Jahren Gitarre und richte die Bünde selbst ab. Die Klampfen haben alle eine ausgezeichnete Saitenlage und Schnarren nicht..... Lerne ich jetzt etwas dazu?
Das von Dir gezeigte Lineal ist schon mal gut. Den Hals sollte man damit Kerzengerade einstellen. Ich prüfe das immer im Gegenlicht: Dunkler Raum, Taschenlampe hinter dem Lineal. Wenn kein Lichtspalt mehr zu sehen ist stimmt's erst einmal. Zum Abrichten nehme ich auch nicht einfach gerade Latten mit Schleifpapier drauf, sondern Schleifblöcke bei denen der passende Radius vorhanden ist. Die findest Du z Bsp bei Rall.
So solltest Du abrichten, alles Weitere sollte bekannt sein? Oder?
 
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Also ich würde empfehlen als allererstes mal bei gerade eingestelltem Hals die Bünde gründlich "abzuschaukeln". Ich habe auch dafür kein Spezialwerkzeug sondern benutze einen kleinen Haarwinkel.

Wenn dabei einzelne Bünde hervorstehen werden diese nachgedrückt oder -gehämmert.

Im Idealfall ist dann ein Material abtragendes Abrichten des Griffbretts nicht mehr nötig.

Falls doch wird der Hals dazu gerade eingestellt und zwar wieder auf die Oberfläche der Bundstäbchen bezogen um mit möglichst wenig Materialabtrag auszukommen.

Die Oberfläche des Griffbretts wird erst dann in Betracht gezogen wenn neu bundiert werden soll.

*
 
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  • #4
Euch beiden Dankeschön für die schnellen Antworten!

@Bassturmator
Dein Hinweis ist Gold wert. Ich war tatsächlich dabei das Pferd von hinten aufzuzäumen. Die Fühlerlehre mit 0,1mm geht unter ein paar Bünde tatsächlich leichtgängig drunter.
Ich habe es oben auf der Shoppingliste stehen, aber noch keinen Bundierhammer hier. Den werde ich die Tage kaufen.

Ich habe Charvel vom Erstbesitzer, der sie exzessiv gespielt hatte und seit 86 noch nie die Bünde abgerichtet. Mit der Bundierwippe habe ich auch bereits starke Unterschiede in der Höhe der Bünde ausgemacht und die Gitarre hat stark geschnarrt sobald ich den Hals etwas gerader eingestellt hatte (der hatte nämlich ordentlich Krümmung drin gehabt).

Also Bünde müssen definitiv abgerichtet werden. Wenn ich sie behalte und in nem Jahr die Bünde ersetzen lasse macht das auch alles der Gitarrenbauer, aber solange übe ich mich beim abrichten.

Mein Punkt war aber eigentlich, dass der Hals nach meinem Verständnis ja gerade nicht ohne Kompromiss gerade einzustellen ist und Kerzengerade gar nicht. Man hat immer entweder einiges an "Relief" in der Mitte oder aber vereinfacht gesagt den Backbow, wo die ersten Bünde dann nach hinten abfallen, wenn die Mitte gerade ist. Um genau das sehen zu können ist ja ein straight edge mit Lücken erfunden worden.

Aber deinen Punkt, Bassturmator, mit dem geraden Lineal auf den Bünden und dass nur bei einer Neubundierung das Griffbrett mit ins Bild einbezogen wird habe ich verstanden und finde ich Interessant. Im Internet wird natürlich überall das Einstellen des Halses zum Abrichten ebenfalls mit dem Notched Straight Edge gezeigt, auch von Gitarrenbauern wie Highline Guitars.

Ich habe mir das auf jeden Fall gemerkt und werde überlegen so vorzugehen.
 
KI kann und sollte man hinterfragen! Wenn man das macht, kommt nicht selten: Ja, ich habe das noch mal gecheckt, und revidiere meine Empfehlung...

Wenn man eine gleichmäßige Bundierung über den ganzen Hals haben möchte (gleiche Höhe, gleiche Krone,...) - was ich für eine vernünftiges Ziel halte - sollte der Hals beim Abrichten, dead-straigh gerade sein. Andernfalls niveliert man das unnötig auf Kosten von Bundmaterial und bekommt unterschiedliche hohe Bünde, jenachdem, wo man auf dem Griffbreit ist..

Wenn man die Gitarre spielt, ist das Neck-Relief ist ja über den Trusrod einstellbar. Da gibt es IMO kein strenges falsch oder richtig. Die reine Lehre sagt, dass etwas Bow, "Platz" für die Saitenschwingung machen. Dennoch gibt es durchaus Giutar Techs, die den Hals einer Gitarre grundsätzlich dead straight einstellen.
Das Problem ist, dass ein Hals über die Länge nicht gleich dick ist und am z.B. Halsfuß, unabhängig von der Trusrodspannung eher gerade bleibt. Dadurch kann eine tolle Saitenlage in der Halsmitte zu nervigem Schnarren in den hohen Registern führen...
Es ist alles ein Kompromis: Wie niedrig muss/soll es sein, wieviel Schnarren kann man (wo auf dem Griffbrett) ertragen, wie stark schlägt man an, ...
Da können durchaus unterschiedliche Lösungen herauskommen.
 
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  • #6
@Bassturmator
In dem Satz
"Im Idealfall ist dann ein Material abtragendes Abrichten des Griffbretts nicht mehr nötig."
meintest du doch sicherlich ..ist dann ein Material abtragendes Abrichten der Bünde nicht mehr nötig?!

@InTune
Ich frage mich nur, ob du, wenn du dich an den bestehenden Höhen der Bundstäbchen orientierst, indem du ein gerades Lineal auf den Bundkronen aufsetzt um den Hals gerade einzustellen, nicht bestehende Tendenzen in der Ungleichheit der Bundhöhen immer weiter verstärkst?!
Du kannst ja prinzipiell immer Unebenheiten im Griffbrett drin haben, genauso wie du Ungleichmäßigigkeiten und Unebenheiten in den Bünden drin haben kannst und du wirst beides immer mit messen, wenn du den Hals "gerade" einstellen möchtest. Vielleicht ist das Holz an der Kopfplatte und am Anfang des Halses sehr dünn und hinterher wird der Bereich durch den Saitenzug verhältnismäßig stark gebeugt. Dann hättest du das beim abrichten doch ebenfalls nicht berücksichtigt und unter Umständen unerwünschte Ergebnisse, bzw hätte es sich im Materialabtrag ausgewirkt.

Für mich war es bis jetzt klar, dass ich hinterher beim Setup mein Notched Straight Edge benutze und einen minimalen Spalt zwischen N.S.E. und Griffbrettholz im achten Bund anvisieren.

Wenn das mein Vorgehen beim Setup und meine Vorgabe beim Abrichten ist - macht es dann nicht Sinn die Bünde daraufhin abzurichten?
Ich denke, dass klar ist, daß der Fehler im System wäre, wenn das Griffbrett Schwankungen und Ungleichmäßigigkeiten hätte.
In meiner Logik und demnach was ich aus Youtube Videos von Profis gesehen habe orientiere ich mich immer am Griffbrett, wenn es um das Einstellen des Halses geht.
Keine Ahnung, ob das jetzt eine Grundsatzdiskussion ist - das wäre mir zumindest neu.

Aber was empfiehlt ihr mir denn? Grundsätzlich auf das messen mit dem Notcjed Straight Edge zu verzichten und stattdessen mich nur auf ein Straight Edge zu verlassen?

P.S.: nachdem was ich gehört habe ist gegen einen gerade eingestellten Hals auch nichts zu sagen. Es sei angeblich dazu gekommen, dass ein kleiner Bow Standard wurde, weil Gitarristen die mit dem Flugzeug in andere Klimazonen geflogen sind, oder so ähnlich, nicht auf der nächsten Bühne ein schnarrendes Instrument hatten. Also eine Sicherheitsvorkehrung. Wenn John Suhr andererseits sagt, man müsse fast keinen Bow einstellen, Hauptsache es ist nur etwas mehr als gerade hat das natürlich auch Gewicht in meinen Augen. ;-)
 
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Aber was empfiehlt ihr mir denn? Grundsätzlich auf das messen mit dem Notcjed Straight Edge zu verzichten und stattdessen mich nur auf ein Straight Edge zu verlassen?
Ja, dies. Es sollen ja die Bünde abgerichtet werden und um dies mit möglichst wenige Materialabtrag zu erledigen, sind diese das Maß beim gerade Einstellen des Halses. Die Planarität des Griffbretts zu kennen ist zwar bei Problemen ganz nett, aber hier nicht primär relevant.
 
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Genau, wenn ich die Bünde abrichte, sollte die in der Flucht sein. Das Griffbrett ist, wie es ist und eben evtl. gar nicht plan (…lackierte Griffbretter….).
 
  • Ersteller
  • #9
Ja, dies. Es sollen ja die Bünde abgerichtet werden und um dies mit möglichst wenige Materialabtrag zu erledigen, sind diese das Maß beim gerade Einstellen des Halses. Die Planarität des Griffbretts zu kennen ist zwar bei Problemen ganz nett, aber hier nicht relevant.
Klasse, danke für die Antwort!
Ich habe mir gerade nochmal ein paar Videos angesehen, die ich schon kannte, weil ich nichts verkehrten schreiben wollte, wenn ich frage, wie es sein kann, dass alle Videos von Profis zeigen, dass man den Hals gerade mit einem Notched straight edge einstellt.

Dabei habe ich genau mein Missverständnis erklärt gefunden. In dem Music Nomad Video erklärt er genau an dem Punkt, dass es u.U. besser sein kann die Bundkronen als Ausgangspunkt zu benutzen.

Hier mal zur Referenz:

View: https://youtu.be/hxNTgux1g4Y?si=DNEQXtHfev2Ao4RR&t=1378
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Genau, wenn ich die Bünde abrichte, sollte die in der Flucht sein. Das Griffbrett ist, wie es ist und eben evtl. gar nicht plan (…lackierte Griffbretter….).
Alles klar. Aber ich denke man müsste dann dazu sagen, dass man beim Setup hinterher halt auch von den Bünden ausgehend seinen Halsstab einstellt. So wie ich es verstehe war mein Ansatz nicht den minimalen Abtrag von Bundmaterial zu priorisieren, sondern den Hals gemessen am Griffbrett, vor allem in der Mitte, so gerade und eben einzustellen wie möglich und die Bünde dieser Vorgabe anzupassen.

Stimmt das so?
 
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  • #10
Ich finde es interessant, das hier alle als Optimum einen kerzengeraden Hals favorisieren - ich nicht.
Bei mir haben die Gitarrenhälse eine leichte Krümmung (konkav). Wichtig dabei ist natürlich, dass nicht der Hals bzw. das Griffbrett oder gar das Binding als Maß der Dinge hergenommen wird, sondern man muss sich an den Bünden orientieren (Bundkanten). Aber am wichtigsten ist, das man bevor man an ein Abrichten geht, wie Bassturmartor schon oben anführte, sich auf die Suche nach individuellen Hochpunkten macht. Also ob einzelne Bundstäbchen gegenüber ihrem Nachbarn zu hoch sind. (eine der Hauptursachen für Saitenscheppern). Dies kann man überprüfen indem man ein kurzes Lineal über 3 Bundstäbchen auflegt und schaut ob es kippelt - wenn ja ist das jeweilig mittlere Bundstäbchen zu hoch. Da es unwahrscheinlich ist, das ein einzelnes Bundstäbchen durch permanentes spielen eines Tones übermäßig abgeschliffen wurde, wird es also eher so sein, dass das Bundstäbchen etwas hoch gekommen ist. An die Basis etwas Sekundenkleber und dann wieder rein drücken - fertig. Man sollte nicht unterschätzen wie oft individuelle Hochpunkte schon bei neuen Gitarren vorhanden sind.

Beim einstellen der Halskrümmung, muss man wissen, dass der Halsstab (zumindest bei den Gitarren die von der Kopfplatte her eingestellt werden), ja nach Hersteller bzw. Gitarrentyp nur bis ca. zum 16 Bund funktioniert bzw. der Halsstab gar nicht weiter reicht. (ist bei LP's so) Alle weiteren Bünde werden vom Halsstab nicht mehr erreicht. Das liegt daran, dass ab dem 16. Bund (bei LP) der Hals im Korpus (Halstasche) verleimt ist und damit eine so starre Verbindung hat, dass kein Halsstab da etwas erreichen könnte.

Man sollte beim Saitenscheppern aber auch nicht zu pingelig sein. Es gibt Saitenscheppern, das man nur bei unverstärkter Gitarre hört - am Amp aber nicht. Da würde ich nichts unternehmen und alles so lassen.

Viel Spaß beim einstellen und abrichten

Gruß
 
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  • #11
  • Ersteller
  • #12
Wenn dabei einzelne Bünde hervorstehen werden diese nachgedrückt oder -gehämmert.
Machst du vielleicht das Nachdrücken und, oder hämmern ebenfalls ohne Spezialwerkzeug, bzw. könntest du mir bitte sagen wie ich die Bünde auf gute Weise nachdrücken bzw hämmern könnte, wenn es da eine andere Methode gibt?
 
  • #13
Also nachhämmern funktioniert ganz gut mit einem normalen leichten Schlosserhammer mit Hilfe eines kleinen Hartholzstabes (Buchenholzdübel o.ä.). Man setzt den Holzdübel an der gewünschten Stelle an und befördert so durch leichte Hammerschläge den Bunddraht wieder in die gewünschte Lage zurück.

Der liebe Kollege Rainer @murle1 hat diesen Vorgang unzählige male hier im Forum beschrieben - vielleicht mal danach suchen...

Ich selbst schlage immer direkt mit geeignetem Hammer auf den Bunddraht, aber ich hab das auch geübt ;-)

*
 
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  • #14
Doofe Frage: Was macht man, wenn so ein Bund dann nicht hält, also "zurückfedert"? Oder passiert sowas nicht?
 
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  • #15
Doofe Fragen gibt es nicht.

Ein Bunddraht kann dann zurückfedern wenn der Bundschlitz zu weit ist. Nachträglich ist dann ein Tropfen Sekundenkleber die Lösung (oder ein anderer Kleber wenn man mehr Zeit hat).

Ich hab auch schon mal aus einem Bass einen fretless gemacht weil alle Bünde lose waren.

*
 
  • #16
Ah, dann also doch mit einem Tropfen Sekundenkleber arbeiten. Dachte ich mir schon. Danke! :great:
 
  • #17
Ich finde es interessant, das hier alle als Optimum einen kerzengeraden Hals favorisieren - ich nicht.
Bei mir haben die Gitarrenhälse eine leichte Krümmung (konkav). Wichtig dabei ist natürlich, dass nicht der Hals bzw. das Griffbrett oder gar das Binding als Maß der Dinge hergenommen wird, sondern man muss sich an den Bünden orientieren (Bundkanten).
davon bin ich eigentlich auch immer ausgegangen.
also so:

Bildschisdfg.56.55.webp

(übertrieben zwecks Deutlichkeit)


P.S.
bevor ich eine wirklich gerade Halskrümmung im Bereich des achten Bundes erreiche.
was ist eine gerade Krümmung?
 
  • Ersteller
  • #18
P.S.
was ist eine gerade KrüKrümmung
Ja, haste richtig einen Fehler gefunden.
Ich könnte versuchen zu erklären, dass bei "geradem" Hals (eigentlich ist ein Hals ja nie gerade, weil Holz und sw.) er trotzdem durch den Trussrod gekrümmt ist. Aber das ist eigentlich relativ überflüssig darauf rumzureiten.

Ich habe übrigens letzten Endes versucht "die goldene Mitte, oder bzw den goldenen Mittelweg" zu finden indem ich beides zum Anschauen genutzt habe. Einmal den Blick mit der geraden Seite des Lineals über die Bünde und auch ohne die Bünde im Blick über das Profil des Griffbretts.

Bei der geraden Variante waren einige Bünde trotz Hämmerns höher als die Nachbarn was das Bild ebenfalls schwerer einzuschätzen machte was "gerade" ist.

Für mich ließ sich letztlich nur ein Kompromiss finden bei dem sowohl im ersten Bund als auch im Bereich 7-11 Bund jeweils ein bisschen "Luft" war. Wenn ich den mittleren Bereich (mit dem Rest der Bünde) ganz gerade eingestellt hätte wäre halt die Ausnahme das erste Bundstäbchen gewesen, dass dann extrem viel weiter "unten" gewesen wäre.

Beim nächsten Mal würde ich zuerst die paar höchsten Bünde mit dem Stewmac FretKisser oder der Music Nomad U-File zu den beiden Nachbarbundstäbchen hin nivellieren. Danach sollte sich das ablesen mit dem geraden Lineal über die Bundkronen noch etwas genauer erreichen lassen.
 
  • Ersteller
  • #19
Ah, dann also doch mit einem Tropfen Sekundenkleber arbeiten. Dachte ich mir schon. Danke!

View: https://www.youtube.com/watch?v=s7uiPXfYPc0

Das Videp ist eigentlich ganz gut. Die Methode ist für einen sehr günstigen Hals und ich fand es etwas erschreckend wie schnell, also schlampig, der die Arbeitsschritte durchlaufen hat, siehe polieren, aber das ist nur meine Meinung.
Die Methode Bee Wax und der Kleber den er hat scheint gut zu sein und er erklärt es habe tonale Auswirkungen, wenn die Bünde spiel haben und nicht eingeklebt sind.

Bei der Charvel Model 4 hat man sich 1986 glaube ich ebenfalls das einkleben gespart. 😥
 
  • #20
Der einzige mir bekannte Hersteller der Bünde im Werk eingeklebt hat ist G&L (gewesen).
 
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